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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Werden die Motoren der Hersteller schlechter?

THEMA: Werden die Motoren der Hersteller schlechter?
Startbeitrag
Westerland - 25.10.26 15:06
Hallo zusammen,
in den letzten Jahren häufen sich bei mir die Ausfälle von Lokmotoren.

Ich bin Betriebsbahner und habe eine sehr große Anlage, wo die Loks dann durchaus Strecke machen. Vom Schattenbahnhof über die Anlage bis zurück in den Schattenbahnhof dürften etwa 20m Strecke sein.

Hinzu kommt eine 7m lange Rampe vom Schattenbahnhof zur ersten Anlagenebene mit ca. 2,5% Steigung, was den Lokomotiven bei den teils sehr langen Zügen einiges abverlangt.

Trotzdem: die Motorausfälle konzentrieren sich auf bestimmte Hersteller. Während es bei Arnold, Minitrix, Liliput, Roco, Kato oder Brawa überhaupt keinen Ausfall gab, machen Fleischmann Hobbytrain und Piko regelmäßig Probleme:

- Fleischmann V100 Ost - Motor nach rund 2 Jahren defekt
- Fleischmann 3Poler - Motorkollektor setzt sich immer wieder mit Kohlenabrieb zu
- Piko V200 - Motor bereits nach wenigen Wochen ausgefallen und auf Garantie getauscht.
- Hobbytrain Bügelfalten 110 - Motor der maximal 2 Jahre alten Lok läuft immer schlechter
- Hobbytrain Bügelfalten 112 - Motor der maximal 1 Jahr alten Lok läuft zunehmen rauh
- Hobbytrain 189 - Motor nach etwa 4 Jahren defekt

Anscheinend werden bei Loks, die 200,00 € kosten, teilweise Billigmotoren verbaut, die unter 5,00 € kosten.

Meine älteste Lok ist eine BR 112 (Ost), die ich ungefähr 1992 gekauft habe. Der Motor läuft bis heute zwar recht laut aber sehr weich und zuverlässig.

Hatte Roco damals die besseren Motoren? Haben Minitrix, Arnold und Brawa heute diem besseren Motoren oder liegt die Häufung der Probleme bei mir an den langen Strecken?

Eventuell liegt es auch am Digitalbetrieb Selectrix. Dagegen würde sprechen, dass die Roco 112 seit 1994 unter Selectrix betrieben wird und keinerlei Motorprobleme hat.

Fragen über Fragen....

Viele Grüße,
Mathias


Moin,

bei genau jenen genannten drei Marken gilt grundsätzlich eindeutig:

JA.    JA.     JA.

Doch genau das haben wir hier im Forum schon mehrere Male zur Genüge durchgekaut.

OHNE dass eine Besserung eingetreten ist.

So geht: KONTRAproduktivität.

Wie sage ich immer: Der Motor ist das HERZ eines Tfz: Seien Betroffene froh, dass gewisse Firmen zumindest keine Herzschrittmacher produzieren ...

Und ebenso frohgemut und lebendig zeigen sich Hersteller und Lieferanten vom GAMs als Ersatz zum Austauschen.

Tja: "Wie ruiniere ich sehend den Ruf einer Branche / eines Hobbies" ...

Beste Grüße, Norrskenet
Hi Mathias,

Das ist Alltag in jeder Industrie.
Es werden täglich neue Lieferquellen gesucht. Kriterium ist nicht lange halten, sondern die Garantie überstehen. Auch wenn für nur einen Cent etwas länger halten könnte, es wird nicht eingesetzt. Ganz im Gegenteil, weil dann das allerfetteste ET Geschäft erst beginnt.

So ist unsere Gesellschaft.

LG ChristiaN
Wenn ich was verdienen will, muß ich billig herstellen. Und sinkt die Kaufkraft weiter, muss ich noch billiger werden. Schönen Sonntag noch.

Hallo,
Früher gab's genug Modellbahner und die Ware war Made in Germany
Heute kommen noch EU Gesetze dazu, wie Kunststoffe ohne Weichmacher etc.
Lohnkosten sind  bei uns zu hoch und weniger Modellbahner vorhanden, Auslagerung nach Südostasien und Ostblock
Was soll da besseres kommen, ausser satte Preise, um Krawattenträger zu bezahlen.
Ich liebe mein olles Zeug und ziehe beim Gebrauchtkauf älteres Material  vor
Warum, weil's läuft und nicht schon beim anschauen zerbricht
Gruß
Nichtsdestotrotz müssen Motoren nicht deshalb gleich Müll sein! Die neusten HT Motoren sind endlich recht gut, dafür hats einen anderen frühzeitigen Verschleißfehler jetzt. Naja, wenn mans weis, dann kein Ding. Kostet nur ca. 3 - 5 Euro je nach Lieferantenweg zum Austausch.
Bis jetzt, Piko E18, Motor defekt. Roco E44.5 Motor defekt, das Modell habe ich für mich wieder hergerichtet, aber noch nicht fertig. Und MiniTrix 250/155, auch Motor Defekt. Arnold Schweineschnäuzchen Motor defekt, Fräsarbeiten und GAM von SB-Modellbau. Bis auf die Roco E44.5, Digitalisiert.

