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THEMA: Problem nach Dekodereinbau

THEMA: Problem nach Dekodereinbau
Startbeitrag
VT 11.5 - 26.06.15 10:39
Hallo,

ich habe in meine Br 103 und V80, beide Minitrix und mit Schnittstelle, je einen Kuehn N045P eingebaut. Nach der Programmierung mit meiner Esu Ecos II (DCC-System), sind die Fahreigenschaften leider als bescheiden anzusehen.

Beim Beschleunigen und Abbremsen gibt es immer wieder Geschwindigkeitssprünge, so als würden mehrere Fahrstufen einfach übersprungen.

Die Decoder funktionieren in anderen Lokomotiven allerdings einwandfrei. Andere Decoder bringen in den beiden Modellen den gleichen Fehler. Die Entstörbauteile sind wie in allen anderen Loks von mir entfernt worden. Decoder und Ecos sind auf 128 Fahrstufen eingestellt. Eine Änderung auf 28 Fahrstufen bringt keine Abhilfe.

Vielleicht hat hier noch jemand eine Idee.

Danke

Thomas
    

Die V80 leidet oft an abgerissenen Strippen zu den Drehgestellen und einer dicken Brünnierung der Räder.
Weiterhin hat sie einen anfälligen Polyswitch unter der Platine, der stören könnte.
Die BR 103 von MTX kenne ich nicht. Falls die auch einen Polyswitch hat, mit Draht überbrücken.

Jürgen H.
Hallo Thomas

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Entstörbauteile sind wie in allen anderen Loks von mir entfernt worden.


Es wird zwar immernoch oft empfohlen, aber das komplette Entfernen der Entstörung ist nicht sinnvoll. Motoren erzeugen Bürstenfeuer und das kann die EMK-Messung des Decoders beeinträchtigen. Mit einem kleinen Kondensator (ca. 20 nF) parallel zum Motor kann man das beheben. Manche Hersteller verbauen allerdings zu große Kondensatoren (vor allem Hobbytrain, teilweise Brawa), was die EMK-Messung auch wieder stört. Bei Hobbytrain sollte der Kondensator prophylaktisch generell ersetzt werden, bei allen anderen Herstellern kann man eigentlich bedenkenlos erstmal ausprobieren, wie sich die Loks verhalten. Fahren sie nicht wie gewünscht, Kondensator raus und einen neuen rein.

Beim Umbau auf Digital sollte man außerdem mal die Motoren reinigen, auch und besonders bei neuen Modellen. Da die Fahrzeuge sehr oft überölt sind, kriecht das Zeug gerne in den Motor und verkleistert die Kohlen. Als Ergebnis werden die weich, es gibt mehr Abrieb und das Zeug verpampt den Kollektor. Also:
https://www.1001-digital.de/pages/basteln-bauen...n/motorreinigung.php

Viele Grüße
Carsten
Hallo,

vielen Dank für die Tipps. Werde mir die Kondensatoren besorgen und dann wieder berichten.
Wünsche allen ein schönes Wochenende.

Thomas
Hallo Thomas,

Bei Defektem Polyswitch  bleiben alle Loks stehen.Egal welcher Decoder Typ eingebaut ist.
Probiere mal die Motorregelung  CV zu ändern. Das hat bei mir auch funktioniert.

Gruß Mario
Hallo,

ich grabe das Thema wieder aus um Bericht zu erstatten.

Leider haben weder ein Kondensator zwischen den Motorkontakten, ausglühen der Motorkohlen, reinigen des Kollektors irgendetwas gebracht. Auch Veränderungen in der Motorregelung brachten keine Verbesserung.

Erst durch den Ersatz des Kuehn N045 durch einen Zimo MX621N stellte sich der gewünschten Erfolg ein.

Wünschen allen noch einen schönen Sonntag.

Thomas

Hallo zusammeN,

mal eine ganz doofe Frage: Ich habe meine alten Stücke nach den bekannten Anleitungen digitalisiert, in denen noch die gängige Meinung herrschte "Entstörkondensator raus". Bei der einen oder anderen Lok bin ich nicht so ganz zufrieden mit den Fahreigenschaften,was ja dann wohl am nicht mehr gedämpften Bürstenfeuer liegen könnte - wenn ich auch hier wieder lese

Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: msfrog

Mit einem kleinen Kondensator (ca. 20 nF) parallel zum Motor kann man das beheben.



Also frage ich jetzt mal so in die Runde:Wasfür einen Kondensator nehmeich dafür am besten? So ca. 20nF ist schon mal was, aber da bleibt immernoch mehr als genug Auswahl: Nehme ich zum Beispiel den hier

http://www.reichelt.de/Vielschicht-bedrahtet-Z5...;artnr=Z5U-2%2C5+22N

oderlieber so was

http://www.reichelt.de/Vielschicht-SMD-G0603/X7...;artnr=X7R-G0603+22N

Dass es besser kein Elko sein sollte,ist sogar mir klar aber alles weitere entzieht sich meinem nur rudimentär vorhandenen Elektronikwissen leider...


SchöNeN SoNNtag - Tom
Zitat - Antwort-Nr.: 6 | Name: Bulli-Tom

Also frage ich jetzt mal so in die Runde:Wasfür einen Kondensator nehmeich dafür am besten? So ca. 20nF ist schon mal was, aber da bleibt immernoch mehr als genug Auswahl


Das wichtige der Entstörkondensator sollte etwa 5-30nF haben und ein schneller Typ sein Keramikkondensatoren sind da am geeignetsten.

Viele Fahrzeughersteller bauen zu große Kondensatoren mit bis zu 3uF ein, daher der oft geäußerte Rat die Dinger zu entfernen. Die verlinkten Kondensatoren sind geeignet. Spannungsfest sind die auch ausreichend sollten so um die 20-30V aushalten.
-AH-
Hallo Arnold,

das ist doch mal eine Aussage,mit der ich was anfangen kann - danke!

Dann werde ich mir einfach mal eine Handvoll von beiden besorgen; welchen ich einbaue, entscheide ich dann anhand des jeweiligen Einbauraums.


LG - Tom
Hallo Tom,
wie Arnold schon schrieb, Keramikkondensatoren sind das Mittel der Wahl. Was du da für welche nimmst ist relativ egal. Da gibts 1000 Hersteller, aber die nehmen sich alle nicht viel.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Viele Fahrzeughersteller bauen zu große Kondensatoren mit bis zu 3uF ein


Das würde ich etwas relativieren... Der einzige Hersteller, der mir in N da als wirklich problematisch untergekommen ist, ist Hobbytrain. Teilweise Probleme macht Brawa, auch wenn dort nicht gleich der decoder gegrillt wird, sondern die Lok "nur" bisschen doof fährt. Bei allen anderen kann man die verbauten Kondensatoren meistens drin lassen, lediglich die neue Schaltung mit Kondensatoren zwischen Motor und Gleis muss raus (oft Fleischmann, manchmal auch Trix).

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital


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