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THEMA: Neues Stärz Businterface

THEMA: Neues Stärz Businterface
Startbeitrag
Peter W. - 09.01.09 09:51
Hallo,

habe mir aus Interesse die Produktbeschreibung angesehen.

Ich möchte mir dazu eine Kritik erlauben: Bei aller Wertschätzung für die Leistung, warum um alles in der Welt bringt man in der heutigen Zeit noch ein Computerinterface als Neukonstruktion ohne eingebautes USB Interface?

Da man ohnehin schon einen PIC 18F2420 verwendet, was ich löblich finde, hätte man da nicht gleich einen geeigneten Typ mit eingebautem USB Interface verwenden können, z.B. 18F2455 oder dergleichen?

Grüße, Peter W.

Die USB-Diskussion gab es schonmal. Bei den benötigten Baudraten braucht man das nicht. Die Entwicklung/Anpassung des USB-Treibers lohnt sich nicht bei den Stückzahlen. Zumal der ja für alle möglichen Systeme gebaut werden müsste.

Die Idee eines Interfaces mit integrierter Buszentrale ist übrigens auch nicht neu...

Grüße
Daniel
@1

Zitat

Bei den benötigten Baudraten braucht man das nicht


Ein Interface, das an keinen heutigen Rechner anschließbar ist, braucht man überhaupt nicht egal mit welcher Baudrate.

Zitat

Die Entwicklung/Anpassung des USB-Treibers lohnt sich nicht bei den Stückzahlen


Ob sich die Entwicklung eines Interfaces ohne nutzbaren Rechneranschluß lohnt, wage ich noch mehr zu bezweifeln.

Zitat

Zumal der ja für alle möglichen Systeme gebaut werden müsste.


Eigentlich nur für Windows, da hier die meisten kommerziellen Steuerungsprogramme angeboten werden. Für die Linuxbastler findet sich garantiert einer aus jenem Kreis, der den nötigen Treiber umsonst herstellt.

Übrigens, wenn man denn absolut kein USB machen will, es gäbe da ja auch noch Ethernet...

RS232 ist ungefähr so sinnvoll wie einen neuen Scanner mit SCSI-Anschluss zu verkaufen.

Die Zeiten wo man die Treiberentwicklung auf die Software-Hersteller und die Anwender abwälzen konnte, sind vorbei.

LG
Helmut
Bei großen Teilen der MoBa-Hersteller scheint noch immer die serielle Schnittstelle Standard zu sein... es gibt wohl Leute, die ihrem alten mal vor Jahren geschriebenen Code nicht untreu werden können.
Was solls, ich selber hab noch für ein paar Leute alte vor 15 Jahren geclipperte Software noch gerade anpassen "dürfen"... never change a running system.
Ein einziger Windows-Treiber reicht heute schon längst nicht mehr. Um marktfähig zu sein, bedarf es derer mindestens 3: XP 32bit, Vista 32bit, Vista 64bit. Die XP 64bit und Win 2000 Varianten noch gar nicht mal gezählt.

Wer kein RS232 hat, kann einen entsprechenden USB-Adapter nehmen.

Mich stört an dem Interface eher, dass es nur den Trix-Standard anbietet, der ein umständliches Polling benötigt. Das ist definitiv Steinzeit.

Gruß
Daniel
@ Daniel: hat das alte Trix-Interface nicht D & H gefertigt? Daher auch die Meinung von Software-Recycling...
> Bei großen Teilen der MoBa-Hersteller scheint noch immer die serielle Schnittstelle Standard zu sein...

> Die Entwicklung/Anpassung des USB-Treibers


Das mit dem Treiber ist doch kein Problem wenn man sich an eines von allen Chipsets hält für die ein RS232 über USB Treiber schon existiert. Es gibt zwar keinen RS232-USB Standard (Im Gegensatz zu USB Mass Storage) aber genug unterstützte Chipsets. Ausserdem kan man dann sein legacy-RS232 weiterverwenden. Dass da dann serielles über USB läuft braucht ja der Anwender nicht mitbekommen. Ein Beispiel wo das funktioniert ist der Loconetbuffer2. (Dass JMRI dann einen veraltetes Javamodul benutzt um RS232 umzusetzen ist ja nicht der Fehler dieses Teils)

Harald.
@Peter8: IMHO kommt auch das alte Trix Interface aus der Schmiede von D&H, so wie die meisten SX-Komponenten aus der Zeit. Eine großartige Neuentwicklung steckt in dem hier diskutierten Interface also nicht drin.

@haba: Mir ist auch bekannt, dass es generische USB-Treiber von den Herstellern der Microcontroller (Microchip, Atmel, etc.) gibt. Die notwendige Anpassung wäre, dass dann nicht "PICxxxxxx USB Device" o.ä., sondern der eigentliche Geräte-/Herstellername steht und zudem evtl. noch ein angepasstes Konfigurationsmenü gebaut werden muss.

