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THEMA: stayathome-booster problem

THEMA: stayathome-booster problem
Startbeitrag
Fohlenelf - 05.06.10 12:25
hallo zusammen,
ich habe folgendes problem und hoffe das sich hier jemand findet der es lösen kann, oder wenigstens sich jemand findet, der diesen booster ebenfalls einsetzt:

mein selbstbaubooster stammt von http://www.stayathome.ch/booster.htm
dieser wird mit einem "C" 18 V trafo mit spannung versorgt. (ist nicht gerado optimal, plane auf 10V umzustellen)
allerdings geben meine digitalloks einfach vollgas (ohne ein digitalsignal) und drehen ihre runden auf der anlage wenn ich diesen booster ans gleis anschließe.

bisher betreibe ich DDW erfolgreich mit einem Märklin Delta 6604. soll heißen an den loks liegt es nicht.
hat jemand einen lösungsansatz?

sonnige grüße

dominic

kann es sein, daß der Booster gar kein Digitalsignal erzeugt sondern einfach nur DC ans Gleis legt? Die Decoder daher in den Analogbetrieb gehen und losrasen?
Hallo dominic,

der Booster hat alle negativen Eigenschaften, die im parallel laufenden Thread "zuviel Spannung" Thema sind: http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=466353
Hier ein paar Schlüsselinformationen daraus:
18V~ vom Trafo ergeben bei einem solchen ungeregelten Booster ca. 22V - in ungünstigen Fällen auch erheblich mehr - am Gleis. Das kann für einige Decoder lt. Herstellerangaben das Todesurteil sein, weil die nicht mehr als 18V am Decoder zulassen.

Das Verhalten Deiner Decoder deutet allerdings eher auf die in @1 angegebene Ursache hin.
Vielleicht, weil die zu hohe Spannung sogar den Booster geschlachtet hat.

ALSO: Bitte, Bitte, Bitte !!! klemm den 18V~ Trafo ab, leg ihn ins Regal und schone Deine Decoder, bis Du den 10V~ Trafo anschließen kannst.

Es grüßt RainerNRW  

Zitat

allerdings geben meine digitalloks einfach vollgas (ohne ein digitalsignal)



Das tönt, als wenn der Booster keine Signalausfallerkennung hat. Da er das Digitalsignal nicht zwischen 0 und 22V steuert, sondern gemäss Beschreibung des Herstellers +/-22V gegen Masse erzeugt, liegen dann bei 0V am Steuereingang (bei fehlender Signalausfallerkennung) die vollen -22V am Gleis... bingo.

Felix
danke für eure antworten.
inzwischen ist es mir (irgendwie) gelungen den booster erfolgreich zu integrieren.
das ist bis dato auch mit 24 V kein problem, da ich nur mit Kühns N025 getestet habe. der hält das aus.
das führt mich dann aber auch schon gleich zur nächsten frage:
kann man den booster "einfach" mit einem 10 oder 15V Trafo betreiben ohne einige komponenten auszuwechseln??

@3:
ich stimme mit deiner aussage völlig überein.
komischerweise legt er die -22V aber nicht immer an. ich versteh im moment nicht wann er es tut und wann nicht. ist eigenartig. was kann ich denn dagegen tun. nix oder??

dominic
@4
Zitat

kann man den booster "einfach" mit einem 10 oder 15V Trafo betreiben ohne einige komponenten auszuwechseln??


Gemäss Bedienungsanleitung http://luessi.ch/pdf/Booster%20BMD%20v5.pdf ist das möglich.

Zitat

(davonrasende Loks) was kann ich denn dagegen tun



Hersteller kontaktieren? *grübel*

Felix
Hallo zusammen,

jetzt lasse ich mal Dampf ab, ich kann nicht anders.
Bei genauerem Betrachten der Schaltung des Boosters, den Dominic leider gewählt hat, http://luessi.ch/pdf/Booster%20BMD%20v5.pdf kommen mir erhebliche Bedenken, das Teil in den Händen eines elektronikunerfahrenen Modellbahners zu wissen.
1. bei fehlendem Digitalsignal am Eingang kann die volle Gleichspannung am Ausgang liegen.  Ob negativ oder positiv hängt nur davon ab, ob z.B. Massepotential oder > ca. 3V am Eingang anliegt. Ein Booster ohne dedizierte Ausgangsabschaltung bei fehlendem Digitalsignal am Eingang ist MURKS.
2. die Kurzschlußstrombegrenzung und die daraus folgende Kurzschlußmeldung an die Zentrale habe ich so noch nicht gesehen. Das der geringste Strom durch die zu verwendenden Emitterwiderstände mit 4A, 6A und 8A vorggeben wird, ist fern jeglicher Realität für alle Spurweiten von H0 an abwärts. Dass dann aber auch noch die Kurzschlußerkennung nicht aus dem tatsächlichen Strom, sondern aus der für den Kurzschlußfall angenommenen Spannungsreduzierung am Ausgang ermittelt wird, hat mir die Sprache verschlagen. Die Komplexität der dafür verwendeten Schaltung erreicht für die geringe Aufgabenstellung religiös rituelle Maßstäbe und beleidigt jeden Inhaber solider Elektronikkenntnisse. Diese Masse an Bauteilen mit für die Funktion eng tolerierten Werten ist so fehlerträchtig, dass mein Urteil nur lauten kann: Ober-MURKS.

Liebe Entwickler, bitte etwas mehr Seriosität.  Auch von Hobbyisten gibt es genügend Beispiele dafür, wie es geht.

