Exklusiv bei Conrad
Dm-Toys

Link/Rank-Liste:
Stimme für 1zu160 bei Spurweite-N.de


powered by
World4You.com


Wartung von Lokomotiven und Waggons

Um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten, gehören auch Modelleisenbahnlokomotiven regelmäßig zum Service - worauf es ankommt wird hier kurz beschrieben.

Anzeige:
Menzels Lokschuppen: Ihr N-Spezialist am Rhein

 

Räderreinigung

Die Räder - sowohl Lokomotiven als auch Waggons - sammeln den Schmutz von der Gleisoberfläche auf und es bilden sich harte Schmutzschichten auf den Laufflächen, die zu unrundem Lauf und Kontaktproblemen führen. Diese Schmutzablagerungen verhärten sich sehr stark und sind mitunter sehr schwierig zu entfernen. Bei der Reinigung von Lokrädern, die sich ja nicht von Hand drehen lassen, kann man die Lok immer wieder mal kurz auf die Schienen stellen und sie ein kleines Stück fahren zu lassen. Nachstehend sind einige Möglichkeiten zur Laufflächenreinigung gelistet:

Mit Flüssigkeiten

Mit Alkohol und einem Stück Stoff kann man den Schmutz aufweichen und ablösen. Um den Druck auf das Rad zu erhöhen, kann man den Stoff mit einem Stück Kunststoff oder Holz an die Lauffläche andrücken.

Trocken

Bei kleineren Verschmutzungen kann man mit einem trockenem Stück Stoff die Räder abputzen. Es eignet sich dazu auch ein weiches Stück Holz oder Filz.

Radieren

Mit Radiergummis (besonders in Stiftform, Tuscheradierer in Stiftform) können die Laufflächen abradiert werden. Nach der Reinigung müssen die Laufflächen mit einem Tuch gesäubert werden. Radiererfusseln dürfen nicht in das Innere von Lokomotiven kommen, da sie Schäden am Getriebe verursachen können.

Radreinigungsanlage (Minitrix)

minitrix radreinigungseinlage
Von der Firma Trix gibt es eine Radreinigungsanlage aus leitenden Metallbürsten, die unter Spannung stehen, wodurch sich die Lokräder drehen und der Schmutz von den Laufflächen "heruntergekratzt" wird. Ein Nachteil ist das Kratzen, bei dem die Laufflächen aufgeraut werden und sich Schmutz danach leichter ansetzen kann.


Haftreifen

Haftreifen nützen sich ab und gehören von Zeit zu Zeit gewechselt. Abgenützte Haftreifen bemerkt man daran, dass die Zugkraft der Lok nachlässt. Wie die Haftreifen gewechselt werden, muss man der den Lokomotiven beiliegenden Betriebsanleitung entnehmen.

Ölen, Schmieren

Wie alle beweglichen Teile, gehören auch Lokomotiven geschmiert. In der Betriebsanleitung sollten alle Schmierpunkte gekennzeichnet sein. Prinzipiell gibt es zwei Arten zur Schmierung: Öl und Fett.

Öl

Öl eignet sich für Metallgetriebe, Achslager und Motorwellenlager zur Schmierung. Es sollte nur spezielles modellbahntaugliches Öl verwendet werden, da andere Öle mit der Zeit verharzen können und damit alles lahm legen. Das Öl sollte nur sparsam verwendet werden!

Fett

Für Zahnrad- und Schneckengetriebe aus Kunststoff wird Fett empfohlen. Auch hier sollte man auf modellbahntaugliche Fette zurückgreifen, um keine ungewollten "Nebenwirkungen" zu erleben.

Ein für den Modellbahnbereich gut geeignetes Fett wird in der Kategorie "Tests" vorgestellt.

Entfetten und säubern von Getrieben

Wenn Lokomotiven lange nicht im Einsatz waren (über Jahre hinweg) kann es passieren, dass das Schmieröl verharzt (sollte bei neuen, modellbahntauglichen Ölen nicht mehr vorkommen) und das Getriebe gereinigt gehört. Auch bei Betrieb in verstaubten Räumen oder durch intensiven Anlageneinsatz kann das Getriebe stark verschmutzen und bedarf einer Reinigung. Am leichtesten lässt sich ein Getriebe im zerlegtem Zustand mit Alkohol reinigen - allerdings braucht man dazu auch einige Erfahrung - das Getriebe will auch wieder zusammengebaut werden. Alternativ kann man ein Getriebe auch im eingebauten Zustand mit Alkohol und Tücher (eventuell Wattestäbchen, allerdings darauf achten, dass die Watte nicht bei den Zahnrädern hängen bleibt) reinigen und mit Luft ausblasen zu versuchen, um das Getriebe sauber zu bekommen.


