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THEMA: Stuttgart 21 - Bahnhof wird abgerissen Teil 7

THEMA: Stuttgart 21 - Bahnhof wird abgerissen Teil 7
Startbeitrag
putzzwerg - 07.10.10 11:52
Und weiter gehts...

zuächst der Link zum Vorgänger-Thread:

http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=492810

Verdi-Chef Bsirske sieht viele Stuttgart 21:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-10/interview-bsirske

Gruß
Peter


@97 http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=492810#97

Hallo Sascha,

wenn Du Fakten dazu möchtest, empfehle ich (ja, ich weiß ich wiederhole mich... ) diese Links:

Widerstand gegen den Widerstand
http://www.youtube.com/watch?v=qAkkjWgbDvQ

Prof. Dr. Karl-Dieter Bodack: Vortrag "Stuttgart 21 und Alternativen" –
Stadthalle Korntal-Münchingen, 28.09.2010

Vortrag Teil 1 http://www.youtube.com/watch?v=FKGSZ1eIfgM
Vortrag Teil 2 http://www.youtube.com/watch?v=DcjcheZmuAw
Vortrag Teil 3 http://www.youtube.com/watch?v=xrC1JeHxnog
Vortrag Teil 4 http://www.youtube.com/watch?v=LjGPRcVfyVI

Prof. Bodack, Fragerunde

Fragen Teil 1 http://www.youtube.com/watch?v=_QXnRLdmqGI
Fragen Teil 2 http://www.youtube.com/watch?v=LONfzhvquaQ
Fragen Teil 3 http://www.youtube.com/watch?v=qQ_EcH_p-mo
Fragen Teil 4 http://www.youtube.com/watch?v=cVkK3UtYQAY
Fragen Teil 5 http://www.youtube.com/watch?v=oRW5b76lT2E
Fragen Teil 6 http://www.youtube.com/watch?v=v4kornwZhGM

Oben bleiben,

Olaf
Wir können alles - außer mitentscheiden:

http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/stuttg...ntscheiden-1.1009268

Gruß
Peter
Hallo,

nach einem Bericht der SZ http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/266...scheid-moeglich.html ist der Ausstieg des Landes BW und ein Volksentscheid möglich . Interesant ist auch der Kommentar von Hanns-H. Kübler.

Oben bleiben
Johannes
Hallo Peter,

danke für den Link.

Wenn das wirklich wahr ist mit dem Baustopp und der ergebnisoffenen Verhandlung (man ist ja inzwischen leider sehr skeptisch geworden), dann wäre das ein Riesenfortschritt!
Dann könnten endlich mal Fakten auf den Tisch kommen.

Oben bleiben,

Olaf
Halllo,

ich traue Herrn Geißler nicht. Er blinkt links und biegt rechts ab - garantiert.
Er ist derjenige, der die Bewegung spalten wird. Jetzt ist der Durchgangs-
bahnhof nur noch eine Frage der Zeit. Es würde jetzt, mit Beginn der Herbstes,
ohnehin nichts mehr gebaut werden.

Ich möchte NICHT recht behalten.

Grüße,
Uwe

Hallo,
die Worte von Heiner Geißler in allen Ehren.
Und großen Respekt für sein Engagement.

Aus meiner früheren politschen Zeit,
kannte ich den Herrn Geißler schon fast persönlich.

Irgendwie war das ein ganz anderer Mensch.

Und möchte ihn nicht als Gegner haben.


Hans Hans
@9

Hallo Peter,

dann lag ich ja mit meiner Vermutung unter @6 genau richtig.

Oben bleiben,

Olaf
Kaum ist ein Vermittler gefunden, wird er von Mappus und Grube auch schon diskreditiert:

http://www.n-tv.de/politik/Mappus-und-Grube-wis...-article1665896.html

Im Artikel ist ein lustiger Druckfehler. Wer findet ihn?

Gruß
Peter
@14:

Naja, während der Vermittlungsgespräche Bölkstoff - soll ja die Zunge lockern...

Gruß
Peter
Mappus setzt weiter auf Geißler - einen anderen dürfte er auch kaum finden:

http://www.n-tv.de/politik/Mappus-setzt-weiter-auf-Geissler-article1668641.html

Gruß
Peter

Machen wir uns nichts vor ! So traurig es auch ist ! Der bund sowie die länder handeln fast nur gegen das volk ! Erst vermurkst man die bundesbahn zur db ag nun stuttgart 21... Es wird gebaut werden ! Trotz des wiederstandes ! Mit unseren geldern ! Es ist einfach nur noch wiederkich was sich bund länder sowie uns allen die eu erlaubt...besonders die eu geht mir auf die nüsse ! Möchten diese doch am liebsten eine zweite usa in europa... Zu stuttgart 21 sei noch gesagt...wir mögen ebenfalls dagegen sein, es sieht aber so aus wenn die mehrheit dieser projekt will ! Hier werden immer die arbeitsplätze im vordergrund gerückt. Allerdings würde durch den kopfbahnhof mehr personal gebraucht als er in zukunft haben wird ! Bei weiten mehr... Gruß björn der auch dagegen ist
Was ist die Vermittlung zwischen Tunnel und oben bleiben? Eine Schwebebahn!

(bin schon weg)

Gruß
Peter
: : : Ungewollter Praxistest : : :

Gestern in »Mitte«, gerade war ich im Auto losgefahren, stieg ich sofort in die Eisen — ein Kinderwagen drohte auf die Straße zu rollen. Wie das? Ein Vater hatte kurz, wirklich nur kurz, den Kinderwagen losgelassen, um schnell, wirklich schnell, etwas in eine Altkleidertonne zu werfen. Derweil setzten sich Wagen und Kind langsam in Bewegung… Ich dachte unweigerlich an die bekannten 1,9° Gefälle unseres Zukunftsbahnhofes. Den Bürger!steig habe ich nicht vermessen, das Gefälle könnte aber sehr ähnlich sein.
Mir liegt ein Vorwurf an den Papa absolut fern, denn sowas kann schlicht und ganz einfach passieren. Man denke an viel Gepäck und das kurzfristige Vermissen einer Tasche o. ä.

Schöne Grüsse, Carsten
Na, das sieht aber mächtig nach Krieg aus - ob in Stuttgart bald Panzer auffahren?:

http://www.n-tv.de/politik/Stuttgart-21-wird-zu...-article1668641.html

Gruß
Peter

Wenn Geißler sich durchsetzen kann, vielleicht nicht:

http://www.sueddeutsche.de/politik/stuttgart-ve...uhe-am-bau-1.1009759

@19.

Da wird aber vor ständigem Sonderalarm wegen herrenloser Gepäckstücke nicht mehr viel gehen! (grins)


Och je - das ist aber traurig:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,druck-721611,00.html

Hat denn keiner Mitleid mit der notleidenen Bauindustrie (außer sie selbst)?

