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Kategorie: 


Betrieb

Thema: Ist diese Lötstation ausreichend? Fragen über Lötzinn
Filstal - 25.12.17 13:49

Hallo und Frohe Festtage miteinander,
mein Einkaufswagen für den Elektronikbedarf füllt sich langsam, leider habe ich paar Fragen,
welches Lötzinn könnt ihr empfehlen, es gibt bleifreies, bleihaltiges, auch in verschiedenen Dicken.
Nun ja was hab ich vor:
Ich möchte damit Ringleitungen verlöten, ggf auch mal Schienen verlöten ( Fleischmann/Minitrix Neusilber Gleise) , sowie die Stromseinspeisung an den Schienenverbindern .

Ich hab als Flussmittel nun Löthonig von C***rad  in betracht gezogen.
Als Lötkolben dachte ich an dieses Teil
Lötstation digital 50 W TOOLCRAFT ST-50D 150 bis 450 °C inkl. Lötspitze
was für Lötspitzen ist ausserdem ein muss?
Meißelform,Bleistiftform,abgeschrägte Versionen, alles nicht so einfach für mich :(

Viele Grüße
Stefan




Hallo Stefan,

bleifreies Lötzinn ist in der heutigen Zeit ein Muss!

Ich verwende grundsätzlich kein Löthonig, sondern Lötzinn mit Flußmittel.

Für die "groben" Arbeiten ist sicherlich eine Spitze in Meißelform sinnvoll, solltest du jedoch auch einmal am Decoder löten wollen, ist die Bleistiftform die richtige Wahl.

Zur Lötstation: die von dir ausgesuchte Lötstation ist sicherlich mehr als ausreichend.

Noch ein Rat von mir: mache ein paar Lötübungen, damit sich der Frust in Grenzen hält:
http://www.1zu160.net/elektrik/richtig-loeten.php

Gruß
Günter



Vielen Dank,
ich hab diese Übungsseite noch gar nicht gesehen, Klasse !!! Werd ich ausprobieren ... :)
@ Günther   , also du Verwendest Lötzinn wo das Flussmittel schon in dem Zinn ist, das heißt du brauchst dann kein Flußmittel ?

Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name:

bleifreies Lötzinn ist in der heutigen Zeit ein Muss!


Wieso? Ich nehme nur bleihaltiges Lot.

Ich nehme eine RDS 80 https://www.ersa-shop.com/ersa-rds80-elektroni...;tstation-p-926.html

Hatte erst eine billige 40 W Station von Conrad. War nicht so toll. Die ERSA ist dagegen einwandfrei. Ich nehme sie allerdings hauptsächlich für Ätzteilbausätze. Lötspitzen 0, 4; 0,8; 1 und 2,2 mm. Flußmittel für Neusilber von Ndetail, ansonsten meist Zinn mit Flußmittel. Mit Löthonig komme ich nicht gut zurecht.

Gruß
Rainer

Moin,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:


bleifreies Lötzinn ist in der heutigen Zeit ein Muss!


Das gilt nur für Industrie und Handwerk. Für Hobbybastler ist bleihaltiges Lot leichter zu verarbeiten.
Ansonsten hat Rainer schon alles gesagt.
Alternativ zur Ersa: http://www.ebay.de/itm/Lotstation-Digi-40W-Whs...6:g:ZbUAAOSwWHBaEBaW

Gruß Kai


Hallo Stefan,
schön, dass dir die Seite mit der Übung gefällt.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

also du Verwendest Lötzinn wo das Flussmittel schon in dem Zinn ist, das heißt du brauchst dann kein Flußmittel ?


nein, jedenfalls kein zusätzliches.
Ich weiß nicht wo du dein Elektronikbedarf decken möchtest, aber hier ein Beispiel für bleifreies Lot mit Flußmittel:
https://www.conrad.de/de/loetzinn-spule-stannol...g-05-mm-1414237.html
Viele Grüße

Günter

Hallo Kai,
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Das gilt nur für Industrie und Handwerk. Für Hobbybastler ist bleihaltiges Lot leichter zu verarbeiten.


ja, das stimmt, die Decoder stammen auch aus einer industriellen Fertigung und sind bleifrei verlötet. Bei verzinnten Lötpads sind diese auch bleifrei.
Warum denn nicht auch bleifrei beim Hobby benutzen, sooo schwierig ist das denn auch nicht.
meint
Günter

Sorry Günter, Du bist mir einfach zu schlau.

