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THEMA: Problem mit Arnold BR41/ESU

THEMA: Problem mit Arnold BR41/ESU
Startbeitrag
Kaufmann* - 29.12.12 01:04
Hallo zusammen,
Nun sitze ich hier schon eine ganze Weile und lese, doch eine Antwort auf mein Problem habe ich nicht gefunden.

Ich habe eine nahezu neuwertige BR41 v. Arnold zum digitalisieren in Auftrag gegeben, die jetzt zurückkam, sämtliche Eigenschaften lassen allerdings sehr zu wünschen übrig!!!

Digitalisiert wurde sie mit dem ESU LokSound.
Das Anforderungsprofil war: Digitalisieren mit Sounddekoder und dass der Rauchgenerator digital geschaltet werden kann.

Nach dem ersten Probelauf war sofort klar, dieser Umbau erfüllt nicht meine Erwartungen.
Zusammengefasst: Die Lok läuft ohne Sound und ohne eingeschaltetem Rauchgenerator butter weich.

Wenn man nun den Sound dazuschaltet, bockt sie wie sonst was, -5cm fahren, stehen, 10cm fahren, stehen usw. - (Vorneweg, die Schinen sind blitzeblank, darauf läuft z.B. die Köf und andere Soundloks störungsfrei)

Wenn ich den Rauchgenerator bei ausgeschaltetem Sound einschalte, läuft sie zwar ohne zu bocken, doch die Geschwindichkeit verringert sich um ca. 2/3. Übrigens, qualmen tut garnichts!

Stell ich die Lok nun auf den Rollenprüfstand so funktioniert seltsammerweise der Sound, (nochmals, die Schinen sind blitzeblank) aber mit dem Zuschalten des Rauchgenerators passieren die gleichen Symtome wie auf der Schiene (die Geschwindichkeit verringert sich um ca. 2/3 und qualmen tut nichts, auch nicht nach längerer Laufzeit).

Frage.: hat jemand mit derartigen Eigenschaften Erfahrung, bzw. kann beantworten, ob der ESU mein Anforderungsprofil erfüllen kann?
Leider habe ich keine Möglichkeit, zu messen wie viel Strom der Dampfgenerator zieht,

Für Euere Antworten schon jetzt besten Dank,
Gruß Erwin


Hallo Erwin,
mal eine Frage: Mit welcher Gleisspannung fährst Du denn? Die kleinen Raucherzeuger (ich habe sowohl eine BR41 als auch eine BR18 mit Rauchgenerator) reagieren extrem empfindlich auf die Spannung und arbeiten zumindest bei meinen Loks auch erst bei recht hohen Spannungen (so ab 10V).

Damit es vernünftig raucht muß der Rauchgenerator entweder einen "richtigen" Plus-Anschluß bekommen (z. B. über zwei Dioden an beide Gleispotentiale) oder, wenn er weiterhin einseitig gegen nur eins der Gleispotentiale geschaltet ist, Du brauchst 16V..18V Gleisspannung, da der Raucherzeuger bei dieser Beschaltung quasi immer um 50% "gedimmt" wird. Mit der Erhöhung der Spannung um ca. Wurzel(2), also von 12V -> 18V, ist alles wieder beim Alten.

Die Raucherzeuger reagieren so empfindlich, daß z. B. schon der Spannungseinbruch auf einer ABC Bremsstrecke zum kompletten Aussetzen führen kann.

Ich habe meine beiden Loks mit Zimo Decodern versehen und eine Spezial-Firmware drauf, die den PWM-Wert abhängig von der Gleisspannung aktiv nachregelt. Damit klappt das Rauchen dann recht gut. Und mit den Funktionen zur dynamischen Steuerung ändert sich die Raucherzeugung dann sogar abhängig vom Betriebszustand (Stand, Last/Beschleunigung, konstante Fahrt, Verzögerung). Das ist schon recht nett.

Aber zurück zu Deinen Problemen: Der Raucherzeuger zieht m. W. schon so um bis etwas über 100mA, was für einen einzelnen Funktionsausgang an der Grenze ist. Aber es geht (zumindest bei Zimo). Leistet das der ESU?

