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THEMA: Module/Maßstab U-Form

THEMA: Module/Maßstab U-Form
Startbeitrag
FrankiLi - 28.02.17 17:27
Hallo zusammen,

wir haben unseren künftigen Modellbahn-Raum geändert, weswegen wir nochmal neu über das Konzept nachdenken.

Es geht fast rundum an der Wand entlang mit den Maßen 200cm - 410 cm - 370 cm - 410 cm.
Tiefe 80 -100 cm.

Der Raum ist im Keller mit Steinboden und natürlichen Unebenheiten, die ich aber ggf. dadurch umgehe, dass der Aufbau auf Wandhaltern liegt (Tegometall zB, habe ich aus einer Ladenausstattung massig rumliegen), wenn nötig. Luftfeuchtigkeit und allzu große Temperaturprobleme dürften nicht relevant sein, der Keller ist ziemlich gut isoliert, der Heizraum grenzt an und Heizungsrohre führen an der Decke durch eben unseren Raum.

Etwas verliebt haben wir uns in den Gedanken, einzelne Module mit einer Breite von 80-100 cm zu bauen, nur eine Ebene (angeregt durch Pin Nuckels ("Widerstand ist zwecklos"...) Videos, wobei betriebsmässig schon deutlich mehr). Nicht, weil wir damit zu irgendwelchen Treffen fahren wollen (also ein striktes Vorgehen nach Normen ist auch unnötig), sondern weil wir so Modul für Modul in der angrenzenden Werkstatt bauen können und variabel in der Geschwindigkeit sind. Die Gleise sollen aber von Anfang an durchgehend liegen um Betrieb zu machen, nur die Landschaftsgestaltung eben Stück für Stück.

Zum Maßstab: Wir schwanken total von H0 über TT zu N. Mit einer Tendenz zu N. Lange Züge, einigermaßen glaubhafte Entfernungen von Bahnhof zu Bahnhof/Haltestelle und Ort zu Ort. Apropos, wir werden nicht das "Problem" mit sehr vielen Zügen haben, was ggf. einen großen Schattenbahnhof ohnehin unnötig macht.

Meine Jungs sind 15 und 14, also keine allzu große Gefahr von fliegenden Loks, was ja mitunter für H0 spräche.

Meine Fragen:

a) was meint Ihr in Sachen Maßstab, lässt sich bei den Maßen aus N deutlich "mehr" machen (im o.g. Sinne) als mit TT oder gar H0 - und habt Ihr vielleicht sogar Gleispläne als Orientierung?

b) zu den Modulen: Gibt es Anbieter von Modulen, also Platte, drumherum 4 Seitenwände, paar Bohrungen und fertig? Bei einigen Anbietern habe ich vor allem Bausätze für Rahmenbauweise gesehen. Oder lässt man solche Module, weil nicht sonderlich komplex, vom Schreiner vor Ort machen?

... und natürlich, habt Ihr sonst noch irgendwelche Anregungen/Tipps für uns?

Danke und Gruss
Frank & Nachwuchs

Hallo Frank!

Herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung für Module! Ich habe mich auch - nach drei flächigen Anlagen - dazu entschlossen. Orientiert habe ich mich an T-Trak, da ich aber auch nicht an Modul-Treffen teilnehmen werde, die Norm etwas an meine Bedürfnisse angepasst.

Impressionen davon gibt es hier: http://vipspace.at/fun/modelleisenbahn/index.p...amp;Anlage=Waldstein und hier: http://vipspace.at/fun/modelleisenbahn/index.p...amp;Anlage=Waldstein

Momentan sind meine Module noch als Kreis aufgebaut, da aber eine Übersiedlung ansteht, ist schon ein L- oder U-förmiger Aufbau geplant. Natürlich gibt es den Verzicht auf mehrere Ebenen, allerdings um den Vorteil, seine Zug schön verfolgen und zusehen zu können. Spur N hat natürlich den großen Vorteil, wesentlich mehr auf bestimmter Fläche umsetzen zu können als in H0 und die Auswahl an Modellen ist größer als in TT.

Was mir etwas Sorge macht, wenn ich Deinen Eröffnungsbeitrag lese, ist die Tiefe von 1 m, wenn die Anlage / Module an der Wand stehen, da kommt man nur sehr schwer und nicht ohne Kollateralschäden an Gebäuden, Oberleitung(?), ... ran, weniger wäre da sicher besser.

