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THEMA: DB-Loks auf DR-Gleisen
THEMA: DB-Loks auf DR-Gleisen
Hallo,
ich bin in Ep. III und IV angesiedelt und dann DR. Habe also mit DB-Loks eigentlich nichts am Hut. Aber wie es so ist, man hat doch die eine oder andere Lok außerhalb des Themas in sein Herz geschlossen. Eine davon ist die V 200 der DB. Seit Fleischmann die V 200 angekündigt hat, suche ich eine Rechtfertigung, diese zu kaufen.
Darum meine Frage, hat jemand Ahnung, ob jemals DB-Loks in die DDR gekommen sind (ich meine vor dem Mauerfall)?
Umgekehrt war es ja so, daß Dampf- und Dieselloks in die BRD fuhren, sogar bis Hamburg.
Ich habe jedoch noch nie gelesen oder ein Foto gesehen, daß irgendeine DB-Lok auf DR-Gleisen fuhr
Gruß
ich bin in Ep. III und IV angesiedelt und dann DR. Habe also mit DB-Loks eigentlich nichts am Hut. Aber wie es so ist, man hat doch die eine oder andere Lok außerhalb des Themas in sein Herz geschlossen. Eine davon ist die V 200 der DB. Seit Fleischmann die V 200 angekündigt hat, suche ich eine Rechtfertigung, diese zu kaufen.
Darum meine Frage, hat jemand Ahnung, ob jemals DB-Loks in die DDR gekommen sind (ich meine vor dem Mauerfall)?
Umgekehrt war es ja so, daß Dampf- und Dieselloks in die BRD fuhren, sogar bis Hamburg.
Ich habe jedoch noch nie gelesen oder ein Foto gesehen, daß irgendeine DB-Lok auf DR-Gleisen fuhr
Gruß
Andreas Pothe [Gast] - 03.11.03 17:21
Z. B. in Probstzella waren DB-Loks gang und gäbe, sogar elektrisch (150, 151 usw.).
Kai Lahmann [Gast] - 03.11.03 17:22
es hat ja einige Grenz-Bahnhöfe gegeben... dabei sind sicherlich DB- und DR-Loks durcheinandergekommen. Übrigens auch einer der (privaten) Eigentümer der V320 war im Grenzverkehr tätig...
reichsbahNer [Gast] - 03.11.03 18:43
Hallo,
grundsetzlich unterlag der Grenzverkehr nur DR Lokomotiven & ausgesuchten Personal.
Einzige Ausnahme (Offenbacher Abkommen vom 3.September 1949) war aus betrieblichen Gründen der 1,7 km lange Sreckenabschnitt von der Zonengrenze bis Probstzella ,wo DB E-Loks in die DDR fuhren.Ob bei Betriebsstörung der Fahrleitung doch mal eine V 200 rüber kam ist heute nicht mehr überliefert.
grundsetzlich unterlag der Grenzverkehr nur DR Lokomotiven & ausgesuchten Personal.
Einzige Ausnahme (Offenbacher Abkommen vom 3.September 1949) war aus betrieblichen Gründen der 1,7 km lange Sreckenabschnitt von der Zonengrenze bis Probstzella ,wo DB E-Loks in die DDR fuhren.Ob bei Betriebsstörung der Fahrleitung doch mal eine V 200 rüber kam ist heute nicht mehr überliefert.
Ulrich [Gast] - 03.11.03 18:49
Oebisfelde, Gerstungen und Ellrich gehören noch dazu.
Hier kamen BR 216 auf DR-Gleise. In den 70er Jahren hat es auch D-Zug-Bespannungen mit BR 220(DB) zwischen Hannover und Oebisfelde gegeben.
Da GFN aber die 221 bringt, gibt es wohl keine "Berechtigung" für Ihren Einsatz.png)
Gruß Ulrich
Hier kamen BR 216 auf DR-Gleise. In den 70er Jahren hat es auch D-Zug-Bespannungen mit BR 220(DB) zwischen Hannover und Oebisfelde gegeben.
