Anzeige:
THEMA: Wer entlackt seine Modelle mit Sandstahl?
THEMA: Wer entlackt seine Modelle mit Sandstahl?
JMPet - 12.02.09 15:15
Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren, ob es unter Euch Bastler gibt, die ihre Modelle mit einem Sandstrahl von der Hersteller seitig aufgebrachten Farbe befreien, bevor es an eine Neulackierung geht.
Ich spiele mit dem Gedanken mir eine Böhler Strahlkabine (Best.-Nr.: 320 650) zu zulegen - Produktinfo bei Conrad: http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaett...ler_Strahlkabine.pdf
Kennt jemand dieses Gerät und welche Erfahrungen gibt es? Welches Strahlmittel sollte für Kunststoffgehäuse verwendet werden?
Für Informationen wäre ich dankbar.
Gruß Michael
mich würde mal interessieren, ob es unter Euch Bastler gibt, die ihre Modelle mit einem Sandstrahl von der Hersteller seitig aufgebrachten Farbe befreien, bevor es an eine Neulackierung geht.
Ich spiele mit dem Gedanken mir eine Böhler Strahlkabine (Best.-Nr.: 320 650) zu zulegen - Produktinfo bei Conrad: http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaett...ler_Strahlkabine.pdf
Kennt jemand dieses Gerät und welche Erfahrungen gibt es? Welches Strahlmittel sollte für Kunststoffgehäuse verwendet werden?
Für Informationen wäre ich dankbar.
Gruß Michael
Günter König - 12.02.09 17:39
Moin,
irgendwo gab es doch mal einen Staubsauger, der den Teppich entstauben und gleichzeitig der Dame des Hauses die Haare in Position bringen konnte ...... .
.png)
Ernsthaft jetzt:
möglicherweise wäre die Verwendung von Eis besser, nennt man auch "Trockeneisstrahlen".
Angeblich ist diese Methode schonender und der Materialabtrag soll unter einem 1000stel mm liegen bei entsprechendem Werkzeug.
Bei Sand ist der Lack zwar anschließend ab, aber was ist bei Kunststoff mit dem Rest ?
Versuch macht kluch .....
Gruß,
Günter
irgendwo gab es doch mal einen Staubsauger, der den Teppich entstauben und gleichzeitig der Dame des Hauses die Haare in Position bringen konnte ...... .
Ernsthaft jetzt:
möglicherweise wäre die Verwendung von Eis besser, nennt man auch "Trockeneisstrahlen".
Angeblich ist diese Methode schonender und der Materialabtrag soll unter einem 1000stel mm liegen bei entsprechendem Werkzeug.
Bei Sand ist der Lack zwar anschließend ab, aber was ist bei Kunststoff mit dem Rest ?
Versuch macht kluch .....
Gruß,
Günter
Hallo,
zum Entlacken wird allerseits Bremsflüssigkeit empfohlen.
Grüße, Peter W.
zum Entlacken wird allerseits Bremsflüssigkeit empfohlen.
Grüße, Peter W.
Hallo,
Wobei von dieser Methode auch oft abgeraten wird.
Strahlen von Kunststoffemodellen halte ich für fragwürdig. Ich kenne das eigentlich nur von Metallmodellen.
Gruß
Rainer
Zitat
zum Entlacken wird allerseits Bremsflüssigkeit empfohlen
Wobei von dieser Methode auch oft abgeraten wird.
Strahlen von Kunststoffemodellen halte ich für fragwürdig. Ich kenne das eigentlich nur von Metallmodellen.
Gruß
Rainer
Günter König - 12.02.09 18:03
N-Spur-Blaulicht - 12.02.09 22:22
Servus,
es gibt von Badger ein Sandstrahlset mit Aluminiumoxid-Pulver. Damit entlacke ich filigrane Kunststoffmodelle. Haken an der Geschichte ist, dass das Pulver sauteuer ist und leicht eingeatmet werden kann, weswegen unbedingt eine Kabine oder zumindest eine Maske zu empfehlen ist. Die Intensität ist recht leicht zu dosieren, mit einem Minimum an Voreinstellungen schaffst Du es, dass das Modell am Ende dann nach dem Säubern sofort grundiert werden kann. Die Oberfläche ist schon minimal aufgeraut und somit sparst Du Dir den Grundschliff.
Ansonsten geht zum Entlacken normalerweise auch die Flüssigkeit von Lux.