Das sagen User zu diesem Thema (die letzten 5 Beiträge, 16 Beiträge insgesamt):

Am: 01.05.18 15:08

Verölte, verharzte Lok's und vor allem auch die Motoren reinige ich im Ultraschall-Bad. Vorher Kohlebürsten aus dem Motor entfernen. Als Reinigungsflüssigkeit hat sich Waschbenzin (kein Feuerzeugbenzin) oder auch SR24 bewährt. Hierzu habe ich ein kleines Youtube-Video erstellt, das unter folgendem Link zu finden ist: https://www.youtube.com/watch?v=JLw1mxY5IYs&t=357s
Alternativ zum Ultraschall funktioniert SR24 sehr gut. Bei verharztem Gestänge einer Dampflok, insbesondere ältere Fleischmann-Loks neigen dazu, stelle ich die Lok (ohne Tender, weil da der Motor drin ist) bis zur Oberkante Räder in SR24. Nach 2 bis 3 Tagen im SR24-Bad, je nach Grad der Verhartzung/Verschmutzung auch länger, ist alles wieder sauber und läuft wie neu.
Radsätze die arg verschmutzt sind, teils auch angelaufen oder gar mit Flug- oder Weißrost behaftet sind, reinige ich mit dem Drehmel. Als Aufsatz nehme ich eine Metallbürste. Mit einem Finger das gegenüberliegende Rad leicht bremsen, sonst drehen die Räder zu schnell und die Lager werden heiß. 5 Sekunden pro Rad sind ausreichend und die Lauffläche ist blank wie neu.
Am: 26.02.17 12:03

Verschmutzte Räder, verdrecktes Getriebe sind bei mir ein Fremdwort.
Ich halte meine Anlage ( 45 Jahre alt ) sauber, indem ich die Gleise mit Pinsel und Staubsauger hin und wieder absauge. So bleibt automatisch mein gesamter Fuhrpark sauber.
Simpel einfach und sehr effizient !
Am: 21.03.15 22:12

Reinigung von Radsätzen OHNE Haftreifen
Ist zwar etwas umständlich, kostet Zeit ohne Ende, bringt aber Ergebnise welche mich freuen.
In der Bucht habe ich ein 6-gliedriges Piko DoSto-Modell erstanden. Die Radsätze waren vollständig, es war auch nix abgebrochen.
ABER...Die Radsätze waren fast alle ziehmlich versift. An den Spitzenlagern war Rost oder gehärtetes Fett und die Laufflächen sahen aus, als wäre der Zug durch frisches Bitumen gefahren.
Ich habe alle Radsätze demontiert, vorsichtig in das 3-Backenfutter meiner Mini-Drehe eingespannt und an das freie Rad mit einem Streichholz einen Tropfen Bremsenreiniger aufgebracht und dann vorsichtig Edelstahlwolle drangehalten.
Immer nur kurze Zeit und immer wieder nachschauen ob noch Dreck da ist. Dann den Radsatz umdrehen....usw.
Da mein Fuhrpark noch nicht so sehr gross ist und ich viel in der Bucht kaufe, habe ich das bei allen meinen Fahrzeugen gemacht. Bis auf die Radsätze des BR65 Tenders, da diese mit Haftreifen bestückt sind.
Bei den Radsätzen von BR118 und der CSD wurde zusätzlich noch der Innenring für die Stromabnahme poliert.
Mein Fazit:
Es dauert, aber es bringt sehr gute Resultate. Wer keine Drehbank hat, eine Bohrmaschine hat auch ein 3-Backenfutter. Wichtig ist nur, das man die Lauffläche einspannt und nicht den Spurkranz. Achso...150 U/min am Futter reichen zum polieren völlig aus.
Gruss
DerHolger
Am: 02.09.11 19:26

Hallo Eisenbahner, der Belag der sich auf Räder und Schienen unablässig absetzt
ist unser aller Problem. Ich habe mir eine Technik der Radreinigung ausgedacht.
Lok / Wagen fest auf der Rückseite fixieren, dann angespitzten Pinsel (der dann ohne Borsten) mit ein wenig Watte an der Spitze einwickeln. Als Reiniger verwende ich Aceton. Klappt prima. Für die Schienen habe ich mir einen längeren Stiel an dem
unten eine Schienenbreite bewegliche Platte an die ich ein, ebenfalls mit Aceton
getränktes, Läppchen befestige.
Am: 08.09.09 21:03

Hallo,
ich verwende seit Jahren Bremsenreiniger aus dem Kfz-Bereich um Räder, Getriebe und Motoren zu reinigen. Entfernt Öl und Fett rückstandlos.
Die jahrelange Erfahrung hat gezeigt, das der Kunststoff nicht angegriffen wird, ebenso die Lackierung und Beschriftung der Fahrzeuge (falls widererwarten doch mal was daneben gehen sollte) bleibt unangetastet.
Es ist aber vorsicht beim Umgang mit Bremsenreiniger geboten, da dieser leicht entzündlich ist und auch nur in gut belüfteten Räumlichkeiten verwendet werden sollte.
Gruß
Marco



Zum Seitenanfang

© by 1zu160.info; Stand: 21. 09. 2007; Seitenaufrufe laufender Monat: 189; Vormonat: 517;