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THEMA: Eigenbau Geschwindigkeitsmesswagen
THEMA: Eigenbau Geschwindigkeitsmesswagen
Knallfrosch - 24.10.26 14:23
Hallo zusammen, ich würde gerne ein neues Projekt von mir vorstellen und etwas Feedback einsammeln. Und zwar habe ich einen Messwagen für Spur N entwickelt.
Hintergrund war das nervige Einmessen neuer Fahrzeuge auf der Anlage. Ich habe zwar einen Messabschnitt, aber das war wenig praktikabel: Entweder ließ ich die Loks eine ganze Runde fahren (ca. 15 Meter), oder das Zurückfahren bzw. manuelle Umsetzen der Fahrzeuge.
Einige Wochen war das Ganze nur ein Hirngespinst, auf dem ich hin und wieder drauf rumgedacht habe, aber irgendwann war dann doch der Warenkorb beim Elektronikhändler meines Vertrauens gefüllt.
Mein Ansatz war das Zählen der Radumdrehungen. Dafür verwende ich einen kleinen Infrarot-Sender, der auf eine modifizierte Achse gerichtet ist. Für diese Achse entwarf ich am PC eine kleine Rolle für meinen 3D-Drucker (eine Hälfte schwarz, die andere Seite weiß) und klebte sie auf.
Um den Aufbau einfach zu halten, verwendete ich einen Einheitstaschenwagen von Fleischmann. Ohne Container hat man ein fast freies Sichtfeld auf einer der vier Achsen. Ich habe dann ein 3D-Modell eines Containers erstellt, in dem ein Mikrocontroller, der Infrarotsensor, eine Platine mit zwei Widerständen und ein Akku Platz finden.
Der Mikrocontroller wertet die Anzahl der Umdrehungen aus und sendet die Geschwindigkeit per Bluetooth an mein Smartphone. Eine eigens dafür entwickelte Android-App liest via RailCom die Geschwindigkeit der ausgewählten Lok aus und vergleicht diese mit den Daten des Messwagens.
Eigentlich sollte der Messwagen nur ein Proof of Concept werden, aber das Auswerten der Daten funktioniert tadellos. Der Akku wird über einen USB-C-Anschluss auf der Rückseite geladen. Genauere Erfahrungswerte zur Laufzeit habe ich noch nicht, aber drei bis vier Stunden sollte er auf jeden Fall durchhalten.
Aktuell ist der Container noch recht groß und von der Höhe nicht maßstabgetreu, ob ich das noch optimiere weiß ich noch nicht. Optisch will ich ihn auf jeden Falls noch etwas aufwerten.
Zurzeit kämpfe ich noch mit kleineren Bugs und die UI gefällt mir noch nicht wirklich. Auch bekomme ich Probleme bei Geschwindigkeiten über 120 km/h. Eventuell verbaue ich noch einen kleinen Display, aber das steht etwas weiter hinten auf der Featurelist.
Wenn jemand einen Wagen kennt, wo man vom Inneren freies Sichtfeld auf die Achse hat, wäre ich sehr dankbar. Am besten ohne Drehgestell, also nur zwei Achsen. Nur ungern will ich anfangen an einem Wagen rum zu sägen, oder zu bohren.
Schöne Grüße
Samuel
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Hintergrund war das nervige Einmessen neuer Fahrzeuge auf der Anlage. Ich habe zwar einen Messabschnitt, aber das war wenig praktikabel: Entweder ließ ich die Loks eine ganze Runde fahren (ca. 15 Meter), oder das Zurückfahren bzw. manuelle Umsetzen der Fahrzeuge.
Einige Wochen war das Ganze nur ein Hirngespinst, auf dem ich hin und wieder drauf rumgedacht habe, aber irgendwann war dann doch der Warenkorb beim Elektronikhändler meines Vertrauens gefüllt.
Mein Ansatz war das Zählen der Radumdrehungen. Dafür verwende ich einen kleinen Infrarot-Sender, der auf eine modifizierte Achse gerichtet ist. Für diese Achse entwarf ich am PC eine kleine Rolle für meinen 3D-Drucker (eine Hälfte schwarz, die andere Seite weiß) und klebte sie auf.
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Um den Aufbau einfach zu halten, verwendete ich einen Einheitstaschenwagen von Fleischmann. Ohne Container hat man ein fast freies Sichtfeld auf einer der vier Achsen. Ich habe dann ein 3D-Modell eines Containers erstellt, in dem ein Mikrocontroller, der Infrarotsensor, eine Platine mit zwei Widerständen und ein Akku Platz finden.