Es grüßt RainerNRW


Ich kann da dem RainerNRW nur zustimmen. Diese Schaltung ist nur geeignet wenn man eine Zentrale hat die bei Kurzschlussmeldung über Pin5 den Booster über Pin 2 abstellt. Dann noch der ganze Zauber mit den Spannungsteilern und Operationsverstärkern und Diodenstrecken in der Kurzschlusserkennungslogik, also ich weiss nicht....

Ich behaupte mal es geht einfacher, in der Funktionsbeschreibung steht auch etwas über die Erkennung eines Digitalsignals am Eingang (naja, Wechselstromsignal). http://www.stacken.kth.se/~haba/slamra/dcc/booster/
Auch habe ich gern einen Optokoppler zwischen Computer und Moba.

Ich weiss nicht ob die Stayathomeboosterschaltung mit einfachen Mitteln zu retten ist. Für N würde ich auf alle Fälle R7/R8 erhöhen dass der Ausgangsstrom noch mehr begrenzt wird.

Gruß,
Harald.
Den Booster aus #7 finde ich cool. Fremo's SpaXbooster ist auch cool, arbeitet aber mit einem uC (PIC), der auch programmiert sein will - Zusammenlöten allein funzt also noch nicht. Bei Schwedenbooster aus #7 braucht's keinen uC. Und da er für Spur N designt ist, wird das bei uns auch klappen. Wirklich gut!

Felix
Hallo zusammen,

für Interessenten des Boosters aus @7, die kein installiertes EAGLE haben und mal schnell die Schaltung in "lesbarer" Form sehen wollen:
http://www.stacken.kth.se/~haba/slamra/dcc/booster/booster2-sch.png

HINWEIS: In allen mir sonst bekannten Boostern mit dem OK 6N137 sind Stift 7 u. 8 an Plus.
Mit dem "offenen" Stift 7 in der Schaltung habe ich ein ungutes Gefühl.

Es grüßt RainerNRW

Hallo Rainer,

das ist offenbar ein erlaubter Zustand - siehe Datenblatt. Da ist "NC" für Enable extra in der Wahrheitstabelle angegeben. Aber ich gebe Dir Recht, offene Eingänge sind grundsätzlich nicht gut. Im konkreten Fall ist es ja layouttechnisch auch überhaupt nicht schwierig, die benachbarten Pins 7+8 kurz zu schließen.

Grüße, Peter W.
@RainerNRW: Da saß eben vorher ein anderer OK. der keinen Enablepin hatte. Wens strört kann ja eine extra große Lötperle zwischen Pin 7 u. 8 legen. Funktionieren tuts auch so wie oben.

Bevor jetzt jemand sich ein paar Platinen ätzt oder irgendwo bestellt sollte man die Leiterbahnen die den Fahrstrom führen noch ein wenig dicker machen. Hat von euch jemand einen guten Shop an der Hand der sowas von Eagle ätzt?

Gruß,
Harald.
Hallo,

wer vorhat, das Teil zu bauen, sollte vorher unbedingt die Bauteilfrage klären.

Die E-452-Diode ist antiquiert und bei den üblichen Verdächtigen der Lieferanten nicht mehr zu bekommen. Man kann sie bei bekannter digitaler Eingangsspannung aber auch durch eine Überbrückung ersetzen, wenn man den R1= (Ue-1,6)/0,01 festlegt.

Der LMD18200 ist - wenn überhaupt lieferbar und für min.13€ - auch nicht mehr aktuell.

Deshalb empfehle ich dann eher die Boosterkonzepte mit L6203 zu verwenden. Die gibt es zwar auch schon "ewig" aber der L6203 ist fast überall preiswert erhältlich (3,75€ bei Reichelt)

Es grüßt RainerNRW
Die Diode ist ja kein Problem. Den LMD18200 könnte man schon ersetzen, aber mit dem L6203? Der L6203 braucht einiges mehr "drum rum" für Kurzschlussmeldung und so. Ich hab mir die L620X Serie angesehen (L6205, L6207) aber wie bekomme ich den Kurzschluss gemeldet? Sonst wär L6205 recht fein, könnte man ja entweder als einfachen 5.6A oder doppelten 2.8A Booster betreiben. Gibt es sonst noch guten Ersatz für den LMD18200?

Harald.
Hallo Harald,

hier eine Schaltung mit dem L6203 die sich sehr bewährt hat:
http://wiki.rocrail.net/doku.php?id=mgv112-de

Und hier ist noch eine Variante ohne PIC:
http://www.tinet.cat/~fmco/colab/download/dacrail.zip

Die Kurzschlußerkennung erfolgt jeweils vom SENSE-Anschluß Pin 10 über den Meßwiderstand
nach Masse.
Die Schaltung lässt sich natürlich vereinfachen.
Parallel zum Meßwiderstand kann man z.B. Basis und Emitter eines Transistors schalten und mit der im Kurzschlussfall auf den Kollektor durchgeschalteten Masse melden. Ein Meßwiderstand von R=0,65V/3A = 0,22Ω gäbe dann bei ca. 3A "Alarm". Wenn man damit nicht zur Zentrale meldet, sondern in die Eingangsüberwachung eingreift, wäre der Booster eigensicher.
Über eine Zeitkonstante kann dann "getestet" werden, ob der Kurzschluss noch besteht.

Das habe ich vor Jahren mal mit diskreter H-Brücke gebaut:
http://wiki.rocrail.net/lib/exe/fetch.php?id=rk...k:rk-booster-sch.pdf
Die Steuerung lässt sich auf den L6203 adaptieren.

Es grüßt RainerNRW



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