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THEMA: Fleischmann BR65 Gestänge ausrichten

THEMA: Fleischmann BR65 Gestänge ausrichten
Startbeitrag
max050180 - 08.01.17 21:12
Hallo zusammen,

ich habe mir zum Üben eine defekte BR65 von Fleischmann bei ebay ersteigert. Im Wesentlichen will ich hier probieren, ob ich die Lok wieder zum Laufen bekomme. Nach der weitestgehenden Demontage gab es ein Ultraschallbad mit SR24. Da sich aber die Achsen auch nach mehreren Durchgängen nur schwer bewegten, habe ich vorsichtig die Räder von den Achsen gehebelt, das komplette Gestänge ausgebaut und erneut alles gereinigt. Danach habe ich mal eine Achse reingeschoben und zumindest geht jetzt alles leichtgängig. Aber beim Einbau und Ausrichten des Gestänges bzw. der Räder zueinander komme ich an meine Grenzen. Habt ihr Tipps, wie man am besten nacheinander vorgeht?

Gruß, Matthias

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Hallo Matthias,

Du solltest, nachdem die Achsen eingelegt sind die Räder so ausrichten, dass die Bohrungen für die Treib- und Kuppelstangen fluchten. Dabei musst Du unbedingt den Versatz der Bohrungen rechts und links um 90° beachten. Das heißt bevor Du die Kuppelstangen montierst, mehrfach drehen, um zu sehen, ob die Flucht der Bohrungen stimmt. Dann kannst Du die Stangen montieren. Versatz der Gegenkurbel 90° beachten. Das Radinnenmaß solltest Du vorher noch prüfen. Beachte auch die richtige Auflage der Schleifer. Viel Spaß!

Gruß Philpp
Hallo Matthias,
das war wohl nicht die beste Idee :). Ich glaube mich zu erinnern, dass die Räder 90° Versatz aufweisen, wobei es nicht ganz so entscheidend ist, ob es nun 89 oder 91 sind aber alle Räder, müssen den gleichen Versatz haben. Dann muss das auch noch mit den Zahnrädern passen, da ja alle Räder angetrieben werden. Wenn nur 1 nicht stimmt, wird es ewig klemmen, denke ich.

Gruß Jörg
Hallo zusammen,

und danke für die Infos. Ob das so eine gute Idee war, wird sich zeigen Und wenn ich es nicht hinkriege, war es halt ein Übungsspaß....

Das mit dem Versatz hatte ich mir schon vorher angesehen bzw. mich belesen, d.h. wenn die linke Seite (Kuppelstangen in einer Ebene) bei 9Uhr stehen, muss die rechte Seite bei 6Uhr stehen. Mit ging es bei meiner Frage um die Vorgehensweise. Fängt man zum Beispiel mit einer Achse mit Zahnrad an, bei der man den genauen Versatz + Radinnenmaß realisiert und arbeitet sich dann Achse für Achse weiter oder muss man alles auf einmal richtig ausrichten? Wobei ich mir die zweite Variante schlecht vorstellen kann... Und welches Werkzeug wäre denn für diese Arbeiten am geeignetsten, z.Bsp. zum Einstellen des Radsatzinnenmaßes. Gibt es irgendwelche Abdrückvorrichtungen, damit man Beschädigungen vermeidet.

Gruß, Matthias
Hallo Andy,

das habe ich auch schon entdeckt - ist aber ziemlich kostspielig. Dafür kann ich mir viele defekte Dampflokomotiven kaufen und reparieren, damit sich das lohnt

Noch eine ergänzende Frage zu meinen oben in #3 gestellten: Ist es besser, alle Kuppelstangen vor dem Zusammenbau zu demontieren oder in dem im Eröffnungsthread gezeigten Zustand zu montieren?

Gruß, Matthias
Zitat

Ist es besser, alle Kuppelstangen vor dem Zusammenbau zu demontieren oder in dem im Eröffnungsthread gezeigten Zustand zu montieren?


Hallo,
alles ab, das ist sonst viel zu viel Gefummel und du riskierst ein Verbiegen der Kuppelstangen.
Alle Räder montieren und ausrichten. Dabei zeigt es Sinn die Bolzenlöcher in Flucht mit den Radnaben
zu haben so kann man immer wieder längs drüberschauen und korrigieren.
(Dabei ein Brettchen oder ähnliches unter die Lok halten damit alle Achsen auf gleicher Höhe sind.)
Einen generellen Versatz rechte/linke Seite um 90 Grad einstellen wie schon genannt.
Ist alles erstmal grob perfekt dann erst die Kuppelstangen montieren.
Danach prüfen ob überall gleich viel Spiel vorhanden ist (etwas dran rumwackeln).
Die Achse die keinerlei Spiel aufweist (jene wird später klemmen oder eiern) nochmal zärtlich ausrichten.

