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THEMA: Krois/Digital Kupplung: Erfahrung/Eigenbau

THEMA: Krois/Digital Kupplung: Erfahrung/Eigenbau
Startbeitrag
MiniTrixEinsteiger - 31.01.09 12:42
Hallo an alle Rangierfreunde!

Ich weiß, dass es einige Threads gibt, in denen das Thema digitale Kupplung, also per Dekoder zu betätigende Kupplung und auch Selbstbauprojekte dazu, angesprochen wurden.

Ich möchte an dieser Stelle aber gerne aktuelle Erfahrungen bündeln, und zwar zu folgenden Themen:

Wie sind die Erfahrungen mit der Krois Kupplung? Von Rossi habe ich diesbzgl. schon einige Infos erhalten, aber ich vermute (hoffe) mal, dass noch mehr N-Bahner diese einsetzen.

Mich interessiert:
1.) Wie leicht lässt sich die Kupplung montieren? Geht es nur in NEM Schächten oder lassen sich auch alte Aufnahmen mit der Feder umrüsten?
Welche Loks habt ihr umgerüstet?

2.) Wie gut lassen sich die angelöteten Drähte verarbeiten? Auf den Fotos sehen diese nach normalen Litzen aus und nicht nach Cu-Lackdraht. Bekommt man diese dicken Drähte überhaupt problemlos in die Loks hinein? Probleme im Bereich der Drehgestelle?

3.) Wie ist die Betriebssicherheit im Vergleich zur Standardkupplung? Werden noch höhere Anforderungen an die Gleisverlegung gestellt? Probleme mit kleinen Radien R1 oder R2?

4.) Kann die Kupplung einfach so an einen Funktionsausgang angeschlossen werden oder müssen noch Vorwiderstände berücksichtigt werden?

5.) Ist der Abstand zwischen den Kupplungen sichtbar größer als mit der Standard?

Neben der kommerziellen Lösung würden mich auch Erfahrungen mit Selbstbauprojekten interessieren.

Ich selbst versuche (immer noch) die Kupplung aus dem TT-Board auf Bimetallbasis nachzubauen, scheitere aber noch an der Befestigung des Bimetalls an der Kupplung. Auf Grund der Temperaturen fällt sie immer ab.

Hat vielleicht schon jemand versucht diese oder eine andere nachzubauen?

Wie sind die Erfahrungen mit Kupplungswagen, die hier ebenfalls schon als Selbstbauprojekt vorgestellt wurden?

Ich hoffe, dass sich möglichst viele mit Ihren Erfahrungen hier melden, und vielleicht lassen sich ja auch gemeinsam Ideen für ein Selbstbauprojekt entwickeln und in die Tat umsetzen?!

Der MiniTrixEinsteiger, der es mal wieder ganz genau wissen will...



Die N Variante hab' ich selbt nie verbaut, daher keine eigenen Erfahrungen davon.

H0 und G-Spur sind mir über die Zeit *alle* abgebrannt. Auch von meinen Kunden habe ich faktisch 100% Ausfallberichte. Dabei wurden überall Tran oder ZIMO Decoder verwendet die die Kupplung nach 2-5 Sekunden abschalten. Fehlbedienungen daher auszuschließen, insbesondere nicht bei allen Kupplern. Daher verwende ich die Dinger seit 2 Jahren nicht mehr. Ob sich da in der Fertigung inzwischen was geändert hat weiß ich nicht.

Mir zugehende Berichte zeigen 50% volle Zufriedenheit und 50% meine Erfahrung. Daher einfach probieren obs wirklich geht oder nicht bevor man große Umbauorgien startet.
Hallo Arnold!

Das klingt ja leider nicht sehr berauschend... Nachdem Rossi hier im Forum recht gute Erfahrungen gemacht hat, so habe ich ihn zumindest verstanden, hatte ich die Hoffnung das dies eine gute, wenn auch teure, Lösung sei.

Sind Deine Erfahrungen neueren Datums oder könnte es durchaus inzwischen konstruktive Verbesserungen gegeben haben? Wie lange hat es bis zum Ausfall gedauert?

