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THEMA: LED Leiste an Funktionsausgang von Lokdecoder?

THEMA: LED Leiste an Funktionsausgang von Lokdecoder?
Startbeitrag
the_mark - 04.01.17 14:46
Servus, ich noch mal!

Ich bin gerade am Überlegen, ob ich im Zuge der Digitalisierung eines Shinkansen E5 gleich die Innenbeleuchtung mit mache.

Kann ich einfach so entsprechende LED Leisten an die Funktionsausgänge eines Lokdecoders (hier D&H DH10) anschließen?

Hallo Mark,
ja, natürlich. Den Minuspol an den Funktionsausgang, den Pluspol an SUSI ZVS (ist der Decoder-Pluspol).

Viele Grüße
Carsten
Cool, danke!
Ähm, noch eine Frage: ich fahre Gleisspannung 14V - heißt das, die LEDs sollten dann auch 14V (mit Widerständen natürlich) abkönnen?
Hallo Mark

Von Kato gibt es DCC taugliche LED Leisten.Dazu auch passende Decoder.
Allerdings braucht du dann für jeden Wagen ein Decoder.

Gruss Matthias
Ähm, nein, ja, Moment:
Bei reinen Waggons eine Leiste mit Decoder zu nehmen ist klar.

Mir ging es darum, wenn ich eh schon einen DH10 in einem Triebwagen habe, warum nicht einen Funktionsausgang (z.B. AUX1) für die Innenbeleuchtung zu nehmen.

Das einzige was ich jetzt noch wissen will ist, wenn ich eine 08/15 12V LED Leiste dafür nehme, ob ich da noch einen Widerstand brauche oder nicht?
Ich fahre wie oben genannt mit 14V "Digitalspannung"

Hallo Mark,

hier kommt es entscheidend auf die LED-Leiste an.
Eine Leiste mit ein paar LED plus Widerstand in Reihe geschaltet ist kein Problem.
Es gibt aber auch teilbare LED-Leisten, bei denen die LEDs parallel geschaltet sind.
Dadurch würde sich ein zu hoher Strom für den Dekoder ergeben, so dass dieser ggf. beschädigt werden würde...

Gruß
Burkhard
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

wenn ich eine 08/15 12V LED Leiste dafür nehme, ob ich da noch einen Widerstand brauche oder nicht?



Ja, je nach Grundhelligkeit der Leiste bis zu 30kOhm.

Grüße Michael Peters
30K Ohm?
Ui, das ist eine Menge.
Aus technischem Interesse möchte ich mal wissen: woher kommt das?
(nehmen wir mal Gleisspannung 14V und Leiste mit 12V an)
Bei 30k ist der Dekoder gut geschützt - allerdings bleiben dann auch die LEDs dunkel...
Hallo Mark,
moderne LEDs benötigen nur sehr wenig Strom um sehr hell zu leuchten - ca. 3 - 5 mA sind da ein Richtwert. Da du im Wagen kein Flutlicht willst, musst du den Strom weiter reduzieren, brauchst also einen größeren Widerstand. 30 kOhm erscheint mir aber auch bisschen sehr hoch gegriffen.

Viele Grüße
Carsten
Ok, danke erstmal.
Aber wie finde ich nun heraus, was für einen Widerstand (wieviel Ohm) ich brauche?
Rantasten oder rechnen?
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

30 kOhm erscheint mir aber auch bisschen sehr hoch gegriffen.



Nöö, ich habe vor kurzem einen ETA150 mit 30KOhm umgebaut, meine Personenwagen brauchen teilsweise sogar 60KOhm Vorwiderstand.
Aber das muß jeder selbst ausprobieren.

Grüße Michael Peters

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Hallo,

nur ergänzend: Je nach Art Deiner Lichtleiste und der Zahl der LED, die in Serie geschaltet sind, kann es durchaus passieren, daß die Spannung an den Ausgängen Deines Decoders nicht mehr genügt, um die LED zu betreiben.

Beispiel: Weiße LED haben eine Durchlaßspannung Vf von ca. 3V. Bei 4 LED in Serie benötigst Du mindestens 12 V zum Betrieb, bei 5 bereits 15 (auch hier nie ohne Vorwiderstand, der entsprechend kleiner ausfällt. Bei Chinaware könnte ich mir durchaus vorstellen, daß es auch Lichtleisten gibt, bei der mehr als 3 bis 4 LED in Serie geschaltet sind, weiterhin streut auch Vf der LED nach unten oder oben.

