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Kategorie: 


Betrieb

Thema: Glasmachersumbau versch. Loks
H-W [Gast] - 13.12.03 17:09

Hallo,
heute möchte ich, nachdem die von Stefan Glasmachers umgebauten Loks zurück sind und die ersten Probefahrten hinter sich haben, etwas diesbezüglich berichten.
1. M*trx V 160 Lollo und BR 216
hier kurze Bemerkungen von H. Glasmachers:
Das Problem kommt jetzt: Die Drehgestelle der BR 216 und der Lollo
> (identisch) sind eine Fehlkonstruktion. Ich habe letzte Woche einen
> "Rückläufer" dieser Baureihe bearbeitet und dabei festgestellt, dass
> die Zwischenzahnräder und die Achszahnräder sich in dieser Lok
> regelrecht verklemmen können. Das Lager der Zwischenzahnräder
> wird nach unten von an den Achslagerdeckel (=Drehgestellblende)
> angegossenen Kunststoffzapfen begrenzt, die ca. 0,25 mm zu kurz
> sind. Dadurch wandert das Zwischenzahnrad in einer Lastrichtung
> diese 0,25 mm nach unten und greift dann zu tief in das Achszahnrad
> ein. Im Neuzustand (wie bei Ihren Loks) geht das gerade noch gut,
> aber mit zunehmender Laufleistung gräbt sich die Welle des Zwischen-
> zahnrads in den Kunststoffzapfen ein, das Spiel wächst über 0,25 mm
> hinaus und das Klemmen wird stärker.
>
> Ich habe nun an einem Drehgestell experimentiert und das Problem
> durch Einsetzen winziger Messingdrehteile auf bzw. in den Kunststoff-
> zapfen lösen können. Die Messingoberfläche sollte auch verschleiß-
> fester sein als der Kunststoff. Der Aufwand ist allerdings nicht unerheb-
> lich, so dass ich Ihnen weitere 20 EUR pro Lok berechnen müsste.
> Es wurde die Lollo entsprechend umgebaut. Fazit des Umbaues, einwandfreie Langsamfahreigenschaften und wirklich moderate Endgeschwindigkeit. Rangieren ist erstmals mit der Lok möglich. Dieser Umbau hat sich für mich Analogfahrer gelohnt. Die BR 216 habe ich allerdings nicht umbauen lassen, da sie etwas bessere Fahreigenschaften hatte als die Lollo, sie rennt nicht so sehr.
2. BR 57 von Kato
Hier wurde der standardmäße Umbau mit Glasmachersschnecke vorgenommen und die Kato Haftreifen gegen solche von GFN ausgetauscht. Nun hat die Lok seidenweichen, leisen und in der Geschwindigkeit gedrosselte und mit mehr Durchzug versehene Laufeigenschaften. Rangieren ist ein Gedicht.
3. BR 78 von GFN
Hier wurden auch die Standardumbaumaßnahmen durchgeführt. Gleiches Ergebnis wie bei BR 57.
4. BR 56 von GFN
zusätzlich zum Getriebeumbau wurden bei dieser Lok die Kontaktschwierigkeitendurch zusaätzliche Stromabnahme von der mittleren Tenderachse behoben, indem diese mit mit Strom-
> schleifern versehen wurden. Das Fahrverhalten analog der vor beschriebenen Loks.
Gewiß ist so ein Umbau nicht für lau zu erhalten. In Anbetracht der nunmehr top Fahreigenschaften hat sich der ganze Aufwand und Wartezeit gelohnt. Für den Analogfahrer ist dieser Umbau die einzige wirklich sinnvolle und mit Erfolg gekrönte
Maßnahme alte Rennsemmel oder nur unwillig langsam fahrende Loks zu verbessern. Ich werde in Zukunft bei Problemfällen wieder so verfahren.
Viel Grüße und einen schönen dritten Advent wünsche ich
H-W


was haben die 4 je gekostet?

Hallo H-W,

erst mal GANZ HERZLICHEN DANK für diesen Bericht, ich glaub das ist eine Information auf die viele warten.