Da GFN aber die 221 bringt, gibt es wohl keine "Berechtigung" für Ihren Einsatz
Gruß Ulrich
reichsbahNer [Gast] - 03.11.03 21:14
@Ulrich
stimmt natürlich!
Ellrich war kein Transitübergang für den Reiseverkehr. Wobei diese direkt in unmittelbarer Grenznähe lagen und nur auf wenigen Metern DR Gleis fuhren.Solch Langläufe wie etwa nach Hamburg gab es in umgekehrter Richtung für DB Lokomotiven erst nach der Wende.
stimmt natürlich!
Ellrich war kein Transitübergang für den Reiseverkehr. Wobei diese direkt in unmittelbarer Grenznähe lagen und nur auf wenigen Metern DR Gleis fuhren.Solch Langläufe wie etwa nach Hamburg gab es in umgekehrter Richtung für DB Lokomotiven erst nach der Wende.
Volker [Gast] - 03.11.03 23:10
War wohl auch politisch kaum gewünscht, die Loks des "Klassenfeindes" einem größeren Publikum bekannt zu machen. Schließlich war das eine Zeit wo (auf beiden Seiten!) alles und jedes propagandistisch ausgeschlachtet wurde. Beispielsweise wurden die NoHAB-Rundnasen für Ungarn mit riesigen Propagandatafeln "GM-Loks für Ungarn" oder so ähnlich ausgeliefert. Ähnlich hätte wohl auch die Bundesbahn stets ihre neuesten Produkte, nach dem Motto: "Seht mal was wir hier schönes haben, und wie rückständig ihr Zonis seid", vor solche Züge gespannt. Nicht von Ungefähr wurden ja die Interzonenzüge nach Hamburg jahrelang von 01.5 gezogen, obwohl von den fahrzeiten und Geschwindigkeiten eine 41 oder gar 50 völlig gereicht hätte. Die ersatzweise eingesetzten 23.10 konnten die Fahrzeiten ja auch mühelos einhalten. Lange Rede - kurzer sinn: Gegeben hat es das nicht, aber wenn wir die Geschichte ein wenig "korrigieren", wären Rennomierloks, wie die V 200.1, zumindest in der Epoche 3, absolut vorstellbar. Ein bisschen "Modellbahnerische Freiheit" muss sein
)
Gruß, Volker
Gruß, Volker
Stephan Mack [Gast] - 03.11.03 23:26
Volker,
Der Grund dürfte einfacher gewesen sein. Da die DR Loks mehr Streckenkilometer bei der DB, als DB Loks bei der DR zurückgelegt haben, waren Ausgleichszahlungen nötig. Durchaus im Sinne der BRD, um den Ost- West Handel am Leben zu erhalten (der DDR haben Valuta immer gefehlt).....
Aus ähnlichen Gründen (aber in diesem Fall um Geld zu sparen) sind übrigens SNCB Mehrstrom-Loks, die Deutschland geeignet waren, mit grossen Zeitaufwand in Aachen von DB Loks ersetzt worden - die DB konnte die Laufleistungen der SNCB Loks in D nicht ausgleichen, weil sie keine für B. geeignete Loks hatte. Also wurde in Aachen umgespannt - und wenn der IC 20 Minuten warten musste.... Time is NO money.......
In Brüssel hat sich dann das Spiel teilweise wiederholt -Vierstrom SNCB Loks sind gegen die bauartgleichen SNCF CC 40 000 ausgetauscht worden.......
Gruss
Stephan
Der Grund dürfte einfacher gewesen sein. Da die DR Loks mehr Streckenkilometer bei der DB, als DB Loks bei der DR zurückgelegt haben, waren Ausgleichszahlungen nötig. Durchaus im Sinne der BRD, um den Ost- West Handel am Leben zu erhalten (der DDR haben Valuta immer gefehlt).....