An alle:
Gibt es eigentlich außer der Kupplung von Krois noch andere, per Dekoder steuerbare Kupplungen??

Die Wagen von Modelltek sind mir bekannt, mir geht es in erster Linie um Nachrüstungen an "normalen" Loks und ggf. Wagen.

Der MiniTrixEinsteiger, auf der Suche nach der digitalen Kupplung...
Hi Leute!

Setzt hier wirklich niemand eine digitale Kupplung ein, oder hat eine selbst gebaut???

Der MiniTrixEinsteiger, der das kaum glauben mag...
Ich habe die N-Variante verbaut. Hat auch ganz gut funktioniert.
Ich habe sie in eine FLM BR211 ohne Normkupplungsschacht verbaut.
War eine ziemliche fummelei, und wenn man nicht hundertprozentig exakt arbeitet ist die Kupplung schnell zu kurz abgeschnitten .... das zu reparieren ist schwer.

Allerdings habe ich mich nicht weiter darauf gestürzt weil sich die Kupplungen händisch nur sehr schwer trennen lassen, und vorallem deswegen weil die Kupplungen nicht zu den anderen Kupplungen kompatibel sind.

Lg,
  Michael
Hallo Thorsten,

zwar habe ich noch keine Krois verbaut, aber alles an Infos zusammengesucht, was zu bekommen war. Abgeschreckt hat mich dabei, daß sie eine Insellösung darstellt. Du brauchst also zur Digitalkupplung das passende Gegenstück, was beides nicht ganz billig ist. Und mit allen anderen Kupplungen kuppeln die dann nicht.
Was die von Arnold Huebsch beschriebene hohe Ausfallquote anbelangt, denke ich, daß das höchstwahrscheinlich nicht an der Kupplung liegt, sondern eher an der Ansteuerung. Ich muß aber dazu sagen, daß ich hier auch falsch liegen kann, da ich nicht der große Elektronikexperte bin.
Fakt ist, daß elektromagnetische Kupplungen erst einmal einen kurzen aber starken Stromfluß benötigen, damit sich überhaupt etwas bewegt. Danach muß sehr schnell eine Absenkung erfolgen, da sie sonst durchbrennen. Dieses Absenken, was sich per CV-Einstellung programmieren läßt, ist aber keine echte Absenkung der Spannung, sondern eine Absenkung der Durchschnittsspannung per PWM. Und wenn ich richtig informiert bin, geschieht das niederfrequent.
Wenn ich mir nun den wunderbaren Beitrag von Günter König in den Elektrikgrundlagen zur Spule anschaue, dann ergibt sich für mich, daß durch das ständige schnelle An- und Ausschalten in der Spule so richtig was los ist.
Dies deckt sich auch mit meinen eigenen Beobachtungen. Zwar, wie schon erwähnt nicht mit der Kroiskupplung, aber dem gleichen Prinzip. Ich setze eine Eigenbaulösung auf Basis der neuen Tillig-Kupplung ein, wobei ich ebenfalls Spulen verwende. Meine Spulen werden ebenfalls heiß, wenn ich die Absenkung per Dekoder verwende (und würden sicherlich irgendwann durchbrennen).
Deshalb verwende ich eine Low-Tech-Lösung, um den Spulen erst für wenige Millisekunden einen kräftigen Stromstoß zu geben und dann den Stromfluß soweit zu verringern, daß die Spulen überleben können. Dabei tritt auch keine Erwärmung der Spulen auf. Selbst nach 10 min. Einschaltdauer kann ich die Spulen anfassen, ohne mir die Finger zu verbrennen.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß eine Digitalkupplung durchaus möglich und im Dauereinsatz zu betreiben ist, wenn die Spannungsreduzierung nicht durch PWM erfolgt. Ob eine käufliche Insellösung oder eine Eigenbauvariante ist Ansichtssache und muß ein jeder selbst für sich entscheiden.