Weiterhin zu bedenken: Am internen Gleichrichter des Decoders gehen von der Gleisspannung ca. 1,2 bis 1,5 V verloren. Am Ausgangstransistor fallen je nach Typ nochmal bis 0,3 V ab. Wer mit niedriger Gleisspannung fährt, kommt in Bereiche, in denen dies relevant werden könnte und die LED plötzlich nicht mehr leuchten. Wenn man sich dessen nicht bewußt ist, läuft man Gefahr, viel Zeit in die Suche nach Fehlern zu investieren, die nicht existieren...

Kurzum: Ich würde nicht mehr als 3 weiße LED in Serie schalten, dann bist Du auf der sicheren Seite und hast Reserven, falls Du irgendwann die Betriebsspannung herabsetzen willst, um z.B. kleine Decoder sicher betreiben zu können!

Grüße, Jürgen

Hallo Mark,

zunächst mußt Du mal unterscheiden, ob Deine LED-Leisten in Reihe (dann wie bei Jürgen #13) oder Paralell (Michael #7) aufgebaut sind.

Um den besten Wert heraus zu bekommen und Deinen Geschmack der Helligkeit würde ich einen Potentiometer von 60 KOhm nehmen und nach dem Einschalten durch herunter drehen die Helligkeit ermitteln. Anschließend mißt Du den eingestellten Wert am Poti und Du kennst Deinen Widerstandswert. Dann nimmst Du nur noch den nächsten Näherungswert aus der Festwerttabelle der Widerstände und Du hast Deinen individuellen Wert für Deine lichtleisten.

Gruß Burkhard (Ex-Berliner)
Hallo Mark

Für vorbereitete Zügenehme ich die KATO Decoder. Ist ein Umbau nötig wie bei der Allegra  verwende ich auch  DH Decoder. Die KATO LED Leisten kannst du auch auf den DH Decoder verdrahten. Hab ich so  mit DH05C und DH10C gemacht. Da hast du schon alles fertig Vorbereitet und der Einbau ist sehr einfach. Wie gross der Strom nun genau ist braucht dich gar nicht zu kümmern die eine LED kann gar nicht so viel ziehen.
Zudem gibt es die LED-Streifen auch im sechser Pack. Viel günstiger dürfte etwas selbstgebautes nicht sein. Mit einer Orangen Blende kann man zudem den Farbton verändern.
Diese
KATO 11-211 LED Interior Lighting Kit, ver.2 (DCC Optional: FR11) (1ea)
KATO 11-212 LED Interior Lightig Kit, ver.2 (DCC Optional: FR11) (6ea)  

P.S um den E5 Artgerecht zu halten braucht er Gesellschaft des E6.
http://www.katomodels.com/n/e6kei/

Ich habe beide Züge und sie sind echte Hingucker.

Viele Grüsse
Ein E6 - verlockend.

OK, die Leisten schau ich mir mal an.

PS: mein E5 ist von Tomix, mal schauen, ob die einen E6 haben
Hallo Mark

Hoi Mark

Ich habe angenommen, das du du die KATO Version hast. Tomix ist ein bisschen schwieriger zu Digitalisieren. Kannst du nach Abschluss Fotos einstellen?

In diesem Fall solltest du auch die TOMIX Lichtleisten verwenden.Die haben so lange Federn die eigentlich durch zwei Löcher in der Plastikinneneinrichtung auf den Metallrahmen kontaktieren. Die kannst du abknippsen und die Decoderlitze oder einen Lackdraht anlöten.

Hier siehst du was passt:
http://www.1999.co.jp/eng/10222592
Alles Zubehör schön aufgelistet inklusive E6


TOMIX 0737  Interior Lighting Kit LC (White Color) Set (Set of 6)
http://www.1999.co.jp/eng/10066939

Der Stromverbrauch ist 25mA also kein Problem für den DH10

Offensichtlich kann man auch den Tomix E5 und E6 kuppeln
- The E6 and E514 which is equipped with a TN 併結 coupler. With ON-OFF switch.

Gruss,
Matthias
Nachtrag!