Wie lange hat die Prozedur gedauert, d.h. mit welcher Wartezeit muss man bei Hrn. Glasmachers rechnen?

Was die 216er betrifft, so habe ich exakt das gleiche Problem bei einer nagelneuen Lok festgestellt, die Zahnräder im Drehgestell verkeilten sich. Dies ließ sich bei dem Neufahrzeug durch kräftiges Anziehen der Drehgestellschrauben beheben, dadurch wird der Anpressdruck der Blende an die Achsen erhöht. Trotzdem sind die Fahreigenschaften schlecht, weil der Motor mit dem serienmäßigen Getriebe im falschen Drehzahlbereich betrieben wird (d.h. es wird immer untertourig gefahren).

Grüße, Peter W.

ich mußte etwa 12 Monate warten bis mir H. Glasmachers mitteilte, ich solle die Loks jetzt schicken. Danach dauerte es etwa 8 Wochen bis ich alle zurück hatte. Wichtig ist vorher anfragen, mit welcher Wartezeit man rechnen muß. Er ist derzeit am Aufarbeiten ältere Aufträge, wie dem meinigen.
Drehgestellloks müssen mit 2 neuen Schnecken und Zahnräder versehen werden, die Schlepptenderloks und Tenderloks mit einer Schnecke und Zahnrad. Es gibt noch Unterschiede zwischen Fertigmontage mit Kontrolle und Lauftest sowie Zusendung der Teile und Selbstmontage, aber dann ohne die Lauftesats, also nur Garantie auf die Bauteile.
Die Kosten könnt ihr unter selbst errechnen:
http://www.kazmedia.de/bahn/GLASMACHERS
H-W


Hier werden die einzelnen Loks mit Umbaumöglichkeiten, spezieller Parameter und Preisen genannt:
http://www.n-bahn.net/glasmachers/
Ich hoffe, jetzt kann jeder seine Lok und Umbaupreis herausfinden
H-W

Hallo,

die "etwa 12 Monate" Wartezeit sind eine vorsichtige Formulierung - ich müsste nachschauen, aber ich glaube, es waren eher 18. Einzelne Kunden warten leider auf "Spezialfälle" noch deutlich länger! Da bei diesen Spezialfällen meistens ein bereits vorher eingebauter Faulhabermotor im Spiel ist, werde ich um solche Loks in Zukunft einen Bogen machen, sofern die Schnecken direkt auf der Motorwelle sitzen.

Da in der Preisliste nicht alles drinsteht:

Fleischmann BR 78   Getriebeumbau 2:1   24 €

Fleischmann BR 56   Getriebeumbau 2:1   35 €
       Stromschleifer mittlere Tenderachse   15 €

Minitrix "Lollo"           Getriebeumbau 2:1   48 €
    Lagerung der Zwischenzahnräder (s. o.) 20 €

Kato BR 57               Getriebeumbau 2:1   26 €
            Haftreifen Fleischmann 54 7002      5 €
            Reparatur Gelenkwellenadapter     15 €

dazu kommen noch 10 € Versandkosten.

Zu diesen Loktypen ist noch folgendes zu sagen:
Bei fast allen 57ern sind mit den Jahren die auf die Motor- bzw. Schneckenwelle aufgepressten Gelenkwellenadapter gerissen (wie die Achszahnräder bei Arnold oder Roco, nur dass das Problem bei Kato praktisch immer auftritt). Dann kann nur noch sehr wenig Drehmoment zwischen Motor und Getriebe übertragen werden. Die Reparatur für 15 € ist also quasi "obligatorisch".

Der Wechsel auf dickere Fleischmann-Haftreifen sorgt dafür, dass die Lok unabhängig von kleineren Unebenheiten im Gleis stets auf der ersten und fünften Kuppelachse steht. Die Haftreifen auf der fünften haben also ständigen Gleiskontakt und es kommt nicht mehr zu "Aussetzern" der Zugkraft. Gleiches gilt übrigens für die Roco BR 44.