Gruß Jens

PS: Es gibt wenigstens zwei Hersteller, die das Thema Digitalkupplung auf Basis der Tillig-Kupplung sehr aufmerksam beobachten.......

Hallo,

also ich habe inzwischen die GFN V 60 und die BRAWA Ludmilla an beiden Enden, sowie eine 42-er von MINITRIX am Tenderende damit ausgerüstet (SLX 870-Decoder mit verstärktem Hornausgang). Der Entkuppelvorgang klappt nahezu 100%-ig, wenn ich es über das MTTM-Programm laufen lasse. Von Hand zu bedienen, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Insgesamt eine riesige Bereicherung neben den Sounds und den flackerfreien Innenbeleuchtungen auf die ich nicht mehr verzichten möchte!!!!!!!!!

Der Kuppelabstand ist größer, aber akzeptabel. Die Litzen finde ich auch etwas starr. Ich habe Krois daher angeschrieben, aber noch keine Antwort. Versuche, die dünnen Litzen von Mayerhofer/SMDV anzulöten, gingen schief. Langzeiterfahrungen fehlen mir aber noch.

Gruß

Woffi
Hallo Leute!

Offensichtlich gibt es doch ein paar Recken, die sich schon aktiv mit diesem Thema beschäftigt haben, ich bin erleichtert!

@Jens:
Wie sieht Dein Selbstbau aus? So, wie im TT-Board, mit zwei Spulen, oder anders? Dass sich das in unserem Maßstab überhaupt realisieren läßt...
Könntest Du Fotos einstellen?

Wie sieht Deine Lösung des Erwärmungsproblems aus?

Passt denn die Tillig TT Kupplung in einen N-Schacht? Gibt das fahrtechnisch keine Probleme, schließlich dürfte die Kupplung größer sein, als die N-Kupplung, oder?

Meine Bimetallvariante (wie im TT-Board erläutert), fällt jetzt wenigstens nicht mehr ab. Auf Grund des kurzen Weges zur eigenen Kupplung reicht allerdings der Hub nicht aus. Evtl. müßte man die "gegenüberliegende" Kupplung anheben. Mal sehen, vielleicht probiere ich das noch mal aus...

@Woffi:
Trotz der starren Litzen gibt es aber keine Probleme im Bereich der Drehgestelle, oder ? Auf den Fotos sehen die Teile soooo dick aus!
Mir schwebt auch der Einbau an/in eine V60 vor. Da diese Lok einen NEM Schacht hat, dürfte es einfach gewesen sein, oder?
Haben die anderen umgerüsteten Loks einen NEM-Schacht, oder mußtest Du improvisieren? ging es trotzdem ganz gut?

Der MiniTrixEinsteiger
Hallo Thorsten,

ja mit den zwei Spulen, wobei die letzte Variante auch für Spur N tauglich ist. Gemeint ist die Version, wo die Spulen unter der Kupplung sind, siehe hier: http://www.tt-board.de/forum/showpost.php?p=424751&postcount=205
Der Normschacht ist in N und TT derselbe. Ebenso ist die Höhe des Schachtes über SOK laut NEM identisch.
Bei dieser Bauform befinden sich zudem beide Spulen an der Kupplung (im Gegensatz zur ersten Variante, wo die hintere Spule am Normschacht befestigt war), so daß die Montage der Spulen auserhalb der Lok erfolgen kann.
Die einzige Frage ist, inwieweit die Tillig-Kupplung in engen Radien ggf. mit den Puffern kollidiert. Dazu können Dir sicher andere etwas sagen, die diese Kupplung in Spur N im Einsatz haben.

Die Spannungssteuerung übernehmen Glühlampen.

Gruß Jens
Hm, diese eigenbau Variante würde mich auch interessieren, leider kann man aber die Bilder nur anschauen wenn man da eingeloogt ist....

Mfg
Christian W.
daran soll's nicht scheitern...

Gruß Jens

Die von jf zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo MiniTrixEinsteiger,

alle 3 Loks hatten Normschächte! Andere habe ich noch nicht probiert. Bei der 41-er mussten zwei kleine Löcher nach oben in den Tender gebohrt werden und ein Kabelschacht wurde hinter dem Lichtleiter eingefräst.