Aus ähnlichen Gründen (aber in diesem Fall um Geld zu sparen) sind übrigens SNCB Mehrstrom-Loks, die Deutschland geeignet waren, mit grossen Zeitaufwand in Aachen von DB Loks ersetzt worden - die DB konnte die Laufleistungen der SNCB Loks in D nicht ausgleichen, weil sie keine für B. geeignete Loks hatte. Also wurde in Aachen umgespannt - und wenn der IC 20 Minuten warten musste.... Time is NO money.......
In Brüssel hat sich dann das Spiel teilweise wiederholt -Vierstrom SNCB Loks sind gegen die bauartgleichen SNCF CC 40 000 ausgetauscht worden.......
Gruss
Stephan
Volker [Gast] - 04.11.03 00:03
Achskilometer wurden aber in der Regel in "Naturalien" ausgeglichen, das mag heute anders sein, aber in "früheren Zeiten" liefen z. B. SNCB-Loks bis Köln durch.
Gruß, Volker
Gruß, Volker
Stephan Mack [Gast] - 04.11.03 00:13
Volker, du hast natürlich Recht,
aber bei den SNCB Loks eben nicht -sie liefen (in den 80igern) eben nur teilweise (!!!) durch- die DB konnte halt nur beschränkte "Naturalien" in Form von 215 bieten.
Das hat zu den optisch reizvollen IC Paris-Köln gefürt - ab Aachen mit Corail - Wagen und S- Bahn 111 - was durchaus gut aussah
Gruss
Stephan
aber bei den SNCB Loks eben nicht -sie liefen (in den 80igern) eben nur teilweise (!!!) durch- die DB konnte halt nur beschränkte "Naturalien" in Form von 215 bieten.
Das hat zu den optisch reizvollen IC Paris-Köln gefürt - ab Aachen mit Corail - Wagen und S- Bahn 111 - was durchaus gut aussah
Gruss
Stephan
Peter A. [Gast] - 04.11.03 07:19
Hallo,
die meisten "Interzonenzüge" wurden von DR-Maschinen bis zum nächsten größeren Bahnhof/Traktionswechsel gefahren. Ein großer Lokwechsel war in Bebra, wo die alten 01-Loks die Züge nach Leipzig, Dresden und Berlin übernommen haben. Auf den westdeutschen Gleisen fuhr man "schon" elektrisch.
Die "Achsenkilometer" wurden von der DB mit alten Güterwagen "bezahlt".
Bei meinem ehem. Arbeitgeber haben wir damals viele Waren aus dem "Osten" bekommen und ich wunderte mich ab und zu über alte DB-Güterwagen, denen man die Herkunft noch recht gut ansah.
Peter A.
die meisten "Interzonenzüge" wurden von DR-Maschinen bis zum nächsten größeren Bahnhof/Traktionswechsel gefahren. Ein großer Lokwechsel war in Bebra, wo die alten 01-Loks die Züge nach Leipzig, Dresden und Berlin übernommen haben. Auf den westdeutschen Gleisen fuhr man "schon" elektrisch.
Die "Achsenkilometer" wurden von der DB mit alten Güterwagen "bezahlt".
Bei meinem ehem. Arbeitgeber haben wir damals viele Waren aus dem "Osten" bekommen und ich wunderte mich ab und zu über alte DB-Güterwagen, denen man die Herkunft noch recht gut ansah.
Peter A.
RainerP [Gast] - 05.11.03 08:43
Vielen Dank,
schade das es so war. Aber vielleicht korrigiere ich die Geschichte mal.
Die NoHAB-Loks sind auch so ein Liebling von mir (die V 200 ist ja äußerlich stark daran angelehnt). Deren Fahrt auf DR-Gleisen ist auch fotografisch belegt. Leider kenne ich in N kein ordentliches Modell.
Gruß
schade das es so war. Aber vielleicht korrigiere ich die Geschichte mal.
