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THEMA: Diverse Ersatzplatinen für Spur-N, Teil 2

THEMA: Diverse Ersatzplatinen für Spur-N, Teil 2
Startbeitrag
Moba-Macher - 09.06.26 09:21
Moin aus Hamburg,

ich baue schon länger diverse Sachen selbst um (Loks, Wagen, Häuserbeläuchtung usw.) und stelle auch dazu Platinen selber her. Nun möchte ich hier allen ebenfalls meine Platinen anbieten, wenn einer Bedarf hat. Diese gebe ich zum Selbstkostenpreis ab.

Mein neuester Projekt dazu ist die BR-141 von Minitrix. Die Tauschplatine ersetzt die Originalplatine mit einem OnBoard-Decoder.

Um nicht die ganze Liste hier aufzuschreiben, verlinke ich euch einfach die Sachen. Bei Fragen - einfach fragen! ;)

https://bs.protokk.de/media/pdf/1/platinen-liste.pdf

Teil 1: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1442271


Hallo Dimitri!

Ich mache auf Deiner Liste eine Beobachtung, die ich auf meiner eigenen Homepage auch irgendwann gemacht habe: Je mehr Umbauberichte ich (meist chronologisch) einstellte, desto unübersichtlicher wurde sie. Irgendwann habe ich mir dann mal die Mühe gemacht, die Berichte nach Herstellern geordnet darzustellen.

Ähnliches beobachte ich auf Deiner Liste: Es wird immer mehr. Du bist dankenswerterweise sehr kreativ. Ich selbst habe ja auch schon Artikel von Dir bezogen. Aber je länger die Liste wird, desto länger dauert letztlich auch die Suche. Deshalb möchte ich Dir vorschlagen, Deine Platinen ebenfalls nach Herstellern zu ordnen. Das würde das Auffinden erheblich erleichtern.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Elmar,

danke für deinen Hinweis. Das ist tatsächlich eine gute Idee. Ich setze mich am WE dann mal dran.
1 Weitere Idee, Ersatzplatine für Arnold 2310 E94. Es gibt zwar hier im Forum eine Umbauanleitung und auch von ehemals Hersteller eine Digitalplatine mit aufgelöteten Decoder. Aber das würde solche Umbauten leichter machen.  
Hallo DocRalle,

eine Tauschplatine ist wie immer nur dann möglich, wenn einer so eine Lok mir zur Verfügung stellt.
Hallo Dimitri!

Wenn Du schon #2 dabei bist... Könntest Du eventuell gleich eine Verlinkung  zu vorhandenen Einbauanleitungen hinzufügen.

Danke

Christian


Hier der Arnold-Digitalset:

Der Artikel dazu: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_sho...amp;sb1=e94#x1503551

Also wenn die Lok ganz zurückkommt, hätte ich da kein Problem. Die 254 056 war in Leipzig Engelsdorf stadioniert und Traditions-lok der Reichsbahn.
Hallo
Heute möchte ich euch über den Umbau eines 45 Jahre alten Schätzchens berichten. Eine S-Bahn-111 soll einen Decoder und LED-Lichtwechsel weiß-rot erhalten.

- Hauptplatine (Boholm)
Für die Baureihe 111 wird die Platine für Minitrix 110/112 verwendet. Die Bauelemente mit der Nummer 1 (C1, …) müssen an der Chassis-Seite 2 („hinten“) montiert werden (Bild 1). Das Chassis sollte noch unterhalb des Decoders isoliert werden.

- Lichtplatinen (Moba-Macher)
Die S-Bahn-111 braucht natürlich dringend Wechsellicht weiß-rot. Dafür gibt es passende Lichtplatinen (BS-1066) beim Moba-Macher: https://bs.protokk.de/media/pdf/1/platinen-liste.pdf
Diese habe ich mittels Dichtungskitt so montiert, dass die LEDs bündig mit der Chassiskante sind (Bild 2). Dadurch sitzen die LEDs dann direkt hinter den gekürzten Lichtleitern (siehe unten).
An die Decoderanschlüsse für Aux 1 und Aux 2 werden Kabel angelötet, die bis zu den Lichtplatinen (LP) Anschluss „R“ reichen (Bild 2). Wichtig ist es, das Chassis unter dem Decoder mit etwas Isolierband zu isolieren. Dann werden „U+“ und „W“ entsprechend Bild 2 mit der Hauptplatine verbunden. Genauso auch auf der anderen Seite.

- Testfahrt
Jetzt ist eine erste kurze Probefahrt möglich und sinnvoll. Aber zuerst auf dem Programmiergleis die Adresse im „Direct Mode“ auslesen. Nur wenn das klappt, die Gleisspannung einschalten. Die Anschlüsse für das Licht (vorne/hinten), die Schienen und auch den Motor sind vertauscht. Bei D&H-Decodern kann das mit CV51=7 korrigiert werden. Die roten Schlusslichter kann man dann durch Einschalten von Aux1 bzw. Aux 2 testen. Bei vielen Decodern ist das im Ursprungszustand mittels F1 / F2 möglich. CV50 = 1 (Harte Regelung) war bei meiner Lok für optimale Motorregelung notwendig.