Grüße
Daniel
Hallo zusammen,

hier meine Meinung:
Zitat

Bei aller Wertschätzung für die Leistung, warum um alles in der Welt bringt man in der heutigen Zeit noch ein Computerinterface als Neukonstruktion ohne eingebautes USB Interface?


Was ist mit älteren Läptops ohne USB? Sollen die dann einen USB->RS232-Wandler nehmen...? Egal, was gemacht wird, es wird nie richtig sein. Für alle nicht RS232-Besitzer gibts's ja den angebotenen Wandler USB->RS232.

Zitat

Da man ohnehin schon einen PIC 18F2420 verwendet, was ich löblich finde, hätte man da nicht gleich einen geeigneten Typ mit eingebautem USB Interface verwenden können, z.B. 18F2455 oder dergleichen?


Ein USB-Produkt zu entwickeln bedarf einiges mehr an Arbeit/Entwicklung als ein RS232-Produkt - da entfällt die Treiberproblematik/-anpassung und ist somit dem Grunde nach unter allen gängigen Betriebssystemen verfügbar. Ich nutze z.B. auch RocRail unter Linux (openSUSE 11.0).

Und, hinter vielen MoBa-Firmen steht oft KEIN Heer an Entwicklern - alles muss mit wenig personellen Kapazitäten erfolgen. Somit können nicht immer alle technisch möglichen Features in ein Produkt einfließen, denn je mehr Features, desto komplizierter wird nun mal das Produkt...

Zurück zur Sache an sich: Das Businterface ist für Anwender gedacht, welche z.B. mit DCC fahren, jedoch die Vorzüge von Selectrix zum Schalten und Melden nutzen wollen. Was brauchen diese Anwender? Richtig, ein "Ding", welches den SX-Bus generiert und eine Verbindung zum PC herstellen kann - beides beherrscht das neue Businterface. Und für alle Besitzer neuer EDV-Technik gibt's bei Bedarf den passenden USB->RS232 Wandler für kleines Geld dazu. Achja, das Geld: das Preis ist, gemessen an der Funktion, sehr interessant!

Da das Bisinterface nach dem TRIX-Standard arbeitet, ist somit die Kompatibilität zu den gängigen MoBa-Steuerungs-Programmen gegeben.
Was will man für die Anwendung Schalten/Melden per SX mehr?


Grüße
SX1-Norbert
Hallo,

die interessante Frage (hat das jemand mal gemessen?) ist, welche Datenrate ich bei 2Byte-weisem Polling über einen USB-seriell Konverter erhalte. Ich würde einen Faktor von 5-10 an Verlust gegenüber dem theoretischen Maximalwert erwarten. Und dann kann man die 13Mal pro Sekunde fürs Melden schon einmal in die Tonne kloppen.

Grüße, Axel
Edit: Ein gutes Angebot bezogen auf den Preis ist es sicher.
Hallo,
am besten wär es wohl, wenn ein Interface beide Schnittstellen hätte, also RS232 und USB.
Dann hätte ich aber gerne auch noch folgende Schnittstellen integriert:
Parallelport,  Gigabit LAN RJ-45 und IEEE 1394.
Ich könnte noch ein paar Standards hinzufügen.
Aber dann wird es lächerlich, was es sowieso schon ist.

Grüße von Ernie.
@8

Zitat

Was ist mit älteren Läptops ohne USB? Sollen die dann einen USB->RS232-Wandler nehmen...? Egal, was gemacht wird, es wird nie richtig sein.



Wie alt sollen denn diese "älteren" Laptops sein? Gerade bei Laptops/Notebooks wurde doch RS232 schon lange vor den letzten Desktops durch USB ersetzt.

Zitat

Zurück zur Sache an sich: Das Businterface ist für Anwender gedacht, welche z.B. mit DCC fahren, jedoch die Vorzüge von Selectrix zum Schalten und Melden nutzen wollen.



Einverstanden. Und wenn diese DCC-Fahrer auch nicht gerade eine nagelneue Zentrale haben, ist die möglicherweise gerade noch vorhandene RS232-Schnittstelle auf ihrem Alt-PC (also schätzungsweise 5 Jahre alt und noch mit WinXP) belegt. Und jetzt?

Zitat

Und für alle Besitzer neuer EDV-Technik gibt's bei Bedarf den passenden USB->RS232 Wandler für kleines Geld dazu



Und gerne eine Menge Probleme dazu, denn oft genug funktioniert diese Kombination ein bischen mehr oder weniger. Beispiele gefällig?

ESU-Lokprogrammer: CV auslesen und schreiben geht, Sounds aufspielen geht manchmal, Firmware aufspielen geht überhaupt nicht. Getestet an 4 verschiedenen Rechner.
Das Gerät wird mit USB-Wandler im Bundle verkauft.

Tran Soundprog: Ach nee, wenn ich darüber schreibe, muß ich mich bloß wieder ärgern.

Der Aberglauben vom "Uralt-PC" im Moba-Keller mit Win98 und Pentium 1 Prozessor stirbt in der Moba-Branche einfach nicht aus.