Die NoHAB-Loks sind auch so ein Liebling von mir (die V 200 ist ja äußerlich stark daran angelehnt). Deren Fahrt auf DR-Gleisen ist auch fotografisch belegt. Leider kenne ich in N kein ordentliches Modell.
Gruß
RainerP [Gast] - 07.12.03 11:22
Zum Thema "Interzonenzüge" gibt' im Modelleisenbahner 12/03 zwei Artikel, steht auch was über Lokwechsel drin.
Ralf aus Berlin [Gast] - 11.12.03 11:13
Die Lokomotiven des Museums für Verkehr und technik in Berlin müssen ja irgendwie dorthin gelangt sein. Das wäre ein vorbildgerechter Einsatz für die V200.1 auf den Gleisen der DR.
Bei einer der vielen Feierlichkeiten zu Eröffnung des Museums Mitte der 80er Jahre war sogar der ICE Experimantal BR 410 anwesend. Von dem weiß ich, daß er nachts über die Gleise der DR geführt wurde, um der eigene Bevölkerung den Anblick klassenfeindlicher Technologien zu ersparen. Und auch die Deutsche Bundespost hatte in "westberlin" eine eigene V60 stationiert.
Als Westlos im Osten gab es wohl. aber eher die Ausnahme
Gruß Ralf
Bei einer der vielen Feierlichkeiten zu Eröffnung des Museums Mitte der 80er Jahre war sogar der ICE Experimantal BR 410 anwesend. Von dem weiß ich, daß er nachts über die Gleise der DR geführt wurde, um der eigene Bevölkerung den Anblick klassenfeindlicher Technologien zu ersparen. Und auch die Deutsche Bundespost hatte in "westberlin" eine eigene V60 stationiert.
Als Westlos im Osten gab es wohl. aber eher die Ausnahme
Gruß Ralf
Ulrich [Gast] - 11.12.03 14:04
Im Deutschen Technikmuseum in Berlin steht keine V 200.1, sondern die V 200 018, das Vorbild für die Minitrix T 12402.
Gruß Ulrich
Gruß Ulrich
Kai Lahmann [Gast] - 12.12.03 21:50
was wurde überhaupt in Westberlin eingesetzt?
Andreas Pothe [Gast] - 13.12.03 09:24
Berlin war von der Deutschen Reichsbahn bedient worden. Das war so im Viermächtevertrag (oder wie der auch immer hieß) festgelegt worden, und damit auch der Grund, weshalb die Bahn in der DDR immer Deutsche Reichsbahn hieß und eben nicht - analog zur Reichspost - zur Deutschen Bahn wurde. Das hat man erst 1994 nachgeholt .png)
CU - Andreas
CU - Andreas
Ulrich [Gast] - 13.12.03 12:54
@Kai
In West-Berlin wurde ungefähr das eingesetzt, was Brawa in N an DR-Loks produziert hat. BR 119/219 aber erst nach der Wende.
In West-Berlin wurde ungefähr das eingesetzt, was Brawa in N an DR-Loks produziert hat. BR 119/219 aber erst nach der Wende.
Edward [Gast] - 13.12.03 20:55
@Kai
In (West-)Berlin gibt es noch die NME, die Dieselloks einsetzt. Ich glaube Henschel.
@B-Kenner
Wo endeten eigentlich die Interzonenzüge? In Zoo oder führen die weiter bis in die Hauptstadt? Friedrichstadt oder Hauptbahnhof?
Ich bin zwar damit gefahren, kann mich aber einfach nicht mehr dran erinnern
Edward
In (West-)Berlin gibt es noch die NME, die Dieselloks einsetzt. Ich glaube Henschel.
@B-Kenner
Wo endeten eigentlich die Interzonenzüge? In Zoo oder führen die weiter bis in die Hauptstadt? Friedrichstadt oder Hauptbahnhof?