- Gehäuse anpassen
Am Gehäuse müssen die Lichtleiter angepasst werden. Dazu müssen diese zuerst von außen nach innen herausgedrückt werden. Bei meiner Lok waren sie verklebt, so dass ich sie zuerst innen mit einer Stecknadel losbrechen musste. Die drei zylindrischen Teile (Bild 3) mit einem Skalpell abschneiden (Dabei festhalten, sonst sind sie weg…).
Die Teile von innen bündig ins Gehäuse einsetzen und mit einer halben (!) Stecknadelspitze Plastikkleber fixieren (Bild 4). Achtung, der obere ist länger. Alternativ kann man auch MicroKristalKlear (MKK) als Lichtleiter benutzen.

- Gehäuse aufsetzen und Lok testen:
Die weißen Lichter waren sehr hell. Diese habe ich stark gedimmt (Cv52 = 7).
Die roten Schlusslichter passen für mich. Eventuell könnte man diese etwas dimmen (CV53/54). Durch die Montage der LP direkt hinter den Lichtleitern gibt es kein rotes Glimmen am oberen Licht.

😊Dietrich


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Moin Allerseits,

Ich komme nun endlich auch mal dazu, die vom Moba-Macher gelieferten Platinen zu bestücken.
Dabei stoße ich auf eine Frage, die vielleicht schon jemand von euch befriedigend beantwortet hat.

Es geht konkret um die Lichtplatine für die Roco BR143 (S-Bahn-Version). Dieses Modell besitzt neben dem Lichtleiter für das weiße Dreilicht-Spitzensignal bereits einen roten Lichtleiter für die Rücklichter.
Nun stellt sich die Frage, würdet ihr auf der Platine eher weiße LED oder rote einsetzen?
2x rot ist ja irgendwie doppelt gemoppelt, oder sehe ich das falsch?

Dieses Bild
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Bild 1: Gehäuse Roco BR143 mit Taschenlampe von hinten beleuchtet

Über eure Tipps würde ich mich freuen.

Viele Grüße von Jens

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Hallo Jens

Ich habe meine 143 mit roten LEDs umgebaut. Damit ist das Licht etwas "roter". Das ist aber sicher Geschmackssache.

Ich werde auch zu den Roco 143, 112.0 und 112.1 eine komplette Umbauanleitung machen.

Dietrich
Hallo Dietrich

Ich würde die Umbauanleitung gerne nehmen. Dann weiß ich wie ich meine Umbauen kann.

Gruß Ralf
Moin Dietrich,

Danke für deine Meinung. Ich tendiere auch zu roten LED.

Viele Grüße von Jens
Hallo

Die angekündigte ausführliche Umbauanleitung Roco 143/ 112.0/ 112.1 mit Moba-Macher-Platinen BS-1063-V2, BS-1030-V1 und BS-1064-V2 ist nun verfügbar: https://bs.protokk.de/media/pdf/1/BS-1063-Umbauanleitung-V2.pdf

Hier in Kurzform:
Die Moba-Macher Lichtplatinen (LP) ermöglichen eine Umrüstung dieser Roco-Loks mit Rot/weiß-Lichtwechsel auf relativ einfache Weise. Für die unterschiedlichen Leuchten-Varianten gibt es jeweils passende Varianten:
- Bild 1 zeigt LP BS-1030-V1, passend für die 143 und 112.0 mit getrennten roten Leuchten (D4 sollte unbedingt noch ganz an den oberen Platinenrand gerückt werden!)
- Bild 2 zeigt LP BS-1064-V2 mit Duo-LEDs unten, passend für die 112.1 mit nur drei Leuchten (Das Bild zeigt eine V1-Platine, die entsprechend V2 umgebaut ist.)
Vier Leitungen oben auf der alten Platine ablöten, zwei Schrauben abschrauben. Jetzt kann die Platine abgenommen werden.

Hauptplatine (V 2.0) vorbereiten:
Neue Platine gemäß mitgelieferter Beschreibung bestücken. Die weißen LEDs sind sehr hell, daher würde ich für R1/2 eher 2,2 kOhm empfehlen. Als Motorkontakte habe ich Kupferblechstreifen benutzt. Eventuell kann man auch die alten Kontakte benutzen, wenn man die Nieten aufbohrt.  
Ich empfehle, die Platine auf der Unterseite dünn zu isolieren (Tesafilm), wo die Platine auf dem Chassis aufliegt.  Platine montieren. Motorkontakte ohne Decoder durchmessen.

Decoder:
Für diese Platine brauchen wir einen NEM-651-Decoder (6-polig) mit zusätzlichen Aux-1/2-Anschlüssen. Ich verwende hier den PD10MU. An die Decoder-Lötpads für Aux 1 und Aux 2 (siehe Decoder-Anleitung) kurze Kabelstücke (weiß, gelb) anlöten. Das Chassis sollte unter dem Decoder mit Isolierband abgedeckt werden. Decoder. Die beiden Kabelstücke werden an RV/RR angelötet (Bild 3). Jetzt kann man die Lok kurz testen.