Daß die Geschwindigkeit einbricht beim Aktivieren des Raucherzeugers ist jedenfalls nicht normal. Hat da vielleicht der Umbauer versehentlich den Rangiergang mit draufgeschaltet?

Daß sie sich mit Sound und/oder Rauch so merkwürdig verhält ist aber keinesfalls normal. Das riecht stark nach einem Problem mit der Spannungsversorgung oder Verkabelung. Aus der Ferne läßt sich das aber nicht diagnostizieren.

Letztlich solltest Du da aber nicht anfangen zu basteln, wenn das eine Auftragsarbeit war, sondern reklamieren...

Viele Grüße,
Torsten
Hi!

Ich kann nur was zur Funktion des Rauchers sagen.
In meine Arnold 41er habe ich einen DH10 eingebaut und der AUX1-Ausgang ist an den Raucher angelötet, den anderen Kontakt bekommt der Raucher wie bisher, über das Chassis.
Ich fahre mit ziemlich genau 13,4V digital am Gleis und habe trotzdem per CV54 den Ausgang von max. 31 auf 28 gedimmt. Das macht den Rauchbeginn zwar etwas langsam, aber dafür qualt es auch nicht übermässig stark und die Füllung hält recht lange. Bei höchster Einstellung geht das alles noch schneller und kräftiger ab.
Wenn ich mal davon ausgehe, dass keine mindestens 10V mehr am Raucher ankommen und dieser trotzdem ganz gut raucht, dann stimmt entweder Torstens Aussage nicht oder es stimmt bei Deinem Umbau etwas nicht. Es deutet aber alles auf letzteres hin, da ja noch andere Probleme da sind.
Irgendwo (weiss nicht mehr wo) habe ich mal gelesen, dass der Raucher bis ca. 140mA ziehen soll. Der DH10 schafft bei den Aux 300mA lt. Waschzettel, da gibts dann wohl keine Probleme.

Viele Grüsse
Mathi
Hallo zusammen,

Ok. der Trafo liefert sec. 18V, das würde erklären, dass ich die
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

(so ab 10V).

Damit es vernünftig raucht muß der Rauchgenerator entweder einen "richtigen" Plus-Anschluß bekommen (z. B. über zwei Dioden an beide Gleispotentiale) oder, wenn er weiterhin einseitig gegen nur eins der Gleispotentiale geschaltet ist, Du brauchst 16V..18V Gleisspannung, da der Raucherzeuger bei dieser Beschaltung quasi immer um 50% "gedimmt" wird



10V nicht erreichen kann, das wäre dann auch die Erklärung, warum meine BR18 -die einen Kühn N045 hat- nicht qualmt, bei dieser steht allerdings im Waschzettel, dass der Generator mind. 7.5 V von der Schine abgreifen kann und der, der sie umgebaut hat, beteuerte mehrmals, dass sie bei ihm herrlich qualmt.

Zurück zur 41er, das erklärt leider sämtliche andere zickereien  nicht die sie sonst noch hat  
somit bleibt mein Traum von einer perfekten digitalen BR41 bis auf weiteres bestehen und ich werd sie dem Auftragsnehmer nochmals voregen.

Gruß Erwin

Kann es sein dass die Summe des Stromverbrauchs überschritten wird und der Decoder sozusagen die Notbremse zieht?

Bei mir braucht der Raucher, angeschlossen an Halbwelle, so 14V am Gleis, sonst passiert nix, die 13,4V bei mathi sind wahrscheinlich untere Grenze. Ich fahr und rauche mit einem alten Zimo.

Wieviel mA der Raucher zieht hängt auch von der Spannung ab und ist wahrscheinlich individuell verschieden. Ich kann mir schon Streungen von 10% ohne weiteres vorstellen.

Wenn der Decoder im Tender ist, dann kann man die Kabel zwischen Lok und Tender zählen: 1,2 (Schiene) 3,4 (Motor) 5 (Licht) 6 (Rauch) und eben eventuell 7 (gemeinsames Plus), dann kan man erraten ob der Raucher Halb- oder Vollwelle hat.

Versuche den Stromverbrauch zwischen Trafo und Zentrale mit einem Multimeter zu messen. Da sieht man oft gut genug was sich ändert wen man z.B. den Rauch oder Sound einschaltet. Der Grundstromverbrauch der Zentrale ist immer ungefähr gleich.

