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THEMA: Motorhalterungen für GAM in Messing ?

THEMA: Motorhalterungen für GAM in Messing ?
Startbeitrag
Paulk - 22.12.24 07:03
Hallo, ein Glockenanker Motor ist ja eine feine Sache. Ich hab mich aber immer daran gestoßen, dass nach Einbau in der Regel die Lok leichter wird. Die Motor Halterungen könnten doch recht problemlos statt in Kunststoff 3D Druck in Messing oder Weissmetal ausgeführt werden. Gibt es dafür schon einen Lieferanten? Eichhorn macht es ja vor, mit seinem Umbausatz für die Köf.
Kennt jemand eine Firma, die solche Teile giessen bzw herstellen könnte. Ich glaube, der Absatz wäre garantiert.
Gruß Paul

Guten Morgen Paul,

SB-Modellbau fertigt diese Halterungen für die Umbausätze aus Messing.

Schönen Sonntag,
Karl
Hallo Paul,

bei den Umbausätzen von SB Modellbau sind die Halter in Messing ausgeführt. Aber die liefern die Halter nicht einzeln aus.

In Kunststoff D3-Druck sind die aber wesentlich einfach herzustellen als in Messing, außer man hat die passenden Gerätschaften. Und bei Weisßmetallguss muß auch erst mal ein Rohform hergestellt werden.
Dann erden die auch wohl teurer sein als 3D-Druck, dprfte auch ein Killer sein weil "Geiz ist geil"

Ich verzichte weitgehend komplett auf die Einbaukits, nehme den größtmöglichen GAM mit SM und klebe den ein.
Mögliche Aufnahmelager mach ist aus Messing Rund oder 4-Kant Material was ich als Meterware auch im Baumarkt bekomme. Ich brauchte da mal was und hatte es zu Hause, so fing das an. habe auch auch spezielle dickwandiges Rohr-Material schon bestellt.

Gruß Detlef
Mit dem 4 Kant zzgl. Bohrung für den Motor ist ein guter Ansatz
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Mit dem 4 Kant zzgl. Bohrung für den Motor



Wäre auch eine Möglichkeit, aber ich dachte daraus einen "Untergrund" einzukleben wo der Motor draufgeklebt wird.

Wichtig ist nur das das Loch für den Motor kein Spiel hat.

Gruß Detlef
Hallo Paul,
ich habe in meine 4 Taigatrommeln (BR 200 / DR) einen GAM von SB Modellbau eingebaut.
Allerdings nicht mit der (mitgelieferten) Unterbau - Motorschale (Messing), sondern mit Eigenbau -  Motoraufnahme. Da die GAM im Durchmesser kleiner als die Original - Motoren sind, bleibt viel Platz für Extra - Gewichte.
Ein paar Stunden Arbeit und von Lok mit Original Motor 109 g sind mit GAM und Eigenbau - Motorhalterung 120 g geworden. Ich habe mit  Rotguss RG7 gearbeitet. Auch in eine Form mit Lötzinn gießen ist möglich (da geht altes Dachdecker-Zinn mit Blei - Achtung verboten!.
Zum Vergleich: Messing 8,5; Rotguss RG7 8,8g; Lötzinn ca. 7,3g (je nach Blei-Anteil); Stahl scheidet wegen Magnet - Beeinflussung aus, auch Angler - Blei (Knete aus Wolfram) ist möglich.
Beim Einbau von GAM alle möglichen Lücken mit Gewicht ausfüllen - es lohnt sich
Die Taiga Trommel zieht jetzt nicht nur den Zug, die nimmt gleich den ganzen Bahnhof mit.

Weihnachtliche Grüße
Lutz


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Hallo Lutz, ja, so hatte ich es gedacht.
Einzig die Firma Hallig in Österreich bietet Ähnliches (HOe) für einen GAM 08/16 an, und das für ca 4 € das Stück.
Das müsste doch in N möglich sein, zumindest für die Standard Motoren FFM, Arnold. Minitrix hat ja a nicht so das Problem, da die Fahrzeuge in der Regel schwerer sind
Hallo Paul,

beim alten shapeways konnte man auch Metallteile »drucken« lassen. Das erinnere ich so, dass das Objekt in Wachs gedruckt wird, um daraus eine verlorene Form herzustellen. Schmuck und dergleichen wurden damit hauptsächlich gemacht. Ob das auch in diesem Fall funktioniert, kann ich nicht beurteilen.