Gruß
Chris
es gibt von Badger ein Sandstrahlset mit Aluminiumoxid-Pulver. Damit entlacke ich filigrane Kunststoffmodelle. Haken an der Geschichte ist, dass das Pulver sauteuer ist und leicht eingeatmet werden kann, weswegen unbedingt eine Kabine oder zumindest eine Maske zu empfehlen ist. Die Intensität ist recht leicht zu dosieren, mit einem Minimum an Voreinstellungen schaffst Du es, dass das Modell am Ende dann nach dem Säubern sofort grundiert werden kann. Die Oberfläche ist schon minimal aufgeraut und somit sparst Du Dir den Grundschliff.
Ansonsten geht zum Entlacken normalerweise auch die Flüssigkeit von Lux.
Gruß
Chris
Hallo Michael,
bis auf ein Gehäuse auf den Bildern sind von alle anderen Kunststoffgehäusen Beschriftungen
und Farben abgestrahlt worden.
Strahlmittel : Glasperlen
Druck ca. 2 bis 3 bar
http://www.knmodelle.de/index.php?option=com_ph...;id=25&Itemid=83
Gruß
Hans-Dieter
bis auf ein Gehäuse auf den Bildern sind von alle anderen Kunststoffgehäusen Beschriftungen
und Farben abgestrahlt worden.
Strahlmittel : Glasperlen
Druck ca. 2 bis 3 bar
http://www.knmodelle.de/index.php?option=com_ph...;id=25&Itemid=83
Gruß
Hans-Dieter
Sandstrahlen oder mit Al-Pulver ist auf Kunststoffgehäuse arg grob. Würde ich nicht empfehlen, zu schnell bringt man zuviel Energie auf die Teile auf und das führt zu Microrissen, die sich später durch Auftrag von Grundierung und Farbe durch die enthaltenen Lösungsmittel weiten können und das Gehäuse zerstören können.
Das Glasperlstrahlen ist eine ideale Möglichkeit. Wird auch sonst bei empfindlichen Oberflächen angewandt (z.B. Alufelgen).
Das Glasperlstrahlen ist eine ideale Möglichkeit. Wird auch sonst bei empfindlichen Oberflächen angewandt (z.B. Alufelgen).
Hallo, also wir haben eine Sandstrahlmaschine auf der Arbeit und ich weiß ich ob das ne gute idee ist n-modell damit zu enlacken ich glaube das wird nicht klappen da gehen alle details verloren... Ich würde einfach die Modelle überlacken ....
Hallo David,
gestrahlt wird nicht mit Stahlkies oder Edelkorund wie in der Industrie, sondern mit Glaskugeln
aus Kunststoff. Perlshoting nennt man das Verfahren. Modellbauer verwenden ein noch weitaus
weicheres Strahlmittel Wallnußgranulat. Damit strahle ich selbst Bauteile die in Ätztechnik ent-
standen und die zu Baugruppen zusammen gelötet worden sind. Der Strahldruck muß äußerst
klein gehalten werden, sonst kommt es zu einer sogenannten Kaltverfestigung der Oberfläche,
mit anderen Worten die Bauteile behalten nicht ihre gewünscht Form.
Das Ganze ist Erfahrung, glauben ist ein anderer Part.
In diesem Sinne
Hans-Dieter
gestrahlt wird nicht mit Stahlkies oder Edelkorund wie in der Industrie, sondern mit Glaskugeln
aus Kunststoff. Perlshoting nennt man das Verfahren. Modellbauer verwenden ein noch weitaus
weicheres Strahlmittel Wallnußgranulat. Damit strahle ich selbst Bauteile die in Ätztechnik ent-
standen und die zu Baugruppen zusammen gelötet worden sind. Der Strahldruck muß äußerst
klein gehalten werden, sonst kommt es zu einer sogenannten Kaltverfestigung der Oberfläche,
mit anderen Worten die Bauteile behalten nicht ihre gewünscht Form.
Das Ganze ist Erfahrung, glauben ist ein anderer Part.
In diesem Sinne
Hans-Dieter
hallo
also das Böhler Kästchen - sorry - aber vergiss es.
Habe selber so ein Ding mal gehabt , ich kam nicht klar damit.
Sandstrahlen von Kunststoff ist so eine Sache.
Sagen wir es einmal so - es geht man aber muss wissen wie.
Wir haben selber in unserer Firma einen Zulieferer der Sandstrahlt Teile für uns, der hat es mal versucht und mein Probeteil in 2sec zerschossen.Dieser sagte auch es geht eigentlich nicht.Aber er will nicht ausschliessen das mit dem richtigen Strahlmittel, der richtigen Anlage und dem richtigen Fachwissen man es machen kann.
Hab im November in Köln auf der IMO bei KTD/HHB durch zufall mitbekommen das die Kunststoffteile Sandstrahlen auch im Kundenauftrag. Die haben mir im Dezember Teile gemacht und muss sagen , ja es geht. Man gab aber dort zu das man sehr lange daran getüftelt habe. Die haben mir für 5 Teile 10,00€ abgenommen.
