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THEMA: (Schlechte) Erfahrungen mit BR116 von Piko
wie der Titel schon sagt: Mich interessieren Eure Erfahrungen mit der Altbauellok BR 116 von Piko, welche sich bei mir den unrühmlichen Titel als schlechtlaufendste Lok meines Fuhrparks erarbeitet hat. Ein für die Vitrine wunderschönes Modell, aber für den Anlageneinsatz unbrauchbar - habe ich ein Montagsmodell erwischt oder könnt Ihr diese Erfahrung bestätigen?
Was ist passiert? Als ich mich am Wochenende etwas Zeit nahm, um mir das Modell in Ruhe abzusehen und Abhilfe zu schaffen, habe ich folgende Dinge getan bzw. festgestellt:
Nachdem die Lok wie angedeutet durch eine sehr schlechte Stromabnahme auffiel, habe ich die Schleifer sämtlicher Räder gereinigt und nachgebogen. Gleichzeitig fiel mir auf, daß die Verbindung zwischen vorderem und hinterem Räderpaar unterbrochen war – hier war das Folienleiterband zwischen Haupt- und Hilfsplatine defekt. Die Hoffnung, hier die Ursache für das unbefriedigende Laufverhalten gefunden zu haben, wurde allerdings enttäuscht, dieses besserte sich kaum.
Insgesamt halte ich die Lok mechanisch für eine Fehlkonstruktion: Durch das starre Fahrwerk ohne gefederte Achsen sind sowohl Stromaufnahme als auch Zugkraft für ein Modell dieser Größe und Gewicht unbefriedigend. Weiterhin fällt sie trotz korrektem Radsatzinnenmaß immer wieder durch Springen und Entgleisungen der Vorläufers auf, die durch die zu hohe bzw. schiefe Position der Kupplungsaufnahme besonders bei Verwendung der Fleischmann-Kurzkupplung zu ungewolltem Entkuppeln neigen.
Wartungsfreundlichkeit: Ich empfinde diese als EXTREM schlecht: Im Rahmen der Reinigung sind die Räder ohne Abnehmen der Radblenden kaum vor die Stromabnehmerschleifer einzufädeln; versucht man, erstere abzunehmen, brechen deren offenbar geklebte Aufnahmezapfen sofort ab. Die Verbindung beider Platinen durch ein geklebtes Folienleiterband scheint mit den Jahren störanfällig zu werden und läßt sich bei einem Defekt nicht reparieren (bestenfalls überbrücken), weiterhin scheinen die gelöteten Folienleiterbänder zu den LED der Frontbeleuchtung auch nur für Einmalmontage konzipiert zu sein; ich habe nicht gewagt, diese abzulöten. Damit entfällt prinzipiell auch die Möglichkeit, an den Motor zu gelangen, da dieser die Demontage erwähnter Platinen voraussetzt.
Überflüssig zu erwähnen, daß die Lok nach jeder Wartung über etliche Details und Plastikteile weniger verfügt, weil diese aufgrund der geschilderten Schwierigkeiten bei der De- bzw. Wiedermontage abgebrochen sind…
Und das Ergebnis? Nach wie vor hat sich die Stromabnahme des Modells kaum verbessert, sie bleibt bei Langsamfahrt noch immer an jeder Schmutzstelle liegen. Ich überlege ernsthaft, sie auszumustern und mir das alte Arnold-Modell einmal näher anzusehen, vielleicht remotorisiert mit einem Glockenankermotor.
Viele Grüße
Jürgen
Ich kann jetzt nichts negatives berichten. Meine Lok macht was sie soll nicht besser oder schlechter als andere Piko Loks.
Negativ wäre nur das allgemeine Motorproblem zu erwähnen. Aber das haben ja alle Piko Loks.
Gruß Tobi
Grüße, Jürgen
LG Mike
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: RhönbahNer
Insgesamt halte ich die Lok mechanisch für eine Fehlkonstruktion: Durch das starre Fahrwerk ohne gefederte Achsen sind sowohl Stromaufnahme als auch Zugkraft für ein Modell dieser Größe und Gewicht unbefriedigend.