Stirnbeleuchtung vorbereiten:
Platinen gemäß mitgelieferter Beschreibung bestücken. Die oberen LEDs müssen ganz am Rand montiert werden, weil die Lichtleiteröffnung direkt unterhalb der Führerstands-Attrappe liegt. Kurze Kabelenden anlöten (blau, weiß, gelb für U+, W und R), die bis zur Hauptplatine reichen (Bild 2).
Die 112.1-LPs eventuell seitlich vorsichtig etwas abfeilen, wenn sie nicht ganz nach unten wollen.
Die 143-LPs haben seitlich und unten etwas Spiel. Sie müssen vermittelt werden. Unten kann man einen Draht (0,4 mm) als Abstandhalter einlegen.

Gehäuse vorbereiten:
Lichtleiter aus dem Gehäuse vorsichtig ausbauen. Die zylindrischen Teile mit einem Skalpell abschneiden (Dabei festhalten, sonst sind sie weg…). Die Teile von innen so ins Gehäuse einsetzen, dass sie außen bündig sind und mit einer halben (!) Stecknadelspitze Plastikkleber fixieren.  Für die 112.1 habe ich sehr kurze Lichtleiterstücke (0,75 mm Durchmesser, Meterware von Schönwitz) abgeschnitten und eingebaut. Alternativ kann man auch MicroKristalKlear (MKK) als Lichtleiter benutzen.

Bild 3 zeigt die Lok mit montierten Platinen
Jetzt kann auch das Licht getestet werden.
- Die weißen LEDs hängen an Lv/Lr des Decoders (sehr hell, müssen also eventuell gedimmt werden)
- Die roten LEDs hängen an Aux1/2 des Decoders

Gehäuse aufsetzen, Lichtstärke und -austritt kontrollieren und fahren.
Nun kann die Lok auch mit Wendezug immer passend leuchten.

😊 Dietrich


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Moin Dietrich,

Danke für den Bericht. Deine Hauptplatine sieht irgendwie anders aus als meine, vielleicht ist meine die erste Version.

Die hat keinen Ausschnitt für den Decoder und ich fürchtete, dass es in der Höhe zu knapp wird. Wenn ich aber die Ersatzplatine selber ausschneide, dann muss ich zerschnittene Bahnen wieder nit Kabel verlegen.
Mein Modell wurde schon vor langer Zeit vom Vorbesitzer mit einem Arnold Decoder (81220) ausgestattet. Daher war schon ein Ausschnitt in der Originalplatine drin.
So bin ich bei der Originalplatine geblieben.
Eigentlich halb so wild mit dem Vorteil, dass die Motorkontakte schon dran sind.

So habe ich letztlich nur die eigentlichen Lichtplatinen verwendet und dort die Widerstände drauf gelötet.
Nach einigen Versuchen habe ich aber 5,6k Widerstände genommen für sie weißen (immer noch viel zu hell) und 1,5k für die roten (für die BR143 mit getrennten Lampen).
Und dann beide noch heruntergedimmt (DHPD10-MU) auf "Stufe 5 von 31".

Damit bin ich zufrieden, werde aber künftig mal mit R=10k versuchen.

Viele Grüße von Jens
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 13 | Name: Jens

Deine Hauptplatine sieht irgendwie anders aus als meine, vielleicht ist meine die erste Version.
Die hat keinen Ausschnitt für den Decoder und ich fürchtete, dass es in der Höhe zu knapp wird.

Ja, die V1 hatte noch keinen Ausschnitt und war daher etwas problematisch mit der Bauhöhe, speziell dort, wo im Gehäuse der Hauptschalter etwas nach unten ragt. Das ließ sich nur dadurch lösen, dass das Gehäuse umgekehrt aufgesetzt wurde.

Mit der jetzt verfügbaren V2 ist das Problem gelöst. Daher habe ich auch diese in meinem Umbaubericht verwendet.

Zur Dimmung: Solange du einigermaßen im Bereich bist (z.B. 5), passt es ja. Blöd wird es erst, wenn auch mit "0" die Lichter noch zu hell sind. Das ist aber mit den bei diesen Platinen vorgesehenen Widerständen nicht der Fall.

Dietrich
Edit: Letzter Satz klarer formuliert.

Naja, die Helligkeit hängt ja weniger mit den Platinen und vielmehr von den Widerständen ab.
Da bei der BR143 rot und weiß getrennt nebeneinander liegen, konnte ich das gegenseitige "falsche" Durchscheinen nicht ohne Abschirmung verhindern.

Für die Abschirmung habe ich die Isolierung von schwarzen Litzen, (von den Decodern beim Abisolieren übrig geblieben) mit einem Tropfen Sekundenkleber zwischen die weißen und roten LED geklebt.
Ebenso ein längeres Stück horizontal darüber.

Damit streut das Licht selbst ohne Dimmung nicht mehr durch die falschen Lampen.

Viele Grüße von Jens
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 15 | Name: Jens

Naja, die Helligkeit hängt ja weniger mit den Platinen und vielmehr von den Widerständen ab.

Da hast du recht. Ich habe meinen letzten Satz in #14 klarer formuliert.

Dietrich


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