Gruß
Peter

Stuttgart - die Hauptstadt von Absurdistan:

http://www.stern.de/politik/deutschland/eskalat...gezeigt-1611990.html

http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttga...a-made-in-stuttgart/



Ist die Freude schon vorbei?:

http://www.n-tv.de/politik/Geissler-schwenkt-ein-article1668641.html

Fest steht allerdings eins: einfach wird das nicht. Und Zahltag ist die Landtagswahl!

Gruß
Peter
Hallo,

ein Interessantes Streitgespräche zwischen Hr. Stittler und OB Schuster:
http://www.fr-online.de/panorama/nicht-um-jeden...4729522/-/index.html

Oben bleiben,

Olaf
Hallo,

Stuttgart 21-Demo: Agent Provocateur der Polizei als Pfeffersprayer?
http://stuttgart21.blog.de/2010/10/08/stuttgart...ffersprayer-9560592/

Oben bleiben,

Olaf
Boah!

Und jetzt sag noch mal einer das Wort "VerschwörungsTHEORIE".

Diesem Staat ist wirklich alles zuzutrauen


Gruß,

Gernot
@25:

Alles nicht neu. Gab es in den 80iger Jahren alles schon. Manchmal denke ich, ich lebe in einer Zeitschleife ... rückwärts.

Gruß
Peter
Hallo,

anknüpfend an den ersten Link @ 21 habe ich eine Mail an den sich beklagenden Tunnelbohrerbauer Herrn Herrenknecht geschrieben, der laut dem verlinkten Artikel ein Auswandern in die Schweiz plant, falls Stuttgart 21 scheitert.

Ich setze das Schreiben mal hier rein:

"Sehr geehrter Herr Herrenknecht,

in Spiegel Online http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,druck-721611,00.html las ich davon, dass Sie von den Protesten gegen Stuttgart 21 verärgert sind und sich als daran beteiligter Unternehmer auch persönlich diskreditiert fühlen. Es heißt dort über Sie in Bezug auf Stuttgart 21:
"Sollten die Grünen die Landtagswahl im März gewinnen und das Projekt tatsächlich beerdigen, so sagt er, 'dann gehe ich in die Schweiz'".

Bevor Sie diesen Schritt vollziehen, sollten Sie gründlich bedenken, auf welche Situation Sie dort treffen. In der Schweiz stimmt das Volk über alle wichtigen Projekte direkt ab. Das hat den Vorteil, dass erbitterte und manchmal auch verletzende Kampagnen wie jetzt zu Stuttgart 21 vermieden werden, da von vornherein eine gründliche Sachdiskussion geführt wird und nur fundierte Argumente die Mehrheit überzeugen und die jeweils anstehende Frage entscheiden können. Andererseits liegt, was man aus meiner Sicht nicht als demokratischen Mangel bezeichnen kann, in diesem Verfahren die Möglichkeit, dass das von Verwaltung und Politik vorgeschlagene Vorgehen nicht immer zum Tragen kommt.

Als Beispiel nenne ich Zürich, eine der beliebtesten Städte der Welt mit höchster Lebensqualität. Zu dieser Lebensqualität trägt ein wunderbar funktionierendes Straßenbahnsystem bei, das in dichten Takten fährt und bei dem der nächste Einstieg meist mit wenigen Schritten erreichbar ist. Geplant hatte die Stadt Zürich in den 1970ern ein U-Bahn-Netz, um die kommunale Schiene aus dem Straßenraum zu verbannen und Raum für den expandierenden Autoverkehr zu schaffen. Die Züricher Bevölkerung aber lehnte das U-Bahn-Projekt ab, sprach sich für den Erhalt des oberirdischen Straßenbahnnetzes aus und beschloss, dem Autoverkehr in der Innenstadt sehr enge Grenzen zu setzen. Dieser Beschluss jedoch, der in den Augen mancher Planer damals sicher absolut provinziell und rückständig war, hat aus meiner Sicht einen erheblichen Anteil daran, dass Zürich heute weltweit als Musterbeispiel an Urbanität gilt.

Die Schweiz ist auch das Land mit dem besten und dichtesten Eisenbahnnetz der Welt, und in keinem anderen Land nutzt die Bevölkerung die Bahn in vergleichbarem Maße. Das letzte Großprojekt war die Umsetzung des Konzepts "Bahn 2000", durch das ein integrales Netz von Verbindungen geschaffen wurde. Nicht einzelne Vorzeigeprojekte und streckenbezogene Beschleunigung bestimmten die Investitionen, sondern die Schaffung eines Systems, in dem sich Nah- und Fernverkehr auf das Beste ergänzen. Dieses Projekt wurde von den Schweizer Bundesbahnen entwickelt, und die Schweizer Bevölkerung hat es in einer großen Volksabstimmung akzeptiert, allerdings erst, nachdem manches Detail den Wünschen der Öffentlichkeit entsprechend modifiziert worden ist.

Das, was die Bevölkerungsmehrheit in Stuttgart und in Baden-Württemberg fordert, entspricht in mancher Hinsicht dem, was in der Schweiz gängige Praxis ist. Insofern hätten die Stuttgarter gute Gründe, bei einer Durchsetzung des Projekts Stuttgart 21 in die Schweiz auszuwandern, wo ein solches Übergehen der Bevölkerung nicht vorstellbar ist. Ob Sie dagegen dort Ihr Glück fänden, scheint mir nach dem Gesagten keineswegs sicher.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Ruhrgebiet
XXX"

Gruß
Karl
@27:

Hoffentlich liest der Herr Deine Mail auch!

Gruß
Peter
Hallo Karl Schotter, zu Nr. 27
sie haben "vergessen" zu schreiben, dass in Zürich zur Bewältigung des Mehrverkehrs unter dem Kopfbahnhof, der beibehalten wird, ein neuer unterirdischer viergleisiger Durchgangsbahnhof gebaut wird, weil das Volk den lärmigen Bahnverkehr aus dem Quartier unter dem Boden haben will. Ein neuer Doppelspurtunnel führt direkt nach Oerlikon (siehe hier: http://infra.sbb.ch/durchmesserlinie )
Stark verkürzt der Ablauf: Die Bahn plante den Ausbau der bestehenden Doppelspur Zürich-Wipkingen-Oerlikon auf vier Spuren. Aus den betroffenen Quartieren gab es Widerstand. Parlamentarier, getrieben vom Volk, nahmen den Ball auf. Weil sich der Kanton am Bau finanziell beteiligen muss und der Betrag über der Kompetenzsumme des Parlamentes lag, gab's ein Volksabstimmung (tiefere Summen unterliegen jeweils dem fakultativen Referendum). Die Vorlage wurde mit einer 3/4-Mehrheit angenommen. Den eigentlichen Bau musste des Bundesparlament beschliessen (dieser Beschluss unterlag dem fakultativen Referendum, das nicht ergriffen wurde). So wird jetzt seit eingien Jahren gebaut und der neue Bahnhof wird im Dezember 2013 in Betrieb genommen.
Auf diese Art wurden auch die Projekte Bahn2000, NEAT (Neue Eisenbahn Alpen Transversale) usw. vom Volk mit grossen Mehrheiten angenommen, mit Steuererhöhungen und neue Abgaben zur Finanzierung.