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: RhönbahNer
die gelöteten Folienleiterbänder zu den LED der Frontbeleuchtung auch nur für Einmalmontage konzipiert zu sein; ich habe nicht gewagt, diese abzulöten. Damit entfällt prinzipiell auch die Möglichkeit, an den Motor zu gelangen, da dieser die Demontage erwähnter Platinen voraussetzt.
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: RhönbahNer
Überflüssig zu erwähnen, daß die Lok nach jeder Wartung über etliche Details und Plastikteile weniger verfügt, weil diese aufgrund der geschilderten Schwierigkeiten bei der De- bzw. Wiedermontage abgebrochen sind…
Bezüglich der Stromabnahme-Thematik Folgendes: Die gefederten Vorläufer werden einseitig zur Stromabnahme hinzugezogen und sind wegen dem starren Restfahrwerk EXTREM wichtig. Überprüfe, ob hier Kontakt vorhanden ist. Wenn nicht, ist wahrscheinlich die Litze vom Vorläufer zur Lok bei der Lötstelle gebrochen. Ich hab/hatte drei Modelle der E16/ES1 in der Hand. Bei zwei war das ab Werk bzw. im quasi neuwertigen Zustand kaputt. Mit intakten Verbindungen ist das Modell zwar noch kein Stromabnahmewunder aber es ist so viel besser, dass man es mit Sound einsetzen kann. Um das zu richten muss allerdings die Platine runter.
Gruß
Andi
da "freu" ich mich ja schon auf meine Lok, wenn s mal losgeht :-o
Trotz alle Dem wäre ich sehr interessiert die Strecke sehen zu können, auf der die Lok Zickereien veranstaltet.
Insbes. deshalb, weil ich die GFN KK KPL Sache "verdächtig" finde. Die kleinen Häkchen der KPL sind empfindlich gegenüber Unstetigkeiten in der Gleislage.
Können wir bitte Bilder von der "Teststrecke" haben?
WE
es handelt sich um eine absolut plane Weichenstraße mit Peco-Weichen, die bei keiner Lok sonst für Auffälligkeiten sorgt. Die Fleischmann-Hülsenfrüchte habe ich mit kleinen 1mm-Magneten modifiziert, die die Häkchen in Arretierstellung halten; dadurch sind sie sehr viel zuverlässiger geworden. Ich habe jedoch den Eindruck, daß die Vorläufer der Lok manchmal Ausschläge nach oben oder unten vollführen, was zu den beschriebenen Schwierigkeiten führt. Ich kenne das so nur von einer (sehr) alten Arnold E18, die ähnliche Vorläuferprobleme hatte.
Grüße, Jürgen
meine 116 läuft wunderbar. Habe Puffer mit größerem Teller-Ø und als Decoder ein PD18 nachgerüstet. Zusätzliche die Speichenräder noch mit dunkler Farbe verschmutzt. Die 116 hat keinerlei Kontaktprobleme und das Befahren von Kato-Weichen mit Kunststoffherzstücken und mit Metallherzstücken war beim letzten (Stammtisch-)Einsatz auch ohne Probleme möglich.
Grüße
Markus
LG Mike
starre Kupplungen, wie sie es nun mal die Profikupplung (zumal mit Magneten weiter versteift), als auch Kuppelstangen und Magnetkupplungen darstellen, führen zu verstärkten wechselseitigen mechanischen Einflüssen auf jeweils beide beteiligten Fahrzeuge (und da insbesondere auf sehr frei bewegliche Vorläufer).
Teste die Lok samt Anhang doch mal mit konventionellen Norm-Hakenkupplungen, welche aufgrund ihres lockeren Eingriffs primär nur Zug-&Schub-, jedoch kaum Vertikal-Kräfte übertragen.
Btw.: Die Kupplungsaufnahmen kannst Du ggf. vorsichtig passend zurecht biegen (das gehört ja heute schon fast zum Standardprocedere).