Kai

Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name:

Warum denn nicht auch bleifrei beim Hobby benutzen, sooo schwierig ist das denn auch nicht.


Bleihaltiges ist noch einfacher.

Übrigens nehme ich auch heute noch lösungsmittelhaltige Farben für meine Modelle. Habe ich auch bessere Erfahrungen mit gemacht.

Rainer

Hallo

Man sollte nicht bleifreies Lötzinn und bleihaltiges Lötzinn mischen. Das kann (muss aber nicht) schon zu Problemen führen, siehe anbei das PDF von ELV.

Deswegen sollte alle bleifreien Platinen, das dürfte seit einiges Jahren alle erhältlichen Platinen sein, auch nur mit bleifreien Lötzinn verlötet werden. Das gilt auch für das Anlöten von Leitungen!!
Das Ganze ist eh nur ein Tipp und Hinweis, zumal es heute keinen Grund mehr für bleihaltiges Lötzinn mehr gibt.

Frohe Weihnachten
sebisr

Anhang
https://files.elv.com/service/manuals_hw/63088_bleifreies_Loete_Infosheet.pdf

Ich kann mich nur der ELV Anleitung anschließen:
Zitat

Grundsätzlich ist das "Handling" von bleifreiem Lötzinn deutlich schwieriger und die
Prozess-Parameter sind wesentlich genauer einzuhalten im Vergleich zum Löten mit bleihaltigem Lötzinn (Prozessfenster sind wesentlich kleiner als bisher)



Zu behaupten, daß es nicht soooo schwierig sei, ist gerade für einen Anfänger, der nach einer billigen Lötstation fragt, absolut nicht zielführend!

Natürlich kann man auch im Hobbybereich mit bleifreiem Lötzinn zurecht kommen, aber es erfordert deutlich bessere Ausrüstung. Insbesondere die Leistung des Lötkolbens und die Regeleigenschaften müssen besser sein, als bei bleihaltigem Zinn. Denn zwischen "schmilzt gerade mal eben" und "oxidiert schon auf der Lötspitze"  ist bei bleifreiem Material deutlich weniger Spielraum. Auch sind die Fließeigenschaften gravierend schlechter.

Alles in allem kann ich nur zu bleihaltigem Lötzinn für Bastelarbeiten raten. Bereits mit bleifreiem Lötzinn vorbereitete Lötstellen an Bauteilen und Leiterplatten muß man ggf. doppelt Löten. Im ersten Arbeitsgang bleifreies Lot zugeben und Mischung abnehmen und dann "normal" verlöten.

Gruß
Klaus

Hallo Stefan,
bleihaltiges Lot ist deutlich einfacher zu verarbeiten als bleifreies, zumindest mit einfachen Lötstationen wie der von Dir verlinkten, ich habe mich für Arbeiten mit bleifreiem Lot dann letztlich für Profi-Werkzeug entschieden und kaufe auch nicht das billigste bleifreie Lot, da gerade eisenloses bleifreies Lot die Spitzen erheblich angreift. Ansonsten s. http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=987080#aw12

Für feine Arbeiten habe ich für meine Station mittlerweile auch einen Feinlötkolben und Meiselspitzen bis 0,1mm. Damit arbeitet es sich auch mit bleifreiem Lot ganz entspannt, und z. B. mal eben einen LQFP Prozessor mit 0,5mm Pitch einzulöten ist kein Problem.

Um Gleise oder Bausätze zu löten dürftest Du mit Bleilot besser fahren.

Was Flussmittel angeht - wenn nötig verwende ich ein "No Clean" Flussmittel, dass auf der Lötstelle verbleiben darf und habe dazu passende Stifte zum Aufbringen, z. B.:
http://www.dpv-elektronik.de/Loettechnik---Entl...l--ohne-Pinsel-.html
http://www.dpv-elektronik.de/Loettechnik---Entl...t-ESD---Fluxpen.html

Viele Grüße,
Torsten

Hallo Günter #1,

auch ich verwende bleihaltiges Electronik-Lot(enthält normalerweise immer Flußmittel).Wenn bleihaltiges
so gefährlich wäre hätte man den Verkauf schon längst verboten.Ich bin trotzdem schon fast 69 Lenze
geworden.

m.f.Gruß
Werner V.

