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THEMA: neuer Anlagenunterbau - Welches Holz

THEMA: neuer Anlagenunterbau - Welches Holz
Startbeitrag
Jan München - 24.07.07 11:24
Hallo Leute!

Die Planung meiner neuen Anlage schreitet mit "großen" Schritten voran. Zur Zeit plane ich gerade den Anlagenunterbau, wobei ich da auch erst bei ca. 50 % bin, da für den kompletten Unterbau mindestens der Gleisplan des Schattenbahnhofes zu 100 % stehen muss. Aber einiges kann ich trotzdem schonmal in die Wege leiten.

Zunächst kurz zu den geplanten Anlagenabmessungen:

Die komplette Anlage wird eine Größe von 2,70 m x 1,15 m haben. Sie wird in zwei Segmente unterteilt aufgebaut zu je 1,35 m x 1,15 m (da bestimmt nochmal ein Umzug ansteht). Die 0 Ebene soll auf einer Höhe von ca. 0,9 m entstehen.

Damit die Anlage von allen Seiten begehbar ist, sind Füsse mit Rollen geplant. Hierfür habe ich schonmal acht Vierkantholzer gekauft (Fichte, 790 x 68 x 68 mm). Darunter kommen 110 mm hohe Rollen (inkl. Rollenbefestigung).

Der eigentliche Anlagenunterbau soll in Spantentechnik gebaut werden. Allerdings nur bis 5 cm unterhalb der Ebene 0, also keinen Landschaftsvorbau. -5 cm um genügend Platz für Unterflurantriebe und Kabel zur Verfügung zu haben. Die Gleise der Ebene 0 sowie die Landschaft und die Gleise der Ebene 1, werden dann mit Leistentechnik aufgebaut. Die Spanten die um die komplette Anlage verlaufen, sollen 200 mm hoch werden, die Spanten innerhalb 150 mm, da diese ja um 50 mm nach unten versetzt sind. Ich hatte bis jetzt überlegt 10 mm starkes Sperrholz zu nehmen. Eine Möglichkeit wäre hier Pappelsperrholz (ca. 13,50 €/qm). Was habt Ihr benutzt? Es muss natürlich noch beachtet werden, dass in die Spanten Löcher für die Gleistrassen sowie Löcher zum durchgreifen eingefügt werden müssen.

Damit Ihr euch ein besseres Bild von meinem geplanten Unterbau machen könnt, hier ein Bild:

http://img266.imageshack.us/img266/130/unterbauwq8.png

Vielen Dank für Eure Anregungen und Hilfe.

Gruß Jan München


Beitrag editiert am 24. 07. 2007 11:52.

Hallo Jan,

erstmal: Spantenbautechnik hat viele Vorteile!

Zwei Anregungen: Baue noch ein paar Diagonalverstrebungen in deine "Würfel" ein. Du weißt doch: Aus Rechtecken lassen sich unter Beibehaltung der Seitenlängen Trapeze machen, was so viel heißt wie: Die Stabilität leidet. Dem solltest du vorbeugen (Jedes Gartentor hat außer den parallel verlaufenden Latten noch die diagonale Strebe). Klar schaffen die späteren Trassenbretter und Bahnhofsbretter diese Verstrebung auch, aber du willst ja auch während der Bauphase bereits eine gewisse Stabilität haben.

Ob du die Füße ebenfalls diagonal "abstreben" willst, kannst du später noch entscheiden.

Bei Sperrholz gibt es unterschiedliche Qualitäten. Pappelsperrholz ist das weichere. Birkensperrholz wäre schon etwas fester und Buche noch fester, aber vermutlich zu teuer. Lass dir das Holz vorher am besten zeigen.

Gruß Gerhard

Beitrag editiert am 24. 07. 2007 11:49.
Ein guter und möglichst verzugsfreier Holzunterbau ist beim Bau einer Modellbahnanlage sehr wichtig. Hierbei zu sparen ist meines Erachtens nach am falschen Ende gespart. Professionelle Anlagenbauer (Hr. Stein, Hr. Brandl) haben mit Abachi-Holz gearbeitet, was sicherlich seine Gründe hat. So entstand auch meine letzte Anlage unter Verwendung von Abachi-Holz-Leisten (3000 x 100 mm x 20 mm) wie sie im Sauna-Bau verwendet werden. Das Holz zeichnet sich durch ein relativ geringes Gewicht und äußerst hohe Verzugsfestigkeit aus und läßt sich leicht verarbeiten. Das Holz sollte man jedoch - wie übrigens anderes Holz für die Modellbahn auch - gut abgelagert im Holzfachmarkt einkaufen und nicht im Baumarkt um die Ecke. Zur Zeit plane ich eine neue Anlage und werde wieder auf Abachi-Holz zurückgreifen.

Gruß
Frank

Beitrag editiert am 24. 07. 2007 12:09.
Hallo Jan,
was das Holz anbelangt, sollte es schon (min.) Birke Multiplex sein. Für den Spantenbau wären 12mm ganz sinnvoll.

für Geländegrund und Trassenbau, also horizontales Material, kannst Du dann 9mm oder 6.5 mm nehmen. Ist schon sehr viel stabiler als mit Sperrholz.
.
Dafür aber etwas schwerer..
.
Die Empfehlung im Holzfachhandel Material zu kaufen , kann ich ebenfalls nur weitergeben....