Uebrigens wird am Freitag, 15. Oktober 2010 der Durchschlag im neuen Gotthardtunnel im 3SAT ab 13.00 Uhr live übertragen (vorher und nachher Informationen dazu, auf SF1 Direktsendung von 10.00 - 17.35 Uhr)
Gruss aus der Schweiz, Wisi

Hallo Wisi (@ 29),

vielen Dank für die weiteren Beispiele, die die wichtige Rolle der Bevölkerung in der Schweiz bei bedeutenden Entscheidungen und insbesondere auch bei Bahnprojekten bestätigen.

Über den Eisenbahnverkehr in Zürich habe ich gar nichts geschrieben, sondern nur über die kommunale Schiene.

Es kann aus meiner Sicht kein grundsätzlichen "Ja" oder "Nein" zu Tunnelbauten geben, sondern nur eine demokratisch legitimierte, gründlich diskutierte Entscheidung im Einzelfall. In Stuttgart war der Ansatz für Stuttgart 21 vor allem das Interesse der Bahn an der Vermarktung innnenstatadtnaher Flächen, die sich in ihrem Besitz befinden. Vom Bahnverkehr verstand der damalige Chef, Herr Dürr, ziemlich wenig.

In diesem Sinne unterstütze ich die Bewegung in Stuttgart, die sich dagegen wehrt, dass derStadt und der Bevölkerung ein teures, verkehrlich und städtebaulich zweifelhaftes Projekt übergestülpt wird.

Es grüß
Karl

Hallo Alle,

Die Webcam vom Nordflügel ist aus, weiß einer warum?

(http://www.ustream.tv/channel/live-stream-vom-nordfl%C3%BCgel-am-stuttgarter-hauptbahnhof)

Grüße Werner
Hallo Werner,

hier http://www.fluegel.tv/ ist sie an. Die machen aber zwischendurch als Pausen, wenn nichts los ist.

Johannes
Hallo,

etwas Satire zum Thema:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/p...st-extradrei196.html

Oben bleiben,

Olaf
Da muss man erst mal drauf kommen: Polizei traumatisiert!:

http://www.n-tv.de/politik/Polizei-ist-traumatisiert-article1680251.html

Macht die jetzt auf §175, um nicht zur Rechenschaft gezogen werden zu können?

Gruß
Peter
Hallo Thomas,

sicher mag der eine oder andere Bereitschaftspolizist mal nicht einverstanden sein. Aber grundsätzlich hat sich jeder für diesen Beruf entschieden — Breitschaftspolizei, nicht Streifendienst! — und bringt aus meiner Sicht dafür eine gewisse Disposition (Recht&Ordnung) mit. Ähnlich dem Militär funktioniert solch ein Apparat nur via Befehl und Gehorsam, was alles Beteiligten klar ist oder sein sollte. Manche nehmen das auch nur intuitiv wahr...

Solche Typen, wie die Prügelglatze halte ich für leidlich unterbelichtet.

Schöne Grüße, Carsten
@39:

in Berlin gibt es auch so eine testosterongeschwängerte Prügeltruppe, die bei Demos immer wieder unangenehm auffällt. Deren Zugführer wurde gerade nach einer Gerichtsverhandlung in den Innendienst strafversetzt, weil er laut Videobeweisen und Zeugenaussagen willkürlich und mehrfach auf Passanten eingeprügelt hat. IQ-Tests bei Bereitschaftspolizisten dürften auch nicht unbedingt nicht zum Besten ausfallen... Im Unterschied zu Stuttgart behauptet in Berlin aber niemand, diese Prügelprolls seien traumatisiert.

Gruß
Peter
"Ähnlich dem Militär funktioniert solch ein Apparat nur via Befehl und Gehorsam, was alles Beteiligten klar ist oder sein sollte."

Ganz so ist das nicht. In diesem Land steht die Gewissensentscheidung über dem Gehorsam. Das bekommt man schon in der Grundausbildung bei der Bundeswehr eingehämmert.

Stefan T.
Warum Stuttgart 21 so viel teurer wird - ein kameralistisches Trauerspiel:

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621...common~Sspezial.html

Gruß
Peter
Zu Nr. 42, es geht auch anders,
zwei Beispiele aus der Schweiz, wo solche Projekte für die Volksabstimmungen genauer gerechnet werden müssen:
Beispiel Durchmesserlinie Zürich:
Preisbasis 2005, Kreditgenehmigung durch Bund (kein Referendum erfolgt) 2'031 Millionen Franken, Stand 31.10.2009 noch gleiche Summe (erbrachte Leistungen und erfolgte Arbeitsvergebungen ergaben bereits sicherere Zahlen) siehe hier: http://infra.sbb.ch/informationen/medien.htm?r...F202509EB780E8034EF3  "Medienmitteilung anklicken". Ende September 2010 wurde an einer Baustellenführung mitgeteilt, terminlich und finanziell liege man gut im Plan (soll heissen keine Termin- oder Kostenüberschreitungen).
Beispiel Achse Gotthard (Gotthard- und Ceneri-Basistunnel mit Zugemüse), wo seit 11 Jahren gebaut wird:
Preisbasis 1998  13,157 Milliarden, Prognose der Endkosten vom 30.06.2010  12,252 Milliarden (= tiefer). Ich verweise auf die Diagramme im folgenden Link http://www.alptransit.ch/de/projekt-alptransit-gotthard/kosten/

Grüsse aus der Schweiz
Wisi

In Nr. 46, weiter unten, habe ich einen wichtigen Nachtrag eingestellt (Kostenüberschreitungen gab und gibt es auch hier)

Ja, die Schweiz. Rund um Bahnthemen immer wieder gerne als leuchtendes Beispiel herangezogen. Zu Recht!

Hallo Wisi,

als nah der Grenze zur Schweiz aufgewachsener, mit einem Vater, der die allermeiste Zeit seines Arbeitslebens als Grenzgänger in der Schweiz arbeitete, habe ich einen speziellen Blick auf die Eidgenossenschaft. Ein Attribut, was mir bei deinen Zahlen (@43) gleich in den Sinn kam: solide! Oder Neudeutsch: »No Bullshit«. Aus einem Projekt, wie der NEAT mit geringeren Kosten rauszukommen nötigt mir allen Respekt ab.
Um wieder auf unser Drama im Muschderländle zu kommen. Dort wird für ein Großprojekt derart gemauschelt, dass einem mehr als schwindlig wird. Ich bin so froh über, und stolz auf die Demonstranten, dass sie sich den Schmonz einfach nicht mehr bieten lassen.

