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THEMA: Anlagenunterbau

THEMA: Anlagenunterbau
Startbeitrag
Jürgen [Gast] - 12.04.03 22:25
Hallo zusammen,
ich habe nun über zig Jahre Gleis und sonstiges Material zusammengetragen und möchte nun anfangen mit dem Anlagenbau.
Die Anlage soll auf dem Dachboden aufgebaut werden (an der Wand entlang als U) Streckenlänge ca 25m Tiefe ca 70-120 cm .Die einzelnen Module sollten 200x70 cm nicht überschreiten(wegen Dachluke)
Wie sollte der Unterbau aussehen.
Ich dachte an Dachlatten
die im 30/35cm -Raster mit 4mm Sperrholz beplankt werden.
Hat einer eine bessere Idee.??
grüsse Jürgen



Hallo Jürgen,
ich hab mal ein ähnliches System von Gernot Balcke gebaut.
Nachteilig ist, dass Du einen Grossteil wieder wegsägst, weil Du mit den Trassen durchmusst. Aufgrund der Erfahrungen damit habe ich dann anders gebaut.Folgendes hat sich bei mir bewährt:

Leg die äusseren Konturen fest und baue einen Rahmenkasten, etwa 40cm hoch. In dieses Volumen musst Du dann später Deine Trassen legen. Nimm keine Dachlatten, die Biester sind zwar billig aber ungenau und meistens ziemlch verzogen. Wenn Du später die Trassen reinlegst, brauchst Du verlässliche Bezugsmaße und wenn schon der Kasten ungenau ist, kriegst Du die Krise.

Leisten aus dem Baumarkt sind 18mm dick und dann in verschiedenen Breiten erhältlich. Nimm für die Aussenkanten und die Vertikalen mindestens 45mm Breite. Freitragende Längen über 120cm mit mindestens 60mm breiten Leisten.

Bau es gerade so, dass es stabil ist und innendrin anfangs so wenig Streben wie möglich. Ziehe die später nach Bedarf ein. Ich habe alle Verbindungen mit Heisskleber fixiert und mit Spaxschrauben gesichert. Eine Kappsäge hat sich bezahlt gemacht.

Als Unterbau habe ich billige Badezimmerschränke aus dem Baumarkt genommen. In einigen ist die Steuerung, in anderen das Material. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Pulte habe ich an die Decke gehängt.

Den Stil kannst Du unter www.herimo.de/id124.htm anschauen.
Ein guter Tip ist auch das ALBA-Buch 3 "Anlagenbau".

Spendiere lieber ein paar Euro mehr für gutes Holz, Du ärgerst Dich sonst schwarz.

Gruss Cox
Für Räumlichkeiten, die größeren Temperatur- und Feuchtigkeursschwankungen unterliegen, empfiehlt es sich den Holz-Rahmenaufbau mit (farblosen) Holzlack einzustreichen - dann verzieht sich der Rahmen weniger.
Da du modular bauen willst, mach die Stützen des Unterbaus in der Höhe verstellbar und die Modulverbindungen statte mit Paßstiften aus, wegen der Gleisübergänge.
Servus  albi
Hallo Jürgen,
in einem Punkt möchte ich Cox widersprechen: Auch Holzleisten können verzogen sein, zumindest ist das mir passiert. Die klimatischen Verhältnisse in Speichern und Kellern sind anders als in Holzlagern. Nimm auf jeden Fall verleimtes Holz, also Sperrholz, Tischlerplatten ... Ich haben die Rahmen aus 18 oder 19 mm starken und 100 mm breiten Platten gebaut. Manche Autoren empfehlen mehr. Es lohnt sich, entsprechende Literatur anzuschaffen. Vom Miba-Verlag, glaube ich, gibt es eine Broschüre zum Thema Anlagenunterbau für etwa 10 Eiro (Vorsicht! Cox hat manchmal befremdliche Assoziationen zu Eiern).
Gruß
Hans-Georg
PS: Ein Freund von Cox hat sich den Unterbau samt Beinen aus Viekant-Stahlrohren bauen lassen und schwört, dass sich die Ausgaben gelohnt haben (im Miba-Forum suchen).
Hallo u Danke für die Antworten,
also ich habe mich schon für die Rahmen / Spantenkonstruktion entschieden und nehme nun 15mm Multiplex
für den Rahmen,aber für den Bahnhof dachte ich eben eine simple Sperrholzplatte auf Rahmen wird wohl das beste sein da das Gelände im Bhf ja eben sein sollte.
Was haltet ihr von Silikon zum Gleise (FLM) befestigen, hält bombenfest Entkoppelt von der Platte und die Schienen lassen sich sehr einfach und Rückstandsfrei wieder entfernen.
Gruss
Jürgen (der auch noch Spur G/IIm fährt)
Hallo Jürgen,

Weißleim tut es auch. Außerdem kann man an den Rändern noch etwas nachschottern, zumal der Weißleim, nimmt man etwas reichlich, an den Seiten sowieso heraustritt. Bei Silikon weiß ich nicht, ob der auch hält, wenn er ganz dünn aufgetragen wird.