Ein weiterer großer Vorteil der Module zumindest bei mir: da ich die Übergänge normiert habe, kann ich die Reihenfolge jederzeit ändern und habe so auch optisch eine gewisse Abwechslung.

Was den Zugwechsel anbelangt: 2 meiner Module haben Übergänge zu Röhren von Trainsafe. In diesen bewahre ich ganze Garnituren auf, schön vor Staub etc geschützt im Regal und je nach Lust und Laune oder Fahrplan kommen die einzelnen Züge auf die Anlage, machen Betrieb und kehren in die Röhren zurück. Auch hier ist somit für Abwechslung gesorgt.

Hoffe, ich konnte ein paar Anregungen geben.

Liebe Grüße

Boris

Moin Frank samt Family

Bei so einer Raumgröße spricht in der Tat einiges für Module. Dann aber richtig, dass heißt, wie Boris schon schrieb, wenn möglich genormt. Es muss ja nicht unbedingt FREMO sein (warum eigentlich nicht?), aber gerade im Ländle gibt es doch sicher Moba-Vereine mit eventuellen Modulnormen in deiner relativen Nähe. Und so mit ein-zwei Modulen mal auf Reisen gehen ist nicht soo schwer. Und macht Spaß.
Zu deiner Frage bezüglich des Maßstabs. Tja, da scheiden sich ein wenig die Geister. Früher (TM) hieße es, N zum Fahren, wer rangieren möchte baut lieber H0. Da du neu anfängst, würde ich gleich Digital bauen (und das sage ich als überzeugter Analogie...). Da nehmen sich die Fahreigenschaften gegenüber den größeren Spuren nicht mehr wirklich viel. N hat den Vorteil der möglichen längeren Züge. Und rangieren ist auch kein Problem mehr. Da du in einer Ebene bauen möchtest, sind die Unterschiede bei der Zugkraft auch nicht so wirklich gravierend spürbar.
Was ich mir an deiner Stelle aber nochmals überlegen würde, ist der Verzicht auf einen Schatten-/Abstellbahnhof. Früher oder später WERDEN deine Züge sich vermehren. Hat zwar noch keiner wirklich gesehen, wie genau das passiert, aber es passiert! Daher lieber vorbeugend ein paar Gleise als Speicher einplanen. Trainsafe ist zwar gut und schön für das Aufbewahren der Züge wenn man gerade nicht, ähm, spielt - beim laufendem Betrieb stelle ich mir das ein wenig hinderlich vor. Habe damit aber noch keine Erfahrungen und vielleicht ist es doch praktischer, als es sich so anhört.
Bezüglich der Anlagentiefe wurde auch schon etwas geschrieben. Faustregel - wenn man nicht von wenigstens zwei Seiten drankommt - maximal Armlänge als Anlagentiefe. Das heißt so etwa 60 - 80cm.

Gruß  Ralph
Hallo Ralph!

Wie Du richtig schreibst:

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Früher oder später WERDEN deine Züge sich vermehren. Hat zwar noch keiner wirklich gesehen, wie genau das passiert, aber es passiert!



... und irgendwann ist es passiert und auch der großzügigst geplante Schattenbahnhof ist zu klein geworden und ein nachträglicher Ausbau ein Problem. Ich habe es erlebt und mein Fazit war: Röhren nicht nur zur Aufbewahrung, damit man die schönen Züge auch bei Nicht-Spielen - ähm Nichtbetrieb - sieht, sondern auch als Zugspeicher, der mit der Zahl der Fahrzeuge mitwächst. Und glaub mir: es funzt!

Freundliche Grüße

Boris


Hallo Frank und Nachwuchs,

bei Deinen Maßen würde ich sagen sind Züge mit 1,5m bis 2m Länge drin. Das sind in H0 etwa 4-6 lange Personenwagen, in TT 6-9 Wagen und in N 8-11 Wagen, jeweils einschließlich Lok. Bei Güterzügen wären es z.B. etwa doppelt so viele 2-Achser.

Meine Anlage ist noch eher eine Testanlage, aber auch nur in einer Ebene. Ich habe auf einer Seite einen offenen Abstellbahnhof jetzt für 8, später für 12 Züge. Der Vorteil: Ich kann alle Züge sehen, nicht nur wenn sie gerade mal auf der Anlage unterwegs sind. Nachteil: Es geht Platz für Landschaft verloren.

