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THEMA: Kehrschleife ohne Modul/mit internen Dioden/Gleichrichtern
THEMA: Kehrschleife ohne Modul/mit internen Dioden/Gleichrichtern
Kosemund* - 13.02.17 22:32
Hallo,
nach Jahren des Stillstandes meiner alten Märklin-Bahn wollte ich wieder in die Moba einsteigen, jedoch ein bissl kleiner.
Mit Märklin H0 ist man ja von wegen Gleisaufbau und Kehrschleifen ziemlich sorgenfrei und verwöhnt. Bei allen anderen Spuren und Herstellern kommt da dann sehr schnell ne Diskussion über Kurzschlüsse, Kehrschleifen und Module zusammen.
Nach längerem Überlegen frage ich mich, ob es nicht in Eigenarbeit möglich wäre mit ein paar Dioden/Gleichrichtern und ein paar Millimeter Kunststoff-gleis solche Module und Sorgen der Vergangenheit gehören zu lassen. Zumal ich mich frage, ob es schon jemand anderen oder gar Hersteller gab/gibt die an sowas gedacht haben oder bauen?
Für mich käme für ne neue Anlage nur Digital in Frage, ist zwar teurer, aber man hat halt mehr Optionen für später. Bei Kehrschleifen hören diese Optionen jetzt wieder auf und enden in Kehrschleifenmodulen und Schaltungen, nur um den 1-mal umzudrehen. Beim erneuten umdrehen, wird wohl ein weiteres Modul benötigt.
Wie gesagt; nun frage ich mich, ob es solche "Module" nicht auch für Loks und Wagen innen drin gibt? Ich muss gestehen, dass ich über die interne Verkabelung der Loks und Wagen nichts weiß, da ich keine Pläne finde und ich praktisch eine Lok kaufen müsste, um sie erstmal zu untersuchen.
Meine Hoffnung wäre jedoch, dass im Innern einer jeden Lok jedes Rad, das zur Kontaktherstellung genutzt wird, für sich isoliert ist und seinen eigenen Brückengleichrichter bekommt. Somit wäre die Polung des Gleises egal und die Lok würde dank Digita-Decoder fahren, so lange noch ein Rad einen gegenseitigen Pol hat als alle anderen.
Ein Problem wäre dann natürlich noch die Trennstelle der Kehrschleife, da sich das Rad der Lok trotzdem nen Kurzschluss holt, wenn die Kehrschleifentrennstelle überfahren wird. Somit wäre meine 2te Idee in Zeiten von 3D-Druckern ein Stück nicht leitendes Kunststoffgleis herzustellen, das in etwa die Länge eines Raddurchmessers hat. Dieses Stück wird in die Trennstelle eingesetzt, wobei ein Stück "Leiter"-Gleis gekürzt wird.
Dies sollte zur Folge haben, dass die Lok bei der Trennstelle erst mit 2 Rädern auf den Kunststoff fährt; weiter fährt, da die übrigen Räder noch Strom bekommen und die ersten Räder wieder Kontakt bekommen, sobal andere Räder auf den Kunststoff fahren. Die Polung würde sich während der Fahrt ohne Module und wenig aufwand im Gleisbau umschalten.
Jetzt die Frage, gibt es sowas schon (denn ich finde nichts im Netz) oder hat es schon jemand versucht, aber z.B. aus Platzmangel oder ähnlichem eingestellt? Ich könnte mir somit, Detektorgleise und alle anderen notwenigen Schaltungen und Bedingungen sparen und deutlich sorgenfreier eine Anlage aufbauen, so lange Kehrschleifen mit einem Stück Kunststoffgleis getrennt sind.
Ich entschuldige mich schonmal für diesen Wahnsin eines Anfängers. Es ist auch eher als Option für später gedacht, aber sie wäre als Option für mich umso schöner.
Anbei hänge ich noch ein einfaches Bild eines Schaltplanes, so wie ich mir das in etwas vorstelle.
MfG
Jan-Philipp
nach Jahren des Stillstandes meiner alten Märklin-Bahn wollte ich wieder in die Moba einsteigen, jedoch ein bissl kleiner.
Mit Märklin H0 ist man ja von wegen Gleisaufbau und Kehrschleifen ziemlich sorgenfrei und verwöhnt. Bei allen anderen Spuren und Herstellern kommt da dann sehr schnell ne Diskussion über Kurzschlüsse, Kehrschleifen und Module zusammen.