Ich bin zwar damit gefahren, kann mich aber einfach nicht mehr dran erinnern
Edward
Ulrich [Gast] - 13.12.03 23:23
@Edward
Die Interzonenzüge, oder besser Transitzüge (ersteres bezieht sich nur auf die früheste Ep. III) endeten in Friedrichstraße. Die Leerparks fuhren über Ostbahnhof (1987-95 Hauptbf.) nach B-Rummelsburg.
Alliierte Militärzüge endeten in Lichterfelde West (US), Charlottenburg (GB) und Tegel (F). Diese Züge hatten sehr interessante Zugbildungen, der US-Zug führte Wagen der Bundespost mit (durften vom DDR-Zoll nicht geöffnet werden) und der frz. Zug hatte als Schlußläufer immer einen gedeckten Güterwagen.
Gruß Ulrich
Die Interzonenzüge, oder besser Transitzüge (ersteres bezieht sich nur auf die früheste Ep. III) endeten in Friedrichstraße. Die Leerparks fuhren über Ostbahnhof (1987-95 Hauptbf.) nach B-Rummelsburg.
Alliierte Militärzüge endeten in Lichterfelde West (US), Charlottenburg (GB) und Tegel (F). Diese Züge hatten sehr interessante Zugbildungen, der US-Zug führte Wagen der Bundespost mit (durften vom DDR-Zoll nicht geöffnet werden) und der frz. Zug hatte als Schlußläufer immer einen gedeckten Güterwagen.
Gruß Ulrich
Volker [Gast] - 13.12.03 23:51
Im bundesdeutschen Sprachgebrauch waren das bis zur Wende immer "Interzonenzüge", so, wie die innerdeutsche Grenze immer die "Zonengrenze" blieb, während die "Zone" oder "Ostzone" nach der Entspannungspolitik der 70er Jahre auch umganssprachlich zur DDR (oder "DDR" in der Springerpresse) wurde.
Gruß, volker
Gruß, volker
Ulrich [Gast] - 14.12.03 00:48
Ja, ich weiß. Die Borniertheit war weit verbreitet. Ich entsinne mich noch, wie man mich in den siebziger Jahren in Aachen Hbf für ein Ticket nach Berlin-Zoo an den Auslandsschalter (!) verwiesen hat.
Dafür habe ich aber auch erlebt, wie noch Mitte der 80er eine alte Dame die Aufsicht in Berlin-Zoo ansprach: "Hält hier der Interzonenzug aus Köln ?" und von einer Reichsbahnerin barsch mit der Auskunft abgewiesen wurde: "Nein ! Hier halten keine INTERZONENZÜGE !! ").png)
Gruß Ulrich
Dafür habe ich aber auch erlebt, wie noch Mitte der 80er eine alte Dame die Aufsicht in Berlin-Zoo ansprach: "Hält hier der Interzonenzug aus Köln ?" und von einer Reichsbahnerin barsch mit der Auskunft abgewiesen wurde: "Nein ! Hier halten keine INTERZONENZÜGE !! "
Gruß Ulrich
Volker [Gast] - 15.12.03 00:40
Ja, ja, Deutschland, einig Vaterland!
))
Peter A. [Gast] - 15.12.03 08:21
Hallo,
mit dem "einig Vaterland" hat mir ein Bundesbahner erzählt, dass nach Fall der Mauer der gleiche Reichsbahner, der vorher mit Verachtung auf ihn als Klassenfeind herabgeschaut hat, ihm 2 Tage später das "Du" angeboten hat....
Zur Rettung der Ehre der auch in erster Linie Eisenbahner: Bei Bahn und anderen "staatstragenden Betrieben und Organen" mussten die Mitarbeiter, wenn auch ganz normale Menschen, wie A...löcher auftreten, weil jeder 2. Kollege ein IM des VEB Horch & Guck war.
Dazu noch die vielen Vorgesetzen mit "Schreckel", dem Parteiabzeichen der SED.... halt andere Zeiten. Gott sei Dank Geschichte.
