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Workshop: Planung einer Anfänger-Anlage 90 x 152 cm - Der erste Zug

Der erste Teil stellt das Konzept des Workshops und die grundlegenden Begriffe und Methoden vor. Wir beginnen mit einem einfachen Oval und können bereits Züge fahren.

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Vorstellung des Konzeptes

Die meisten Leute beginnen mit einer Startpackung mit einem Zug und Schienenoval. Man kann viele Stunden verbringen beim Lernen, wie die Gleise zusammengefügt werden, wie der Strom ans Gleis kommt und natürlich beim Zuschauen, wie der Zug seine Runden zieht.

Dieses Bild zeigt ein solches Oval, aufgebaut aus Fleischmann-Gleisen, und es bildet die Grundlage für unseren Gleisplan.

Schienenoval aus der Startpackung

Dieser Workshop baut Schritt für Schritt auf. Er will den Anfänger in kleinen Schritten von diesem einfachen Oval zu einer voll funktionsfähigen Modelleisenbahn führen. Zwischendurch werden wir die Komplexität stufenweise erhöhen und mehr über die Möglichkeiten des Modelleisenbahn-Hobbys erfahren. Der Anfänger wird ermutigt, die Anlage im Verlauf des Workshops zu bauen, so dass die Lektionen eine praktische und nicht nur theoretische Grundlage haben. Es bedeutet auch, dass wir von Beginn weg Züge fahren können, was ja schließlich der Grund für eine Anlage ist.

Während sich der Gleisplan entwickelt, erreichen wir einige Punkte, an denen du sagen kannst: "Das ist alles, was ich im Moment brauche." Wenn dies der Fall ist, baue bis hierhin und genieße deine Anlage. Du kannst jederzeit zum Workshop zurückkommen und die Anlage erweitern, je nach deinen Interessen, Möglichkeiten und der verfügbaren Zeit. Das Wichtigste ist, jeden Schritt mit Geduld und Sorgfalt zu tun und keine Angst zu haben, dass man Teile der Gleise oder der Landschaft entfernen und nochmals bauen muss, denn deine Fertigkeiten und Interessen entwickeln sich weiter.

Der erste Zug!

Die meisten Leute beginnen, indem sie die Gleisstücke direkt auf dem Fußboden verlegen. Das ist keine gute Idee, weil es der Ausrüstung schadet und Kleinteile leicht abbrechen oder verloren gehen können. So ist die erste Aufgabe dieses Projekts, einen brauchbaren Untergrund für unsere Anlage zu wählen.

Es gibt zu diesem Thema einige Bücher und Artikel und wir überlassen es den Lesern, die Methode zu finden, die den jeweiligen Bedürfnissen und Fähigkeiten am besten entspricht. Für diesen Workshop nehmen wir an, es sei eine 25 mm Hartschaumplatte aus dem Baumarkt, aufgeklebt auf ein 12 mm dickes Sperrholzbrett mit den Maßen 0,90 x 1,52 m oder eine andere ausreichend steife Unterlage. Auf diesem Unterbau werden wir unsere Anlage bauen.

Nachdem der Unterbau beendet ist, beginnen wir mit dem Verlegen der Gleise und fahren die ersten Züge. Der 25 mm Hartschaum ist bereits ziemlich stabil in sich selber. Für die erste Schritte des Workshops genügt es, wenn der Hartschaum auf einen geeigneten Tisch aufgelegt ist. Also auch, wenn der Unterbau noch nicht ganz fertig ist: Los geht's! Die Stückliste ist für Fleischmann-Gleise. Andere Gleissysteme können auch verwendet werden, vorausgesetzt, die Geometrie des Gleisplans lässt sich damit realisieren.