Nach längerem Überlegen frage ich mich, ob es nicht in Eigenarbeit möglich wäre mit ein paar Dioden/Gleichrichtern und ein paar Millimeter Kunststoff-gleis solche Module und Sorgen der Vergangenheit gehören zu lassen. Zumal ich mich frage, ob es schon jemand anderen oder gar Hersteller gab/gibt die an sowas gedacht haben oder bauen?
Für mich käme für ne neue Anlage nur Digital in Frage, ist zwar teurer, aber man hat halt mehr Optionen für später. Bei Kehrschleifen hören diese Optionen jetzt wieder auf und enden in Kehrschleifenmodulen und Schaltungen, nur um den 1-mal umzudrehen. Beim erneuten umdrehen, wird wohl ein weiteres Modul benötigt.
Wie gesagt; nun frage ich mich, ob es solche "Module" nicht auch für Loks und Wagen innen drin gibt? Ich muss gestehen, dass ich über die interne Verkabelung der Loks und Wagen nichts weiß, da ich keine Pläne finde und ich praktisch eine Lok kaufen müsste, um sie erstmal zu untersuchen.
Meine Hoffnung wäre jedoch, dass im Innern einer jeden Lok jedes Rad, das zur Kontaktherstellung genutzt wird, für sich isoliert ist und seinen eigenen Brückengleichrichter bekommt. Somit wäre die Polung des Gleises egal und die Lok würde dank Digita-Decoder fahren, so lange noch ein Rad einen gegenseitigen Pol hat als alle anderen.
Ein Problem wäre dann natürlich noch die Trennstelle der Kehrschleife, da sich das Rad der Lok trotzdem nen Kurzschluss holt, wenn die Kehrschleifentrennstelle überfahren wird. Somit wäre meine 2te Idee in Zeiten von 3D-Druckern ein Stück nicht leitendes Kunststoffgleis herzustellen, das in etwa die Länge eines Raddurchmessers hat. Dieses Stück wird in die Trennstelle eingesetzt, wobei ein Stück "Leiter"-Gleis gekürzt wird.
Dies sollte zur Folge haben, dass die Lok bei der Trennstelle erst mit 2 Rädern auf den Kunststoff fährt; weiter fährt, da die übrigen Räder noch Strom bekommen und die ersten Räder wieder Kontakt bekommen, sobal andere Räder auf den Kunststoff fahren. Die Polung würde sich während der Fahrt ohne Module und wenig aufwand im Gleisbau umschalten.
Jetzt die Frage, gibt es sowas schon (denn ich finde nichts im Netz) oder hat es schon jemand versucht, aber z.B. aus Platzmangel oder ähnlichem eingestellt? Ich könnte mir somit, Detektorgleise und alle anderen notwenigen Schaltungen und Bedingungen sparen und deutlich sorgenfreier eine Anlage aufbauen, so lange Kehrschleifen mit einem Stück Kunststoffgleis getrennt sind.
Ich entschuldige mich schonmal für diesen Wahnsin eines Anfängers. Es ist auch eher als Option für später gedacht, aber sie wäre als Option für mich umso schöner.
Anbei hänge ich noch ein einfaches Bild eines Schaltplanes, so wie ich mir das in etwas vorstelle.
MfG
Jan-Philipp
Hallo Jan Philipp,
kein Bild zu sehen.
Oder nur bei mir?
LG
Dietmar
kein Bild zu sehen.
Oder nur bei mir?
LG
Dietmar
Lieber Jan
Wie soll das gehen? In dem Moment wo Du nur ein Rad auf der Schiene hast hast Du einen Kurzschluss, wenn alle Räder keinen Strom haben steht die Lok! Oder willst Du drüber rutschen? Dann kannst Du aber auch einfach ein Stück Gleis einfach an allen vier Enden abisolieren. Was machst Du dann mit Innenbeleuchteten Wagen? Da würde kurzzeitig das Licht ausgehen!
Lg Peter
Wie soll das gehen? In dem Moment wo Du nur ein Rad auf der Schiene hast hast Du einen Kurzschluss, wenn alle Räder keinen Strom haben steht die Lok! Oder willst Du drüber rutschen? Dann kannst Du aber auch einfach ein Stück Gleis einfach an allen vier Enden abisolieren. Was machst Du dann mit Innenbeleuchteten Wagen? Da würde kurzzeitig das Licht ausgehen!
Lg Peter
Hallo Jan,
hm, Du hast Dir eine Menge Gedanken für das Kehrschleifenproblem gemacht. Aber an vielen Punkten bist Du nicht weit genug gegangen. Deine Idee wird nicht funkionieren.