Bei der V 60, auch die Löcher, aber 4 und ein wenig fummelige Verkabelung.

Bei der Ludmilla bin ich so vorgegangen, dass ich unten an den Drehgestellen zwei Kupferbleche aufgeklebt haben, die die beiden Phasen in die Mitte der Lok leiten. Dann an die Enden wieder feine Litzen (feinere, als von Krosi) und dann mit Spiel nach oden durch die beiden dort befindlichen Löcher der  Platine. So hintert nichts und den Umbau sieht man dem Modell fast nicht an.

Gruß


Woffi
Hallo!

@Jens:
Oh Mann, ich hab erst jetzt gerafft, dass Du das aus dem TT-Forum bist... -peinlich-

Ich habe versucht, die Bimetall-Variante nachzubauen, weil sie mir erstens einfacher und zweitens praktikabler erschien. Mittlerweile hält auch der Kleber, sodass die Kupplung nicht mehr abfällt, allerdings reicht der Hub nicht ganz aus. Da ist TT wohl aufgrund der etwas größeren Abmessungen im Vorteil denke ich. Aber evtl. läßt sich die Kupplung des angehängten Wagens so anheben...mal sehen.

Wenn ich Dich richtig verstehe, fährst Du Spur N "nur" mit der üblichen Standardkupplung, oder fährst Du kein N? Ich schätze bzgl. der Radientauglichkeit finde ich wahrscheinlich hier im Forum einige Erfahrungen (so hoffe ich). Allerdings schreckt mich an dieser Stelle der Verzicht auf die "Originalkupplung" etwas.

Eine andere Frage:
Ich kenne die mechanische Funktion der TT-Kupplung nicht, daher erschließt sich mir nicht ganz das Prinzip bei der neueren Variante, bei der die Spulen unten sitzen. Was zieht sich da denn gegenseitig an, sodass sich der Haken hebt??

Auf den Fotos sieht es so aus, als wären die Spulen eher lang und dünn und nicht kurz und dick.
Ist das dem zur Verfügung stehenden Platz geschuldet? Welche Abmessungen haben die Spulen?

Fragen über Fragen...  

@Woffi:
Scheint insgesamt, auch wenn ich mir Nr. 4 ansehe, mit viel Gefummel abzulaufen, oder? Aber eine V60 würde mich damit schon reizen...

@4, Michael:
Inwiefern läßt sich die Kupplung händisch schwer trennen? Kann man nicht einfach den Wagen nach oben herausnehmen?

Der MiniTrixEinsteiger, der sich fragt, ob es nicht noch mehr Nutzer einer digi. Kupplung geben müsste...

Hallo Thorsten,

ich fuhr Spur N, hatte auch eine zumindest gleistechnisch fast fertige Anlage. Den umzugsbedingten Abriß nutzte ich zum Umstieg auf TT, da ich davon ausgehe, daß sowohl Feinmotorik als auch Sehvermögen sicherlich irgendwann etwas nachlassen werden.