Peter A.
mit dem "einig Vaterland" hat mir ein Bundesbahner erzählt, dass nach Fall der Mauer der gleiche Reichsbahner, der vorher mit Verachtung auf ihn als Klassenfeind herabgeschaut hat, ihm 2 Tage später das "Du" angeboten hat....
Zur Rettung der Ehre der auch in erster Linie Eisenbahner: Bei Bahn und anderen "staatstragenden Betrieben und Organen" mussten die Mitarbeiter, wenn auch ganz normale Menschen, wie A...löcher auftreten, weil jeder 2. Kollege ein IM des VEB Horch & Guck war.
Dazu noch die vielen Vorgesetzen mit "Schreckel", dem Parteiabzeichen der SED.... halt andere Zeiten. Gott sei Dank Geschichte.
Peter A.
RainerP [Gast] - 15.12.03 12:16
Zitat aus: Gerhard Bank (ein, entschuldigt den Ausdruck, Wessi); Reichsbahn -Nostalgie- , Die Diesel- und Elektrotraktion der DR 1960 - 1994; Franckh-Kosmos 1995; S. 67/68
"Schon damals (... 1967 ...) wirkte sich offenbar aus, daß die Deutsche Reichsbahn bis hinauf in die Ministerebene stets von Berufseisenbahnern geleitet wurde. Der DR blieb dadurch auch jene Verkehrswerbung und Öffentlichkeitsarbeit erspart, mit der sich die aus der Privatwirtschaft geholten Führungskräfte der DB immer wieder dafür zu entschuldigen schienen, daß sie zur Zeit einmal keiner Fluglinie und keinem Autokonzern vorstanden."
Und das ist in den 90-er Jahren immer schlimmer geworden. Wenn man z.B. sieht, wie die in weit über 150 Jahren entwickelten Beschaffungskriterien von Möchtegern-Managern über den Haufen geworfen werden und sie bei jedem neuen Fahrzeug auf die Schnauze fliegen, kann einem schon das Ko.... kommen.
"Schon damals (... 1967 ...) wirkte sich offenbar aus, daß die Deutsche Reichsbahn bis hinauf in die Ministerebene stets von Berufseisenbahnern geleitet wurde. Der DR blieb dadurch auch jene Verkehrswerbung und Öffentlichkeitsarbeit erspart, mit der sich die aus der Privatwirtschaft geholten Führungskräfte der DB immer wieder dafür zu entschuldigen schienen, daß sie zur Zeit einmal keiner Fluglinie und keinem Autokonzern vorstanden."
Und das ist in den 90-er Jahren immer schlimmer geworden. Wenn man z.B. sieht, wie die in weit über 150 Jahren entwickelten Beschaffungskriterien von Möchtegern-Managern über den Haufen geworfen werden und sie bei jedem neuen Fahrzeug auf die Schnauze fliegen, kann einem schon das Ko.... kommen.
Günter König [Gast] - 15.12.03 12:43
@ Rainer P.
Mit dieser seltsamen Wandlung der Entscheidungsgewalt bei der Bahn triffst du den Nagel auf dem Kopf. Laut einem Bekannten, der bei der Bahn als Beamter (aus der Technik kommend) tätig ist, werden die obskursten Entscheidungen in allen Bereichen (auch technischen) getroffen, durch kaufmännisch höchstqualifiziertem Personal..... Nicht durch Techniker!!!!
Insofern war die DR der DB damals schon weit vorraus.
Leider hat aber das vernünftige und logische Denken derweil überall aufgehört.
Gut, ich will mich nicht weiter auslassen. Krieg wohl sonst noch die gelbe Karte (
...
Ein dir voll beipflichtender
Günter
(alt Wessi)
Mit dieser seltsamen Wandlung der Entscheidungsgewalt bei der Bahn triffst du den Nagel auf dem Kopf. Laut einem Bekannten, der bei der Bahn als Beamter (aus der Technik kommend) tätig ist, werden die obskursten Entscheidungen in allen Bereichen (auch technischen) getroffen, durch kaufmännisch höchstqualifiziertem Personal..... Nicht durch Techniker!!!!