Ps. Das mit dem "Löthonig" geht nicht mal bei den ARNOLD-Edelstahlschienen !



Hallo Stefan,

ich löte auch nur solche Sachen, die Du beschrieben hast.
Dazu nutze ich einen Lötkolben, Weller SP25 oder Weller SP40 (kann gerade nicht nachschauen gehen) mit meistens einer Spitze in Meiselform. Ich nutze bleihaltiges Lot und Lötfett. Klappt mit ein bißchen Übung (die ist wichtig beim Löten) gut, seit 25 Jahren. Und für Weller kriegt man problemlos Lötspitzen. Die Versorgung ist wichtig, da es quasi Verbrauchsmaterial ist.

Ich möchte betonen, dass ich nicht an Decodern oder anderen elektronischen Bauteilen löte, sondern nur - so wie es auch Du beschrieben  hast - an eher groben elektrischen Dingen. Und da meine ich, reicht meine Ausrüstung.

Ich würde an deiner Stelle so starten. Ist nicht so teuer. Und einen gescheiten Lötkolben kann man auch brauchen, wenn man später auf eine Lötstation umsteigt, weil man auch andere Sachen löten will.

Andi


Hallo,
ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, einem jungen Mann (31) die Einatmung von Bleidämpfen zu empfehlen, oder, wie auch hier geschrieben, lösungsmittelhaltige Farben zu verwenden!
Es gibt Alternativen, die, wenn richtig angewendet, einwandfrei funktionieren.
(dazu hatte ich auch schon eine andere Meinung, aber die darf man ja wohl ggf. ändern)
Die Empfehlungen von ELV (siehe #10) sind doch eindeutig, oder?
Auch wenn ich, wie in #8 beschimpft werde: ich bleibe bei meiner Meinung.
Entsprechende Löterfahrung habe ich jedenfalls.

Schöne Restweihnachten

Günter

Ich vermute mal, daß so viel Blei gar nicht beim Löten in die Luft geht. Bei dem Flußmittel sieht die Sache aber anders aus. Und da wohl daß Flußmittel aller Varianten nicht gesundheitsförderlich ist, würde ich ohnehin für eine Absaugung oder zumindest für ausreichend Frischluft sorgen, egal, ob man nun mit oder ohne Blei löten möchte.

Gruß
Klaus



Moin

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, einem jungen Mann (31) die Einatmung von Bleidämpfen zu empfehlen, oder, wie auch hier geschrieben, lösungsmittelhaltige Farben zu verwenden!



Auf der Strasse wird der junge Mann in einer Stunde wesentlich mehr Gifte einatmen als er wohl im Leben beim löten einatmen wird.

Gruß Kai

So ich bin wieder da, der Bauch ist voll, die Gans ist weg  :P
Also ich werde hier wohl den ersten Kompromiss eingehen ,Löthonig fällt weg,und ich werde mich für das  was ich hier gelesen habe für das Bleihaltige Lot was schon Flussmittel enthält entscheiden.
Es scheint für einige einfacher zu gehen, es muss für mich einfach gehen.
Natürlichhab ich früher mal  was gelötet aber war es Bleifrei oder nicht, weiß ich nicht, es roch halt nur nach Lot...
Platinen löten, LEDs Löten ect fällt erstmal komplett weg, da ich mich noch im Rohbau befinde, ich besitze gerade mal 32 Flexgleise, Tedenz steigend natürlich
Wenn ich die Routine haben sollte, und es zu den sehr anspruchsvollen Arbeiten geht, wie Löten an Platinen, Decodern werde ich mich genauer damit beschäftigen.
Momentan steht wirklich nur Gleise Löten, Zuleitungen und die ein oder andere Ringleitung verbinden und vorbereiten.
Die Lötstation die ich bestellt habe, war schon großer Happen, aber die ich vertrau auf die Qualität für knapp 90 € .
Die 300 Euro für Weller Stationen, kann ich nicht zahlen.


VG Stefan
VG Stefan

Die Dämpfe des Bleihaltigen Lots machen mir weniger zu denken, als das Rauchen in der Urlaubszeit :-/
Aber man kann über alles offen reden.

Zitat - Antwort-Nr.: 15 | Name: gosswald

ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, einem jungen Mann (31) die Einatmung von Bleidämpfen zu empfehlen

Ich würde in dem Fall zu einer geregelten Lötstation raten, die man auch unter 1700°C einstellen kann...