Beste Grüße, Norrskenet
bzgl. der E91 besitze ich das Roco-Modell, dem ich einen GAM spendiert habe und das nun exzellent läuft. Da es eine der letzten Versionen von Roco ist, ist es auch optisch recht ansprechend, so daß ich mir vor dem Hintergrund der E16-Erfahrung bisher vom Kauf des Piko-Pendants abgesehen habe.
Insgesamt beginne ich seit einiger Zeit, die neuen, im Vergleich zu deren Vorgängern estrem detaillierten Modelle etwas kritisch zu sehen. Für die Vitrine sicher in Ordnung, für den Anlageneinsatz aufgrund der komplizierteren Wartung eher nachteilig, da fast jede Wartung den einen oder anderen unbeabsichtigten Schaden hinterläßt. Inzwischen bin ich soweit, daß ich auf gute Lauf- und Demontageeigenschaften mindestens genauso achte wie auf die Detaillierung, die die Modelle auch entsprechend empfindlich werden läßt.
Viele Grüße, Jürgen
Danke f d Info
Da graut mir ja fast schon
Wenn dat Ding beim Fahren Stress macht, wird eine KPL Modi nix bringen...
Wie die 191 als Alternative f d 116 herhalten soll ist mir nicht ganz klar - München Salzburg mit 191 im Personenzug?!
WE
Die Baureihe 191 (ursprünglich E 91) wurde von der Deutschen Reichsbahn und der Deutschen Bundesbahn fast ausschließlich als Güterzuglokomotive für schwere Lasten konstruiert. Die Strecke München–Salzburg war jedoch ein wichtiges Einsatzgebiet für die Lokomotiven im Raum München.Während Planmäßig keine regulären Personenzüge mit der BR 191 gezogen wurden, kamen gelegentlich Güterzüge mit Personenbeförderung (GmP) oder selten auch Ersatz- oder Überführungsfahrten vor. In der Regel wurden die Personenzüge auf dieser Strecke aber von anderen Baureihen wie der E 16, E 17 oder später der BR 118 und BR 218 gezogen.
War aber auch nur so ein Gedanke… wenn man auf Altbau E-Loks steht, warum dann keine 191…
LG Mike
mir klar...
Nicht klar ist mir eine 116 mit einer 191 zu ersetzen.
Abgesehen vom Hersteller und dem Alter sehe ich da zu viele Differenzen.....
Trotzdem werde ich meine 116 heute mal rauskramen :-o
Das interessiert mich dann doch
Ggf geb ich Bescheid.
WE
LG Mike
Zitat - Antwort-Nr.: 13 | Name: NMike
Die Strecke München–Salzburg war jedoch ein wichtiges Einsatzgebiet für die Lokomotiven im Raum München.Während Planmäßig keine regulären Personenzüge mit der BR 191 gezogen wurden, kamen gelegentlich Güterzüge mit Personenbeförderung (GmP) oder selten auch Ersatz- oder Überführungsfahrten vor. In der Regel wurden die Personenzüge auf dieser Strecke aber von anderen Baureihen wie der E 16, E 17 oder später der BR 118 und BR 218 gezogen.
Hallo,
wo hast du denn das raus kopiert? Die E91 lief ja nicht nur zwischen München und Salzburg. Die E91 lief bis 1945 in Schlesien und in Bayern. Nach 1945 dann bei der BD München, BD Nürnberg, BD Stuttgart und BD Essen. Speziell bei der BD Nürnberg lief die E91 auf der Frankenwaldbahn auch planmäßig mit Umbauwagen im Personenzugdienst.
Die 116 lief dagegen auch zwischen Würzburg und Freilassing auch im Güterzugdienst.
Grüße
Markus
Grüße, Jürgen
LG Mike
Zitat - Antwort-Nr.: 17 | Name: RhönbahNer
Wer kann mit Erfahrungen helfen, die das Arnold-Modell der E16 betreffen? Mich interessieren hier besonders Stromabnahme und Zugkraft.
Hallo Jürgen,
laut Zugkrafttabelle im Arnold-Katalog von 1985:
-22 vierachsige Wagen
-44 zweiachsige Wagen
Gemessen wurde laut Arnold in der Ebene mit Arnold Radien 3 und 4.
