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THEMA: Umlabeln von Dieselloks möglich?

THEMA: Umlabeln von Dieselloks möglich?
Startbeitrag
Freddie - 07.09.26 22:28
Hallo Community.

Als Fan der V200 Familie habe ich mehrere Exemplare, darunter allerdings auch zwei Roco BR 220 mit identischer Nummer.
Kann man eine Diesellok mit Decals um nummerieren und wenn ja, wer vertreibt entsprechende Decals? Im Netz habe ich  bisher nichts finden können. Was bei Dampfloks kein Problem ist sieht bei Dieseln ungleich schwerer aus.

Oder wozu würdet ihr raten? Es muss nicht gleich ein Gehäusetausch sein.

Gruß
Freddie

Hallo Freddie,

das ist kein Problem, entweder lackierst oder übermalst du die alte nummer (abschaben mit einem Zahnstocher, oder einem kleinen schlitz Schraubendreher müsste auch gehen) und rauf mit den neuen.

Die neuen bekommst du bei Nothaft oder Ich denke Kuswa hat oder hatte auch welche.

lg Andi
Hallo Freddie.
Mit einem Schlitzschraubenzieher würde ich das nicht machen, da kannst du dir ganz schnell ein paar Schrammen auf das Gehäuse ziehen. Beim übermalen mußt du natürlich den gleichen Rotton der Lackierung erwischen. Auch nicht einfach ! Ich mache es vorsichtig mit gemahlenem Bimsstein ( kriegst du bei Herr Nothaft  ) den mache ich auf einen angefeuchteten Q tip und reibe vorsichtig mit wenig Druck die alte Betriebsnummer weg. Bei Herr Nothaft kannst du auch individuell eine neue Betriebsnummer bekommen. Schau vielleicht vorher noch nach ,ob die Betriebsnummer auch vergeben war.
Gruß Stephan
Hallo,

zum Abschaben auf gar keinen Fall einen Gegenstand aus Metall verwenden, das gibt unweigerlich Kratzer in den Lack. Ein Zahnstocher aus Holz ist sehr gut.

Manchmal geht das Entfernen von Beschriftungen auch mit einem geeigneten Lösungsmittel, ggf. Spiritus oder ein Verdünner für Acryllacke usw.. Aber dann unbedingt vorher an unsichtbarer Stelle (z. B. auf der Innenseite des Gehäuses) testen, ob das Lösungsmittel den Lack oder gar den Kunststoff des Gehäuses angreift.
Bei einer Wagenbeschriftung von Fleischmann konnte ich sogar einmal eine Beschriftung schadlos entfernen, indem ich den Zahnstocher einfach mit Speichel angefeuchtet hatte. Die Lackierung ist dabei vollständig unbeschädigt geblieben.

Fazit: ausprobieren und damit mit eher weniger agressiven Lösungsmitteln beginnen. Mehr als dass dann nichts passiert kann dann nicht passieren.

Gruß
Horst
Moin Freddie,

ich würde mir über das "Abschaben" der alten Nummer gar keine Gedanken machen. Bei Andreas Nothaft kannst Du alles nach Deiner Vorgabe bestellen und drucken lassen.

Lass Dir doch einfach die gewünschte Nummer RAL-farbig hinterlegt (rot?, ozeanblau?, schwarz?) drucken und überdecke die alte Nummer. Das Ganze ist so klein, dass Du einen möglichen Farbunterschied wohl nicht wahrnimmst.

Ich habe so etwas mal mit DB-Keksen gemacht und damit u.a. eine BR 111 von Epoche V zurück in Epoche IV geholt (ich berichtete mal an anderer Stelle davon). Ich habe das DB AG Logo einmal farblich mit elfenbein abgedeckt und dann mit dem Bundesbahn-Keks überdeckt (siehe Foto).

Der Vorteil: Es ist reversibel.

Viel Erfolg!

Beste Grüße
Sven

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Hallo Freddie,

bei Nothaft gibt es z.B. Bögen mit fertigen Nummern https://www.modellbahndecals.de/Decals-Loks/Loknummern/Epoche-34/Dieselloks/ . Du kannst aber auch einzelne bei ihm bekommen.
Bei Kuswa gibt es auch Decals https://kuswa.de/Beschriftungen/
Bei Nothaft gibt es auch Druckentferner
https://www.modellbahndecals.de/Farben-und-Zube...Pflichtangabe--.html
https://www.modellbahndecals.de/Farben-und-Zube...Pflichtangabe--.html
Zahnstocher tut es evtl. auch.
Ich mische mir aber immer eine einigermaßen passende Farbe und überpinsle die Nummer nur.
Oder der Vorschlag von Sven.