Für den Anfang benötigen wir:
8 x Gerades Gleis 222 mm (Fleischmann Art.-Nr. 9100)
4 x Gerades Gleis 111 mm (Fleischmann Art.-Nr. 9101)
6 x Gerades Gleis 55,5 mm (Fleischmann Art.-Nr. 9103)
8 x Gebogenes Gleis Radius 225,6 mm (R2), 45° (Fleischmann Art.-Nr. 9125)

Weiter brauchen wir ein Fahrgerät deiner Wahl (z.B. Fleischmann Art.-Nr. 6725) und ein Paar Anschluss-Schienenverbinder (einen roten und einen schwarzen, Minitrix Art.-Nr. 66520). Anschluss-Schienenverbinder sind normale Schienenverbinder, an welche an der Unterseite ein Stück Litzenkabel gelötet ist. Sie werden für den Stromanschluss benötigt. Wer löten kann, kann sie leicht selbst herstellen. Löten ist ein Handwerk, das du dir so oder so bald aneignen solltest - dies könnte ein guter Anlass sein, damit zu beginnen.

Die Schienenstücke werden auf die Hartschaumplatte gelegt, in der Anordnung wie im Bild oben gezeigt. Achte darauf, dass die Gleise korrekt zueinander ausgerichtet sind, waagreecht ebenso wie senkrecht, dass alle Schienenverbinder korrekt eingesteckt sind und dass alles satt und ohne Spalt zusammenpasst. Keine Gewalt anwenden - wenn es nicht gleich passt, finde heraus, warum das so ist. Nur sorgfältig verlegtes Gleis garantiert einen störungsfreien Betrieb der Züge.

An einem geraden Gleisstück werden die beiden Schienenverbinder durch die oben beschriebenen Anschluss-Schienenverbinder ersetzt, sodass die Schienen mit Strom versorgt werden können. Allenfalls ist seitlich neben den Anschluss-Schienenverbindern je eine kleine Aussparung im Kunststoffschotterbett erforderlich, damit die Anschlusslitzen weggeführt werden können. Wenn alles sauber und satt da liegt, können die Schienen am Hartschaum angesteckt werden, damit sie nicht mehr verrutschen. Gewöhnliche Stecknadeln (ohne Glaskopf) eignen sich für diesen Zweck sehr gut. Zu diesem Zeitpunkt die Gleise NICHT festkleben - wir werden den Gleisplan im Lauf des Workshops noch öfters verändern.

Fahrregler

Nun werden die Drähte am Trafo (Fahrregler) an die Fahrspannungsklemmen angeschlossen (Fleischmann-Trafo: zwei gelbe Klemmen, Minitrix-Trafo: blaue und rote Klemme). Dann wird der Trafo eingesteckt, eine Lokomotive aufs Gleis gesetzt und der Regelknopf gedreht. Wenn alles richtig ist, setzt sich die Lok in Bewegung. Wenn die Lok in Bezug zum Drehknopf des Fahrreglers verkehrt herum fährt, vertausche die Drähte an den Trafoklemmen. Nun füge einige Wagen hinzu und freue dich an deinem Zug, der das Oval befährt.

Einige wichtige Lektionen haben wir bereits mit diesem einfachen Oval gelernt, was uns später viele schöne Stunden problemlosen Eisenbahnbetriebs beschert: Am wichtigsten ist sauberes Gleis, das sorgfältig verlegt ist, sachgerechte Verdrahtung und dass die Fahrtrichtung mit dem Regelknopf übereinstimmt. Wir werden diese Punkte noch ausführlicher betrachten, da sie die häufigsten Probleme sind, mit denen ein Modelleisenbahner konfrontiert wird.


Der Workshop geht mit "Mehr als ein Zug" weiter.


© 1999-2002 Chris Roper. Übersetzt und veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung. Die englische Originalausgabe ist auf http://tutorial.caroper.com erschienen. Übersetzung: © 2006 Felix Geering.

Das sagen User zu diesem Thema (Ein Beitrag):

Am: 15.07.14 12:05

Wollte ich hier schon immer ´mal Schreiben:
Ja, so fing ich 1970 mit Mintrix plus gebrauchter E10 (die habe ich immer noch) und 3 gebrauchte englische (!!!) braun/beige Personenwagen, erst 1971 kam ein Abstellgleis hinzu.
Schöne Erinnerungen
LG Thomas

 


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© by 1zu160.info; Stand: 21. 09. 2007; Seitenaufrufe laufender Monat: 261; Vormonat: 336;