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THEMA: Signale Conrad LED und die Fragen dazu

THEMA: Signale Conrad LED und die Fragen dazu
Startbeitrag
Franzel - 27.12.10 10:03
Hallo und nachträglich frohe Weihnacht.

Ich habe in den letzten 10 Wochen 84 Lichtsignale von Conrad zusammen gebaut und die Teile sind echt klasse. Nun möchte ich die signale in meine Anlage integrieren und stehe nun vor folgendem Problem:

Ich müßte laut Anleitung an jedes Kabel der Leuchtdioden einen Widerstsand löten und an den gemeinsamen die Diode um die Signale mit Wechselstrom betreiben zu können.

Laut meinem Verständnis müßte es doch auch so gehen:
Ich betreibe die Signale an einem Trafo mit Gleichstrom (Fahrstromseite eines Fleischmanntrafos). Damit müßte doch die Diode wegfallen. Wenn ich dan an den Gemeinsamen einen Widerstand anlöte dürfte doch den LED`s nichts passieren?

Was spricht gegen diese Vorgehensweise?
Gibt es Nachteile oder Vorteile der einen und der anderen Variante?

Gruß
Franzel

Hallo Franzel,

theoretisch sollte das gehn. Auch ich habe etliche Signale von C.

Ich habe alle Signale so zusammengebaut, wie es vorgesehen ist. Also mit Diode und Widerstand je Kabel.

--> Warum? Ganz einfach. Selbst wenn du (noch) mit dem Fleischmanntrafo den Strom für die Signale erzeugst, was ist, wenn dieser den "Geist" aufgibt und du diesen ersetzt?

Wenn du die Signale von der Verkabelung im Ursprungszustand läßt, dann ist es später einmal völlig egal, welcher Trafo den Strom liefert, ob Gleich- oder Wechselstrom.

Grüße

Markus
Hallo Franzel,

die Anleitung ist schon nicht verkehrt.

Diode: dient einerseits zur (Halbwellen-)Gleichrichtung von Wechselspannung und andererseits als Schutz gegen Verpolung. LEDs mögen es gar nicht, wenn man sie verkehrt herum anschließt.

Jeweils eigener Vorwiderstand: ist notwendig, da je nach Signalbild eine unterschiedliche Anzahl LEDs leuchtet, mit Ausnahme von einfachen Block-, Vor- und Rangiersignalen, da ist die Anzahl immer gleich. Aber es gilt immer das Ohmsche Gesetz R=U/I ! Im Klartext, bei zwei LEDs über einen Vorwiderstand  muss der halb so groß sein, wie für nur eine LED, wenn am Widerstand der gleiche Spannungsabfall erfolgen soll. Logischerweise verdoppelt sich an diesem Widerstand nun die Verlustleistung (Wärme!) P = U * I.
Für die einfachen Blocksignale würde es also gehen, weil immer nur eine der beiden LEDs leuchtet. Du müsstest aber bei Signalen mit je zwei LEDs (Vor- und Rangiersignal) andere Widerstände als die mitgelieferten nehmen - oder zwei dieser Widerstände parallel schalten.
Bei Ein- und Ausfahrsignalen ist ganz davon abzuraten, Beispiel HP1 (grün) und HP2 (gelb/grün). Nimmst Du hier nur einen Widerstand, wird grün bei HP2 dunkler. Nimmst Du zwei parallel, wird grün bei HP1 zu hell und brennt evtl. durch.

Grüße
Daniel
sinnvoll ist es sowieso sich einen gleichgerichteten Trafo der nur für die Beleuchtung usw. vorgesehen ist zu kaufen. Oder einen Wechselstromtrafo ( sind ja alle Transformatoren ) und dann eine Gleichrichterstufe dahinter zu benutzen.

gruss Bernd
Der Grund, warum man (Leucht-)-Dioden nicht parallel schalten kann:

Im Gegensatz zu einer ohmschen Last, wie einem Widerstand oder näherungsweise auch einer Glühbirne, fällt an der Diode eine von der Bauart, Temperatur und Fertigungstolerenz abhängige Spannung ab. Bei gleichen Betriebsparamtern ist die auch sehr konstant. Dioden können daher gut zur Temperaturmessung eingesetzt werden.

Bei Leuchtdioden hängt dieser Spannungsabfall nun direkt mit der Farbe zusammen. So findet man zum Beispiel (je nach Hersteller, siehe Datenblatt)
rot 1,9 V
gelb 2,4 V
grün 1,9 V
diese Spannungswerte für LEDs.

Schließt man nun an einen Widerstand eine Rote und eine Gelbe parallel an, so wird nur die rote LED leuchten, denn sie hat den niedrigeren Spannungsabfall. Durch die gelbe LED wird praktisch kein Strom fließen, sie bleibt dunkel. Aber auch bei 2 LEDs gleicher Bauart kann das passieren, wenn sie nur genug Serienstreuung haben oder durch den Lötvorgang eine entsprechende Beeinflussung bekommen haben.

Unproblematisch ist aber das hintereinander bzw. in Serie schalten. Hier fließt der Strom dann durch alle LEDs nacheinander.

Hat man z.B. LEDs mit 10 mA Nennstrom und 3 LEDs (rot/gelb/grün) an 12 Volt, so braucht man folgenden Widerstand:

12 Volt - rot 1,9 V - gelb 2,4 V - grün 1,9 V = 5,8 Volt
Nach U=R*I:
R= U/I also:
5,8 Volt / 0.01A = 580 Ohm.

Nun gibt es in der "normalen" Reihe E12 keinen 580 Ohm Widerstand, also sucht man sich den, der am nächsten dran liegt: Das wäre dann ein 560 oder 680 Ohm Widerstand.

Wem das jetzt zu kompliziert war.... der fragt halt nochmal



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