Wenn du reklamierst ist es hilfreich, wenn du so genau wie möglich schilderst, wie deine Digitalumgebung (Trafo, Zentrale etc) aussieht.

Gruß,
Harald.
Ach ja: DCC Gleisspannung messen: http://www.1zu160.net/digital/tipps-tricks.php#Gleisspannung_Messen
Gruß,
Harald.
Hi!

Mach das mal, und dann rate ihm, doch einfach einen anderen Decoder einzubauen. Wie gesagt, meine dampft prima an 13,4V geteilt durch 2.
Wie man hier in diesem Umbauvorschlag auch sieht, geht das da ebenfalls:
http://www.1zu160.net/digital/einbaubsp/arn-br41-rauchgenerator.php

Wie man den DH10 nun mit einem Sound kombinieren kann, weiss ich nicht zu sagen, aber da gibts ja genügend Wissende hier.

Viele Grüsse
Mathi
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: mathi

dann stimmt entweder Torstens Aussage nicht


Vielleicht kannst Du mir wenigstens mal soviel zutrauen, daß ich in der Lage bin zu erkennen, ob der Rauchgenerator arbeitet oder nicht, gelle...

Daß es da Exemplarstreuungen geben mag ist noch ein ganz anderes Kapitel, und was ebenfalls noch Einfluß hat ist das Rauchöl, wobei ich die besten Ergebnisse mit dem alten Seuthe Öl hatte, das den Loks mal beilag, das man in dieser Zusammensetzung aber nicht mehr bekommt...

Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: mathi

Wie gesagt, meine dampft prima an 13,4V geteilt durch 2.


Was willst Du uns mit "durch zwei" sagen? Umgerechnet auf "normale" Analogspannung wären es "durch Wurzel(2)" (weil P = U*I = U*U/R).

Gruß,
Torsten

Hi!

Damit wollte ich Dich nun wirklich nicht angreifen!
Als ich die Lok noch analog fuhr, da hat sie unterhalb von fast Vollgas auch nicht geraucht.
Das ging erst so ganz zaghaft bei mindestens 8V los und war erst bei ca.10V brauchbar, allerdings war die Lok dann stark kurvengefärdet, weil sie jeden Shinkansen locker abgehängt hat.
Ich bin ja kein Elektroniker, aber wenn ich das richtig begriffen habe, dann bekommt bei einseitiger Spannungsabnahme über eine Schiene der Raucher wie auch sonst bei Licht nur die halbe Gleisspannung ab, also die Hälfte von den anliegenden 13,4V digital.
Stimmt das denn nicht mehr oder verstehe ich da was falsch?

Vielleicht liegt es auch an mir selbst, aber wo die 41er nun sogar im Stand oder bei langsamster Fahrt rauchen kann, ist das wesentlich geiler und deutlich auffälliger als bei Warpgeschwindigkeit nur noch eine Rauchfahne über dem Gleis sehen zu können. Das hat nicht viel Spass gemacht, aber nun ist das anders.

Viele Grüsse
Mathi
hallo,
nun, auch ich bin kein Elektroniker, daher einfach mal wieder...
...besten Dank für die viele Infos hier!

Doll wäre, wenn es so einen "Digital-Gleisspannungs-Messadapter"  @5  (Link von Harald) bereits per Artikelnummer ingendwo fertig zu kaufen gäbe. Brauchen tut man diesen offensichtlich in der digitalen Moba-Welt immer wieder.

Zurück zumTthema
Also um auf nummer sicher zu gehen, blieb ich seinerzeit (am Anfang meiner Digitalisierung) im System, d.h. Stromversorgung und Zentrale (TC) kamen von Fleischmann und diese sind auch heut noch im Einsatz.

Dies wusste auch der Schrauber, der meine 41er umbaute.