Insofern war die DR der DB damals schon weit vorraus.
Leider hat aber das vernünftige und logische Denken derweil überall aufgehört.
Gut, ich will mich nicht weiter auslassen. Krieg wohl sonst noch die gelbe Karte (
Ein dir voll beipflichtender
Günter
(alt Wessi)
Peter A. [Gast] - 15.12.03 14:55
Hallo,
der größte Teil der Mitarbeiter der DR waren fähige Eisenbahner, absolut klar.
Aber im gesamten öffentlichen Dienst der DDR (und vor allen Dingen bei denen, die dienstlich mit dem Westen zu tun hatten) waren sehr viele MfS-IM´s und auch "Genossen". Diese saßen überall, hatten zwar nicht den Einfluss bei der täglichen Arbeit, es hiess aber bei Besprechungen oft genug "die Genossen bleiben bitte noch einen Augenblick".....
Peter A.
der größte Teil der Mitarbeiter der DR waren fähige Eisenbahner, absolut klar.
Aber im gesamten öffentlichen Dienst der DDR (und vor allen Dingen bei denen, die dienstlich mit dem Westen zu tun hatten) waren sehr viele MfS-IM´s und auch "Genossen". Diese saßen überall, hatten zwar nicht den Einfluss bei der täglichen Arbeit, es hiess aber bei Besprechungen oft genug "die Genossen bleiben bitte noch einen Augenblick".....
Peter A.
RainerP [Gast] - 15.12.03 22:33
Also Peter, Du scheinst ja recht intime Einblicke in den Arbeitsalltag der damaligen DR und den öffentlichen Dienst der DDR (so hieß der glaube ich damals gar nicht mal) zu haben, vor allem über die ganze politische Schiene Woher kommt das bloß, warst Du nun jeder 1. oder jeder 2.?
Peter A. [Gast] - 16.12.03 07:41
Hallo,
Verwandschaft, und zwar quer durch: von 1000 % NVA-Offizier bis zu Übersiedlern. Mit heissen Diskussionen ab 89 und allem Sch... der dazugehört.
Peter A.
Verwandschaft, und zwar quer durch: von 1000 % NVA-Offizier bis zu Übersiedlern. Mit heissen Diskussionen ab 89 und allem Sch... der dazugehört.
Peter A.
RainerP [Gast] - 16.12.03 12:02
Hallo Peter, jetzt bin ich ja doch erschüttert, was Deine Verwandten (die ja scheinbar alle bei der DR waren) über die Reichsbahn berichteten. Ich Trottel hatte die Reichsbahn immer für einen Betrieb wie jeden anderen in der DDR gehalten, wo auch genauso wie woanders gearbeitet wurde.
Daß dort allerdings die Hälfte für die Stasi gearbeitet hatte, also das habe ich echt nicht gewußt. Und daß alle ihr Parteiabzeichen an der Uniform trugen (war bei der NVA, das war die DDR-Armee, komischerweise nicht erlaubt), habe ich doch damals glatt übersehen. Na ja, war vielleicht auch die tägliche Gewöhnung daran.
Also Danke, jetzt sehe ich bei der nächsten S-Bahnfahrt die noch verbliebenen Reichsbahner natürlich mit vollkommen anderen Augen.
Daß dort allerdings die Hälfte für die Stasi gearbeitet hatte, also das habe ich echt nicht gewußt. Und daß alle ihr Parteiabzeichen an der Uniform trugen (war bei der NVA, das war die DDR-Armee, komischerweise nicht erlaubt), habe ich doch damals glatt übersehen. Na ja, war vielleicht auch die tägliche Gewöhnung daran.
Also Danke, jetzt sehe ich bei der nächsten S-Bahnfahrt die noch verbliebenen Reichsbahner natürlich mit vollkommen anderen Augen.
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