Was erstaunlich viel Platz wegnimmt sind die Weichen ! Bei einem 4- bis 5-gleisigen Bahnhof sind dies in N schnell mal jeweils 50 cm auf jeder Seite, in H0 gehts dann schon auf knapp 1 m zu (auf jeder Seite).

H0 hat das größte Angebot, dann kommt N, dann TT. Dafür ist TT am einheitlichsten, bei N ist auch noch vieles genormt, aber schon mit der Tendenz dass einzelne Hersteller ausscheren und bei H0 kocht in bestimmter Hinsicht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen (was z.B. die Kupplung angeht).

Da dies hier ein N-Forum ist, werden "naturgemäß" die Stimmen vermutlich mehrheitlich zu N tendieren.

Zwar mit viel Arbeit verbunden, aber vielleicht ist es eine Hilfe mal Gleispläne zu zeichnen.

Viele Grüße und gutes Überlegen, Joni

Ergänzung: Wenn in H0 ein 4- bis 5-Wagen-IC stört, dann müsste vermutlich eine Beschränkung auf Nebenbahn bzw. Nahverkehr stattfinden. In N wäre auch eine Hauptbahn mit ICE 2 bzw. 3 möglich. Wenn es zwei oder gar drei Bahnhöfe / Haltestellen werden sollen, dann würde ich sagen sind nur noch Zuglängen bis 1m halbwegs realistisch.

Servus

a.
Mit N bringt man schon mehr unter auf der Fläche. Bei längeren Zügen wird der Platz aber auch schnell wieder zu klein. Also bitte nicht übertreiben mit den Wünschen, sondern ein einigermassen ausgewogenes Gleichgewicht anstreben.
"Vieles ist machbar, alles nicht" und "Weniger ist mehr".

b.
Ich bevorzuge die offene Rahmenbauweise. Ist auch leichter, weil nur Trasse, eventuell Strassen und Plätze für Gebäude aus Holz sind, der Rest wird mit Styrodur aufgefüllt. Mit einer ganzen Platte obendrauf geht der Bau zwar schneller, aber Dinge wie z.B. eine Strassenunterführung, Wassergräben/Bach/Fluss oder überhaupt jedes tiefere Gelände sind etwas umständlich einzubauen. Da muss man erst recht wieder aussägen und herumbasteln usw.. Mir persönlich gefällt es besser wenn nicht alles "brettl-eben" ist, hab ich von Pit Peg gelernt. Seine gesammelten Werke gibts zum Runterladen für I-Pad und Co im VGB-Shop. In der Wirklichkeit ist auch nicht alles streng auf Höhe 0, hier und da mal ein paar Meter auf und ab lockert das Gesamtbild ungemein auf. Besonders wenn man einen ganzen Raum zur Verfügung hat.

Die Breite der Module (eher Segmente) würde ich noch nicht festlegen. Das sollte der Gleisplan regeln, wo Weichen liegen, günstige Trennmöglichkeiten sind usw. und es ist piepegal wenn jedes Modul ne andere Grösse hat. Am Ende müssen alle zusammen nur in den Raum passen. Es macht auch nix wenn ungerade Zahlen rauskommen. Weil es rundherum geht, an den Wandecken in jede Richtung ein paar cm Platz lassen, damit man die Module auch wieder bequem trennen kann. Persönlich kann ich bestätigen, bis 140cm kann man noch bequem alleine stemmen, solange nicht Tonnen von Gips drauf sind und in Leichtbauweise gebaut wird.


100cm Tiefe geht schon in Ordnung, wenn man zwei wichtige Dinge beachtet:

1- Sichtbare Gleise und Weichen sollten nur ca. 70-75cm von der vorderen Kante entfernt sein, um bei Problemen mühelos eingreifen zu können.

2- Bei Landschaftsbau muss man konsequent sein und überall von hinten nach vorne arbeiten. Sind erstmal die hintersten 30-40cm komplett fertig, kann es vorne nach Lust und Laune weitergehen. Sonst gibts Frust wenn man sich vorne was zerstört weil man hinten herumdoktoren muss.

Andererseits sind es Module, die man im ausgebaute Zustand drehen und wenden kann wie man will. Von daher kann man Punkt 2 auch vernachlässigen. Muss man eben immer aus-und einbauen. Nach dem Motto: Jeder so wie er mag.