Schöne Grüße, Carsten
Hallo Wisi,

bei Euch Schweizern weiß man eben genau woran man ist. Bei uns wird eine Nebelkerze nach der anderen gezündet und am Ende werden solche Großprojekte immer viel teuerer als vorher gesagt.
Und dann werden die Kosten für S21, die eine renommierte Firma wie Vieregg-Rössler empirisch ermittelt hat auch noch als unseriös dargestellt.
Dabei gehen die recht pragmatisch an die Sache ran - Was haben bisherige Bahnprojekte (z.B. SFS Köln-Frankfurt oder SFS Ingoldstadt-München) gekostet?. S21 wird dann unter Berücksichtigung der geografischen Verhältnisse (wieviel Tunnelkilometer, wieviele Brücken usw.) verglichen und entsprechend berechnet. So ergeben sich dann Kosten zwischen 12 bis 18,7 Millarden EUR (bester/schlechtester anzunehmender Fall)

Wenn es interessiert, hier ein Link auf die Seite von Vieregg/Rössler:
http://www.vr-transport.de/vr/einsparpot.html#hd28

Interessant auch, weil der Auftraggeber Hr. Bodack und die Studie schon von 2006 ist.

Oben bleiben,

Olaf


Nachtrag zu meinem Beitrag Nr. 43
Durch eine Ablenkung habe ich eine wichtige Rückbetrachtung vergessen, die ich nicht vorenthalten wollte, nämlich die dramatische Kostenüberschreitung beim Bau des Furka-Basistunnels:

1971 beschlossen die Eidgenössischen Räte den Bau des Tunnels, den ersten grösseren Tunnelbau nach rund 75 Jahren. Es wurde ein Kredit von rund 70 Millionen Franken gesprochen. Bald zeigte es sich, dass das Vorhaben schludrig ausgearbeitet worden war (grosse geologische Probleme, da zu wenig seriös erkundet, etc.). Schliesslich kostete der 1982 eröffnete Tunnel rund 300 Millionen.
Die Lehren aus der Aufarbeitung dieses Debakels führten nicht unwesentlich dazu, dass heute die Vorlagen sehr genau ausgearbeitet werden.

Nochmals grüsst
Wisi
Hallo Olaf S., zu Beitrag 45
Wenn ich die Angaben im erwähnten Link richtig interpretiere, soll auf die Anbindung des Fernverkehrs an den Flughafen Stuttgart verzichtet werden. Wie ein Vergleich mit dem Flughafen Zürich zeigt, wäre das aber falsch.
Seit 1982 ist der Flughafen Zürich an den Fern- und S-Bahnverkehr angeschlossen. Im Fernverkehr sind  Verbindungen in alle Landesgegenden, davon sind umsteigefrei: - halbstündlich aus und in Richtung Bern, Biel, Weinfelden-Konstanz/Romanshorn, St. Gallen, - stündlich Basel, Luzern, Wallis, Berner Oberland, Westschweiz und Schaffhausen. Für Graubünden und Tessin muss in Zürich HB (noch) umgestiegen werden. 2009 waren 13,88 Millionen Passagiere mit Start/Ziel Zürich. Gemäss einer Erhebung reisten 2009 46,3 % mit ÖV (öffentliche Verkehrsmittel) zum Flughafen, also etwa 6,4 Millionen Passagiere, Besucher und Angestellte. Dieser Anteil hat sich seit 1982 stetig erhöht. Ab 2015, wenn in Zürich HB der neue unterirdische Durchgangsbahnhof voll in Betrieb ist, sind weitere Direktverbindungen, auch im S-Bahnverkehr vorgesehen. Wenn das Angebot der Bahn da ist, wird es auch benutzt (dazu gehört umsteigefrei und Check-in am Bahnhof http://www.flughafen-zuerich.ch/desktopdefault.aspx/tabid-116/). Und das ist auch Umweltschutz.

Zitat der Erhebung:
"Neue Modalsplit-Erhebung liegt vor: 46.3 Prozent reisen mit ÖV zum Flughafen Zürich, vom 2.4.2010

Am Flughafen Zürich reisen 46.3 Prozent der Passagiere, Besucher und Angestellten mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Dies zeigt eine neue Erhebung des sogenannten Modalsplits für den Flughafen Zürich.

Die Rahmenkonzession zur 5. Bauetappe schreibt vor, dass mindestens 42 Prozent aller Personen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Flughafen Zürich reisen. Dieses Modalsplit-Ziel muss von der Flughafenbetreiberin regelmässig erhoben werden.

Seit der letzten Erhebung im Jahr 2003 hat sich der Modalsplit am Flughafen Zürich um drei Prozentpunkte auf 46.3 Prozent verbessert. Diese erfreuliche Entwicklung ist einerseits auf die hervorragende Erschliessung des Flughafens durch Bahn, Bus und die Glattalbahn zurückzuführen. Andererseits haben gezielte Fördermassnahmen dazu geführt, dass Angestellte vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen.

Der Modalsplit im Detail
Der Modalsplit bezeichnet die relativen Anteile von öffentlichem Verkehr und motorisiertem Individualverkehr am Verkehrsaufkommen der Passagiere, Besucher und Angestellten. Er wird für den Flughafen Zürich seit 1994 regelmässig erhoben. Betrug er im Jahr 1994 noch 34 Prozent, nahm er stetig zu und betrug im Jahr 1999 38.6 Prozent, im Jahr 2003 43.2 Prozent und im Jahr 2009 46.3 Prozent.
Flughafen Zürich AG"

Gruss Wisi

@46 Wisi

Zitat

Die Lehren aus der Aufarbeitung dieses Debakels führten nicht unwesentlich dazu, dass heute die Vorlagen sehr genau ausgearbeitet werden.



Das ist halt der Unterschied zu Deutschland. Hier zieht man grundsätzlich aus solchen Debakeln nie eine Lehre.

Gruß
K.U.Müller
Zitat

  Ich dachte unweigerlich an die bekannten 1,9° Gefälle unseres Zukunftsbahnhofes. Den Bürger!steig habe ich nicht vermessen, das Gefälle könnte aber sehr ähnlich sein.
  



@zu Nr. 19

Hallo zusammen,

was ist eigentlich der Hintergrund für das Gefälle ? Eigentlich sollte es doch kein Problem sein, einen Untergrundbahnhof eben zu planen (Anpassung an die topographische Struktur des Geländes entfällt ja hier wohl) , es sei denn dies ist aus irgendwelchen Gründen nicht möglich. Hat da jemand nähere Infos ?