Schon zu meinen N-Zeiten habe ich mit verschiedenen Kupplungen experimentiert, u.a. mit der von Hammerschmid, die ja als Vorlage für die tilligsche gelten kann. Ernsthaft mit dem Thema Digitalkupplung beschäftige ich mich erst, seit ich TT habe. Bis zum jetzigen Ergebnis war es ein recht langer Weg. Die Kupplung mit den oben liegenden Spulen ist mittlerweile problemlos reproduzierbar. (Sicher hast Du inzwischen auch die Bauanleitung  auf meiner Webseite gefunden)
Die letzte Variante mit den untenliegenden Spulen entstand aus dem Wunsch, die Fronten verschiedener Loks trotz Digitalkupplung weitestgehend schließen zu können. Dadurch ist diese Digitalkupplung quasi "ausversehen" auch N-tauglich geworden, denn der Normschacht und dessen Höhe sind in N und TT gleich.
Allerdings ist diese Variante momentan noch ein Prototyp, der sich äußerst schwierig nachbauen läßt. Letzteres wird sich aber ändern. Momentan bin ich dabei, den Kupplungshaken entsprechend zu ändern, so daß der Einbau der Spulen unter der Kupplung deutlich einfacher werden wird. Die Funktionsweise erschließt sich recht leicht, wenn Du Dir mal die NEM 359 anschaust. Die vordere Spule ist 5mm lang, was platzbedingt ist. Die hintere Spule ist gute 6mm lang, wobei 7mm das Maximum darstellt. Grund dafür ist nicht der Platz, sondern der Umstand, daß bei längeren Spulen der Schwerpunkt der Kombination Haken-Spule zu nah an den Drehpunkt des Hakens rutscht, so daß der Haken nicht mehr sicher in seine Ruhelage zurückkehrt.
Die Optimierung des Hakens wird aber einige Zeit dauern, da ich nicht selber ätze und bei einem Ätzteil in 3D, welches der Haken ja darstellt, zumeist mehrere Änderungen notwendig sin, bis alles passt.

Die Idee mit dem Bimetall hat mich auch begeistert. Und ich habe sie selbstverständlich sofort aufgegriffen und etliche Versuche gemacht. Allerdings bin ich damit nicht glücklich geworden. Um eine akzeptable Reaktionszeit und eine sichere Funktion zu erreichen, ist eine doch sehr starke Erwärmung erforderlich. Dabei war das Problem nicht so sehr mechanischer als vielmehr elektrischer Natur. Egal wie ich es anstelle, benötige ich für viel Wärme in kurzer Zeit viel Strom. Also müßte eine entsprechende Schaltung her, die ja dann auch wieder Platz benötigt. Und spätestens hier wird mir alles viel zu kompliziert.
Die Prämisse bei meinen Basteleien ist immer, daß alles so einfach wie möglich sein soll, ohne Spezialwerkzeuge am Küchentisch realisierbar sein muß und daß ich das, was ich baue auch verstehe bzw. im Umkehrschluß auch in der Lage bin, einen Fehler zu finden, so den einer auftritt.

Gruß Jens
@12:
Zitat

Inwiefern läßt sich die Kupplung händisch schwer trennen? Kann man nicht einfach den Wagen nach oben herausnehmen?


Naja theoretisch schon, nur war die Fertigungstoleranz so, dass die Haken teilweilse überlappten - was zwar auf die elektrische Funktion und beim Einkuppeln keine Rolle gespielt hat, aber beim Händischen auseinandernehmen leider schon.

Lg,
  Michael
Hi Jens!

Zitat

(Sicher hast Du inzwischen auch die Bauanleitung  auf meiner Webseite gefunden)



Ja, habe ich. Allerdings beschreibst Du da die "alte" Variante, mit Mitnehmerblech. Wobei, wenn ich Dich richtig verstehe, brauchst Du dieses Mitnehmerteil auch in der neuen Variante.

Zitat

Die vordere Spule ist 5mm lang, was platzbedingt ist. Die hintere Spule ist gute 6mm lang, wobei 7mm das Maximum darstellt. Grund dafür ist nicht der Platz, sondern der Umstand, daß bei längeren Spulen der Schwerpunkt der Kombination Haken-Spule zu nah an den Drehpunkt des Hakens rutscht, so daß der Haken nicht mehr sicher in seine Ruhelage zurückkehrt.



Mal ganz blöd gefragt, warum muss die andere Spule mit 6 bis max. 7mm länger sein, als die andere? Mehr Länge bringt doch nicht mehr Kraft...

Zitat

Dabei war das Problem nicht so sehr mechanischer als vielmehr elektrischer Natur. Egal wie ich es anstelle, benötige ich für viel Wärme in kurzer Zeit viel Strom. Also müßte eine entsprechende Schaltung her, die ja dann auch wieder Platz benötigt.