TIP:
Zuerst Gleisplan, komplett mit Strassen, Gebäuden, Brücken, Fluss usw.
Dann erst gucken wo man wirklich vernünftig trennen kann - eventuell muss Gleisplan, Strassen usw. angepasst werden.
Ist das alles zur vollsten Zufriedenheit erledigt - Holz kaufen, Module aufbauen, Gleise druff, anschliessen, Testfahrten usw.............

Gleispläne zur Orientierung, schwierig wenn man nicht weiss was der Erbauer denn gerne hätte. Bei Google gibts genug Bilder zu Rundum-Anlagen. Mach dir erstmal ein Liste, ein Pflichtenheft, wie auch immer.
Mit Thema, Epoche, Gleismaterial, Hauptbahn und/oder Nebenbahn, min. und max. Länge der Züge, Bahnhof, Landschaft, diverse Wünsche, was muss unbedingt sein, was hätte ich gerne, was eventuell usw. usw.. Je genauer, desto besser.

Greetings from Austria
Gerhard
Wie schon gesagt ist die Auswahl in H0 am größten, in N (weitgehend proportional dazu) geringer. In TT gibt es einen deutlichen Schwerpunkt auf DDR 1970-90, während es abseits davon schnell *richtig* dünn wird.

Ich nehme mal als Beispiel den F11 "Nord Express" von Paris nach Kopenhagen (mit Kurswagen nach Stockholm und Oslo) vom Sommer 1960:

Dieser Zug hat mit gut einem Dutzend Wagen von 4 Bahnen 6 Länder bedient - das ist als Modell natürlich schon eine Herausforderung. Insgesamt sind da 3 verschiedene Wagen der DB, 2 der DSB, 3 der CIWL und 4 der SNCF drin.

In H0 gibt es einen (den französischer Packwagen der Bauart "Rapide Nord") bisher "nur" als Bausätze und als Ankündigung von L.S. Models gab (frag mich keiner, ob die inzwischen erschienen sind). Ansonsten fehlt allenfalls mal die exakte Bauserie oder ein Modell ist nicht mehr ganz state-of-the-art.

In N ist die DSB ein Totalausfall und bei den SNCF-Wagen muss man teilweise mit Ersatz-Bauarten arbeiten. Die DB- und CIWL-Wagen gibt es alle (auch wenn an den YT von Kato schwer ran zu kommen ist).

In TT gibt es meines Wissens keinen einzigen DSB-, SNCF- oder CIWL-Wagen dieser Zeit.

Gruß Kai
Hallo Frank & Nachwuchs


Vorab, in einem N-Bahnforum wird wohl die Empfehlung zur N- Bahn sich nur schwer abstreiten lassen....  


Auf Deine Frage hin der Maßstäblichkeit:

Es kommt auf das Bahnkonzept an, also Hauptbahn mit großen Hbf., Nebenbahn,  oder der Klassiker 2.Gleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn und einem Bahnbetriebswerk.

Im Prinzip lässt sich das bei diesen Abmessungen alles realisieren.

Nur was wollt Ihr?

Die Darstellung einer Nebenbahn, biete bei diesen Abmessungen die Möglichkeit Betriebsbhf. mit Idustrieanschlüssen darzustellen sowie auch schöne Strecken dazwischen Darzustellen.

Auch wenn man eine große Hauptbahn darstellen möchte, bieten die Ausmaße auch Möglichkeiten für Betriebliche abläufe darzustellen, eventl zu Industriegleisen, oder Bahnbetriebswerken, oder Rangierbahnhöfen....

Da in N also mehr oder weniger alles möglich ist, könnten andere Faktoren Eure Entscheidung beeinflussen.
Wie sehr sind Euch die Eindrücke der Fahrzeuge, Modelle,  Landschaft, Figuren wichtig ?

In den größeren Maßstäben sind die Eindrücke deutlich intensiver wie in N.Auch ist die Detailierung in den größeren Maßstäben deutlich intensiver wie in N.Zudem lassen sich in den  größeren Maßstäben einiges schön selber bauen, ohne dabei an der Detailierung Kompromisse eingehen zu müssen, in N ist auch vieles Möglich, aber ist schon etwas schwieriger wie in H0.


Von daher möchte ich empfehlen in der nächsten Zeit Modelleisenbahnausstellungen zu Besuchen und sich dort inspirieren zu lassen.
Um es vorne weg zu nehmen, in der kommenden Zeit gibt es nur wenige Ausstellungen....  die Mobazeit ist doch eher Herbst/Winter...