Grundsätzlich ist es gut digital zu starten. Dadurch vereinfachen sich meist Kehrschleifenprobleme. Vor allem kannst Du unterm dem kompletten Zug die Spannungsversorgung einfach drehen, z.B. mit Kurzschlussmodul oder einfach nur einen Umpolschalter...
Jetzt zu Deiner internen Lösung. Du darfst die Spannung in der Lok nicht einfach gleichrichten! Das digitale Signal ist eine wechselnde Spannung und die muss so am Dekoder ankommen, denn in der wechselnden Spannung liegt die Information.
Unabhängig davon, dass das nicht gehen wird, müßtest Du jede Lok umrüsten.
Ich denke, nimm Dir lieber die vorhandenen Lösungen! Es gibt genung Varianten und Lösungen, wie man das machen kann. Ob nun Kurzschlusserkennung, Reedkontakte oder sonst was.
VG. Frank L.
hm, Du hast Dir eine Menge Gedanken für das Kehrschleifenproblem gemacht. Aber an vielen Punkten bist Du nicht weit genug gegangen. Deine Idee wird nicht funkionieren.
Grundsätzlich ist es gut digital zu starten. Dadurch vereinfachen sich meist Kehrschleifenprobleme. Vor allem kannst Du unterm dem kompletten Zug die Spannungsversorgung einfach drehen, z.B. mit Kurzschlussmodul oder einfach nur einen Umpolschalter...
Jetzt zu Deiner internen Lösung. Du darfst die Spannung in der Lok nicht einfach gleichrichten! Das digitale Signal ist eine wechselnde Spannung und die muss so am Dekoder ankommen, denn in der wechselnden Spannung liegt die Information.
Unabhängig davon, dass das nicht gehen wird, müßtest Du jede Lok umrüsten.
Ich denke, nimm Dir lieber die vorhandenen Lösungen! Es gibt genung Varianten und Lösungen, wie man das machen kann. Ob nun Kurzschlusserkennung, Reedkontakte oder sonst was.
VG. Frank L.
Hallo Jan-Philipp,
vergiss die Idee, das funktioniert nicht.
Erstens würde so ein Umbau massive Maßnahmen nach sich ziehen, da die Stromabnahme überall zusammen hängt.
Zweitens: Wie soll der Decoder dann noch ein Signal empfangen? Nach dem Gleichrichter hast du nur noch eine Gleichspannung. Je nach Einstellung macht die Lok dann gar nix oder knallt volle Kanne los, ohne steuerbar zu sein.
Drittens willst du ganz bestimmt nicht deinen gesamten Fuhrpark umbasteln, nur um ein paar Euro für ein oder zwei KSM zu sparen.
Viertens hast du mit deinem Kunststoffgleis eine potentielle Fehlerquelle, speziell kurze Loks könnten da einfach mal stehenbleiben.
Vermutlich gibts noch mehr Gründe, aber zu so später Stunde fällt mir nicht mehr ein.
Viele Grüße
Carsten
vergiss die Idee, das funktioniert nicht.
Erstens würde so ein Umbau massive Maßnahmen nach sich ziehen, da die Stromabnahme überall zusammen hängt.
Zweitens: Wie soll der Decoder dann noch ein Signal empfangen? Nach dem Gleichrichter hast du nur noch eine Gleichspannung. Je nach Einstellung macht die Lok dann gar nix oder knallt volle Kanne los, ohne steuerbar zu sein.
Drittens willst du ganz bestimmt nicht deinen gesamten Fuhrpark umbasteln, nur um ein paar Euro für ein oder zwei KSM zu sparen.
Viertens hast du mit deinem Kunststoffgleis eine potentielle Fehlerquelle, speziell kurze Loks könnten da einfach mal stehenbleiben.
Vermutlich gibts noch mehr Gründe, aber zu so später Stunde fällt mir nicht mehr ein.
Viele Grüße
Carsten
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Jan
Nach längerem Überlegen frage ich mich, ob es nicht in Eigenarbeit möglich wäre mit ein paar Dioden/Gleichrichtern und ein paar Millimeter Kunststoff-gleis solche Module und Sorgen der Vergangenheit gehören zu lassen.
Nichts leichter als das. *
Du brauchst zwei doppelpolige Trennstellen und einen Kippschalter 2x um, der als Polwender verdrahtet wird. Das ist alles. Kosten: -.50 für die Isolierverbinder, 2.50 für den Kippschalter und ein wenig Anschlussdraht.
http://k.f.geering.info/modellbahn/technik/bilder/kehrschleife0.gif
Das ist wirklich alles.