Dass Blei allerdings giftig ist und man bei der Arbeit mit bleihaltigem Lot eine gewisse Sorgfalt an den Tag legen sollte ist klar. Allerdings sind auch die bleifreien Lote nicht gerade zum Verzehr geeignet.

Ich würde aber eher drauf achten, nicht unbedingt die Dämpfe der Flussmittel einzuatmen...

Gruß,
Torsten

Hallo


Arbeitsschutz:
Denn sollte man auch zu Hause anwenden !!!!
Bei Lötungen sollten die entstehenden Dämpfe abgesaugt werden, egal ob mit bleihaltigen oder nicht bleihaltigen Lot gearbeitet wird, von daher soll man die Verhaltensregeln einhalten, siehe hierzu auch die Sicherheitsdatenblätter .... da war doch was ....

Ein gut durch lüfteter Raum bringt nur bedingt was, da der Mensch viel direkter an der Lötstelle ist, eine Absaugung ist da viel besser und sollte zuallererst Empfohlen werden!


Eine Atemschutzmaske mit aktiv Kohlefilter ist auch eine Möglichkeit, so eine verwende ich zB. wenn ich mit nitrobasierenden Lacken lackiere und diese kann man auch beim Löten sehr gut verwenden.


... wer ist noch Raucher, dann sind die Löt oder Lackierdämpfe das aller kleinste Übel...



Gruß Jens

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

,Löthonig fällt weg



Hallo Stefan,

Du wirst ihn dringend brauchen, oder Du hast 3 Hände.

Grüße Michael Peters

Zitat

Du wirst ihn dringend brauchen, oder Du hast 3 Hände.



Versteh ich nicht! Eine Hand Lötkolben, andere Hand Lötzinn. Wozu brauch ich jetzt die 3. Hand, wenn ich KEIN Löthonig benutzte? Abgesehen davon, ich habe noch nie welchen verwendet und habe auch gerade erst gelesen,was das ist

Gruß
Klaus

Hallo,

privat nutze ich ausschließlich bleihaltiges Lötzinn, da es sich deutlich besser verarbeiten lässt.  Auch bei Verlötungen auf bleifreien industriellen Platinen geht das problemlos.
Bei den Lötmengen, die da privat anfallen, halte ich eine Gesundheitsgefährdung für nicht gegeben.Ich gebe in der Berufsschule Lötkurse und da dürfen wir natürlich nur bleifreies Lötzinn+Absaugung verwenden. Ich stelle aber fest, dass sich die Schüler mit bleifreiem Lötzinn deutlich schwerer tun, anständige Lötstellen hinzubekommen als mit bleihaltigem. Ich würde einem Anfänger deshalb erst mal zu bleihaltigem Lötzinn raten.
Der Sinn von separatem Löthonig ist mir auch schleierhaft...

VG
Günter

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wozu brauch ich jetzt die 3. Hand, wenn ich KEIN Löthonig benutzte?



Und womit positionierst und hälst Du z.B. die Litze, die Du anlöten willst?
In der Zeit, in der Du den Tropfen Lötzinn an der Lötspitze hast, den Lötdraht beiseite gelegt hast, die Litze positioniert hast, ist das Flußmittel aus dem Lötdraht verdampft und die Lötstellen sind u.a.S.
Vorher etwas (einen Hauch) Löthonig auf die zu verlötenden Teile geben und alles ist o.k.

Grüße Michael Peters

Moin Michael,

das Ende des Lötzinns "schwebt" in der Luft, Lötkolben in der rechten, Litze in der linken Hand und dann alles zusammenführen. Ganz einfach eigentlich. Oder das Gleis liegt auf dem Tisch, Lötzinn links, Lötkolben rechts und auf der Schiene treffen zu sich. Und zum Schluß: verzinnte Litze links, Lötkolben rechts und an die verzinnte Stelle der Schiene führen.
Und das alles funktioniert schon seit Jahren ohne Löthonig...

