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Weichenrückmeldung bei endabgeschalteten Magnetspulenantrieben

Engabgeschaltene Magnetspulenantriebe (wie sie von den Großserienherstellern verwendet werden) können mit einer einfachen Beschaltung ohne zusätzliche Verkabelung zurückgemeldet werden.

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Funktionsprinzip Rückmeldung

Bei endabgeschalteten Antrieben ist jeweils einer der beiden Schalteingänge unterbrochen. Dadurch wird verhindert, dass bei einem eventuellen Dauerkontakt die Spule durchbrennt, die lediglich für Impulsschaltvorgänge ausgelegt ist. Dieses Verhalten kann man ausnützen, um eine eindeutige Rückmeldung der Stellung des Antriebes zu erhalten.

Wenn man an jeden Schalteingang des Antriebes eine Leuchtdiode (mit vorgeschaltetem Widerstand und Schutzdiode) setzt, so fließt über den jeweils nicht abgeschalteten Eingang der geringe, durch die LED begrenzte, Strom, sodass jeweils eine LED leuchtet. Die Rückmeldung funktioniert auch, wenn man die Weiche händisch umschaltet. Beachtet werden muss, dass immer die LED am entgegengesetztem Anschluss leuchtet - wenn der rote Anschluß die Abzweigung darstellt, so leuchtet, nach erfolgter Schaltung in Abzweigrichtung, die LED, die am grünem Anschluß angeschlossen ist.

Als Schutzdiode eignet sich ein Standardtyp wie 1N4001, als Widerstand kann 1 kOhm als Richtwert genommen werden.

weichenrückmeldung
Abb.: Prinzipschaltung für eine Weichenrückmeldung


Das sagen User zu diesem Thema (die letzten 5 Beiträge, 18 Beiträge insgesamt):

Von: Poe
Am: 22.11.09 00:22

Hallo!
Ich wollte Fragen wieviel Ohm die Widerstände haben müssen wenn ich vor jede LED einen Widerstand schalte statt den 1kOhm insgesamt.
Danke.
Am: 27.04.09 14:09

Hallo,
die LEDs werden eigentlich nicht durch die negative Spannung zerstört sondern durch einen Stromfluss in Sperrrichtung, der auftritt, wenn die Sperrschicht der LED durchbrochen wird. Dabei tritt ein Lawinen-Effekt auf, der die Gleichrichterwirkung des PN-Überganges auf dem Diodenkristall irreversibel schädigt. Die Diode schlägt durch, der Strom steigt an und zerstört den Chip. Limitiert man den Strom, was auch durch die Seriendiode gegeben ist, kann zwar der minimale Leckstrom der Schutzdiode auch durch die LED in Sperrrichtung fließen aber die LED geht davon nicht kaputt.
Grüße, Peter W.
Am: 23.04.09 19:25

So wie die Schaltung dargestellt ist, ist sie nicht zu empfehlen, die Schutzdiode D1 ist nicht richtig, Die LEDs können zerstört werden.
Jede LED muß ihre eigene anti-parallel geschaltete Diode erhalten, es sind also 2 Dioden nötig. Eine in-Reihe-geschaltete "Schutzdiode" hat keine Schutzdiode weil sie die gefährliche negative Halbwelle der Wechselspannung von der LED nicht fernhält.
Ich empfehle http://www.ferromel.de/tronic_16.htm zu lesen.
Von: Thomas
Am: 22.03.09 14:29

Hallo,
ich habe die Schaltung nachgebaut und festgestellt, dass die Leuchtdiode stark flackert. Ein bekannter hat mir empfohlen einen Kondensator vor die leuchtdiode zu schalten. Hat jemand erfahrungen wie ich den richtigen ELKO für diese Schaltung berechne?
Von: Rudi
Am: 15.03.09 10:17

Vorausschicken darf ich, dass ich auf dem Gebiet der Elektronik ein absoluter Laie bin und meine ersten "Gehversuche" wage.
Ich benutze das Märklin-System, also Wechselspannung (C-Gleise für den oberirdischen Teil meiner Anlage, M-Gleise im Schattenbahnhof).
Die Weichenantriebe für C-Gleise haben bekanntlich Endabschaltung.
Ich habe die Weichenrückmeldung wie beschrieben gebaut > funktioniert.
Zwei Fragen hierzu noch:
1.) Kann ich anstatt der Diode 1N4001 auch die Diode 1N4148 verwenden?
2.) Ich haben auf meiner Anlage eine Doppelkreuzungsweiche. Hier möchte ich
die Weichenstellung mit mehreren LED's anzeigen. Kann ich die Weichen-
rückmeldung auch mit mehreren LED's betreiben oder schadet das evtl. dem
Weichenantrieb? Wenn ja, sind die LED's in Reihe zu schalten?
Wie erwähnt benutze ich für den Schattenbahnhof M-Gleise.
Die M-Gleis-Weichen haben keine Endabschaltung.
Gibt es trotzdem eine einfache Art der Weichenrückmeldung für M-Gleis-Weichen?
Vielleicht hat jemand Erbarmen mit mir. Im voraus ein Dankeschön.



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