Was das angeht, bin ich auch noch am Experimentieren. Problem 1 ist dabei eher die 1-2mm zu geringe Auslenkung. Problem 2, dass mein Bimetall recht träge reagiert. 10-15s zum vollständigen Heben sind schon recht lang, zumal während der ganzen Zeit ein Strom fließen muss. Mit 60-80mA allerdings noch recht akzeptabel.

Ich bin trotzdem sehr neugierig auf Deine verbesserte Version. Vielleicht läßt sich diese tatsächlich auch in N einsetzen!

Der MiniTrixEinsteiger
Zitat

Ja, habe ich. Allerdings beschreibst Du da die "alte" Variante, mit Mitnehmerblech. Wobei, wenn ich Dich richtig verstehe, brauchst Du dieses Mitnehmerteil auch in der neuen Variante.



Ja, das Blech wird gebraucht, um den korrespondierenden Haken zu heben. Nur die Klebestelle ist entfallen, die sich als nicht dauerstabil erwiesen hat. Haken und Mitnehmer sind jetzt EIN Ätzteil.

Zitat

Mal ganz blöd gefragt, warum muss die andere Spule mit 6 bis max. 7mm länger sein, als die andere? Mehr Länge bringt doch nicht mehr Kraft...



Indirekt ja. Die Länge selbst bewirkt freilich nichts. Die Anzahl der Windungen dagegen schon. Mit jeder zusätzlichen Windung bekommt die Spule mehr Kraft. Im Beispiel 6mm sind 20% mehr als 5mm. Also passen auch annähernd 20% mehr Windungen drauf.

Zitat

Problem 2, dass mein Bimetall recht träge reagiert. 10-15s zum vollständigen Heben sind schon recht lang, zumal während der ganzen Zeit ein Strom fließen muss. Mit 60-80mA allerdings noch recht akzeptabel



Dein Bimetall reagiert deshalb langsam, weil Du wenig Wärme zuführst. Wenn Du den Strom auf etwa 300mA erhöhst, wirst Du schon auf 5 bis 8 sek. kommen, bei 2 bis 3A erfolgt die Raktion dann unmittelbar. (aber Vorsicht - nicht die Bude abfackeln!)

Gruß Jens
Hi Jens!

Zitat

Indirekt ja. Die Länge selbst bewirkt freilich nichts. Die Anzahl der Windungen dagegen schon. Mit jeder zusätzlichen Windung bekommt die Spule mehr Kraft. Im Beispiel 6mm sind 20% mehr als 5mm. Also passen auch annähernd 20% mehr Windungen drauf.



An der Stelle möchte ich widersprechen. Das Magnetfeld einer Spule ist proportional zu n/l. D.h. wenn Du 20 Wicklungen (als Beispiel) auf einen Millimeter wickelst, dann kommt dasselbe dabei heraus, als wenn Du 40 Wicklungen auf zwei Millimeter verteilst. Um die Kraft zu erhöhen bleibt nur mehr Wicklungen pro(!) Länge, d.h. in die "Dicke" zu gehen und zusätzlich yr (Permeabilität) durch ferromagnetische Stoffe wie Eisen o.ä. zu erhöhen.

Natürlich muss die Spule eine gewisse "Mindestlänge" haben, damit das Magnetfeld homogen wird. Es bringt sicherlich nichts (für unsere Anwendung) auf 0,2mm 500 Wicklungen zu haben...
Insofern bringt die zusätzliche Länge nur eine homogene Ausprägung des Magnetfeldes. Ich schätze aber, dass 5mm dafür schon ausreichend sein dürften.

Außerdem steigt natürlich die Kraft proportional zum Stromfluß durch die Spule.

Zitat

Wenn Du den Strom auf etwa 300mA erhöhst, wirst Du schon auf 5 bis 8 sek. kommen, bei 2 bis 3A erfolgt die Raktion dann unmittelbar. (aber Vorsicht - nicht die Bude abfackeln!)



Bei 300mA wirds für den Dekoder schon eng, und 3A ist wohl eher was für LGB...

Wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, werde ich das Thema Bimetall trotzdem nochmal weiterverfolgen. Vielleicht wirds ja doch noch etwas.

Der MiniTrixEinsteiger


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