Meine 2c.....

Gruß Jens
Hallo zusammen,

wow, so viele fundierte Antworten in kurzer Zeit, danke!

Tiefe: ok, maximal 80 cm

Schattenbahnhof: Wie können wir einen solchen realisieren und gleichzeitig die Module/Segmente transportabel halten? Gleiswendel an einer oder beiden Enden? Eine lange Rampe dürfte ja schwierig werden, oder? Das mit den Röhren checke ich natürlich auch mal.

Ja, und der Maßstab. Klar, hier ist das N-Forum und eine Schnellbahntrasse mit langem ICE (nur so als Beispiel) sehr reizvoll, etwas Sorgen macht mir noch das Klein-Klein bei Landschaft, Autos, Personen und in der Umsetzung und Erkennbarkeit von entsprechenden Details, zB Personenszenen. Gerade auch, weil die Augen naturgemäß nicht besser werden. Wenn Ihr die Vorbehalte noch entkräften würdet bitte :)

Zur Bauweise: Ich fände offene Rahmenbauweise auch interessanter, aber lässt sich diese mit der Idee kombinieren, teilbare Segmente zu haben für einen evtl. Umzug - und Elektrik-Arbeiten nicht über Kopf machen zu müssen, möglichst viel eben insgesamt in der separaten Werkstatt (deren Tisch mit 3 Arbeitsplätzen nebenbei jetzt steht)?

Gruss
Frank



Hallo Frank,

wenn es um kleine Details geht, schau mal da rein
http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=898589#aw37
Und Du wirst noch viele andere Beispiele hier im Forum finden...

Viele Grüße
Michael
Hallo zusammen,

habe uns heute mal beim Holzhändler Zuschnitte für ein Modul 80x100 aus Pappel-Sperrholz 12 mm bestellt, 4 x Rahmen und 1 x Platte. Einfach mal zum Probieren und Testen. Im worst case wirds halt ein Mega-Stellpult, ein Programmierstreckenmodul oder umgedreht eine Kiste für irgendwas :)

Gruss
Frank

PS: Über Kommentare zu #8 würde ich mich natürlich weiterhin sehr freuen.
Hallo Frank,

da solltest Du Dir vielleicht mal diesen Faden http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&a...73d7a9d78eeafcb75066 reinziehen. Diese Bauweise und die gesamte Ausführung nötigt mir allerhöchsten Respekt ab. Und ganz so groß muß es ja auch nicht sein, aber die Details sollte man ruhig genau studieren.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Hallo Bernhard,

danke für den Tipp, das ist super-interessant.

Allerdings: Er hat aufgegeben. Was mich in der Erkenntnis bestätigt, zwar gut zu überlegen und zu planen, aber meinen Perfektionismus im Zaum zu halten zugunsten zwar durchdachter, aber möglicherweiser nicht perfekter Umsetzung und dem Effekt, das möglichst schnell Züge fahren. Ein Dilemma zwar, aber auch wegen der Mitarbeit der Kids sollen schnell erste Ergebnisse her.

Eine konkrete Frage zwischendurch: Im o.g. Projekt wurden die Segmente mittels Platinen hergestellt. Warum gerade Platinen - nur wegen der Befestigung mit Lötzinn?

Gruss
Frank
Hallo Frank,

Zitat: "... das möglichst schnell Züge fahren. Ein Dilemma zwar, aber auch wegen der Mitarbeit der Kids sollen schnell erste Ergebnisse her. ...".

Das ging mir auch so (außer dass ich keine Kinder habe). Meine Lösung: Ich habe ein Brett genommen (200cm x 50cm), Grasmatte drauf, ein paar Gleise und Weichen festgeschraubt und das Vergnügen konnte beginnen. Die Weichen habe ich eine Zeit lang von Hand gestellt, zunächst keine Blockabschnitte, keine Automatik, keine Rückmeldung, zwei Ovale (von einander isoliert) = 2 fahrende Züge, zunächst analog.

Mit der Zeit kamen dann erste Häuser dazu, Wege, Figuren, Weichenantriebe, Blockabschnitte mit Rückmeldung, digitale Loks, PC-Steuerung. Alles Stück für Stück gewachsen. Und wenn ihr dann einiges ausprobiert und an Erfahrung gesammelt habt, dann kann eine "richtige" Anlage beginnen und die Testanlage kann entweder als Testanlage bestehen bleiben oder ausgeschlachtet werden. Da ich die Gleise nur geschraubt und nicht geklebt habe, konnte ich Änderungen an der Gleisführung recht einfach umsetzen.