Gruß
Kai

Und das auch bei mir als Linkshänder

Gruß Kai (der andere)

Hallo,

dann möchte ich mal die Kais sehen, wie sie SMDs oder CuL-Draht an Decoder löten

Grüße Michael Peters

Folks!
Für Modellbahner insbesondere Lötanfänger und Leute die das selten machen empfehle ich verbleites Lötzinn mit Flußmittel drinnen. Es sollte sich unbedingt um Elektroniklötzinn handeln und nicht Zinn für den Installateur Bedarf. Das SN60PB40 oder ähnliche Mischungen lasst sich leichter verarbeiten, verrinnt besser, schafft es Oxydschichten zu durchtauschen und fließt bereits bei geringerer Temperatur. Ich bekomme oft Modelle mit "Metallklebeschichten" wo man von weitem sieht hier wurde mit zu niedriger Temperatur versucht Metall in Form zu bringen. Viele Lötkolben erreichen die für bleifrei Zinn nötigen Temperaturen bei weitem nicht.

Die Bleifrei Sache ist eine typische Geschichte die die 2 dümmsten Gruppen der Menschheit sich ausgedacht haben. Ohne Zweifel ist Blei ungesund, das Zeug zu vermeiden wenn's mit Verbrauchern in Kontakt kommt ist eine gute Vorsichtsmaßnahme. Elektronik hat der Verbraucher immer nur verpackt in der Hand. Der bastelnde Modellbahner ist da die große Ausnahme. Entsorgung sollte fachgerecht erfolgen da kann man dann genügend auf das Blei aufpassen. Der Modellbahner muß sich halt die Hände waschen nachdem man mit dem Lot gearbeitet hat. Bleidämpfe beim Löten sind auszuschließen so hoch kommt kein Lötkolben rauf daß das Blei zu gasen anfangen würde. Die sichtbaren Dämpfe sind vom Flussmittel - das ist auch nicht unbedingt gesund wenn man es einatmet. Kleine Mengen wie im Hobbybereich üblich sind da aber unbedenklich.

Das Problem ist, daß in der Produktion von Industrie und Gewerbe die jetzt verbleites Lot vermeiden müssen. Viel Aufwand getrieben werden muß um sichere Lötstellen herzustellen. Die dafür nötige Chemie ist eher noch unlustiger und gelangt durch Abluft in die Umgebung. Politiker und Journalisten meinen aber daß das alles nun viel besser ist.

Sehr interessant rund um die ROHS / Bleifrei Geschichte ist auch, daß man in allen kritischen Bereichen wie Luftfahrt, Medizin udglm. immer noch verbleites Lot einsetzen darf, großteils sogar muß. Könnte an der Qualität der Lötverbindung vielleicht ein Problem entstanden sein?

Die Sach' ist rechtlich jetzt klar geregelt, Industrie und Gewerbe müssen ROHS einhalten, ich leide sehr darunter, der Modellbahner darf weiterhin verbleites Lot verwenden. Ich rate jedem Bastler dazu verbleites Lot zu verwenden. Das Mischen ist in sensiblen Bereichen mit kritischen chemischen Umweltumgebungen sin Problem, das haben wir Modellbahner aber nicht.
-AH-

Hallo Stefan,
dann sollten wir uns auf:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Momentan steht wirklich nur Gleise Löten, Zuleitungen und die ein oder andere Ringleitung verbinden und vorbereiten.


konzentrieren.
zum Verlöten der Gleise:
ich habe die besten Erfahrungen mit den Fleischmann-Verbindern gemacht , die sind auch aus Neusilber (andere Gleisverbinder aus Neusilber sind mir nicht bekannt, aber vielleicht jemandem hier im Forum?) und lassen sich super gut verlöten. Dafür benötigst du definitiv keinen Löthonig o.ä.!
(Ein Beispielfoto habe ich angefügt)
Bitte beachte, dass das Zinn nicht oberhalb der Schiene (roter Kreis) oder auf die Innenseite der Schiene gerät (grüner Kreis).

Zuleitungen oder auch die Ringleitung würde ich mit Aderendhülsen versehen und über eine Klemmleiste führen, da ist aus meiner Sicht nicht zwingend eine Lötung/Verzinnung erforderlich, aber auch dazu gibt es hier unterschiedliche Ansichten.
Lg
Günter

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Hallo,

weil hier immer vom "Löthonig " die Rede ist.Den hatte ich mir von Conrad-Electr. besorgt um an die
vermaledeiten ARNOLD-Edelstahlschienen Kabel anzulöten was damit laut Conrad möglich sein soll.
Es ist mir damit nicht gelungen.Nach einem Jahr konnte ich den Löthonig entsorgen da er nicht mehr aus der Tube zu drücken war.     

m.f.Gruß
Werner V.