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Der Mikrocontroller wertet die Anzahl der Umdrehungen aus und sendet die Geschwindigkeit per Bluetooth an mein Smartphone. Eine eigens dafür entwickelte Android-App liest via RailCom die Geschwindigkeit der ausgewählten Lok aus und vergleicht diese mit den Daten des Messwagens.
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Eigentlich sollte der Messwagen nur ein Proof of Concept werden, aber das Auswerten der Daten funktioniert tadellos. Der Akku wird über einen USB-C-Anschluss auf der Rückseite geladen. Genauere Erfahrungswerte zur Laufzeit habe ich noch nicht, aber drei bis vier Stunden sollte er auf jeden Fall durchhalten.
Aktuell ist der Container noch recht groß und von der Höhe nicht maßstabgetreu, ob ich das noch optimiere weiß ich noch nicht. Optisch will ich ihn auf jeden Falls noch etwas aufwerten.
Zurzeit kämpfe ich noch mit kleineren Bugs und die UI gefällt mir noch nicht wirklich. Auch bekomme ich Probleme bei Geschwindigkeiten über 120 km/h. Eventuell verbaue ich noch einen kleinen Display, aber das steht etwas weiter hinten auf der Featurelist.
Wenn jemand einen Wagen kennt, wo man vom Inneren freies Sichtfeld auf die Achse hat, wäre ich sehr dankbar. Am besten ohne Drehgestell, also nur zwei Achsen. Nur ungern will ich anfangen an einem Wagen rum zu sägen, oder zu bohren.
Schöne Grüße
Samuel
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Hallo Samuel,
interessantes Projekt. Ich hatte auch schon mal über so etwas nachgedacht, ich könnte das mal in ferner Zukunft brauchen (für mein eigenes Projekt). Mich würde noch interessieren, was genau Du mit der Achse gemacht hast. Kannst Du vielleicht bei Gelegenheit noch ein Foto von der Unterseite machen? Das mit der Höchstgeschwindigkeit wundert mich etwas. Nutzt Du für die Messung Hardware des Microcontrollers? Und welcher ist das? Normalerweise lassen sich Timer nicht nur für die Generierung von Impulsen nutzen, sondern auch zur Messung, entweder über direkte Messung des Intervalls oder über die Zählung von Impulsen über ein Intervall.
Gruß
Klaus
interessantes Projekt. Ich hatte auch schon mal über so etwas nachgedacht, ich könnte das mal in ferner Zukunft brauchen (für mein eigenes Projekt). Mich würde noch interessieren, was genau Du mit der Achse gemacht hast. Kannst Du vielleicht bei Gelegenheit noch ein Foto von der Unterseite machen? Das mit der Höchstgeschwindigkeit wundert mich etwas. Nutzt Du für die Messung Hardware des Microcontrollers? Und welcher ist das? Normalerweise lassen sich Timer nicht nur für die Generierung von Impulsen nutzen, sondern auch zur Messung, entweder über direkte Messung des Intervalls oder über die Zählung von Impulsen über ein Intervall.
Gruß
Klaus
Beitrag editiert am 24. 10. 2026 14:58.
Knallfrosch - 24.10.26 15:30
Hallo Klaus, es ist einfach nur eine Zylinderform mit Loch. Mit dem 3D-Drucker als zwei separate Teile gedruckt. Danach zusammen geklebt. Gerade klein genug um ohne Mühe über die Weichen zu kommen.
Bezüglich der Geschwindigkeit. Ich habe mich bisher noch null damit auseinander gesetzt. Vielleicht ist auch nur ein Parameter falsch gesetzt. Über 120 km/h stolpert er manchmal und zeigt unplausibel Daten an.
Gruß
Samuel
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Bezüglich der Geschwindigkeit. Ich habe mich bisher noch null damit auseinander gesetzt. Vielleicht ist auch nur ein Parameter falsch gesetzt. Über 120 km/h stolpert er manchmal und zeigt unplausibel Daten an.
Gruß
Samuel
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Hallo Samuel,
danke für das Foto. Ich wünsche noch viel Erfolg bei der Fehlersuche. 10-20 Impulse pro Sekunde sollten einen heutigen Microcontroller ja nicht überfordern.png)
Klaus
danke für das Foto. Ich wünsche noch viel Erfolg bei der Fehlersuche. 10-20 Impulse pro Sekunde sollten einen heutigen Microcontroller ja nicht überfordern
Klaus
Hallo Samuel,
interessante Lösung.