Wenn Du (später) ein zweites Modul nimmst, kannst Du zugleich Modulübergänge üben.

Meine Erfahrung: Kaufe nur das was Du in Kürze wirklich brauchst, auch wenn das dann öfters Porto oder das Einzelteil etwas mehr kostet. Aber wenn ich an die vielen vermeintlichen Schnäppchen denke, die ich erstanden habe, aber doch nicht brauche, dann ist das zurückhaltende und bedarfsorientierte Einkaufen preiswerter.

Viele Grüße, Joni
Hallo Frank,  

die Segmentübergänge wurden deshalb so gemacht, dass sie hinterher genau passen.Arbeitsschritte im einzelnen:

- Segmentrahmen bauen mit Trassenanschlüssen an den Grenzen
- Segmente in der endgültigen Lage miteinander verbinden. Dazu Höhenlage ausrichten und zunächst nur zusammenklemmen (Schraubzwingen)
- Befestigungsbohrungen in beide Kopfstücke fertig bohren (abbohren) mit möglichst kleinem Übermaß (max. zwei Zehntel oder 0,2mm)
- Schrauben rein, Muttern druff, festziehen (aber nicht kaputt ziehen)
- Platinen drüberbauen ggf. mit Schrauben und Kleber fixieren
- Gleise verlegen und auf Platinen verlöten
- Platinen und Gleise möglichst genau an der Segmentgrenze trennen

Jetzt, und erst jetzt, kannst Du die Segmente voneinander trennen, und wenn Du sie wieder zusammensetzt, dann passt der Gleisübergang auch wieder. Ich habe es ähnlich schon mehrfach gemacht und nie richtig Schiffbruch erlitten. Für den Fall der Fälle kannst Du die Schienenprofile an den Stößen noch leicht anfasen/anschrägen.

Das Ganze liest sich viel schlimmer, als es ist. Probier es an einem Probestück und denk nach beim ausführen, damit Du ein Gefühl dafür kriegst. Nur Mut! Vielleicht probehalber mal die Casani-Kästen aus http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=969230 zum Einstieg benutzen.

Grüßle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Hallo Bernhard,
hallo alle,

danke weiterhin für die Tipps.

Bernhard, ich bin ja schon voll dabei:
Gestern um 11:30 beim örtlichen Holzhändler angefragt, 16 Uhr abgeholt, 18 Uhr zusammengebaut: Ein Kasten 100 x 80 cm (Platte und ringsrum Seiten 15 cm) aus Pappel-Sperrholz 12mm mit versenkten und verspachtelten Schrauben, wird jetzt noch in Nussbaum lasiert.

Das Ganze einfach mal als Test. Und was mir auffällt: Das Holz macht zwar einen tollen Eindruck, aber der Kasten windet sich schon ein bisschen, vor allem, wenn man an einer Ecke anhebt merkt man das.

Schlimm? Ist 12 mm zu wenig, der Kasten zu groß oder müssen es noch Zwischen-Spanten (nennt man das so, eben zB 2 Bretter wie außen noch innen zur Verstärkung angebracht) sein?

Gruss
Frank
Hallo Frank

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn du "Zwischenspanten setzt, dies viel stabiler wird.
So 2 Stück sollten reichen.
Überlege dir, ob du die Spanten (nennen wir die mal so) gekreuzt diagonal einbaust. So erhält das enorme Stabilität, gibt aber mit den Gehrungsschnitten mehr zu tun und bracht ein wenig "Planung, Zeit und Geschick". ist aber sicher die eleganteste Lösung
Gruss Böbu
Servus

Ist der Kasten jetzt nur verschraubt oder auch geleimt?
Wenn nur verschraubt, dann ist es kein Wunder das sich der windet.
Mach eine vollflächige Verleimung ÜBERALL wo die Bretter zusammenstossen, nach 24 Stunden durchtrocknen rührt sich da nix mehr. Der Leim hält besser als die Schrauben alleine es je könnten.