Gruß Holger
@ Jürgen,
Ich würde, wenn keine separate korkunterlage zwischen Unterbau und Gleise liegt, wegen Entkopplung die GFN Gleise auch mit Bausilkon befestigen. Hier mal so meine Aufbauweise.
Ich habe als erste Unterlage auf den Trassenbrettchen eine 2mm Korkunterlage mit Silikon aus der Kartusche verlegt und darauf die zurechtgeschnittenen Korkbettungen mit Ponal veklebt. Die Gleise wurden mit 0,8 mm Nägel ( nur mit Zange in Unterlage gedrückt) und anschließend mit braun gefärbtem 1zu3 verdünntem Ponalwassergemisch und Spüli verklebt.
Diesen Kleber einfach auf die Schwellen zwischen die Gleise dünn laufen lassen. Nägel wieder entfernt, damit die keine Schallbrücke zum Trassenholz bilden. Diese Klebemethode kannst Du sparen, da GFN Gleise. Bei meinen Pecogleisen und Mtx 15 Gradweichen mußte ich allerdings so befestigen.
Dann einschottern.
Durch die elastische Klebetrennung der ersten Korkschichtunterlage mit dem Sperrholzunterbau besteht keine steinharte Verbindung zum Sperrholztrassenbereich,
einem Klangkörper.
Somit werden die Geräusche wirklich gemildert. In dem Anlagenbereich ohne diese elastische Klebung wie z. Bsp. Schattenbahnhof und sonstigen nicht sichtbaren Bereichen habe ich leider nicht diese Verlegeart angewandt. Dort ist es auch ohne Einschotterung laut. Man lernt nie aus. Hätte ich doch vorher die Versuche gemacht?
H-W
Hallo Jürgen

Hier mal ein Tip vom Meister Eder (ohne Pumuckel)
Spaß  beiseite ich bin Schreiner von Beruf

Auf Grund der Segmentbauweis die du Anstrebst,empfehle ich
ich dir nur die Offene Rahmenkonstruktion als Basis für ein
das Tragende Grundgerüst.Er gewährt auf dauer hohe Verwindunsstabilität denZugang allerorts zuereichbaren verdeckten  Strecken etc.Am besten eignet sich bei solch großen Segmenten das vieleicht weniger bekannte Abachiholz
Es ist bei richtiger ablagerung nahezu Verzugsfrei und weist
sogut wie keine Äste auf.Kein anderes Vollholtz verfügt auch nur annähernd über gleich gute Eigenschaften.Als Ideal wäre 20mm  starkes und ca. 20cm breites Material als Grundrahmen geeignet.Man bekommt es allerdings nur im
Holtzfachgroßhandel.Der Grundrahmen sollte mit einem
Leistengitter versehen sein.Durch ein Überplatten dieser
Spanten ergibt sich eine überaus Stabile Wabenkonstruktion
die auch nach Jahren sich  nicht Negativ verändert.
Vorausgesetzt du achtest auf eine möglichst gleiche Raumtemperatur.Zur Sicherheit ist es Angebracht den Rohbau
mehrfach mit einem Tiefengrund zu behandeln.
Zum verbinden der Einzellteile sei gesagt,niemals ohne
Holzleim arbeiten,er garantiert dir auf lange Sicht den
Zusammenhalt deiner Anlage.Das wird allzuoft Unterschätzt
Eckverbindugen sollten immer verleimt und verschraubt sein.
Schraubenlöcher sollten vorgebohrt sein damit das Holz nicht
aufplatzt.Zusätzlich sorgen eingeleimte Eckwinkel für noch
bessere verzugsfestigkeit.
Für die Vertikalspanten ist Pappelsperholz oder Birken-
sperholz sehr geeignet.Mit 10mm stärke bist du bestens
ausgestattet.Es lässt sich sehr leicht bearbeiten.
Hast du eine Stichsäge dann besorge dir ein im Baumarkt
erhältliches SCHWEIFSÄGEBLATT.Kennt sich der Verkäufer
mit Fachwörtern aus ,so gibt er dir das Richtige.
Mit diesem Sägeblatt reist das Holz nicht aus und auch sehr
Enge Bogenschnitte sind Möglich.
Hoffe ich konnte dir Helfen

Gruß aus Karlsruhe von roschi


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