Ein Meßwagen war auch schon einmal in meinen Gedanken, nur fehlten mir ein paar Ideen für deren Umsetzung - ich werde Deinen Ansatz daher weiterhin verfolgen.
Was mir auffällt, daß die 2 aufgeklebten Wellenhälften recht glänzend sind - nicht das Du dadurch unerwünschte Reflektionen bekommst.
Über welchen µC läuft das ?
Grüße Enrico
interessante Lösung.
Ein Meßwagen war auch schon einmal in meinen Gedanken, nur fehlten mir ein paar Ideen für deren Umsetzung - ich werde Deinen Ansatz daher weiterhin verfolgen.
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: Knallfrosch
Über 120 km/h stolpert er manchmal und zeigt unplausibel Daten an
Was mir auffällt, daß die 2 aufgeklebten Wellenhälften recht glänzend sind - nicht das Du dadurch unerwünschte Reflektionen bekommst.
Über welchen µC läuft das ?
Grüße Enrico
Interessantes Projekt! So ein Wagen würde mich auch brennend interessieren. Wäre echt cool, wenn es da mal was fertiges zu kaufen gäbe. Wie du sagst ist das Einmessen mit Strecke ein Krampf. Die verfügbaren Rollenprüfstände sind mist. Ich habe mir zwar selber mal viel bessere Abnehmer für einen Rollenprüfstand gebaut aber A fehlt mir dazu Software und B ist das auch nicht die 100% Lösung.
Ich habe auch gleich an den hier denken müssen: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1344346 Der basiert auf Arduino, WiFi, und Hall-Sensor mit Magnet an der Achse, benötigt aber viel mehr Platz als ein 40ft. Container in 1zu160.
Für einen "getarnten" Messwagen ohne Drehgestell ist es zunächst eine Frage der Epoche. Was recht modernes sind die "Isover"-Großraumwagen von Lilliput (z.B. L260159). Die habe ich allerdings nicht und weiß nicht, ob man da ohne weiteres ein Loch in den Wagenboden machen kann oder ob da z.B. die Kulissen im Weg sind. Für ältere Epochen vielleicht ein dreiachsiger Gepäckwagen oder ein "Stückgut-Schnellverkehr"-Kombi, wo die Hardware auf beide Wagen aufgeteilt wird. Was "größeres" ohne Drehgestell wird dann schwierig wenn man nicht mehrere Wagen zusammenhängen will.
Gruß
Andi
Ich habe auch gleich an den hier denken müssen: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1344346 Der basiert auf Arduino, WiFi, und Hall-Sensor mit Magnet an der Achse, benötigt aber viel mehr Platz als ein 40ft. Container in 1zu160.
Für einen "getarnten" Messwagen ohne Drehgestell ist es zunächst eine Frage der Epoche. Was recht modernes sind die "Isover"-Großraumwagen von Lilliput (z.B. L260159). Die habe ich allerdings nicht und weiß nicht, ob man da ohne weiteres ein Loch in den Wagenboden machen kann oder ob da z.B. die Kulissen im Weg sind. Für ältere Epochen vielleicht ein dreiachsiger Gepäckwagen oder ein "Stückgut-Schnellverkehr"-Kombi, wo die Hardware auf beide Wagen aufgeteilt wird. Was "größeres" ohne Drehgestell wird dann schwierig wenn man nicht mehrere Wagen zusammenhängen will.
Gruß
Andi
In meinem Messwagen erfolgt die Achsabtastung magnetisch. Auf der Achse sind zwei Magnete 180° versetzt aufgeklebt, die Nord- und Südpol bilden. Diese haben 1 mm Durchmesser. Abgetastet wird mit einem analogen Hallsensor SS49E, der sich unter der liegenden Leiterplatte im Wagenkasten des Zweiachsers befindet. Das Magnetfeld geht also durch den Kunststoff und reicht bis zu 7 mm. Funktioniert bis über 500 km/h.
Die Leiterplatte ist in den offenen Wagenkasten eingelegt und kann sofort entnommen werden. Ist praktisch Ladung.
Gruß von Aron
Die Leiterplatte ist in den offenen Wagenkasten eingelegt und kann sofort entnommen werden. Ist praktisch Ladung.
Gruß von Aron
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