Zwischenstreben sollten etwa alle 30-50cm eingebaut werden. Die müssen auch nicht unbedingt gleich hoch sein wie die Aussenbretter, ab 6cm Höhe erfüllen die schon ihre stützende Funktion. Natürlich ganz oben anbringen damit die Grundplatte nicht durchhängen kann.
Wenn man Unterflur-Antriebe benutzt, muss man wegen der Weichen jede Strebe beachten. Deswegen hab ich auch 30-50cm geschrieben, die könnte man (nach einem fertigen Gleisplan) bei Bedarf flexibel verteilen, so dass sie nicht oder so wenig wie möglich im Weg sind. Löcher für Kabel braucht man auch noch, nicht vergessen.

Ich hab schon Leichtbau-Segmente mit 8mm Sperrholz gebaut. Ordentlich verleimt und etwa alle 40cm verstrebt. Holz immer überall grundieren oder mit Lasur etc. versiegeln. Überall, keine Stelle vergessen.

Greetings from Austria
Gerhard

Hi Frank und alle,

da hier bisher nur die Variante mit Platinenmaterial genannt wurde, möchte ich auch eine Alternative dazu aufzeigen.
Anstatt Platinenmaterial kann man die Gleisenden auch auf Messingschrauben verlöten.
Gleicher Effekt, weniger Aufwand und man kann wieder die Schwellen dazwischen einfügen und schottern.
Danach sieht man fast nichts mehr von der Schienenefestigung.

Bilder dazu:
http://www.mobahner.com/wbb/index.php?page=Thread&postID=13299#post13299

Zur Stabiltät der Modulkästen stimm ich Böbu zu.
Ein Kasten mit Querspanten ist nicht wirklich verdrehsteif.
Ich hab dazu Versuche gemacht. Hintergrund dazu ist der Umstand, das wir mit der Anlage auf Ausstellungen gehen und ich Angst hatte, das bei ungenügender Verdrehstabilität der Geländeaufbau diese Funktinon übernimmt und dadurch mit der Zeit Schaden nehmen könnte.
Am Ende wurde es 1 Querspannt in der Mitte und 2 Diagonalspanten.
Nur als Vergleich:
Modulkasten 120 x 70 cm mit 3 Querspanten lies sich ohne grossen Kraftaufwand um 5cm verdrehen.
Mit etwas Kraftaufwand sogar um fast 10cm.

Mit 1 Querspant und den Diagonalstreben müssen sich 2 Personen je am Modulende schon anstrengen, damit sich der Modulkasten überhaupt um 1-2 cm verdreht.

So sehen alle unsere Modulkästen von unten aus:
Ein Streckenmodul - das siebte Bild:
http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show....amp;sb1=Modulkonzept

Der Bahnhof im Rohbau:
http://www.mobahner.com/wbb/index.php?page=Thread&postID=6692#post6692

Und es stimmt schon, es ist eine Gratwanderung zwischen Grösse, Bauaufwand, Perfektion und Detailierung.

Ich habe seinerzeit (ist auch schon wieder über 10 Jahre her ) zuerst mit den beiden Kehren angefangen, und danch mit Zwischenmodulen. So war die Anlage von Anfang an nahezu jederzeit, wenn auch mancmal mit Einschrankungen, fahrbereit.

.....und auch bei mir gab es schon, mehr als einmal, die Überlegung, mit der Moba aufzuhören.

Gruss Klaus


So, People, war nochmal beim Holzhandel (der sägt wirklich alles in 2-3 Stunden).
Dieses Mal Birke statt Pappel und ohne Deckel. Also Seitenteile 100x80 und 2 mal Spanten 80 dazwischen (dieses Mal geschraubt UND geleimt), dazu aus des Holzhandels Abfalltonne 4 kleine Quadrate in die Ecken geleimt. Und weils so schon war direkt 100 x 15 cm als Gleistrasse in die Mitte des Rahmens geleimt.

Trial and Error halt, solange meine Frau nicht mitkriegt, was das alles Lehrgeld kostet passt das auch so.

@Klaus: Die Schraubenmethode kenne ich, aber was spricht für Platinen? und @Böbu: Diagonal ist gut, das probiere ich beim nächsten Mal, wenn ich das mit der Gehrung zu händeln gelernt habe :)
@Gerhard: Er war nur geschraubt. Aber, ich lerne, siehe oben.
@Bernhard: Ich hatte eigentlich vor, vor dem Trennen Unterlagsscheiben in Dremel/Sägeblatt-Stärke dazwischen zu legen, damits 100% passt - übertrieben?



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