Habe gerade letze Woche zu Handwerkerpreisen 12mm Birke-Multiplex zu 11.20€ und 9mm zu 8.90€ zzgl. MwSt gekauft.
.
Im Baumarkt lönst Du mindestens das doppelte für Muliplex (Tischlerplatten)!
.

Man muss zwar eine Standartplatte kaufen 300 x 150 cm, bekam diese aber mit kostenlosem Zuschnitt geviertelt und somit wiederum transportabel!

Und Holz für die MoBa kann man immer gebrauchen. Oder?
.
Michael



Beitrag editiert am 24. 07. 2007 12:46.
Und das Holz sollte nicht nur im Holzfachhandel gut abgelagert, sondern auch zu Hause.

Bevor ihr irgendetwas mit dem Holz anstellt, lasst es erstmal für ein paar Tage bis zwei Wochen im Mobaraum liegen, damit es sich an sein neues Klima gewöhnen kann.

MfG
Claus
Was die Spanten angeht, schließe ich mich @3 Michael an, für die Modul-Stirnbretter mit mehreren, möglicherweise in versetzten Ebenen angeordneten Gleisübergängen würde ich auf 16-mm-Multiplex gehen. Für Trassen und Abdeckplatten nehme ich generell Pappel-Sperrholz: leicht im Gewicht, leicht zu verarbeiten (Gleisnägelchen, Löcher bohren und -- je nach Materialstärke -- sogar mit Cutter zu schneiden). Ich nehme sogar nur 4-mm-Pappel-Sperrholz, leime bei Trassen aber zwei davon übereinander, so dass man durch entsprechenden Versatz immer saubere und haltbare Anschlüsse bei Wendeln und anderen Trassen-Stößen bekommt.

Eine Korrektur zu @3 Michael: Multiplex ist keine Tischlerplatte!

Gruß --- JürgeN
Hallo @5 Jürgen,

ja klar; "Eine Korrektur zu @3 Michael: Multiplex ist keine Tischlerplatte!"

Je nach Stärke wird z.B. auch Tischlerplatte (Stabholzverleimung) verarbeitet, angeboten.
.
Das mit den versetzten 4mm Trassenbrettern finde ich eine interessante Lösung.
.
Guter Tipp!
.
.
Michael

Beitrag editiert am 24. 07. 2007 13:17.
Hallo,

ich finde das alles sehr interessant ;) Aber nochmal zu Michael. Habe ich als Privatmann eine Chance zu den von Dir genannten Preisen an Multiplex-Holz zu kommen? Also wie schon geschrieben kostet hier im Baumarkt Pappelsperrholz schon um die 13 € (incl. Zuschnitt).

Und wenn das zu bekommen ist, wäre mir Zuschnitt schon lieb. Kostet das dann deutlich mehr?

Gruß Jan
Hallo Jan,

ich arbeite in der Möbelbranche und habe das einfach mal so beiläufig erwähnt, dass ich Platten bei uns in der Fa. bestellen könnte, mir das Händling aber doch zu umständlich ist.

Daraufhin bekam ich bei meiner Preisanfrage das Angebot des Handwerkerpreises.

Ich denke, wenn man nett und freundlich fragt, kann das klappen.

Ich würde aber empfehlen speziell nach Händler mit Großhandel zu suchen.

Hier...http://www.eurobaustoff.de/index.jsp?l1=04&l2=06
.

Bei mir war das ein Händler aus der Kette I&M (Logo als Haus mit blau,rot,grün)
.
Birlenbach http://www.birlenbach.de/
.
Michael


Beitrag editiert am 24. 07. 2007 13:53.
Ergänzung @2

Abweichend von der offenen Rahmenbauweise einer stationären Anlage aus Abachi-Holz bietet sich bei Modulanlagen oder Segmentanlagen die Verwendung von Multiplexplatten an (Kopfplatte 16 mm, Trasse 10 mm). Auch hierbei wieder wie oben mehrfach genannt: Holzfachhandel, gut abgelagert, nicht Baumarkt. Die Verwendung von Tischlerplatten kann ich wegen magelnder Verzugsfestigkeit nicht empfehlen.

Gruß
Frank

Beitrag editiert am 24. 07. 2007 14:59.
Hallo Jan,

ich verwende für meine Anlage (die auch gerade entsteht) als Basis 10mm Pappelsperrholz. Da ich auf 2 Ebenen fahre, bekommen die Module Spanten aus 19mm Fichte 3Schicht Platte. Die obere Ebene entsteht in Spanten und Plattenbauweise gemischt. Hier verwende ich von Massivholzleisten, 10mm Pappelsperrholz, Birkensperrholz (Multiplexplatten) alles was so an Material passt und da ist.
Hier einige Bilder der ersten Bauphase:
http://www.mobablog.info/blog.php?id=216
Weitere Bilder folgen.
Dieses System ist schon bei der Modulanlage zum Einsatz gekommen.

Schöne Grüße aus Tirol
Georg


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