Grundsätzlich sehe ich bei den gedruckten Kunststoffmotorträgern das Potenzial Taschen vorzusehen, in die Metall eingeklebt werden könnte. Zwar wäre die Gewichtszunahme geringer, als in Vollmetall, aber immerhin eine Möglichkeit für alle, die das nicht realisieren könnten.
Carsten von 1001digital hatte vergleichbar in dieser Richtung gedacht und für den Köf Motoradapter eine Decodertasche vorgesehen.

Schöne Grüße, Carsten
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name:

Carsten von 1001digital hatte vergleichbar in dieser Richtung gedacht und für den Köf Motoradapter eine Decodertasche vorgesehen.



Nicht nur für die Köf.
Ich habe alle FLM-218er mit seinem Sound-Motoradapter der sowohl Decoder und Lautsprecher seitlich in den Taschen aufgenommen hat. Der Adapter diente gleichzeitig als Resonanzkörper.
Je nach Bedarf und Variante konnten auch beide seitlichen Taschen mit Blei oä. gefüllt werden.

Ich persönlich bedauere es zutiefst, dass Carsten nicht mehr tätig ist.

Viele Grüße und einen schönen vierten Advent
Dieter
Da bietet Justandersson.de  ne Menge toller Ansaetze
Hallo!

Für etwas mehr als die Hälfte aller meiner Umbauten habe ich den Adapter für den GAM im 3D-Druck gefertigt. Der andere Teil sind Umbausätze von SB-Modellbau. Die Variante in Messing könnte ich eigentlich auch fertigen. Bei Messing wäre mindestens 5 Mal Umspannen und mindestens 2 Mal Werkzeugwechsel nötig. CNC lohnt sich für Einzelexemplare sowieso nicht. Mit 3D-Druck sind auch Adapter möglich, für die in Messing zum Aufspannen spezielle Vorrichtungen nötig wären.

Bislang war der 3D-Druck immer die bessere Variante, aber das kann bei zukünftigen Umbauten durchaus anders sein.

Bevor ich einen Umbau starte schaue ich immer bei SB-Modellbau nach. Unter Berücksichtung der 10%-Aktionen sind diese Umbausätze oft einfach günstiger als selber machen.

Anbei ein Bild vom Adapter für die Arnold Werklok Nr. 7 (E 69).
Sowas in Messing zu fertigen wäre viel zu aufwändig.


Grüße
BWB


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Hallo,

ich bastel mir die Unterlagen für GAM aus 1mm Dachdeckerblei. Schichtweise aufgebaut, also gefaltet und dann im Schaubstock platt gedrückt. Dann kann man den Motor nach dem Einklebn noch seitlich füttern, schon ist wieder genug Gewicht im Tender oder der Lok.

Grüße Torsten
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

ich bastel mir die Unterlagen für GAM aus 1mm Dachdeckerblei. Schichtweise aufgebaut, also gefaltet und dann im Schaubstock platt gedrückt.


Genau so würde ich es auch machen. Bewährt hat sich die Methode schon zu Gewichtserhöhung im Dampflokkessel.
Das Blei läßt sich wunderbar zurechtschnitzen. Mann sollte halt nebenbei sich nicht die Finger lecken.
Gruß  ðŸ˜ƒtto
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Paulk

Kennt jemand eine Firma, die solche Teile giessen bzw herstellen könnte. Ich glaube, der Absatz wäre garantiert.


Dass Verkäufer sicher sein können von der Absatz, bedeutet nicht, dass es für ein Unternehmen attraktiv ist, sie auf diese Weise zu produzieren. Neben dass Sie für die Herstellung dieser Teile über CNC-Maschinen verfügen müssen, müssen Aktuell die Materialien auch den ROHS-Vorschriften entsprechen. Blei und verschiedene andere Metalle können überhaupt nicht mehr verwendet werden! (Moba Artikel sind Spielzeug und dabei gibt es zusatzliche Vorschriften!)