Die Stromschleifer im Tender der 56 sind ein großes Plus für die Stromabnahmesicherheit, da die mittlere Tenderachse in senkrechter Richtung Spiel im Lager hat und somit durch federnde Schleifer ständigen Gleiskontakt bekommt. Wer gerne bastelt, kann die Schleifer auch selbst anfertigen und einbauen: Man benötigt zwei ca. 13 mm lange und rund 1,5 mm breite Streifen aus sehr dünnem (ca. 0,05 mm) Blech. Diese werden einfach auf der Innenseite unter die "Schweißpunkte" der Motorkontaktfedern geschoben, an der Kante der Motoraussparung um gut 90° nach unten abgewinkelt und ca. 3 mm tiefer wieder um 90° in die Gegenrichtung (also nach vorne), so dass sie von oben auf die Laufflächen der Räder drücken.

Bei der Lollo ist der Getriebeumbau nicht möglich, wenn nicht das Klemmen der Zwischenzahnräder (wie oben zu lesen) beseitigt wird, also kein Umbau unter 68 €.

Grüße

Stefan Glasmachers

Hallo
wenn es okay für die Beteiligten ist, dann stelle ich die Infos aus diesem Thread mit auf die Infoseite, die schon weiter oben verlinkt wurde. Wird erstaunlich oft über Google nachgefragt.
Gruss, stefan

Hallo,

hat jemand eine Bezugsquelle für sehr dünnes Blech, die für Schleifer geeignet sind?

mit fragenden Grüssen
Raimond

Ich hätte Messingblech in den Stärken:
0,002", 0,003", 0,004", 0,005", 0,006", 0,008", 0,010" und 0,015"

Besser, weil zuverlässiger wäre Phosphorbronzeblech federhart.
Dieses gibt es in 0,1mm bei JB Modellbahnservice
http://www.jbmodellbahnservice.de/pages/hirsch.xls

ng
ahag

wer die Tabelle als PDF braucht, möge sich bei mir melden - sind interessante Sachen! Zig Profile in noch mehr Größen.

Danke euch beiden


StefanG,

Vielen danke fur die br 56 hint, ich soll das sicher versuchen. Was ist das beste material? messingblech oder Phosphorbronzeblech (ich habe beide "auf lager")?

Grussen aus die Niederlanden,

Hans

Hallo Hans,

ehrlich gesagt habe ich keine Erfahrung mit der richtigen Materialauswahl!

Ich verwende ein dünnes CuNi-Blech, Herkunft unklar... Funktion o.k.

Grüße

Stefan

Hallo,

die Fa. Weinert-Modellbau hat Neusilberdraht( Art.9303) im Lieferprogramm.
Ich habe seht gute Erfahrungen mit diesem Werkstoff gemacht. Lötet man
die Stomabnehmer ein, ist Vorsicht geboten. Beim Überhitzen des Drahtes
geht die Federkraft verloren.

Grüße

Hans-Dieter

Irgendwie steigt beim Lesen von Erfahrungsberichten oder gar bei Herrn Glasmachers eigenen Worten immer so etwas wie Zorn in mir hoch. Wenn ich da von 0,25 mm falschen Achsabständen (Leute, das sind Welten !!!) oder von nicht ausbalanceierten Fahrwerken lese - mein Gott, dass sind doch eigentlich amateurhafte Konstruktionsfehler. Das vielleicht im Langzeitverhalten Gelenkwellenadapter reißen mag da ja direkt noch durchgehen und nicht immer vorhersehbar sein. Aber auch hier - wer hindert eine Firma eigentlich neue Produkte auch mal im Langzeittest zu erproben? Wenn ich mir die Preise von Glasmachers anschaue, vermute ich mal, dass die Lohnkosten überwiegen. Das heißt doch aber nichts anderes, als dass richtig konstruierte Loks kaum teurer sein müßten. Irgendwie ist dies eine seltsame Branche.......Gruß Bernd


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