Mehr Info: http://k.f.geering.info/modellbahn/technik/kehrschleife.htm
Felix
*) Pickeldie fragte seinen grossen Bruder Frederick: "Frederick, wie geht eine Kehrschleife?" Frederick antwortete: "Nichts leichter als das. Komm mit!"
https://youtu.be/-8pahaLRjKs
Beitrag editiert am 13. 02. 2017 23:44.
Hallo
Herr Tran hat mir mal gesagt das alle Decoder als erstes einen Gleichrichter haben und erst dann geht es zur Steuerung, also das das mit dem Gleichrichten im Decoder nicht funktioniert glaube ich nicht
Aber mal abgesehen davon was soll das bringen? Das Gleis hat ja noch immer das Polaritätsproblem. Du kannst Dir selber über Gleisbesetztmelder einen Kehrschleifenschaltung bauen, ob das dann allerdings billiger ist als Angebotene Schaltungen wage ich zu bezweifeln!
Lg Peter
Herr Tran hat mir mal gesagt das alle Decoder als erstes einen Gleichrichter haben und erst dann geht es zur Steuerung, also das das mit dem Gleichrichten im Decoder nicht funktioniert glaube ich nicht
Lg Peter
Hallo Jan
Nur mal kurz gegoogelt ohne viel nach zu schauen!
http://tams-online.de/Kehrschleifenmodul-KSM-2-fuer-digitale-Anlagen
Lg Peter
Nur mal kurz gegoogelt ohne viel nach zu schauen!
http://tams-online.de/Kehrschleifenmodul-KSM-2-fuer-digitale-Anlagen
Lg Peter
Nspurbodie: Aber es geht auch noch eine Leitung am Gleichrichter vorbei zum CPU.
fgee: Mensch, Pickeldie und Frederick haben richtig alte Gehirnzellen gezündet. An die hab ich schon ewig nicht mehr gedacht.
Gruß.
Harald.
fgee: Mensch, Pickeldie und Frederick haben richtig alte Gehirnzellen gezündet. An die hab ich schon ewig nicht mehr gedacht.
Gruß.
Harald.
Hallo Peter
das ist eine richtige Information und eine falsche Annahme.
Natürlich hat der Decoder einen Gleichrichter. Dieser ist für die Spannungsversorgung der Chips. Aber der Dekoder muss zusätzlich am Gleissignal (digital) hängen, um die Informationen zu lesen und verarbeiten.
VG. Frank L.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Herr Tran hat mir mal gesagt das alle Decoder als erstes einen Gleichrichter haben und erst dann geht es zur Steuerung, also das das mit dem Gleichrichten im Decoder nicht funktioniert glaube ich nicht
das ist eine richtige Information und eine falsche Annahme.
Natürlich hat der Decoder einen Gleichrichter. Dieser ist für die Spannungsversorgung der Chips. Aber der Dekoder muss zusätzlich am Gleissignal (digital) hängen, um die Informationen zu lesen und verarbeiten.
VG. Frank L.
Hallo Peter,
Harald und Frank haben es ja schon erklärt. Im Übrigen kannst du es ja gern mal testen und einen Gleichrichter ans Gleis hängen. Es wird einfach nicht funktionieren.
Wenn du Schaltpläne lesen kannst, schau mal hier: http://www.digital-bahn.de/shop/media/pdf/fipps_1v50_schaltplan.pdf
Das ist ein Selbstbaudecoder. Links oben siehst du die Gleisanschlüsse, etwas rechts davon ist der Gleichrichter. Davor zweigt aber noch eine Leitung ab, die über einen 22 kOhm-Widerstand zum Prozessor läuft. Darüber wird das Gleissignal ausgelesen, alles was hinter dem Gleichrichter kommt dient lediglich der Spannungsversorgung von Decoder und Verbrauchern.
Viele Grüße
Carsten
Harald und Frank haben es ja schon erklärt. Im Übrigen kannst du es ja gern mal testen und einen Gleichrichter ans Gleis hängen. Es wird einfach nicht funktionieren.
Wenn du Schaltpläne lesen kannst, schau mal hier: http://www.digital-bahn.de/shop/media/pdf/fipps_1v50_schaltplan.pdf
Das ist ein Selbstbaudecoder. Links oben siehst du die Gleisanschlüsse, etwas rechts davon ist der Gleichrichter. Davor zweigt aber noch eine Leitung ab, die über einen 22 kOhm-Widerstand zum Prozessor läuft. Darüber wird das Gleissignal ausgelesen, alles was hinter dem Gleichrichter kommt dient lediglich der Spannungsversorgung von Decoder und Verbrauchern.
Viele Grüße
Carsten
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