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Workshop: Planung einer Anfänger-Anlage 90 x 152 cm - Einen Namen wählen

Der siebte Teil behandelt die Notwendigkeit, die Anlage gedanklich in einer Region anzusiedeln und ihr einen Namen zu geben, was den Spaß vergrößert. Außerdem gibt es einige Tips für effizienteres Rangieren.

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Dem Kind einen Namen geben

Wir haben nun beinahe alles beisammen, was wir für einen realistischen Betrieb benötigen. Aber es würde irgendwie langweilig sein, wenn wir bloss auf der "Anfänger-Anlage 90 x 152cm" oder der "Hartschaumbahn" herumrangieren. Was wir brauchen, ist ein Name für unsere Eisenbahn und die Ortschaften, die sie bedient. Du kannst deine Anlage natürlich benennen wie du willst, es ist ja deine - aber für diesen Workshop treffe ich eine Wahl.

Streckenkonzept

Wenn wir unseren Gleisplan zu einer geraden Linie "abwickeln" (auch Streckenkonzept oder Linienschema genannt), schaut er aus wie zwei Ortschaften, die durch eine (kurze) Strecke verbunden sind, und so wird die Anlage ja auch betrieben. Also müssen wir als erstes die Ortschaften benennen. Die erste (an der sich der Hafen befindet) nenne ich Kleindorf Hafen, die zweite soll Steinstadt heißen. Also wie sollen wir unsere Bahnlinie nennen - wie wäre es mit "Steinstadt - Kleindorf - Bahn" (abgekürzt SKB)?

Es ist beinahe geschafft. Aber wir müssen noch mehr wissen: Wo befinden wir uns in Raum und Zeit?

Wir haben bereits bemerkt, dass wir nicht in der Wüste sein können wegen dem Hafen. Daraus folgt, dass wir uns auch nicht im Gebirge befinden können, da ein Hafen auf Meereshöhe einfach besser funktioniert. Also müssen wir irgendwo an der Küste sein. Vielleicht an der Ostsee.

Jetzt wissen wir WO - nun müssen wir noch wissen WANN. Eine Anlage dieser Größe ist wegen der engen Radien auf kurze Loks und Wagen beschränkt. Und da es eine Anfängeranlage ist, macht es Sinn, Diesel- oder Tenderloks zu verwenden, da diese im Betrieb problemloser sind als große Schlepptenderdampfloks (und wir haben ja eh keinen Platz, diese umzudrehen). Also sagen wir, es sei Epoche 3 - die Zeit des Übergangs von der Dampflokzeit ins Dieselzeitalter. Wir können ein Jahr festlegen, z.B. 1957 (mein Geburtsjahr) und wir haben alles beieinander.

Vielleicht ist dies ein leichtfertiger Versuch, zu einem Namen und einer Region zu kommen, aber viele Leute haben Mühe, sich auf einen Namen, eine Zeit und eine Region festzulegen. Unsere nur in Gedanken existierende Bahnlinie wird nur dann zum Problem, wenn man beginnt, die Züge wirklich von und nach Hamburg RB fahren zu lassen. Es gibt aber noch einen anderen, vielleicht wichtigeren Grund, einen Ort und eine Zeit auszuwählen: Beschränkung. Wenn sich deine Anlage auf das Wesentliche beschränkt, kannst du einen Haufen Geld sparen, indem du nur das Rollmaterial anschaffst, das zu deinem Thema passt. In unserem Fall bedeutet es, dass keine Container-Ganzzüge oder ICE fahren - möglicherweise könnten sie unsere engen Kurven sowieso nicht bewältigen. Herauszufinden, was du fahren kannst und was nicht ist ebenfalls ein schöner Teil des Hobbys und auf die Länge verbessert es den Gesamteindruck, den deine Modellbahn bewirkt.

Tipp: Betrachte die kleinen Buchstaben auf der Seite deiner Wagen (auf dem Bild unten ist zur Abwechslung ein amerikanischer Güterwagen abgebildet. Das macht nichts - ähnliche Angaben finden sich auch auf europäischen Wagen.) Betrachte das Herstellungs- oder Revisionsdatum.