LG Stefan
Hallo Stefan,

es ist heute schon ein Gefälle in der Zufahrt zum Hbf von Stuttgart Nord her. Richtung Bad Cannstatt fällt die Strecke weiter. Wenn man ebene Bahnsteige will, müsste man schon vor Zuffenhausen in den Untergrund gehen und den S 21 auch wesentlich tiefer legen. So ist meine Einschätzung.

Oben bleiben
Johannes
Hallo Johannes,

dann ist wohl die Kostenfrage das Problem ??

Liegen die S-Bahngleise in Stuttgart eigentlich auch im Gefälle?.

Gruß Stefan
Hallo Stefan,

die »Notwendigkeit« des Gefälles — so habe ich es verstanden — ergibt sich aus den kreuzenden U-Bahnlinien und höheren Kosten. Denn wie schon Johannes schrieb, müssten die Rampen länger werden = längere Tunnelstrecke = höhere Kosten.

<polemik> Die Kosten-Nutzen-Abwägung brachte einen Kostenvorteil für einen Bahnhof im Gefälle unter Berücksichtigung von Ausgleichs- und Entschädigungszahlungen von im Durchschnitt 1,374 weggerollter Kinderwagen/Jahr. <polemik/>

Schöne Grüße, Carsten
Zitat

die »Notwendigkeit« des Gefälles — so habe ich es verstanden — ergibt sich aus den kreuzenden U-Bahnlinien und höheren Kosten. Denn wie schon Johannes schrieb, müssten die Rampen länger werden = längere Tunnelstrecke = höhere Kosten



Hallo Carsten,

wobei mir immer noch nicht klar ist, warum der Scheitelpunkt (Übergang Gefälle zur Steigung) nicht im Bahnhof liegt....

Viele Grüße

Stefan
Bahn rechnet sich S 21 schön:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-722375,00.html

Gruß
Peter
Hallo Stefan,

da habe ich auch keine Antwort drauf. Ich denke man geht dieses Wagnis nur ein, um bzgl. der Umstände die billigste Lösung zu bekommen. Dass damit erstmals und mit Ausnahmegenehmigung des Verkehrsministers ein Bf »schief« gebaut wird nimmt man billigend in Kauf.
Selbst eine topographisch so schwierige Strecke wie die Höllentalbahn hat man mit Bahnhöfen in der Waagrechten ausgestattet: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?31,4881430
So meintest du es wohl mit dem Scheitelpunkt, oder? Der gezeigte Bf Posthalde ist meines Wissens schon lang nur für Betriebshalte vorgesehen.

Schöne Grüße, Carsten
... und er kann es nicht lassen, auf die Gegner hinabzusehen:
»Wenn es Geißler allerdings gelänge, verunsicherte Menschen, die derzeit demonstrierten, für Argumente wieder zugänglich zu machen, sei viel erreicht.«

So zitiert Spiegel online den Bahnchef und verkehrt schlicht die Umstände. Soll er doch mal überhaupt erstmal Argumente jenseits des Marketinggewäschs bringen. Sollen er und alle anderen Befürworter sich den Gegenargumenten stellen. Darauf habe ich bisher keine größeren Einlassungen wahrnehmen können.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722454,00.html

Schöne Grüße, Carsten


PS: Die Bahn hat große Mühe ein paar ihrer Züge ordnungsgemäß schief zu legen. Was soll den erst dabei herauskommen, wenn sie einen ganzen Bahnhof schief legt?
@60:

<Was soll den erst dabei herauskommen, wenn sie einen ganzen Bahnhof schief legt?>

Ist doch ganz einfach: S 21 NeiTech! Mit beweglichen Gleisen und Bahnsteigen - das muss für DEN Preis noch drin sein.

Gruß
Peter
Hallo,
habe gerade den neuen Bahnchef vor Ort,
im Stuttgarter Schlossgarten gesehn.

Ich kann mir nicht helfen,
seine Körperhaltung, Argumentation und Artikulation,
erinnert  mich irgendwie an Honnie.

Betonkopfert!

Hans Hans


Zitat

habe gerade den neuen Bahnchef vor Ort,
im Stuttgarter Schlossgarten gesehn.

Ich kann mir nicht helfen,
seine Körperhaltung, Argumentation und Artikulation,
erinnert  micht irgendwie an Honnie.



Hallo zusammen,

mich erinnert er hinsichtlich seiner Körperhaltung und Artikulation an Mehdorn.... Wer bestimmt eigentlich den Vorstandsvorsitzenden (noch ist die DB keine AG oder bin ich da falsch informiert) ? Wenn immer die gleichen Typen ausgewählt werden, kann sich bei der DB eigentlich nichts ändern.

Gruß Stefan
@63:

<Wer bestimmt eigentlich den Vorstandsvorsitzenden (noch ist die DB keine AG oder bin ich da falsch informiert) ? >

Der Bundesverkehrsminister. Er ist der "oberste Bahnchef".

Gruß
Peter
Zitat

<Wer bestimmt eigentlich den Vorstandsvorsitzenden (noch ist die DB keine AG oder bin ich da falsch informiert) ? >

Der Bundesverkehrsminister. Er ist der "oberste Bahnchef".



Hallo Peter,

dann läuft die Benennung auf der "politischen Schiene" (d.h. es besteht eine enge Verflechtung zu den politischen Parteien, eine "Unabhängigkeit" der Bahn zur Regierung ist damit nicht gegeben). Die Aussagen des Bahnchefs "wir haben Verträge, die wir einhalten müssen" kann ich angesichts dieser Konstellation nur als Makulatur ansehen, denn wenn von der Regierung eine entsprechende Vorgabe (Baustopp) kommen würde, muß die Bahn handeln.

Gruß Stefan
@63:

Hallo Stefan,

Grube ist eine Art Zögling von Mehdorn. Beide haben zusammengearbeitet, Grube als Mehdorns Assistent, was offenbar seine Wirkung nicht verfehlte.

Schöne Grüße von oben, Carsten
Moin,

es wurde zwar die Führungsclique um Mehdorn entfernt,aber die Berater sind die selben.
Von daher wundern mich die Aussagen Grubes nicht.Er kann und darf leider kaum
Eigenmächtig irgendwelche Versprechen abgeben.Schon gar nicht in die dieser grössenordnung.

Er ist quasi nur eine Marionette die jetzt ausbaden muss was die Vorgänger eingebrockt haben.

Denn die Bahn hatte sich 1997 zwar aus dem Projekt verabschiedet aber durch die mitnahme mentalität Mehdorns haben wir jetzt das dilemma.

Gruss Michael

P.S. Und ja mich nervt das Gebetsmühlenartige Geleiere auch.
Der Glaubenskrieg ist weiterhin in vollem Gange:

http://www.sueddeutsche.de/politik/bahnchef-gru...-stuttgart-1.1010929

Ob Geißler da wirklich etwas ausrichten kann?