Ja, es ist ein Gedultsspiel ohne Montagehilfsmittel, ein tiefentspannter Gemütszustand hilft dabei.

Grüße, Stefan
Kleinen Bohrer durch die Speichen stecken, bis zum gegenüber liegenden Rad....Da jeweils pro Radsatz die gleiche Anzahl Speichen abzählen.

Und dabei die Zähne des Ritzels abzählen.
Hallo Mathias
Baue dir eine Hilfsvorrichtung. Ein Brett in das du 4 Nägel oder Nadeln in der Stärke der Löcher für die Treibstangenbolzen. Die Abstände ermittelst du indem du die Achsabstände mit der Schiebelehre mist. Dabei solltest du schon auf Zehntel mm achten. Die Lok mit einer Seite auf das Brett gelegt und die Treibstangenlöcher in die Nägel einfädeln. Jetzt hast du alle Räder einer Seite in der gleichen Richtung. Fixiere nun die Lok mit z.B. Markierungsnadeln damit sie dir nicht verrutschen kann. Jetzt kannst du die Räder auf der anderen Seite montieren und dabei den Versatz berücksichtigen und auch das Spurmaß
(7,4 -7,5mm) einstellen. Ist diese Arbeit zur Zufriedenheit ausgefallen, können die Treibstangen montiert werden. Es sollte nun alles ohne klemmen funktionieren.
Gruß elber

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Hallo zusammen,

und danke für die weiteren Tipps.

@Stefan:  Da hätte ich dich ja auch im Stummiforum fragen können. Weyersbühl lässst grüßen . Ich habe zumindest deinen Rat befolgt und alles auseinander genommen. Jetzt liegt es einzeln vor mir und ich dokumentiere mal, damit ich alles wieder korrekt zusammenbekomme.

@Andy, Elmar: Bei der Montage werde ich eure beiden Hinweise berücksichtigen. Das sind richtig gute Hilfen. Hätte man aber auch selbst drauf kommen können.

Eine Frage habe ich noch zu den Kuppelstangen. Ich habe diese jetzt einzeln vor mir und stelle folgendes fest. Die Kuppelachse zwischen 2ter und 3ter Achse ist zumindest auf der einen Seite leicht abgewinkelt. Die anderen beiden, d.h. die zwischen eins und 2 sowie zwischen 3 und 4 sollten sowohl auf der linken als auch rechten Lokseite gerade sein, oder??? Bei meiner rechten Lokseite sind diese nämlich teilweise in sich verwunden. Ich vermute diese müssen erst einmal gerichtet werden. Oder wie müssen jeweils die 3 Kuppelstangen geformt sein???

Gruß, Matthias
Hallo Mathias
Die Kuppelstangen zwischen den 4 Achsen müssen gerade sein.Die Treibstange die zu den Zylindern bzw. zum Kreuzkopf geht, die ist beim Modell vermutlich gekröpft weil sie sonst nicht frei beweglich ist. Du hast doch bestimmt eine andere Dampflok bei der du dir das abschauen kannst, das ist besser als hier alles zu schreiben. Ich füge trotzdem noch zwei Bilder an , die die Anordnung zeigen. Bei der Montage würde ich zuerst die Kuppelstangen montieren und später die Treibstange und dann die Steuerstange.
Gruß Elber

Edit: Du hast es gesehen, mein Beispiel ist die BR 95 Ar. ist aber bei deiner Lok nicht anders.

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Hallo Elmar,

danke für die Info und die Bilder. Da scheint also jemand an der Lok rumgemurkst zu haben . Ich werde sie also mal richten oder ggf. Ersatz besorgen. Und wenn ich Muße habe, baue ich die Lok wieder zusammen.

Gruß, Matthias
Und das schönste an der Sache ist, wenn sie wieder läuft. Dann kannst du dir selber auf die Schulter klopfen und dir sagen, Mit Geduld und Spucke fängt man eine Mucke.
Wünsche dir viel Glück und Spass.
Gruß elber


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