Ich mag das ja nicht zu weit vertiefen aber frage: darf ich denn nicht davon ausgehen, dass Dekoder der neuesten Generation so ausgelegt sind, dass es denen egal ist, mit welchem System ich fahre, denn auch ich plane auf kurz oder lang mit dem PC zu fahren, da kann es doch nicht angehen, dass dann wieder alles wass ich digital ansteuere, auf das neue System ausgelegt werden muß, oder hab ich da was falsch verstanden in punkto Stromversorgung im +/- 15V bereich. Ich meine damit, reicht es nicht aus, die Steuerung zu benennen, für was braucht der Schrauber noch die Angabe, wie viel Volt ich mit dieser Steuerung auf die Schine bringe?
Gruß Erwin
Hallo Mathi,
OK, das beruhigt mich - leider wird hier im Forum ja sehr oft auch nur herumgegiftet. Deine Erfahrungen mit den Raucherzeugern kann ich insofern durchaus nachvollziehen, als daß bei nur mäßig vollem Tank das Rauchen auch bei niedrigerer Spannung einsetzt. Ich habe aber mal am Labornetzteil gemessen, um zu prüfen, ab wann die Dinger brauchbar arbeiten, und bin da ebenfalls bei ca. 10V gelandet.

Kurz zum Verständnis wegen der einseitigen Anschaltung: Sofern Du nicht noch am Decoder dimmst, hast Du zwangsweise schon 50% Tastverhältnis, weil bei dem Rechtecksignal der Digitalspannung ja nur in einer Phase Spannung am Raucherzeuger anliegt. Ein "normales" DCC-Signal wird von der Zentrale so erzeugt, daß im Mittel beide Phasen gleich sind, also kein Gleichspannungsanteil vorhanden ist. Da Du entweder mit voller Leistung ansteuerst oder eben gar nicht, ist das Tastverhältnis direkt proportional zur eingespeisten Leistung.

Wenn Du aber auf eine reine Gleichspannung umrechnest, gilt diese Betrachtung deshalb nicht, weil sich mit Änderung der Spannung ja auch der Strom ändert. Und der ist bei einem Widerstand proportional zur Spannung. Sprich: Doppelte Spannung -> doppelter Strom -> *vierfache* Leistung. In Deinem Fall: Halbe Spannung -> halber Strom -> ein Viertel der ursprünglichen Leistung. Deshalb kommt da die Wurzel ins Spiel.

Ausgehend von 13,4V Digitalspannung und 50% Tastverhältnis (also halbe Leistung) müßtest Du also bei reiner Gleichspannung mit einer Spannung von ungefähr 9,5V ansteuern, um wieder die gleiche Leistung einzuspeisen.

Insofern bist Du mit den 13,4V eben "an der Kante", wo es je nach Einzelexemplar eben gut funktionieren kann oder auch nicht.

Wie gesagt, mit dem alten Seuthe Öl liefen bei mir die Raucherzeuger ebenfalls recht gut, ich hatte dann welches nachgekauft, das war eine Katastrophe: Bei der ursprünglichen Abstimmung rauchte einfach gar nichts mehr, und wenn es endlich losging, dann "speuzte und spratzte" es gleich richtig los. Dazwischen gab es kaum eine brauchbare Einstellung.

Um nochmal auf Erwins letzten Beitrag zurückzukommen: Bei den Raucherzeugern kommst Du um diese Details leider kaum umhin, eben weil die kleinen Dinger sehr empfindlich auf die Spannung reagieren. Die Decoder (auch "neueste Generation") regeln bisher jedenfalls ihr PWM-Signal am Funktionsausgang nicht nach, mit dem oben geschilderten Zusammenhang zwischen Strom, Spannung und Leistung und der Art der Ansteuerung (Änderung der Gleisspannung oder Änderung de PWM-Tastverhältnisses) hat sich auch schon der Entwickler der genannten Spezial-Firmware ins Knie geschossen, sprich, erst im zweiten Anlauf (Leistung geht mit dem Quadrat der Gleisspannung, aber linear mit dem PWM-Tastverhältnis) klappte es.

Viele Grüße,
Torsten
Hallo Leute,

ich hole diesen Fred mal wieder an's Tageslicht, weil ich zu dem unter #5 angezeigtem Link eine Frage habe.Dieses Messgerät würde ich gerne nachbauen.
Bei der Auswertung des Bildes ist mir soweit alles klar, wo welches Bauteil hingehört. Auch die Lage der Dioden ist erkennbar. Aber eines kann ich leider nicht erkennen, die Polung des Kondensators.

Kann mir von Euch jemand diese Info zukommen lassen ?

Vielen Dank im voraus !

Gruß aus Nordertown


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