Viele Grüße
Georg
Hallo

ich habe gerade Hernn Nothaft per Kontaktformular kontaktiert. Mal sehen was er für mich tun kann.

Gruß
Freddie
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

dass Du einen möglichen Farbunterschied wohl nicht wahrnimmst.



das stimmt, ich habe die Komfortwagen von Arnold, die zu dunkel waren, einfach heller lackiert und das Anschriftenfeld ausgespart. Sieht man fast gar nicht.
Eine einzelne Loknummer oder gar das Anschriftenfeld an einem Wagen bekomme ich mit feinem Schleifpapier, das schon ein- zwei mal verwendet wurde, ab. Schön viel Wasser dabei verwenden und gut ist. Chemie ist da nicht nötig. Klar, der Glanzgrad ändert sich an der Stelle aber da kommt ja dann ein Decal hin und schon passt das wieder weil das überlackiert wird.


@Sven 103 132-7, was für Stromabnehmer sind das da auf der 111? Abgesehen davon, dass die auf meiner schwarz waren, die Schleifleisten sind an den Enden, wie bei allen anderen Loks auch, abgerundet und geschlossen.

Grüße Torsten
Moin Torsten,

es sind diese hier:

https://www.sommerfeldt.de/de/n-einholmstromabnehmer-paar-665.html

Beim Tausch habe ich auch gleich noch die Isolatoren der Traversen braun lackiert. Kleines Detail, große Wirkung.

Beste Grüße
Sven
Hallo,

gibt es diese Lokfamilie im Original mit Lokschildern aus Metall? Dann könnte man sich solche geäzten Schilder besorgen (z.B. bei Kuswa) und einfach über die alte Nummer kleben. Solche Schilder sehen sehr edel aus.

VG
Nico
Hi Sven,

danke dir...
da werde ich wohl mal schauen. Solche Schleifleisten hatte doch auch die 103. Vielleicht doch mal ein solches Teil zum Tauschen zeichnen?

Die hohe Kunst die Stromabnehmer noch gefälliger auf die 111 zu bauen wäre dann wohl das hier:

https://www.eichhorn-modellbau.de/produkt/baseplate-for-pantograph-13139

@Nico
bei der DR gab es bis in die 90er hinein richtige Lokschilder. Die DB hatte die Schilder bei Dampfloks schon ab den 50ern durch aufgemalte/geklebte Nummern ersetzt. Dieselloks wie die V200/220 hatten von Anfang an aufgemalte Nummern.
So wie Sven das bei der 111 gemacht hat ist doch eine gute Lösung.
Wobei ich die Not gerade bei der 220 von Roco nicht sehe. Es gab doch gefühlt ein halbes Dutzend verschiedene 220, also verschiedene Loknummern. Und dann gab es auch noch die ozeanblauen.

Grüße Torsten
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: fragensteller

gibt es diese Lokfamilie im Original mit Lokschildern aus Metall?  



Hallo Nico,

nein. Als die 111 gebaut wurden war die Zeit der Lokschilder aus Metallguss bei der Deutschen Bundesbahn schon längst vorüber.
Seit dem Ende sechziger Jahre gab es Versuche mit Klebeziffern. Davor war es üblich mit Schablonen und Farbe die Ziffern mit einem Pinsel aufzumalen.

Grüße
Markus

Moin Markus,

Freddie hat eine V 200, die er umlabeln will, wobei mir auch bei dieser keine Blechschilder bekannt sind (Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren). Meine BR 111 war nur zur Anschauung wie man mit Decals etwas (schadlos) abdecken kann. 😉

Moin Torsten,

Du meinst wahrscheinlich eher diesen Link:

https://www.eichhorn-modellbau.de/produkt/pantograph-sbs-65-15024-1

Udo hat es hier dennoch sehr schön gemacht:

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...t=1&sb1=111#aw56

Aber mir persönlich sind sie a) zu empfindlich und b) fehlt dort die für den SBS 65 typische Diagonale in der Oberschere. Dennoch sehr filigran und hübsch. Aber lass uns damit jetzt nicht Freddies Beitrag kapern... 😇

