1zu160 - Forum



Anzeige:
FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Mindestradius Hammerschmid württ. 4achs. Personenwagen ?

THEMA: Mindestradius Hammerschmid württ. 4achs. Personenwagen ?
Startbeitrag
Dirk (LBF) - 29.12.25 19:44
Hallo,

Hammerschmid lieferte ja einst Handarbeits-Fertigmodelle 4-achsiger württembergischer Schnellzugwagen mit offenen Plattformen in Kleinserie, sowohl in K.W.St.E. , DRG und DB - Versionen ( modernere Bauarten als die Brawa 4-achsigen württ. 'Amerikaner' - Wagen )
Hier z.B. ein 3.Klasse Wagen https://www.spurweite-n.de/ncontent/ndb/ndb-ar...=14&MaxCount=21.

Was war der Mindestradius für diese Modelle ?  
Wer hatte diese Wagen schon mal im Einsatz, was ist der kleinste Radius durch sie man noch vernünftig durchbekommt ?

Schöne Grüße

Dirk

Hallo Dirk,

du könntest beim Ebay-Verkäufer mal fragen ob auf der Schachtel oder in der Anleitung im inneren der Schachtel was von einem Mindestradius steht:

https://www.ebay.de/itm/205929512635?_skw=Hamme...tkp%3ABk9SR6ruwb3tZg

Grüße
Markus
Hallo Dirk,

wie du dir sicherlich denken kannst, habe ich einige dieser Personenwagen   Um deine Frage korrekt zu beantworten, mußte ich aber auch erst nachsehen und habe sicherheitshalber - im Rahmen meiner Möglichkeiten - grob getestet.

Im Sonderprospekt zu den württ. Wagen habe ich zu Mindestradien keine Angaben gefunden. Den Wagen selbst hingegen liegt im Deckel der Holzschachtel ein Begleitblatt / Zertifikat bei. Zitat: "Die zierlichen Radsätze mit einer Spurkranzhöhe von 0,5 mm bleiben innerhalb der NEM-Werte, was einen Einsatz auf allen gängigen Industriegleisen ab Radien von 222 mm problemlos ermöglicht."  

Da meine Wagen auf der Anlage nur deutlich größere Radien absolvieren müssen, habe ich flott einen Kreis mit Fleischmann R1 zusammengesteckt (192 mm). Ergebnis: Funktioniert wie erwartet nicht.

Fleischmann Radius R3 (360 mm) zusammengesteckt. Ergebnis: Funktioniert.

Ob die Wagen tatsächlich wie angegeben auf Fleischmann R 2 (225 mm) laufen würden, kann ich nicht testen, weil ich solche Gleise nicht habe. Ich gebe aber zu bedenken, dass die Wagen in der Regel einen größeren Rollwiderstand aufweisen als viele Großserienmodelle und der Rollwiderstand erhöht sich, je kleiner der Radius ist. Ich habe die Drehgestellblenden behutsam minimal nach außen gezogen, so dass sich der Rollwiderstand verringert. Wenn man jedoch zu sehr weitet, fällt der Radsatz raus.

Optisch sind die Wagen wirklich eine Augenweide, fahrtechnisch muß man evtl. etwas nachhelfen. Wären die angebotenen Wagen Ep. II DRG mit anderer Betriebsnummer anstelle von Ep. I , hätte ich mir wohl noch einen oder zwei Wagen gegönnt, zumal die im Bau befindliche Anlage in Württemberg angesiedelt ist

Ich hoffe, meine Angaben helfen weiter.

Viele Grüße
Frank




Guten Abend Markus,

bei den württ. Hammerschmid Wagen bei Ebay derzeit sind leider offensichtlich keine Zertifikate dabei.

@Frank :

Vielen vielen Dank für die ausführliche Antwort, und die Tests !!!!  
Damit ist meine Frage natürlich mehr als ausreichend beantwortet.

Hab mir mal einen der Wagen aus der aktuellen Auktion zugelegt - aber nur einen  ( Zustand ist besser als es das schlechte Foto ahnen läßt ) .
Mehr als 25 Jahre nachdem die rauskamen habe ich endlich auch mal einen.
Zum Einstellen in ein einen K.W.St.E. / Hobbytrain CIWL - Zug hinter der Hobbytrain württ. C.

Mindestens ein Drehgestell meines Modells schwenkt kaum aus, vermutlich die Schraube im Drehgestell zu fest gezogen - siehe z.B. auf der linken Seite unterhalb der Achse.
Da sich die Achse jeweils genau über der Schraub befindet, ist es nicht so einfach die Schraube zu lösen.
Dazu müßte ich riskieren eine Achse rauszunehmen.

Schöne Grüße

Dirk
Ich hake mich hier mal zum Thema ein, weil ich passende Frage an andere Besitzer habe.

Kurz zur Erklärung, wie das Drehgestell funktioniert:
Das Drehgestell wird ähnlich geführt wie bei den Arnold-alt-Wagen mit "Arnold-Kurzkupplung" ab den 1980ern. Das Drehgestell hat keinen festen Drehpunkt, sondern ein Langloch und wird zur Wagenmitte in einem bogenförmigen Schlitz geführt. Es wandert dadurch wie eine Kurzkupplungskulisse nach außen, wenn es sich dreht. Das Langloch ist über dem äußeren Radsatz. Hintergrund wird sein, dass es beim Schwenken bei diesem Radsatz nicht zur Seite schwenkt und an den Auftritten angeht. Der bogenförmige Schlitz ist breit genug, dass die Wagen einen sehr engen Radius schaffen müssten.

Jetzt zum Problem:
Der Bewegungsbereich des Drehtgestells ist stark eingeschränkt. R282 geht mit biegen und brechen aber die Spurkränze drohen schon aufzulaufen. Ursächlich sind m.E. hauptsächlich die Bremsleitungen an der Pufferbohle. Wenn das Drehgestell schwenkt, geht es hier an. Die Bremsleitungen sind (vom Vorbesitzer?) schon so zur Seite gebogen, dass man eine Standardkupplung einsetzen kann.

Die Fragen:
Waren ab Werk überhaupt Bremsleitungen verbaut? waren das vielleicht Zurüstteile? Die sind ja offensichtlich der Kupplung und dem Drehgestell im Weg. Wenn ich auf die alte Homepage ( https://web.archive.org/web/20060117094338fw_/...mid.de/historie.html ) gucke, würde ich das bejahen. Dort ist allerdings auch nirgens eine Standardklaue verbaut.
Darf ich darum bitten, nochmals den tatsächlich erreichbaren Mindestradius zu prüfen (wie viel Luft ist bei R350 noch) und ggf. ein Foto von der Situation von unten, ähnlich meinem, zu machen. Wie viel Bewegungsbereich haben die Drehgestelle? Können sie die bogenförmige Nut voll ausnutzen?

Anbei ein Bild von unten, wo alle beschriebenen Teile sichtbar sind.

Mir geht es im Prinzip um die Frage, was ich mache, um die Wagen "gangbar" zu machen. Wenn das ab Werk schon nicht fertig gedacht war, dann überlege ich mir nämlich selber was.

Gruß
Andi

Die von DerEine zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login



Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;