Gruß
Peter
@68

Hallo,

dass sich die dort versammelten Unternehmer nicht gegen ein Projekt stemmen, an dem sie enorm verdienen können, ist doch klar. Wenn die Kasse stimmt, kann denen doch egal sein, ob das Ganze Sinn macht.

Herr Grube argumentierte m. E. auch nicht ganz redlich. Natürlich sind 2010 die Kosten höher als 2004. Nur: Er hat sich verkniffen, zu erklären, warum aber die von der Bahn selbst benannten Kosten seit 2009 um mehr als eine Milliarde EUR (1.000 Millionen) gestiegen sind. Innerhalb eines Jahres gab es keine solche Preissteigerungsrate.

Herr Westerwelle verstieg sich zur Begründung der legalistischen Position, mit der er die Interessen der FDP-Klientel verteidigt, zu der Bemerkung, die "Zuverlässigkeit des Rechtsstaates" sei "ein genauso wichtiges Rechtsgut wie das Demonstrationsrecht".
Ich denke, er hat im Staatsrechtsseminar gepennt, sonst wüsste er, dass "Zuverlässigkeit des Staates" im Gegensatz zum Demonstrationsrecht (Art. 8 Versammlungsfreiheit) nicht explizit im GG verankert wurde. Es erscheint insoweit abenteuerlich, Zuverlässigkeit als Rechtsgut auf eine Stufe mit dem Demonstrationsrecht zu stellen.

Wozu überhaupt Demonstrationsrecht, wenn man sich grundsätzlich mit einmal gefassten Beschlüssen der Parlamente abzufinden hat? Es dient doch offenbar dem Zweck, der Politik aus gegebenem Anlass verdeutlichen zu können, dass man - trotz Legitimierung durch Wahlen - mit gewissen Entscheidungen nicht einverstanden ist. Die Politiker müssen endlich begreifen: Wahlen sind kein Freibrief, während der Legislaturperiode an den Bürgern vorbei zu agieren und massive Geldverschwendung zu betreiben.

Wenn Herr Westerwelle aber auf der Zuverlässigkeit herumreitet, müsste man ihn beim Wort nehmen: Wie zuverlässig ist denn eine Kostenschätzung zu nennen, die innerhalb eines Jahres weit über der Teuerungsrate um mehr als 1 Mrd. EUR explodiert? Wie zuverlässig sind die Planungen, die dem zugrunde liegen? Und ist ein Staat als zuverlässig zu bezeichnen, der so etwas nicht sofort zum Anlass nimmt, zunächst einmal zu überprüfen, was da schief gelaufen ist und ob sich das Projekt zu diesen Kosten überhaupt noch lohnt?

Gruß
K.U.Müller
Gotthard-Tunnelbohrer nach Stuttgart?:

http://www.morgenpost.de/reise/article1421378/G...r-Technikwunder.html

Gruß
Peter

@70
interessant ist auch, daß http://stuttgart21.blog.de seit Tagen aus Griechenland nicht erreichbar ist - wie es in D aussieht kann ich nicht beurteilen...

LG Frank
Hallo,

das hat schon beinahe was von Komik:

Zitat

Die Argumente der S21-Befürworter  

von dk1893 Pro @ 2010-10-10 – 23:31:04

Um 23.17 Uhr kam nachfolgender Kommentar. Kommentare dieser Art gibt es täglich und werden sonst umgehend gelöscht, diesen aber möchte ich euch mal nicht ersparen. Der Kommentar wurde über folgende IP-Adresse abgegeben: 95.117.23.190 (mnhm-5f751be.pool.mediaWays.Net).

"ihr behinderten spastis! linke autonome profidemonstranten machen stress weils grad nix andres zu demonstrieren gibt und werden auch noch in schutz genommen. ich glaub nicht was ihr hier abzieht!
Das projekt ist seit langer zeit in planung und niemand hat sein maul auf gemacht. erst gings darum, dass es zuviel geld kostet und jetzt wird gestresst weil bäume gefällt werden sollen. dass ich nicht lache. geht noch n paar bäume umarmen ihr beschissenen hippies, aber wundert euch nicht wenn ihr paar aufs maul bekommt wenn ihr absperrungen nicht einhaltet und euch mit bullen anlegt!
fickt euch ihr behinderten linken mongos"

Soso, die guten Argumente überwiegen...



Oben bleiben,

Olaf
@73

unter http://stuttgart21.blog.de/ ist dazu zu lesen:
Zitat

Wetten, dass: Tunnelbau-Auftragsvergabe an Herrenknecht AG  

von dk1893 Pro @ 2010-10-12 – 20:41:18

Seit heute Morgen sind über den TED zwei Auschreibungen über Tunnelbauarbeiten in Stuttgart veröffentlicht. Beide Ausschreibungen sind bis 25.10. datiert. Recht kurz, um ein umfassendes Angebot abgeben zu können. Das Ganze hat mal wieder ein Gschmäckle.

Ich frage meine Kristallkugel, imaginären Freund und auch den Oktopus Paul und alle stimmen mit mir überein: Den Zuschlag wird die Firma Herrenknecht AG bekommen. Wollen wir wetten?

Wir sprechen uns in wenigen Wochen wieder..



Oben bleiben,

Olaf
Hallo Olaf,
Zitat

das hat schon beinahe was von Komik.

Eher stark etwas von dumpfer rechter Polemik.
Grüße,
Uwe

@76:

Jeder rekrutiert die Truppen, die zu ihm passen...

Gruß
Peter
Es hat zu allen Zeiten Menschen gegeben, die gerne im Gleichschritt marschieren und zu nichts anderem zu gebrauchen sind...

Irgendwie kommen mir die Kollegen Grube, Mappus und ihre Statthalter vor wie Ritter, die in ihrer belagerten Burg sitzen. Einen Ausfall haben sie versucht, mit dem Erfolg, dass die Belagerer nun schon im Burghof sind. Der Handlungsspielraum wird enger, jetzt, wo sie in ihrem Bergfried sitzen.
Keiner kann den anderen zur Zeit niederkämpfen - drinnen machen sie weiter wie bisher und hoffen, dass denen draußen die Lust am Belagern vergeht, draußen schärfen sie ihre Waffen und überdenken neue Taktiken, weil sie wissen, dass in einigen Monaten der Tag X kommt, an dem drinnen die Lebensmittel ausgehen. Dann müssen die drinnen sich entweder ergeben oder angreifen. Wer dann gewinnt ist völlig offen, aber die bloße Vorstellung über den Tag X macht beiden Seiten Sorge.