Beste Grüße
Sven
Hi Sven,

nein, ich meinte schon genau den... also diesen "Sockel", die Traverse wo der Stromabnehmer drauf sitzt. Mit diesem Teil kommt der Stromabnehmer ein Stück weit tiefer, und braun sind die Isolatoren von Hause aus. Müsste man nur die Strebe rot malen.
So weit wie Udo würde ich bei meinen Loks auch nicht gehen. perspektivisch sollen die mal mit gehobenem Stromabnehmer fahren können. Allerdings hat meine Anlage ein paar Stellen wo das Lichtraumprofil nicht so viel her gibt, dass sie ohne Kontakt zu einem Draht o.ä. da drunter weg kämen. Als ich die Anlage geplant habe bin ich noch davon ausgegangen, dass ich mal komplett am Draht fahre und habe damals im Untergrund gleich Fahrleitung vorgesehen. Da wird an einigen Stellen der Stromabnehmer fast bis runter gedrückt. Und da ist es von Vorteil wenn der ganze Stromabnehmer 1mm weiter runter kommt.

Was hier eigentlich gar nicht mehr zum Thema passt... aber so ist das eben bei einer "Unterhaltung"

Grüße Torsten
Also, Herr Nothaft hat sich gemeldet.

Von den Nummern auf farbigem Untergrund rät er aus zwei Gründen ab: 1. wird die Farbe immer einen Unterschied zur Lokfarbe haben und 2. sind die Ziffern der Loknummern etwas unscharf.

Die Nummer mag ich nicht "abkratzen", da passiert zu viel Schaden am eigentlichen Loklack.

Habe beide 220 039-2 jetzt als Doppeltraktion eingerichtet und man muss schon sehr genau hinsehen um das überhaupt zu bemerken. Warum jetzt als Traktion? Weil alle meine Loks mit der Loknummer in der MM hinterlegt sind. Würde ich beide einzeln fahren, dann müsste ich mir ein neues System der Lok-Erkennung ausdenken. Ohnehin nicht einfach bei mehreren gleichen Loks und 5 Stellen in der MM den Überblick zu behalten.

Aber man hat mal darüber gesprochen. Danke euch

Gruß
Freddie
Zum Offtopic der Stromabnehmer:

Man kann auch die regulären Sommerfeldstromabnehmer filigraner wirken lassen, in dem man die Basis tieferlegt. Das Mittelteil aus der Isolatorplatte knippsen und insbesondere den Dicken ring drunter entfernen. Aus dem Rest kann man sich vielleicht noch einen kleinen Abstandshalter basteln.

Der liegt dann deutlich tiefer:
https://up.picr.de/48207584og.jpg

https://up.picr.de/48207586ea.jpg
https://up.picr.de/48207587jd.jpg

Wirklich fein sind die Stromabnehmer der 103 von Arnold, und die funktionieren auch im Fahrdraht
https://up.picr.de/48775769ad.jpg

Viele Grüße
Dirk




Hallo Dirk,

gute Idee, danke.

Zeigst du uns noch die 103? da ist wohl der Link nicht ganz gelungen, zeigt das selbe Bild wie vorher.

Mir persönlich sind die DB-Loks jetzt nicht gar so wichtig, dennoch hab ich meiner Fleischmann 103 mal andere Schleifleisten spendiert, hier im Bild noch auf den älteren, etwas groberen Stromabnehmern. Die Schleifleisten sind leider etwas aufwendig zu basteln, da müsste mal ein eigenes Ätzteil her. Und ich denke, die werde ich, so wie du bei deiner ozeanblauen 111, noch tiefer legen.


Grüße Torsten



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Hallo Torsten,

Zitat - Antwort-Nr.: 16 | Name: dampfrailfan

Zeigst du uns noch die 103? da ist wohl der Link nicht ganz gelungen, zeigt das selbe Bild wie vorher.



Bild ist korrigiert. Es ist der Stromabnehmer der neuen 103 auf der 111 montiert

Viele Grüße
Dirk

Hallo Dieter,

deine Produktempfehlungen sind jetzt nicht ganz so zielgruppenkonform. Zunächst einmal muss die originale Nummer weg und die ist in den allermeisten Fällen ein Tampondruck und kein Decal.

Beide deiner Produkte sind Weichmacher, die nichts weiter tun als den Trägerfilm eines Decals mehr (MI-2) oder weniger (MI-1) aufweichen und im zweiten Schritt den decaleigenen Kleber verstärken. Beides super, nur leider nicht geeignet um die originalen Beschriftung zu entfernen ohne den Untergrund zu schädigen.