Würden Kunden die Motorhalter auch kaufen, wenn sie jeweils 15 bis 20 € kosten würden, da bei kleineren Mengen die Anlaufkosten der CNC den Endpreis stark beeinflussen?

Als Unternehmen würden wir das niemals so machen und es ist einfacher, 3D-gedruckte Motorhalter zu verwenden.

Ed
Zitat - Antwort-Nr.: 13 | Name: E ten Dam


Würden Kunden die Motorhalter auch kaufen, wenn sie jeweils 15 bis 20 € kosten würden, da bei kleineren Mengen die Anlaufkosten der CNC den Endpreis stark beeinflussen?



Hallo,

ich zahle gerne beim Mitbewerber den Aufpreis für ein aus Metall gefrästen Motorhalter da sich das Mehrgewicht im Regelfall positiv auf die Zugkraft auswirkt. Der Motorhalter aus Metall wird auch in zehn oder zwanzig Jahren noch unverändert sein. Bei den Ausdrucken aus dem 3D-Drucker muss man abwarten wie sich die Haltbarkeit das Material langfristig entwickelt. Aber ich bin trotzdem der Meinung dass beide Verfahren ihre Berechtigung haben.

Grüße
Markus
Hallo,

ich persönlich bleibe beim (selbstgedruckten) Motorhalter, da ich Taschen vorsehe für den Decoder, Staco und die Pufferkondensatoren. Bei gleichem Platzbedarf wie der Originalmotor ist seitdem die Pilotlok auch im Kriechgang nie wieder stehen geblieben. Bleibt die Zugkraft. 30-Wagen-Zuge werden von den passenden (nicht allen) Loks anstandslos gezogen, auch nach GAM-Umbau. Für mich also kein Thema, weitere Umbauten werden folgen.

Viele Grüße
Frank
Hallo,

ich glaube man muss ja nicht so viele verschiedene Typen anbieten. Sinn macht das vor allem bei den alten großen Motoren. Hier könnte man am besten eine Halbschale anbieten, die kann man auch gießen. Der geneigte Analogbahner wird davon vielleicht 2 einbauen, für den Digitalbetrieb nimmt man 1 und hat oberhalb der Motors viel Platz für einen Decoder.

Zusätzlich interessant wäre das für die Kleinloks und die Problemfälle, wie z.B. den Tenderantrieb der FL BR 52.

Grüße, Peter W
Hallo


Anbei etwas "Lesestoff"


https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1054336#aw92

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1110160&sb1=0816#aw1


Die Motorhalter aus Messing habe ich persönlich lieber.
Je nach Lokmodell machen aber die gedruckten Motorhalter auch Sinn, gerade die von "justanderson" finde ich genial, da sie viele Eigenschaften in sich vereinen und ich dies mal demnächst probieren möchte.


Grüße Jens
Zitat - Antwort-Nr.: 13 | Name:

Würden Kunden die Motorhalter auch kaufen, wenn sie jeweils 15 bis 20 € kosten würden, da bei kleineren Mengen die Anlaufkosten der CNC den Endpreis stark beeinflussen?



Hallo,

neben den Rüstkosten sind die ganzen Dokumentions- und Umweltvorschriften (Zertifikate, Verpackung, etc.) die eigentlichen Kostentreiber. Komplexe Messing-Adapter mit Aussparungen für Decoder, Kabelführung, etc. liegen dann schnell bei 60 und mehr Euro pro Stück. Vorallem wenn der Hersteller in einem ganz anderen Marktsegment tätig ist,  lohnt es sich nicht, diese Teile für den Moba-Bereich selber zu vertreiben. Es würde also jemanden brauchen, der im Moba-Markt tätig ist, die ganzen rechtlichen Anforderungen sowieso erfüllt und als Erstinverkehrbringer auftritt.

Macht man es in CNC, dann landen da so > 100 Stück in der Kiste, damit es sich überhaupt lohnt. Wenn davon dann nur 20 Stück verkauft werden und 80 Stück auf ewig im Lager liegen ...

Grüße
BWB


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