Beschriftungen an den Wagen

Wenn du kein Rollmaterial einsetzt, das nach deinem gedachten Betriebsjahr gebaut wurde, wird die Glaubwürdigkeit deiner Anlage gesteigert. Auch zum Verwittern der Wagen ist das Revisionsdatum hilfreich: Je älter der Wagen, desto stärker verwittert sollte er sein und umgekehrt.

Du kannst auch versuchen, deine Eisenbahnlinie konkreter auf der Landkarte einzuordnen. Dies kann dir helfen, die Eisenbahnlinie besser mit der "realen Welt" zu verbinden, genauer gesagt mit den benachbarten Eisenbahnlinien. Aber in unserem Fall haben wir nur ein Verbindungsgleis zur übrigen DB (die Steinstadt - Kleindorf - Bahn ist eine Nebenlinie der DB), daher können wir alle DB-Fahrzeuge aus jener Zeit einsetzen.

 
"Weißt du noch, jener klare Herbstmorgen anno 1957,
auf dem Fluss lag noch kalter Nebel,
als wir mit unserem Zug aus Steinstad losfuhren,
Kleindorfhafen-Fuhre nannten wir ihn."


Die SKB ist zum Leben erwacht!

Ein paar Anmerkungen für effizienten Betrieb

Hier sind ein paar Hinweise, damit du auf deiner Anlage effizienter rangieren kannst. Es sind keine festen Regeln - je nach Situation wird sich die effektive Reihenfolge der Manöver ergeben, aber sie sind ein guter Anfang.

  1. Hole alle Wagen bei den Ladestellen ab, die auf Abfuhr warten, bevor du die neuen Wagen zustellst. Wenn du versuchst, die neuen Wagen zuzustellen bevor du die Abfuhr einsammelst, kann es sein, dass die Zielgleise bereits voll sind. Andersherum, wenn du die Abfuhr zuerst einsammelst, sind mehr Zielgleise frei. Dies erspart dir, mit einem Wagen zurückzufahren und später, wenn das Gleis frei geworden ist, nochmals zustellen zu müssen.
  2. Wenn vom letzten Zug noch Wagen fertig zu verteilen sind, verteile diese zuerst. Erst anschließend werden die Wagen deines eigenen Zuges an die Ladestellen zugestellt.
  3. Bediene an einem Ort zuerst die Abstellgleise, die du in Rückwärtsfahrt bedienen kannst. Wenn du dann feststellst, dass einige der abgeholten Wagen umfahren werden müssen, kannst du sie gleichzeitig mit denjenigen Wagen umfahren, die in Kopfgleise zugestellt werden müssen.
  4. Bearbeite bei einem Gleis mit mehreren Ladestellen die Ladestelle am entfernten Ende des Gleises zuerst. Wenn du die Ladestelle zuerst bedienst, die am nächsten bei der Weiche liegt und dann erst bemerkst dass noch ein Wagen nach weiter hinten sollte, musst du den vorhin zugestellten Wagen nochmals verschieben. Bei mehreren Ladestellen am selben Gleis zieht man üblicherweise alle Wagen miteinander heraus, sortiert die neuen Wagen ein und stößt anschließend alle Wagen miteinander wieder zurück.
  5. Wenn Wagen bewegt werden müssen, die sich an der Ladestelle befinden und die noch nicht bereit sind für die Abfuhr, müssen diese Wagen am Ende des Manövers wieder an ihren Platz zurückgestellt werden.


Der Workshop geht mit dem Thema "Die Anlage erweitern" weiter.


© 1999-2002 Chris Roper. Übersetzt und veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung. Die englische Originalausgabe ist auf http://tutorial.caroper.com erschienen. Übersetzung: © 2006 Felix Geering.

Das sagen User zu diesem Thema (Ein Beitrag):

Am: 14.12.06 20:44

@ Felix Geering
Danke für die Übersetzung, es macht unheimlich freude jedesmal auf diese Seite zu gehen und wieder was neues zu erfahren. ECHT KLASSE!!!!
Gruss Helmut Freitag

 


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© by 1zu160.info; Stand: 21. 09. 2007; Seitenaufrufe laufender Monat: 148; Vormonat: 213;