Gruß,
Till
Zitat

Herr Grube argumentierte m. E. auch nicht ganz redlich. Natürlich sind 2010 die Kosten höher als 2004. Nur: Er hat sich verkniffen, zu erklären, warum aber die von der Bahn selbst benannten Kosten seit 2009 um mehr als eine Milliarde EUR (1.000 Millionen) gestiegen sind. Innerhalb eines Jahres gab es keine solche Preissteigerungsrate.



Hallo zusammen,

"nicht ganz redlich" ist ja sehr wohlwollend formuliert. Herr Grube soll mal erklären, warum die Kosten "nur" ca. 4,7 Milliarden Euro betragen sollen, wenn schon ein Projektabbruch bereits über 1 Milliarde kosten soll (wo doch eigentlich noch gar nichts groß gebaut wurde - von den Planungskosten und dem Teilabriß des Bahnhofs mal abgesehen). Da kann ich nur sagen: Rechnen 6, Schönrechnen 1.

Gruß Stefan
@79

Hallo Stefan,

es ist von *bis zu* 3 Milliarden EUR bei einem Abbruch die Rede. Dabei wird aber aufgeführt, daß das Gleisvorfeld des bestehenden Bahnhofes dann für 1,5 Mill. EUR saniert werden müsste.
Erstens erscheint mir die Zahl recht hoch gegriffen, andererseits wäre das dann schon ein Teil des gewünschten Porjektes K21!

Oben bleiben,

Olaf
Hallo,

das Innenministerium beschafft neue Wasserwerfer(besser -geschütze),
auf dass die "Gehirnwäsche" dann über ein paar ausgeschossene Augen hinausgeht.
Bode-Wüttebärsch gehört übrigens zu den ersten Empfängern.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33486/1.html
Zitat

Die Bereitschaftspolizeien der Länder werden mit neuen Wasserwerfern ausgerüstet. Nach einer Ausschreibung von 2008 wurde ein entsprechender Auftrag an die österreichische Firma [extern] Rosenbauer  vergeben. In den Genuss der neuen Distanzwaffe kommen zuerst die Länderpolizeien in Hamburg, Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Zwei Fahrzeuge werden noch 2010 übergeben, drei weitere in 2011 ausgeliefert. Der Stückpreis liegt über 900.000 Euro, bis 2019 ist die Anschaffung 78 neuer Geräte für insgesamt 75 Millionen Euro geplant.



Schöne (Neue?) Welt.

Grüße,
Uwe


Zitat

"Schluss mit lustig" frohlockt die Bild-Zeitung, in Polizeiforen freuen sich Polizisten auf einen baldigen Einsatz. Der Spiegel berichtet anlässlich der Auslieferung des Musterfahrzeuges, Beamte würden sich "balgen", um auf dem Kommandoplatz sitzen zu dürfen, und posierten für Fotos vor dem Gefährt.



Zitat aus http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33486/1.html

Hallo Uwe,

ob ein sachgemäßer Einsatz dieses Gefährts erfolgt, darf man angesichts dieser Zeilen doch stark bezweifeln. Die Folge ist, daß man nur noch entsprechend augengeschützt (Integralhelm ?) auf eine Demo gehen kann, wo wir dann schon wieder in der Diskussion "Vermummungsverbot" wären....

LG Stefan
Zwar nicht ganz Stuttgart21, aber dennoch lesenswert, weil es verdeutlicht, wie auf die ach so lupenreinen "parlamentarischen Prozesse" einseitig - durch Lobbyisten - Einfluss genommen wird:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33366/1.html

Viele Grüße

Dirk
Auch die Befürworter machen mobil:

http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttga...egen-die-opposition/

Gruß
Peter
Hallo,
die Stadt gehört ihren Bürgern.
Das ist unabhängig vom Regierungssystem, der Rechtsnorm oder den Herrschenden.

Selbst Barbarossa, Cäsar. Alexander, Napoleon, oder ähnliche Größen, haben das verstehen gelernt.

Wenn Zehntausende aufbegehren dann muss man im Sinne der Bürger  handeln,
ansonsten ist ein friedliches Miteinander dahin.

Das weis jeder Soziologie-Student in den ersten Semestern.

Mal davon abgesehen:

Jeder Fahrgast der Bahn , egal ob er nach oder durch Stuttgart fährt,
möchte doch die Stadt sehen.
Und nicht kurz vorher wie in einer  Flaschenpost durch unterirdische Röhren
und  Umsteig-Katakomben  geleitet werden.

Die bei längerem Stromausfall sowieso drohen "abzusaufen".

Schrecklich diese "Weinberghäusle-Demokratie".

Schüttel!!

Hans Hans


Angeblich sind die Verträge mit den Baufirmen so abgeschlossen das 50% der Vertragssumme auch gezahlt werden müssen wenn Stuttgart 21 nicht gebaut wird!!!
Ich weiss nicht was bei solchen Verträgen üblich ist,aber 50% bezahen für nichts?
Wenn ich umbedingt bauen will ist das Argument Kosten für nicht zu bauen, bei solchen Verträgen sehr komisch!!!! Es geht ja um Steuergelder die da " verschenkt "werden!!!Wie gesagt, wer kommt eigentlich für solche Summen auf wenn er solche Verträge abschliesst.Wäre wirklich schön wenn die Personen auch bezahlen müssten die solche Verträge abschliesen!Da würde so mancher überlegen ob er da seine Unterschrift auf den Vertrag setzen würde!
Gruß
Thomas
@Thomas:

Bie Großaufträgen und um sowas würde es scih hier ja handeln ist es durchaus normal das Pönalen für Vertragsbruch eingesetzt werden. Diese liegen im Normalfall bei 30-40% in sofern sind die 50% zwar etwas hoch angesetzt aber durchaus üblich.

warum? Das ist ganz einfach, als Firma die einen Großaufrtag bekommt hängt natürlcih dann auch einiges davon ab. Personaleinstellungen, Kapazitätserweiterung, etc. das alles muss im Vorfeld bereits laufen und vorfinanziert werden. Wenn der Auftrag jetzt platzt brauchts Du eine gewisse Sicherheit deswegen nciht Plötzlich den Bach runter zugehen.


Stell Dir einfach vor, du hast eine Baufirma, die mit dem derzeitgen Personal und Maschinenpark in der Lage ist x in der Zeit y zu bauen. Jetz soll aber nicht x sonder 4x in der gleichen Zeit gebaut werden. Also musst Du Personal um den Faktor4,5 aufstocken (es kommt leider noch der Wasserkopf mit dazu) und den Maschinenpark auch um Faktor 4. Das bedeutet Du musst Maschinen kaufen dafür ist eine Anzahlung nötig, Du musst Personal einstelle und ausbilden das dauert seine Zeit. Wenn de rauftrag jetzt platzt hast Du dich deutlich vergößert, deine MAschinen und die Personal sind nicht ausgelastet, kosten aber weiterhin Geld --> im schlimmsten Fall rutscht Du in die Insolvenz. Also wird jeder eine Pönale einbauen, für den Fall, dass der Vertrag platzt.