Ps: selbst mit entfernen der Brünierung war da kein Kabel daranzubringen.


Hallo Günter #29,

es giebt auch von Roco bzw.Fleischm."unlötbare" Metallverbinder, die sind aus Stahl. An Arnold-Schie-
nenmetallverbinder konnte ich nach entfernen der Brünierung mit dem "Glasradierer"problemlos mit Electroniklot Kabel anlöten.


m.f.Gruß
Werner V.


Hallo Werner #31,

erwischt ich meinte den Verbinder 9404 von Fleischmann.

Ja, man kann mit einigem Aufwand auch andere Verbinder verlöten, aus Neusilber ist mir jedoch nur der 9404 von Flm bekannt. (Aber ich lerne gerne, wenn es eine Alternative gibt)

Viele Grüße
Günter

Hallo Günter #32,

das mit den Arnold-Verbindern erwähnte ich nur falls noch Jemand (wie ich) das "alte Arnold-Zeug"
verarbeitet.

m.f.Gruß
Werner V.

Auch die Peco-Verbinder lassen sich gut löten

Gruß Kai

Zitat


Und womit positionierst und hälst Du z.B. die Litze, die Du anlöten willst?



Ich verzinne erst mal reichlich die beiden Teile, die ich verbinden will, also z.B. Leiterplatte und die Litze. Dann bringe ich die beiden Dinge aufeinander, "brate" sie einmal gut durch und alles ist schön. Nochmal extra Flußmittel brauche ich da bisher nicht.

Wie man sieht, macht es jeder ein wenig anders

Auf die Idee, nochmals extra Flußmittel zu nutzen, bin ich bisher nicht gekommen. Nur wenn ich Fine-Pitch löte, dann kleistere ich einmal quer über alle Pads & Pins den "Fluxer", lege den Käfer drauf und ziehe dann eine große Kugel Lötzinn einmal von links nach reihts über alle Beinchen drüber. In 95% der Fälle geht das ohne Lötbrücke. Bleibt dennoch mal eine zurück, gibts kurz 'nen Schups mit der feinen Bleistiftmine in die flüssige Suppe und schon ist alles wieder gut.

Bei etwas überlagerten Bauteilen wird vorher einmal das Altzinn mit frischem "verdünnt". Dann klappt auch das anschließende Löten auf dem Pad. Nur bei BGA versuche ich nicht mit uralten Bauteilen mir die Leiterplatte zu schrotten, da bestell ich lieber neue Bauteile Aber BGA mach ich zu Hause eh nicht und in der Firma gibts immer frische aus der Rolle vom Automaten oder eben frische Muster vom Dealer.


Gruß
Klaus

Hallo Michael Peters#21u.Klaus#22,

diese sogenannten 3. Hände (habe zwei davon) benutze ich um vorab an Metallverbinder Kabel anzu-
löten.An eine Klemme den Verbinder- an die andere Klemme das Kabel.So läßt es sich gut plazieren.
Beim Lötvorgang "verzittert auch nichts ("kalte Lötstelle"). So kann ich auf "Vorrat" viele anfertigen.

m.f.Gruß
Werner V.


Moin Michael,

Zitat - Antwort-Nr.: 27 | Name:

dann möchte ich mal die Kais sehen, wie sie SMDs oder CuL-Draht an Decoder löten



wo ist das Problem? Die Vorgehensweise ist die gleiche:
in zwei Schritten beides verzinnen und dann im dritten Schritt verbinden.
Daß man SMD-Bauteile mit einem selbst gebauten Halter oder doppelseitigem Klebeband fixiert, setze ich mal als bekannt voraus...

Gruß
Kai, der vor Jahren mal begonnen hat, ein Bü-Signal zu löten...

PS
Ich finde Kammsätze immer noch unnötig...