Historische Grüße
Helmut
Hallo,

aus Sicht der Hersteller sollte man entweder beides anbieten, USB und RS232.
Oder man bietet das an, was sich besser und mehr verkaufen läßt.
Schon mal was von "Marketing" gehört.

Schönes Wochenende und Grüße von Ernie.
Hallo,

oder man bietet das an, was günstiger in der Entwicklung ist.
Schon mal was von "Kosten" gehört?

Ich denke hier gehts ums Geld, denn Entwicklungszeit kostet doch einiges. Da ist es doch einfacher und günstiger, einen fertigen USB-RS232 Wandler anzubieten.

Viele Grüße, Marco
Guten Morgen,

Zitat

Der Aberglauben vom "Uralt-PC" im Moba-Keller mit Win98 und Pentium 1 Prozessor stirbt in der Moba-Branche einfach nicht aus.


Richtig, ich zelebriere diesen sogar ganz praktisch, indem ich jedes mal, wenn ich MoBa mit PC steuern will, meinen MoBa-PC AMD K6-2 mit 450 MHz, 512 MB RAM (SD-RAM), 30 GB HDD (PATA) starte. Und keiner mag das in Zeiten von Quad Core erwarten: es funktioniert. Ich freue mich jedes mal

Für die "richtige" Hardwarelösung einer RS232-Schnittstelle z.B. hier:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=E7...af80d147961213592905

Zitat

ESU-Lokprogrammer: CV auslesen und schreiben geht, Sounds aufspielen geht manchmal, Firmware aufspielen geht überhaupt nicht. Getestet an 4 verschiedenen Rechner.
Das Gerät wird mit USB-Wandler im Bundle verkauft.

Tran Soundprog: Ach nee, wenn ich darüber schreibe, muß ich mich bloß wieder ärgern.


Da ist die Frage: Liegt's wirklich am Wandler oder an der Software, welche den Lokprogrammer bzw. den Tran Soundprog. bedienen soll...?! Wenn es mit einer "richtigen" RS232 funktioniert, mit dem Wandler aber zu Problemen führt, liegt es nahe, dass der Wandler Probleme macht. Allerdings gilt es oft auch die Treiber der Wandler zu konfigurieren - stimmt hier eine Einstellung nicht, macht alles keinen Spaß... Wie auch immer, die Problemquelle kann vielschichtig sein und Allgemeinaussagen "Alle Wandler sind problembehaftet..." oder "Nur richtige USB-Schnitstelle ist das Wahre..." sind sehr schwer zu beweisen. Gerade auch im USB-Segment sind Treiber teils unsauber programmiert - das Resultat sind Verbingsabbrüche während des Betriebs bzw. nichts sagende Fehlermeldungen beim Verbingsaufbau/Betrieb.

Der von Stärz angebotene USB -> RS232-Wandler wird kompatibel zu deren Produkt beworben, für mehr muss auch nicht gehaftet werden. Ob das Ding nun andere Zentralen mit RS232 ebenfalls bedienen kann, liegt nicht in der Verantwortung derer, die den Wandler für ihr Produkt vertreiben.

Zitat

Dann hätte ich aber gerne auch noch folgende Schnittstellen integriert:
Parallelport,  Gigabit LAN RJ-45 und IEEE 1394.


Ich wünsche mir noch WLAN (aber nur mit WPA2+, damit der Nachbar nicht feindlich meine Loks übernehmen kann)

Zitat

aus Sicht der Hersteller sollte man entweder beides anbieten, USB und RS232.
Oder man bietet das an, was sich besser und mehr verkaufen läßt.
Schon mal was von "Marketing" gehört.


und
Zitat

oder man bietet das an, was günstiger in der Entwicklung ist.
Schon mal was von "Kosten" gehört?

Ich denke hier gehts ums Geld, denn Entwicklungszeit kostet doch einiges. Da ist es doch einfacher und günstiger, einen fertigen USB-RS232 Wandler anzubieten.


Genau das ist der Spagat, den die Hersteller, gerade auch im MoBa-Markt, ständig machen müssen: nah am Kunden und dennoch preiswert. Da muss man teils mit Kompromissen leben, die jedoch nicht immer schlecht sein müssen. Wie gesagt, gemessen an dem, was das Produkt letztendlich können soll.
Für das Stärz Businterface: Knapp 50 EUR (Bausatz) für ein Interface mit SX-Bus-Erzeugung ist wirklich eine Ansage... Da bleibt mehr Geld für andere Anschaffungen fürs Hobby übrig - das ist auch nicht schlecht


Meint
SX1-Norbert
Guten Morgen,

Zitat

Schon mal was von "Kosten" gehört?



Kosten alleine macht es nicht. Das Ding muß sich auch verkaufen lassen und zwar in entsprechender Stückzahl. Ich habe schon Firmen gesehen, die sich nur an den Herstellungskosten orientiert haben und die sind dann doch mit vollem Lager den Bach (Pleite) runter gegangen. Und manche stehen kurz davor, auch in der Mobawelt.

Grüße von Ernie.


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