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THEMA: Löten von Neodym-Magneten?

THEMA: Löten von Neodym-Magneten?
Startbeitrag
Horst_K - 23.06.26 11:37
Hallöchen in die Runde,

angeregt durch einem parallelen Thread und bei der Suche nach einem "guten" Lötzinn entdeckte ich ein Angebot für ein Lötzinn Sn42Bi58, also bestehend aus 42% Zinn und 58% Wismut. Wismut ist bekanntlich ein sehr niedrig schmelzendes Metall und die Besonderheit von dem genannten Lötzinn ist, dass der Schmelzpunkt deshalb nur 138°C beträgt. Idealerweise kommt dann hierfür ein Lötgerät mit einstellbarer Temperatur von 150°C und eigener speziell hierfür verwendeter Lötspitze infrage.

Auf der anderen Seite ist bekannt, dass die sogenannten Neodym-Magnete nicht gelötet werden dürfen, weil durch die hohe Temperatureinwirkung die Magnetkraft verloren geht. Aber weil diese Magnete in der Regel einen Überzug aus Nickel besitzen, wären sie theoretisch lötbar, wenn das Temperaturproblem nicht vorhanden wäre.

Hier setzt also meine Frage an. Wer weiß, bis zu welcher Temperatur diese Magnete noch schadensfrei ihre Magnetkraft behalten? Wäre das vorgenannte Lötzinn somit für diesen Zweck geeignet?

Wer eine Bezugsquelle für dieses Lötzinn sucht, gibt z. B. bei Amatzon (aus "datenschutzrechtlichen Gründen" bewusst falsch geschrieben ...)  die Stichworte "Lötzinn, Niedertemperatur 138 ℃ Bleifreies Lot (Sn42 Bi58 / 0.8mm, 50g)" ein.

Gruß
Horst

Hallo Horst,

i.d.R maximale Einsatztemperatur 80°C.

Schau dir einfach mal die Datenblätter bei den entsprechenden Anbietern an.

Ciao
U
Hallo Horst,

wissenschaftlich gesehen würde ich einfach nach dem Klassifizierungstyp für Temperaturverträglichkeit der Neodym-Magnete schauen.
-> https://deinemagneten.de/15744/neodym-magnete-...onen-eine-uebersicht

Aber ehrlich, fürs Hobby kaufe ich keine Hochpreisklasse, einfach probieren, der Versuch macht klug.

Gruß Roland
O.T.:
Man darf sehr wohl Amazon, Ebay und Co schreiben!
Man darf auch direkt verlinken!

Diese versteckten Hinweise auf "die Bucht", den großen C, Angelika usw. müssen nicht sein.
Irgendwie kommt mir da vor meinem inneren Auge immer ein Stammtisch älterer Herren auf, der sich augenzwinkernd auf die Schultern klopft über ihr Insiderwissen!

Keine Kritik, amüsiert mich bloß... ;)
Hallo Horst,

ich löte die Drähte nicht an die Neodym-Magnete. Für meine ersten Bausätze mit Magnetkupplungen habe ich mir Kupferlackdrähte an winzige Stücken Blech 1x1 mm gelötet.

Aber das waren letztlich 1mm breite Streifen aus einer der für Büchersendungen verwendeten Verschlussklammern (auch Musterbeutelklammern oder Flachkopfklammern genannt), jeweils am Rand angelötet und dann in der Länge zugeschnitten, dass die in die Öffnung der Kupplung frei reingingen ohne zu klemmen. Ich habe mir auch die dünnsten Varianten der Klammern ausgesucht zum Zerschneiden, damit der Platz in der Öffnung für den Magneten nicht zu kurz wird.

Nun haften diese ferromagnetischen Bleche hinten an den Neodymen und vorn ist alles wie gewünscht ohne die Einbuße an Haltekraft, die beim Direktanlöten kommen könnte.

Viele Grüße,
Danilo
Hallo,

ich habe mal kleine Magnete verlötet: heiß und schnell! Wie hier beschrieben:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1123208#aw73
Das Lot war bleihaltig, als Flußmittel in Spiritus gelöstes Kolophonium.

Viele Grüße
Michael
Hallöchen,
danke erst mal für eure ersten Antworten.

Natürlich will ich mich nicht mit wissenschaftlichen Klassifizierungstypen für Temperaturverträglichkeit auseinandersetzen und ich weiß auch, dass Tempereraturen > 80°C kritisch sind. Aber ich denke da auch an die von Michael vertretene Devise "heiß und schnell", wobei meine Intention ist, das Attribut "heiß" durch deutlich niedliger schmelzendes Lot (und damit auch eine geringere erforderliche Löttemperatur) etwas abzuschwächen.

Die Idee mit dem Anlöten an magnetischen Blechstücken aus Musterbeutelklammern hat auch etwas. Aber das wäre schon wieder ein Arbeitsschritt mehr und je nach Größe dann auch eine gewisse Fummelei, die nicht Jedermanns Sache ist.

Mit so einem wismuthaltigen Lot hat seither niemand Erfahrungen gemacht?

Gruß
Horst
Hallo zusammen,

für meine stromführenden Kupplungen verwende ich feinadrige dünne Decoderlitze und spare mir die Löterei.

Am Grund der Bohrung bringe ich an geeigneter Stelle an. Da hindurch stecke ich von hinten den abisolierten Teil der Litze und ziehe daran, bis die Isolation an der Aussenseite wieder anliegt. Der abisolierte Teil sollte deutlich länger sein als die Tiefe der Haltebohrung, sodass er aussen gehalten werden kann. Anschliessend wird der Magnet in die Bohrung gedrückt und klemmt so die Litze an den Rand. Er kann auch problemlos mit etwas Sekundenkleber gesichrt werden. Wenn das gut aussieht wird noch der überstehende Rest der Litze abgeschnitten. Hat bei mir super funktioniert.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard


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