Hallo,
mal meine Empfehlungen aus der Praxis. Wer beim Werkzeug spart, ärgert sich später oder kauft gar nochmal neu. Deswegen meine Empfehlung:
http://www.kurtzersa.de/electronics-production-...ls/i-con-nano-2.html

Wer mehr als nur hin und wieder was anlöten will kann auch gern zu den größeren Geschwistern greifen. Vorteile: Sehr leicht und handlich, dünnes, flexibles Kabel. Damit zu löten macht echt Spaß. Die Aufheizzeit beträgt nur wenige Sekunden. Die Lötspitzen kosten zwar etwa doppelt so viel wie die bei Billigstationen üblichen vernickelten Kupferteile, halten dafür aber ein vielfaches länger und sind in vielen Formen erhältlich. Ich hab mit dem alten Billigheimer bald monatlich eine Spitze verschlissen, die neue benutz ich seit mindestens 3 oder 4 Jahren.

Apropos Lötspitzen: Ich verwende fast nur meißelförmige Spitzen. Die Empfehlung zu Bleistiftspitzen kann ich nicht unterstützen. Durch die runde Form und die sehr kleine Spitze bekommt man die Wärme kaum an die Lötstelle, das geht mit einer flachen Meißelspitze, die nicht zu klein ist, viel besser. Meine hat 1,4 mm, glaub ich. Damit löte ich so gut wie alles, nur bei größeren Lötstellen nehme ich auch eine breitere Spitze. Die ganz feinen Spitzen nehm ich nur, wenn ich irgendwas löte, wo ich anders nicht rankomm. Das passiert aber selten genug. Decoder reparieren wird hier wohl kaum einer als Sport betreiben :)

Als Lötzinn verwende ich bleifreies. Ganz wichtig: Es sollte einen Silberanteil haben, also in der Bezeichnung was mit Ag. Das kostet zwar etwas mehr, aber wer über bleifreies Löten meckert, der hat einfach am falschen Ende gespart. Das silberhaltige Zeug lässt sich genauso gut verarbeiten wie bleihaltiges Lot.

Auch wenn der Lötdraht Flussmittel enthält, braucht man manchmal zusätzliches. Ich verwende Löthonig, aber man kann auch selber Kolophonium in Alkohol lösen.

Viele Grüße
Carsten

Hallo,

in #6 hatte ich versehentlich ein Link zu einem falschen Lot eingestellt: es ist zwar bleifrei, aber hat nicht die Eigenschaft die ich als "nicht sooo schwierig zu verarbeiten" beschrieben habe. (ich suchte auf der schnelle nur nach "bleifrei")
Glücklicherweise hat Carsten (msfrog) darauf aufmerksam gemacht. (bei den Lötspitzen habe ich nach wie vor eine andere Meinung, aber das darf wohl sein )
hier ein besseres Beispiel eines Lötzinns mit Silberanteil: (hier: 4%)
und eine Beschreibung zur Verarbeitung
http://www.shop.display3000.com/werkstatt/loetz...es-loetzinn-2-2.html

Gruß
Günter
der Euch Allen schon ´mal einen guten Rutsch und Gesundheit in 2018 wünscht

Hallo Günter,
ich denke, die paar € darf auch jeder gern selbst mal in eine Spitze investieren und es ausprobieren ;)

Viele Grüße
Carsten

Moin Carsten,

Hab mir letzte Woche auch einen i-con Pico geschenkt
Welche Spitzen sind dann Empfehlenswert für Decodereinbauten und einfache SMD arbeiten (Wiederstande, LED's)?

fragende Grüße aus Assen (NL)
Jan

Hallo Jan,
ich würd die nehmen:
https://www.ersa-shop.com/ersa-ersadur-l%C3%B6t...C3%B6rmig-p-871.html

Viele Grüße
Carsten

Hallo Günter,

vielen Dank für den Link zu dieser sehr informativen Seite. Ich habe (zugegeben heimlich , aber auch wegen der ausreichenden Restbestände an Loten) auch noch mit bleihaltigen Loten gearbeitet, aber jetzt werde ich mal auf jeden Fall mal "bleifrei" testen.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard

Moin Carsten,

Vielen Dank!