Bei der Roco war ein Draht von Kollektor ab, es ist ein 5poler. Ebenso bei den 3Poler. Bei der Piko war es ganz verrückt, Schnellzuglok, logisch das da ein Schnellzug dran hängt. bei 50 Prozent recht schnell und bei 100 Prozent Schneckentempo. Zuhause geschaut, fuhr schon nicht mehr. Die Ente befragt, ja, es gibt eine Alternative und kurze Zerlegeanleitung. Also Motor draußen getestet, ich habe da ein Labornetzteil, Motor geht mit Andrehen.

Es trifft mitunter auch die alten Fahrzeuge.
Schon in den 1980er Jahre lief die Faulhaber-Motoren Austauschwelle, weil die Schwachstellen der N-Bahn hin und wieder dazu nötigten. Die Fa. SB-Modellbau arbeitet seit 1981 erfolgreich auf dem Gebiet...  sooo neu ist das also nicht.

Gruß
Eglod
Hallo zusammen,

ich fahre seit 54 Jahren Modellbahn. Ich kann micht nicht entsinnen, jemals einen defekten Motor gehabt zu haben, bis auf einen. Den habe ich aber selbstverschuldet gekillt. Mit einem Freund machte ich ein Wettrennen mit einer Köf II von Arnold. Das hat der Motor nicht lange ausgehalten ..

Wie viele Loks ich habe, kann ich gar nicht mehr sagen. Ich schätze , es sind mehr als 300 Stück.

Aber, was ich so von Freunden mitbekomme ist, dass Hobbytrain, und teilweise auch Piko, minderwertigere Motoren haben. Mit Fleischmann habe ich, bis auf Überölungen neuer Motoren, keine negativen Erfahrungen gemacht. Reinigt man sie und setzt neue Kohlen ein laufen sie so zuverlässig, wie alte Motoren.

Gruß
Jürgen
@7: Moin Eglod,

ja, Probleme gab gewiss schon immer, doch nicht im heutigen, eklatanten Ausmaß.

Seinerzeit ging es primär um das eher "elitäre" Verfeinern in Richtung exzellenter Fahreigenschaften.

Heute hingegen daneben primär um den Ersatz gar nicht mehr laufender Motoren, die teils herstellerseitig euphemistisch (um nicht zu sagen täuschend)  als "wartungsfrei" tituliert und beworben werden.

Weshalb der Handel mit Ersatz-Motoren gravierend in die Höhe geschnellt ist.

Und weshalb z.B. sb modellbau trotz inzwischen aufgekommener Wettbewerber (die ein etwas anderes Qualitäts- & Preis-Segment bedienen) munter weiter existiert.

Beste Grüße, Norrskenet
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Norrskenet

Seinerzeit ging es primär um das eher "elitäre" Verfeinern in Richtung exzellenter Fahreigenschaften.

Elitär?? Ich erinnere mich an Ruckeln, Zucken, Stehen bleiben...

Gruß
Eglod

Hi in die Runde,

ich denke, da spielen verschiedene Faktoren leidvoll ineinander...

Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Norrskenet

...weshalb z.B. sb modellbau trotz inzwischen aufgekommener Wettbewerber (die ein etwas anderes Qualitäts- & Preis-Segment bedienen) munter weiter existiert.



Da wäre ich nicht ganz so zuversichtlich... - nicht um das Bestehen von SB, aber um die Qualität der angebotenen Umbausätze! Wer's noch nicht gemerkt hat: die Umbausätze mit den hochwertigen (und natürlich teueren...) Motoren von Maxon oder Faulhaber laufen nach und nach aus! Ersetzt werden sie durch "günstigere" Umbausätze mit den selben Chinaböllern, wie man sie bei Ebay und Co. für kleines Geld bekommt! Mag sein, daß dabei bei SB etwas "gesiebt" wird, Vorabkontrolle der gelieferten Motoren über Drehzahl, Drehmoment, Stromaufnahme, etc.. Aber Langzeiterfahrungen, wie bei den althergebrachten Motoren fehlen trotzdem. Und im Unterscheid zu Maxon und Faulhaber dürfte sich bei Problemen, die sich nach längerer Zeit zeigen, kein Zulieferer mehr erreichbar sein...