Grüße
Markus
Ich habe die E16 von Arnold und Piko. Die alte Arnold-Interpretation ist mE für den Anlageneinsatz durchaus eine gute alternative. Sie läuft bei mir ohne Tadel und zieht deutlich mehr weg als die Piko-Lok. Die Höchstgeschwindigkeit ist natürlich wie damals üblich viel zu hoch, was sich digital aber gut nachjustieren lässt. Die Stromabnahme erfolgt nur von den Rädern von vier Achsen.. Die Entgleisungssixherheit ist viel besser als bei der E18/E19 von Arnold, weil die beiden Vorläufer mit angetrieben sind. Bei Langsamfahrt bleibt sie auch mal auf Kuststoffherzstücken der Weichen hängen. Aber es ist ja eine Schnellzuglok…,
Den Motor muss man mE nicht ersetzen. Er läuft nach Jahrzehnten noch immer einwandfrei. Nur das Getriebe (Federn greifen ähnlich wie bei der BR 96 von der Motorwelle auf die Zahnräder) ist mit einem deutlichen Schnurren gut vernehmbar.
Mich stören vor allem die groben Stromabnehmer auf dem Dach. Aber die lassen sich ja ersetzen Alles in allem eine praxistaugliche Lok mit altersbedingten optischen Kompromissen. Dagegen ist die E16 von Piko eine Diva, empfindlich in jeder Hinsicht.
Grüße von Johannes
Ich hatte die BR 116 von Arnold auch und finde, die hat sich sehr gut steuern lassen und hatte auch ein angenehmes Fahrgeräusch. Ich habe sie dann irgendwann abgegeben, weil ich da keine Möglichkeit gesehen habe, ohne größeren Aufwand einen Decoder einzubauen.
Bei der Piko 116 (sowie bei der BR 118) ist noch zu beachten, dass man die Aufstiegsleitern noch selbst einstecken muss (Gefummel), aber dann nur Gleise ab R3 durchfahren kann (Empfehlung). Das hat mich bisher vom Kauf abgehalten. Ohne Leitern sehen die etwas nackt aus.
Frage in die Runde:
Hat jemand Erfahrung, was tatsächlich möglich ist? Fährt sie auch durch Mtx R2a/R2b, oder vielleicht sogar Flm R2?
Viele Grüße, Jochen
ist mir bei meiner letzten 116 "passiert". Es geht um die letztausgelieferte Serie - meine Lok ging in Reklamation. Da waren/sind die kurzen Führerstandsleitern werkseitig eingeklebt - und zwar richtig. Wollte die Leitern einfach tauschen wie bei den vorigen und ging nicht. Leitern abgebrochen, Bolzen blieben in den Löchern drin. Wollte nicht ausbohren, also reklamiert.
Aussage vom Werk: Die Leitern sind nicht zum Austausch gedacht. Es lagen aber die langen Leitern bei und der Austausch war in der Anleitung auch beschrieben.
Die Kundenfreundlichkeit von PIKO eben....
Also Vorsicht!!!!
Viele Grüße
Christian Strecker
Wenn der Kundenservice sein eigenes Produkt (nicht) kennt.....
Warum kommt mir das alles so bekannt vor?
WE
einen Fahrtest hab ich noch nicht
ABER ein "Spezialist" hat die Lok ab Werk mit einer Sonderachse beglückt ?!
Zus. zu den (normalen) Achsen mit Hafties (derer zwei mit je einem haftie / diagonalix hat die Lok EINEN Radsatz der eben für die Anwendung gedacht wäre jedoch im Einstich keinen haftie aufweist (Sonst hätt`die Lok derer drei)
Ich nehme an, da wurde b d Montage in die falsche Kiste gegriffen......
Gruß
Wutz
da würde es mich nicht wundern, wenn die eine schlechte Stromabnahme hat.
Grüße, Peter W
Checkt doch `mal Eure Loks nach der Zahl der Haftreifen (und an welchen Pos. die sind); man weiss ja nie...
Gruß
Wutz
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