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Hand-Fahrregler-Selbstbau


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Allgemein

Vorschlag für einen einfach aufzubauenden Handregler. Bei den meisten anderen Selbstbauhandreglern, die lediglich eine Strombegrenzung auf einen Maximalstrom haben und dabei unnötig viel Verlustleistung am Leistungstransistor umsetzen und die die Gefahr von Schäden durch Überhitzung besteht, sofern keine ausreichende Kühlung oder eine Abschaltung vorgesehen ist, ist dieser Handregler so konzipiert, dass er abschaltet, sobald ein Maximalstrom fließt und dies mit einer roten LED signalisiert. Mit dem Zurückdrehen des Drehknopfes (Potentiometers) auf 0 wird der Regler wieder freigegeben.

Funktionsbeschreibung

V1 Richtet die Sekundärspannung des Netztransformators (12 V, 20 VA) gleich.
C1 sorgt für eine Glättung. Der Spannungsteiler bestehend aus R1, P1,D1 und D2 erzeugen eine Referenzspannung.
Einen Teil davon greift der Schleifer von P1 ab und gibt ihn über R2 und D4 als Sollwert an die aus T3 und T4 bestehnede Endstufe ab, die letzlich die Ausgangsspannung für die Gleise erzeugt.
D6 (grün) dient der Fuktionskontrolle.

Der 2-polige Umschalter mit Mittelstellung schaltet die Polarität der Ausgangsspannnung für den Richtungswechsel des Triebfahrzeugs um.

Schutzschaltung

T1 und T2 leiten, wenn die Spannung an R5 - hervorgerufen durch den Ausgangsstrom - die zum Leiten des T1 erforderliche Schwellenspannung der B-E-Strecke erreicht.
Wenn T1 und T2 leiten, wirken sie wie ein gezündeter Thyristor und entziehen der Endstufe über D5 den Sollwert. T3 und T4 sperren, die Ausgangsspannung geht auf 0 V zurück und D3 (rote LED) leuchtet auf.

Dieser Zustand bleibt erhalten, bis durch Zurückdrehen von P1 kein Strom mehr durch R2 und damit durch den "Tyristor" fließen kann. T1 und T2 Sperren, geben die Endstufe wieder frei und D3 erlischt.

C2 verhindert ein zu schnelles Ansprechen der Überstrom-Abschaltung, die bei der angegebenen Dimensionierung bei ca. 1,5 A erfolgt. Ab einem Ausgangsstrom von ca. 0,7 A ist eine Kühlung von T4 erforderlich.

Schaltplan, Stückliste und Gehäusevorschlag


schaltplan handregler

Aufbau

Aufgrund des einfachen Aufbaues, kann der Handregler ohne größeren Aufwand auch auf einer einfachen Lochrasterplatine aufgebaut werden.

Bei einer Auslegung des Fahrreglers auf einen maximalen Betriebsstrom von 250 mA ist für T4 kein Kühlkörper notwendig. Als Gehäuse kann man in diesem Fall z.B. Conrad 541214 verwenden.
Die Gehäusegröße ist stark abhängig von der Verlustleistung an T4 und der Größe des dafür verwendeten Kühlkörpers.
Für P1 empfiehlt sich ein gekapseltes Cermet-Potentiometer, z.B.Conrad 424161.

Danke an Christian Tiwisina für die Ausarbeitung dieses Beitrages.


Das sagen User zu diesem Thema (3 Beiträge):

Von: Christian Tiwisina
Am: 25.04.08 14:04

Prinzipiell könnte die Schaltung für andere Spannungen und Ströme verwendet werden.
Trafo, V1, C1, D1, R5 und T4 sind an die Erfordernisse (Spannungen, Ströme, Verlustleistung) anzupassen.
Siehe auch Hinweise zur Dimensionierung von C1 und R5.
Auf jeden Fall ist für T4 eine ausreichende Kühlung erforderlich, damit die Verlustleistung Pv = Uce * Ic abgeführt werden kann.
Von: Manfred Brandenburg
Am: 01.03.08 21:57

Habe die Schaltung des Handreglers nachgebaut. Funktioniert prima.
Ich habe sie für eine kleine Modellbahn-Anlage mit 4 Stromkreisen konzipiert.
Habe die Bauteile 4X auf eine 160 X 100 mm Lochrasterplatine eingebaut.
Die Spannungsversorgung von12 V = habe ich mit Trafo, Gleichrichter und Kondensator in einem externen Gehäuse platziert.
Die Transistoren BDW83 wurden mit Kühkörpern ausgestattet.
Von: Christian
Am: 24.02.08 10:08

Könnte man so einen Handregler auch für LGB mit max 24V / 4 Ampere verwenden?

 
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