Weichenrückmeldung bei endabgeschalteten Magnetspulenantrieben
Engabgeschaltene Magnetspulenantriebe (wie sie von den Großserienherstellern
verwendet werden) können mit einer einfachen Beschaltung ohne zusätzliche
Verkabelung zurückgemeldet werden.
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Funktionsprinzip Rückmeldung
Bei endabgeschalteten Antrieben ist jeweils einer der
beiden Schalteingänge unterbrochen. Dadurch wird verhindert, dass bei
einem eventuellen Dauerkontakt die Spule durchbrennt, die lediglich für
Impulsschaltvorgänge ausgelegt ist. Dieses Verhalten kann man ausnützen,
um eine eindeutige Rückmeldung der Stellung des Antriebes zu erhalten.
Wenn man an jeden Schalteingang des Antriebes eine Leuchtdiode (mit vorgeschaltetem
Widerstand und Schutzdiode) setzt, so fließt über den jeweils
nicht abgeschalteten Eingang der geringe, durch die LED begrenzte, Strom,
sodass jeweils eine LED leuchtet. Die Rückmeldung funktioniert auch,
wenn man die Weiche händisch umschaltet. Beachtet werden muss, dass
immer die LED am entgegengesetztem Anschluss leuchtet - wenn der rote Anschluß
die Abzweigung darstellt, so leuchtet, nach erfolgter Schaltung in Abzweigrichtung,
die LED, die am grünem Anschluß angeschlossen ist.
Als Schutzdiode eignet sich ein Standardtyp wie 1N4001, als Widerstand kann
1 kOhm als Richtwert genommen werden.

Abb.: Prinzipschaltung für eine Weichenrückmeldung
Das sagen User zu diesem Thema (die letzten 5 Beiträge, 18 Beiträge insgesamt):
Ich wollte Fragen wieviel Ohm die Widerstände haben müssen wenn ich vor jede LED einen Widerstand schalte statt den 1kOhm insgesamt.
Danke.
die LEDs werden eigentlich nicht durch die negative Spannung zerstört sondern durch einen Stromfluss in Sperrrichtung, der auftritt, wenn die Sperrschicht der LED durchbrochen wird. Dabei tritt ein Lawinen-Effekt auf, der die Gleichrichterwirkung des PN-Überganges auf dem Diodenkristall irreversibel schädigt. Die Diode schlägt durch, der Strom steigt an und zerstört den Chip. Limitiert man den Strom, was auch durch die Seriendiode gegeben ist, kann zwar der minimale Leckstrom der Schutzdiode auch durch die LED in Sperrrichtung fließen aber die LED geht davon nicht kaputt.
Grüße, Peter W.
Jede LED muß ihre eigene anti-parallel geschaltete Diode erhalten, es sind also 2 Dioden nötig. Eine in-Reihe-geschaltete "Schutzdiode" hat keine Schutzdiode weil sie die gefährliche negative Halbwelle der Wechselspannung von der LED nicht fernhält.
Ich empfehle http://www.ferromel.de/tronic_16.htm zu lesen.
ich habe die Schaltung nachgebaut und festgestellt, dass die Leuchtdiode stark flackert. Ein bekannter hat mir empfohlen einen Kondensator vor die leuchtdiode zu schalten. Hat jemand erfahrungen wie ich den richtigen ELKO für diese Schaltung berechne?
Ich benutze das Märklin-System, also Wechselspannung (C-Gleise für den oberirdischen Teil meiner Anlage, M-Gleise im Schattenbahnhof).
Die Weichenantriebe für C-Gleise haben bekanntlich Endabschaltung.
Ich habe die Weichenrückmeldung wie beschrieben gebaut > funktioniert.
Zwei Fragen hierzu noch:
1.) Kann ich anstatt der Diode 1N4001 auch die Diode 1N4148 verwenden?
2.) Ich haben auf meiner Anlage eine Doppelkreuzungsweiche. Hier möchte ich
die Weichenstellung mit mehreren LED's anzeigen. Kann ich die Weichen-
rückmeldung auch mit mehreren LED's betreiben oder schadet das evtl. dem
Weichenantrieb? Wenn ja, sind die LED's in Reihe zu schalten?
Wie erwähnt benutze ich für den Schattenbahnhof M-Gleise.
Die M-Gleis-Weichen haben keine Endabschaltung.
Gibt es trotzdem eine einfache Art der Weichenrückmeldung für M-Gleis-Weichen?
Vielleicht hat jemand Erbarmen mit mir. Im voraus ein Dankeschön.
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