Was allgemein die verwendeten Motoren der Modellbahnhersteller betrifft, so dürfte nicht zuletzt die Auslagerung auf beliebige Zulieferer "durchschlagen". Lange Zeit wurden Motoren entweder "im Hause selbst" hergestellt oder man hatte einen Zulieferer, der nach Vorgaben über lange Jahre die Motoren fertigte und dabei wahrscheinlich auch engmaschig kommunizierte. Inzwischen aber geht man weitgehend dazu über, sich eben einfach am vorhandenen Markt "zu bedienen". Ohne jeglichen Einfluß auf die Eigenschaften der zugelieferten Motoren, "spart ja zumindest Produktionskosten"... - und Hauptsache, die verwendeten Motoren überstehen zumindest zum größeren Teil die Gewährleistungsphase! Einzelne Ausfälle mit Austausch sind ebenso einkalkuliert, wie vermutlich die Annahme, daß der Großteil der verkauften Modelle eher in irgendwelchen Schachteln bleibt oder Vitrinen landet. Und wenn sie ab und an Auslauf bekommen, werden sie doch selten zumindest innerhalb der Gewährleistung die Laufleistungsgrenze erreichen! Egal wie "schäbig" die Teile sind. Nur vereinzelte Modellbahner, wie eben Westerland, die ihren Modellen großzügig Auslauf gewähren und viel fahren, merken dann, was da inzwischen verbaut sein könnte...

Na ja, und die "sitzt man aus", in Zeiten, in denen Profit nur noch bis zur nächsten Jahresbilanz zählt und man nicht in mehreren Jahren oder gar Dekaden denkt, weil einem ja Banken und Geldgeber "im Nacken sitzen", sind das Kollateralschäden, die man "wegsteckt"....

meint grüßend
Roland
Bitte berücksichtigen:
die Betriebsstunden, sagen wir, pro Jahr.

Je mehr Fahrzeuge im Fuhrpark, desto weniger Kilometer kommen "im Normalfall" pro Stück zusammen - die eine Lok fährt etwas mehr, die andere weniger.

Deshalb ist die Titelfrage m.E. recht schwer zu beantworten.
Ich würde sagen: Jein

Rainer
@10: Hallo Eglod,

... na, dass eine Lok mit vier Radsätzen und gleich vier Haftreifen (mithin mit der lediglichen Stromabnahmebasis einer T2) schnell "ruckelt und zuckelt" (zumal die Haftreifen auf den Schienenköpfen eine klebrige, massiv kontaktmindernde Melasse hinterlassen), ist doch klar.

Als haftreifenlos Fahrender hatte ich diese Probleme kaum.

Ferner hatte ich das Wort "elitär" bewusst in Anführungsstrichen geschrieben - wenngleich die Faulhaber-Umbausätze seinerzeit in Relation zum gemeinen Durchschnittseinkommen viel mehr kosteten.

Beste Grüße, Norrskenet
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Fa. SB-Modellbau arbeitet seit 1981 erfolgreich auf dem Gebiet...  sooo neu ist das also nicht.



Die aber leider auch nur noch die GAM Chinaböller verbauen.....Haltbarkeit ist ja noch nicht so recht getestet, aber wenn ein Motor um die 5 Euro oder weniger kostet, und dan in 300 Euro teuren Modellen eingebaut werden ist das für mich keine Qualität. Faulhaber ist Qualität.

Grüße
Frank
Naja,
da werden brauchbare Motoren dank Massenfertigung endlich erschwinglich, dann ist es dem kritischen N-Bahner wieder zu billig. Es gibt schon einen Ausweg: bei z.B. Maxon eine Kleinserie Motoren bestellen, im Extremfall (bei Kleinstmenge) kostet der Motor so viel wie die Lok.. Oder man kann bestimmt ähnlich auch Tausende Motoren in Fernost kaufen, zu eigenen Spezifikationen, es muss nur die Menge stimmen. So hab ich das gehört. Ich glaube, bei Faulhaber kann man das nicht mehr.  Die Welt ändert sich und bisher zuverlässige Bezugsquellen versiegen plötzlich. Dann kommt ein angekündigtes Modell erst 2 Jahre später raus und mit anderem Motor etc. pp.  . Interessant wäre es, wenn die Spezifikationen des Motors bekannt wäre, damit man im Notfall geeignet Ersatz besorgen kann. aber auch bei den Zahnrädern wird ja nur die interne Artikelnummern angegeben statt Modul und Zähnezahl. Ein Schelm, wer Böses denkt.  
Und doch, auch vor 20 Jahren sind schon mal Motoren nach geringem Betrieb dahingeschieden. Ich hab damals Ersatz problemlos bekommen aber danach gab es einen Eigentümerwechsel,, Vermutlich ohne Zusammenhang.
Vom Aufregen wird das Hobby nicht schöner...
freundliche Klugscheiß-Grüße von   Klaus



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