Grüße aus Assen (NL)
Jan

Hallo,
nur zur Info, ich habe diese Station im Einsatz: (aber das mag sich nicht jeder kaufen wollen)
https://weller.de/de/Weller--Produkte--Produkt-...8797001454428828A279
Der Lötkolben ist mit mehreren Hülsen sehr schnell auf andere Lötspitzen umrüstbar (braucht eigentlich auch nicht jeder wirklich, war aber für mich ein Kriterium)
@Bernhard #43: als Schwabe MUSST du den Euro 2x umdrehen (sorry, musste sein)

LG
Günter

Hallo Günter,

das mag ja sein, aber "was nex koscht, isch nex" . Der Schwabe an sich unterscheidet auch zwischen Strohfeuer und nachhaltiger Glut. Insbesondere, weil dieser Schwabe hier eigentlich "ene kölsche Jong" ist, wenn auch seit weit über 50 Jahren im Ländle.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard

@Bernhard:
bist du jetzt böse mit mir? ich hoffe nicht?
wollte ich nicht!
viele Grüße aus Niedersachsen
Günter

@Günter,

Überhaupt nicht! Ich kann was ab! Und außerdem hast Du mich ja nicht irgendwie angegangen.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard

Moin,

habe mir die von Carsten in #39 genannte Station eben bestellt. Dank prime soll sie morgen hier sein *freu* Bin allerdings nach einigen durchaus negativen Rezensionen etwas skeptisch, lasse mich aber gerne positiv überraschen.


VG Jörch

Hallo Jörg,
klingt teilweise, als hätte die Händler da ab und an mal Rückläufer neu rausgeschickt... Sowas sollte eigentlich nicht passieren.

Viele Grüße
Carsten

Moin Carsten,

jau, das wäre eine Möglichkeit. Alles andere wäre ja schon schlecht für den Hersteller. ich werde - sofern erforderlich - den Artikel sooft zurücksenden, bis ich zufrieden bin.

Morgen soll sie geliefert werden, dann kann ich endlich die Gleise auf dem Neubau verlöten


VG & bis Samstag


PS: kann/darf ich Dir Samstag meine BR 52 zur Verbesserung des Sounds mitgeben?

Hallo Jörg,
kannst du, wird aber dauern. Ich hab noch nen Stapel liegen. Oder soll ich nur das neue Projekt aufspielen? Dann kannst du mir mal die Seriennummer auslesen (CV 250 - 253), dann können wir das Sonnabend vor Ort aufspielen.

Viele Grüße
Carsten

Carsten, ich hab die Zentrale wegen dem Umzug noch irgendwo verpackt. Können wir auslesen und aufspielen beides am Samstag machen?


VG Jörch

Hallo Jörg,
nein, ich brauch die Seriennummer, um den Ladecode zu bestellen. Ohne kann ich dir nix aufspielen.

Viele Grüße
Carsten

Hallo zusammen,

mit dem Lot aus diesem Thread:

Zitat - Antwort-Nr.: 39 | Name: gosswald

hier ein besseres Beispiel eines Lötzinns mit Silberanteil: (hier: 4%)
und eine Beschreibung zur Verarbeitung
http://www.shop.display3000.com/werkstatt/loetz...es-loetzinn-2-2.html



habe ich jetzt mal die ersten paar Lötstellen gemacht. Dazu habe ich mir ein kleines Gitter aus Schaltdraht gemacht, und wie im ersten Lehrjahr und aus dem Workshop http://www.1zu160.net/elektrik/richtig-loeten.php mal wieder Anfängerlöten betrieben. Das finde ich ganz gut, um ein Gefühl für das neue Lot zu bekommen.

Ergebnis:

- Bleifreies Lot ist etwas schlechter zu verarbeiten
- Bleifreies Lot ist lange nicht so schlimm zu verarbeiten, wie einige hier im Forum es beschreiben
- Bleifreies Lot macht nicht so schön glänzende Lötstellen wie bleihaltiges
- Bleifreies Lot kann mit denselben Temperaturen verarbeitet werden, wenn man ohnehin schon mit heißem Lötkolben arbeitet.
- Es macht Sinn, nicht auf den letzten Cent zu schauen, wenn man mit bleifreiem Lot arbeiten will
- Wir sollten schon im kleinen anfangen, auf unsere Umwelt Rücksicht zu nehmen.

Mit meiner Weller WHS 40D Lötstation habe ich immer mit 400° Löttemperatur gearbeitet, da ich es bereits während meiner Lehre gelernt hatte, lieber mit heißer Spitze und kurzen "Bratzeiten" zu arbeiten als ewig lang mit kalter Spitze auf der Lötstelle zu hängen. Das klappt auch mit bleifreiem Lot gut.

Ich werde deshalb mein angefangenes Projekt zur Vermeidung von Mischlötstellen und ihren Problemen noch mit bleihaltigem Lot beenden, aber dann auf bleifreies Lot umstellen.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard


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