@Freddie,
vom abkratzen hab zumindest ich nicht gesagt. Abschleifen geht, das kann man auch mal an einem alten wagen üben. Wie gut es geht und wie es danach mit Decals aussieht, dazu ein Bild von meiner 219 040, bei der außer der Nummer noch mehr geändert worden ist aber das nun nebenbei. Die originale Nummer hab ich, wie oben beschrieben, mit 1200 Nassschleifpapier und Wasser entfernt, das Decal drüber und fertig ist.

Und noch mal zu der Idee mit farbigem Decal und weißer Nummer drauf. Meine Decals zeichne ich mit Coral Draw selbst, die Datei bekommt Hr. Norhaft und dann kommt z.B. ein schwarzes Schild mit einer silbernen Nummer drauf, weiße Nummer kamen irrtümlich auch schon auf schwarzem Schild. Unscharf oder unschärfer als nur die Nummer auf dem Trägerfilm, nee, ich konnte da bisher keinen Unterschied feststellen. Ich wähle Eco-Solvent Druck, das geht bei ihm auf die dünnste Folie [7µm). Und zum Thema Farbunterschied. Klar, 100% identisch wird das nicht aber wenn das "Schild" nicht deutlich größer ist als die Ziffern dann sehe ich das nicht! OK, ich bin 61 aber selbst mit meiner Lesebrille sehe ich es nicht und auf der Anlage sehe ich es gleich gar nicht. Und glaub mir, ich bin da schon pingelig und versuche es perfekt zu haben. Wer mich kennt, der weiß das.
Also, lass dich nicht abhalten. Wenn du magst dann kann ich dir die Nummern für eine Lok zeichnen, mit und ohne Untergrund, wenn das dann gedruckt ist dann kannst du immer noch entscheiden ob und welches du an deine Lok klebst. Wobei das mit dem Drucken schon ein paar Tage dauern würde, ich warte gerade auf fertige Decals

Grüße Torsten



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Hallo Dieter,

ich muss keine Decals entfernen. Hier geht es um die aufgedruckte Loknummer. Und wenn ich von Weichmachern lese (egal ob soft oder hard), dann wird mir Angst und Bange um die Lok.

Für einen solchen Versuch ist die Lok in einem viel zu guten Zustand.

Trotzdem danke für den Link.

@ Torsten: ich denke darüber nach

Gruß
Freddie

Hallo,

ich benutzte von LUX DLE-90 Druck und Lackentferner und von Tamiya die feinen Wattestäbchen. Die Spitze eintunken und über die Nummer rubbeln.
Normale Wattestäbchen aus der Drogerie eignen sich in Spur N nicht, da die Fläche zu groß ist, da würde man die Lackierung rundherum beschädigen.

Liebe Grüße,
Maxi
Torsten,
Microset/Sol funktioniert NUR bei aufgedrucken Nummern!!
Aber leider nicht bei jedem Tampondruck.

Der Begriff "Weichmacher" bezieht sich auf Abziehbilder, und deine neuen Nummern können sehr gut etwas Micro Set gebrauchen.
Anleitung etwa hier:
https://www.bing.com/videos/riverview/relatedvi...BEFFD&ajaxhist=0

Freddie,
eine Britische Geheimwaffe gegen Nummern ist T-Cut, ein in den UK erhältlcher Autolackkratzerentferner:
https://www.youtube.com/watch?v=ZccoGlnl8Bg

Ich habe es mit einem Aldi-Autolack-Kratzer-Entferner  probiert, Funktioniert gut, aber nicht so gut wie scheinbar T-Cut

Alles funktioniert übrigens auch auf Mehrlagentampondruck - etwa DB AG Logos

N-Loknummern gibt es auch von Truck-Line - solltest du über E-Bay Problemlos auch in Großbritannien bestellen können.
Ich habe Problemlos eine Trix V100 in eine 212 verwandeln können, Brawa DB AG 216 und Hobbytrein 114 in DB Loks geändert und Sonderangebot Fleischmann DB AG Tds zu DB Wagen geändert.
Probiere es, geht einfacher als man denkt (und macht Spaß)

Gruß
Stephan

P. S. Für den immer mehr Verbreiteten Ink-Jet Druck gibt es bis jetzt keine Möglichkeiten zur Entfernung



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