Hab die Teile im Januar lackiert und muss sagen unterschied zu überlackierten Teilen ist gigantisch.Es sieht um welten besser aus. Ich werde in Zukunft mir die Teile bei dehnen Sandstrahlen lassen.
Der Unterschied ist gewaltig , auf der anderen Seite kostet es weniger als selber sowas kaufen , experementieren und tüfteln. Dafür mache ich zuwenig . Für 10 - 20 Teile im Jahr rechnet es sich nicht nee Kiste kaufen 100,00€ + Kompressor noch mal 100,00€ + Strahlgut + Schrott verbauen bis das es past.
Achja Korund geht übrigens nicht - damit hat mein Sandstrahler meine Teile zerpflückt. Glasperlen geht auch nicht , weil die sind noch härter .Die zerreissen den Kunststoff.Dabei können wohl rissen auftreten.
Es gibt da wohl noch was anderes , was wollte man mir aber nicht sagen. Nur das KTD für Kunststoffteile anderes verwendet als für Metallteile. Das wären 2 völlig verschiedene Welten.Daher könnten auch Sandstrahlbetriebe die Metall strahlen nicht Kunststoff strahlen.Die Sammeln daher die Metallteile und machen 1x die Woche nur Metall und 4 Tage nur Kunststoffteile. Weil die die Anlage komplett umstellen müssen dafür.
Wie gesagt es geht , man muss nur wissen wie.
Die Chemiekeule Bremsflüssigkeit ging früher mit der blauen Blauenbremsflüssigkeit - diese ist aber mitlerweile verboten weil angeblich Krebserregend.Die gelbe ist zu aggresiv und löst Plastik auf.
Also ich würde Bremsflüssgkeit nicht versuchen.Hatte der Kollege ja auch schon erwähnt weiter oben.
ratze68
also das Böhler Kästchen - sorry - aber vergiss es.
Habe selber so ein Ding mal gehabt , ich kam nicht klar damit.
Sandstrahlen von Kunststoff ist so eine Sache.
Sagen wir es einmal so - es geht man aber muss wissen wie.
Wir haben selber in unserer Firma einen Zulieferer der Sandstrahlt Teile für uns, der hat es mal versucht und mein Probeteil in 2sec zerschossen.Dieser sagte auch es geht eigentlich nicht.Aber er will nicht ausschliessen das mit dem richtigen Strahlmittel, der richtigen Anlage und dem richtigen Fachwissen man es machen kann.
Hab im November in Köln auf der IMO bei KTD/HHB durch zufall mitbekommen das die Kunststoffteile Sandstrahlen auch im Kundenauftrag. Die haben mir im Dezember Teile gemacht und muss sagen , ja es geht. Man gab aber dort zu das man sehr lange daran getüftelt habe. Die haben mir für 5 Teile 10,00€ abgenommen.
Hab die Teile im Januar lackiert und muss sagen unterschied zu überlackierten Teilen ist gigantisch.Es sieht um welten besser aus. Ich werde in Zukunft mir die Teile bei dehnen Sandstrahlen lassen.
Der Unterschied ist gewaltig , auf der anderen Seite kostet es weniger als selber sowas kaufen , experementieren und tüfteln. Dafür mache ich zuwenig . Für 10 - 20 Teile im Jahr rechnet es sich nicht nee Kiste kaufen 100,00€ + Kompressor noch mal 100,00€ + Strahlgut + Schrott verbauen bis das es past.
Achja Korund geht übrigens nicht - damit hat mein Sandstrahler meine Teile zerpflückt. Glasperlen geht auch nicht , weil die sind noch härter .Die zerreissen den Kunststoff.Dabei können wohl rissen auftreten.
Es gibt da wohl noch was anderes , was wollte man mir aber nicht sagen. Nur das KTD für Kunststoffteile anderes verwendet als für Metallteile. Das wären 2 völlig verschiedene Welten.Daher könnten auch Sandstrahlbetriebe die Metall strahlen nicht Kunststoff strahlen.Die Sammeln daher die Metallteile und machen 1x die Woche nur Metall und 4 Tage nur Kunststoffteile. Weil die die Anlage komplett umstellen müssen dafür.
Wie gesagt es geht , man muss nur wissen wie.
Die Chemiekeule Bremsflüssigkeit ging früher mit der blauen Blauenbremsflüssigkeit - diese ist aber mitlerweile verboten weil angeblich Krebserregend.Die gelbe ist zu aggresiv und löst Plastik auf.
Also ich würde Bremsflüssgkeit nicht versuchen.Hatte der Kollege ja auch schon erwähnt weiter oben.
ratze68
Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->
Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account
Zum Seitenanfang
© by 1zu160.net;