Gruß Michael
Hallo!

@88 Verträge mit Baufirmen

Die Rechtslage ist so:
Bei gewöhnlichen Vertragsstrafen im Rahmen eines laufenden Auftrages (Fristverzug , nicht oder mangelhaft erbrachte Leistungen) gilt die VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen)
Die Höhe der Strafen ist in der VOB NICHT festgelegt. Hier sagt die aktuelle Rechtssprechung, dass diese max. 5% der Auftragssumme betragen dürfen.

Also hier: KLARE SACHE!

Im Falle eines AUFTRAGSENTZUGES durch den Bauherrn gilt nicht die VOB sondern hier wird auf das BGB Bezug genommen:
http://dejure.org/gesetze/VOB-B/8.html


Der entscheidende Absatz lautet:

"1. Der Auftraggeber kann bis zur Vollendung der Leistung jederzeit den Vertrag kündigen.
2. Dem Auftragnehmer steht die vereinbarte Vergütung* zu. Er muss sich jedoch anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Kosten erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft und seines Betriebs erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt (§ 649 BGB)."

* Die vereinbarte Vergütung ist die Auftragssumme.

Das heisst, falls im Vertrag KEINE pauschale Vergütung bei Vertragsentzug festgelegt ist, müsste im Einzelfall nachgewiesen werden welcher Verlust dem Auftragnehmer tatsächlich entsteht.
Das bedeutet in jedem Fall langwierige Gerichtsverhandlungen.
Der Ausgang wäre ungewiss, ebenso wäre ungewiss, wann das Geld zurückerstattet werden müsste.

Dem entgehen Auftraggeber und Auftragenehmer durch solche pauschalen Vertragsstrafen bei Auftragsentzug.

Es gibt KEINE Rechtsprechung, die pauschal Höhe der %-Sätze bei Vertragsentzug in Bauverträgen regelt.

Ob die 50% nun tatsächlich realistisch sind oder Humbug kann ich nicht beurteilen.

Also hier: LEIDER KEINE KLARE SACHE

Klar ist nur:
Für eventuell anfallende Vertragsstrafen (genauso wie für die Baukosten) muss der Auftrageber aufkommen. Das heisst die öffentliche Hand, also wir alle.


Das soll kein Argument für oder wider sein, sondern nur die Rechtslage aufhellen.

Grüße
Peter
Wer kungelt hier mit wem und wen ärgert das:

http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2...33487&mode=print

<Die ECE spielt ganz oben mit und gehört zum Otto-Konzern. Geleitet wird sie von Alexander Otto (22). Die Otto-Familie gehört nach dem Ranking (23) des manager magazins mit einem gemeinsamen Vermögen von 8,5 Milliarden Euro zu den reichsten 10 Familien in Deutschland. >

Otto - ogottogott...Otto find ich...

Kein Wunder, dass die Stuttgarter so aufgebracht sind:

http://www.sueddeutsche.de/politik/untersuchung...ahrzehnten-1.1011593

Gruß
Peter

Hallo,

@89 & @90.

Die sollten die Baufirmen sofort ausbezahlen.

Das wird garantiert das Beste und Preisgünstigste für alle sein.

Vertragsbruch ist doch seit der Öffnung der Innerdeutschen Grenze legion.

Unsagbar,
wieviel Bauunternehmen und Handwerksbetriebe,
im grenznahem wertdeutschen Raum,
damals vernichtet wurden.

Da wurde nicht viel gejammert,
da wurde abgewickelt.

Hans Hans
Und jetzt auch das noch:

http://www.n-tv.de/politik/Rentner-bleibt-blind-article1705851.html

Den armen Mann hat Mappus zu verantworten.

In diesem Zusammenhang fast schon zynisch:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-10/...gart21-grossprojekte

Gruß
Peter

Es gibt schon seltsame Zufälle:

http://www.n-tv.de/politik/Regierung-will-haertere-Strafen-article1709096.html

CDU mit großer Klappe:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-10/stuttgart21-oezdemir-loeffler

Gruß
Peter

Zitat

Und jetzt auch das noch:

http://www.n-tv.de/politik/Rentner-bleibt-blind-article1705851.html

Den armen Mann hat Mappus zu verantworten.



Hallo zusammen,

nur den Ministerpräsidenten dafür verantwortlich zu machen, ist mir zu einfach. Dann hätte ja jeder Polizist einen Freibrief, mal richtig die Keule zu schwingen ("wurde mir ja so befohlen"). Da fehlt mir irgendwie, daß jeder Polizist auch eine gewisse Eigenverantwortung für sein Tun hat.

Gruß Stefan
Hallo,
das geht so einem "Eiskalten Menschenverachter" wie Mappus bestimmt am P-p- vorbei.
Grüße
Werni
@95:

Es ist so einfach - ohne die Order, Wasserwerfer einzusetzen, wäre das nicht passiert. Die Anordnung trifft der Innenminister, dessen Chef ist der Ministerpräsident. Folglich stehen beide für den "Unfall" ihres untergebenen Polizisten grade. Erst wenn diesem eine persönliche Verfehlung nachgewiesen werden kann, sind die beiden anderen zumindest teilweise entlastet.

Gruß
Peter
Hallo,

Zu #93:
Natürlich hat jeder das Recht zu demonstrieren. Auch hat die Polizei in Stuttgart hat laut Presse zu scharf reagiert.

Meine Frage ist:
Wie kann es sein, dass jemand in den Strahl eines Wasserwerfers schaut?
Den Wasserstrahl sieht man doch auf sich zukommen und dreht sich weg.

Irgendwie schon sonderbar.

Gruß, Thomas

@98:

Weil er laut eigener Aussage den Fahrer des Wasserwerfers mit Armbewegungen auf sich aufmerksam machen wollte - er hatte sich vor eine Gruppe Jugendlicher gestellt, die am Boden kauerte und wollte sie vor dem Wasserwerfer schützen...

Gruß
Peter

Hallo Peter,

die Jugendlichen kann ich auch mit gesenktem (abgewendeten) Kopf oder mit dem Werfer zugewandten Rücken schützen.

Gruß, Thomas
Hallo zusammen

@98
Zitat

Wie kann es sein, dass jemand in den Strahl eines Wasserwerfers schaut?
Den Wasserstrahl sieht man doch auf sich zukommen und dreht sich weg.


Stell dir vor, du stehst mit dem Rücken zum WaWe, und drehst dich genau in dem Moment um wenn das Ding loslegt.
Und selbst wenn in Blickrichtung zum WaWe stehst, wird dieser Link deine Frage beantworten.
http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/...rspritzen-1.1919887/
Eigentlich fängt er ja ganz harmlos an.

Schöne Grüße
Peter



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