Ein bis zwei Dinge, die ich noch grundsätzlich verstehen will:
- ein Widerstand senkt doch die Spannung, richtig? Nicht die Stromaufnahme? (bin zwar Kaufmann, aber ein bissi was über Elektronik weiß ich dann doch)

- bei einer "Digitalspannung" von 14V - welche Spannung liegt denn dann an der og. SUSI ZVS vom Decoder an?
Hallo,

"ein Widerstand senkt die Spannung": So ähnlich. Etwas populistischer ausgedrückt: An einem Widerstand bleibt Spannung "hängen" (nenne es eine Art Wegezoll), deren Höhe vom durchfließenden Strom abhängt. Aber: Fließt kein Strom, mißt Du vor dem Widerstand die gleiche Spannung wie dahinter!

Der fließende Strom wird aber durch einen Widerstand direkt reduziert.

Stelle es Dir wie einen Gartenschlauch vor: Die Spannung entspricht dem Wasserdruck, der Strom der durchfließenden Wassermenge. Trittst Du nun mit dem Fuß auf den Schlauch, erzeugst Du im Schlauch (dem Stromkabel) eine Engstelle - den Widerstand. Der Wasserfluß wird direkt reduziert, und der Wasserdruck dahinter ist auch geringer.


Der Susi-Ausgang ist meines Wissens nicht stabilisiert und ist wohl direkt mit dem Gleichrichter des Decoders verbunden. Insofern dürften bei 14V "Digitalspannung" (wenn ich das hier als deren Amplitude definiere) 14V -2*0,6V = 12,8V (Verlust an jeweils 2 Gleichrichterdioden)  übrigbleiben.

Jürgen

Cool, Danke Jürgen!

Jetzt bin ich schon wieder ein wenig schlauer

PS: kann ich die Spannung am Susi-Ausgang mit einem normalen Billig-Messgerät messen? Oder ergibt das Mist?
Ich würde zur Sicherheit einen kleinen Kondensator (z.B. 1µF) zwischen ZVS-Ausgang und Masse anschließen, um die Spannung zu glätten (Ich weiß nicht, ob ein solcher Siebkondensator an dieser Stelle im Decoder schon vorhanden ist), dann kannst Du das tun - ein Billigmeßgerät reicht dazu aus.

Grüße, Jürgen
Hallo Mark,
mach keine Wissenschaft draus. Auch wenn du Strom und Spannung exakt berechnest weißt du nicht, ob dir die LEDs zu hell sind. Burkhards Tipp mit dem Poti ist ganz gut, alternativ kannst du auch verschiedene Widerstände ausprobieren, bis es dir zusagt.

Viele Grüße
Carsten
Dazu noch ein Tip: Zur Sicherheit als Daumenwert vor das Poti noch einen Festwiderstand von 500 Ohm in Reihe schalten - dann kann es Dir nicht passieren, das Poti aus Versehen auf Null zu drehen. LED mögen das nämlich gar nicht! Die 500 Ohm mußt Du natürlich zu anschließend gemessenen Wert des Potis noch hinzuaddieren.

Grüße, Jürgen
Gehen da normale Kohleschichtwiderstände eigentlich?
Davon hätte ich noch ettliche herumliegen....
Ja.
Hallo Zusammen

Die Leuchtintensität von LED hängt von der Stromstärke ab. Im Analogbetrieb will man zudem, dass die LEDs bei möglichst tiefer Spannung leuchten. Bei Digitalbetrieb hast du immer volle Spannung.Ein Leuchtstreifen für reinen Digitalbetrieb würde man mit in Serie geschalteten LED machen. ein weisse LED hat ca. 3.5V Spannungsabfall in Durchlassrichtung. Bei zwei LED also 7V bei drei 10.5V.
Nun rechnet man R=(12V-7V)/ILed=5V/0.01A=500Ohm.

Wenn man nun ein kleine Platine machen würde und noch leitende Kupplungen hätte könnte man einige Wagen (bei Funktionsdecoder in den Endwagen je ein halben Zug.) mit einem Decoderausgang beleuchten. Selber habe ich leider keine Zeit zum so was zu realisieren. Bei der Schaltung kann ich schon mithelfen.

Kato LED haben übrigens ein Konstantstromquelle, so das sie über einen weiten Spannungsbereich gleichmässig Leuchten. Bei DCC kann man ein stabile Spannung annehmen und deshalb einen festen Widerstand einbauen.


Viele Grüsse

Matthias
Moin moin,
zu den Vorwiderständen - ich habe mehrere Wagen versuchsweise mit diesen LED-Streifen umgerüstet: https://www.highlight-led.de/3m-led-lichtband-...m-warmweiss-12v.html - Grund ist die dichte Anordnung der LEDs.

Die LEDs sind in Gruppen zu je 3 LEDs in Reihe plus 150Ohm Vorwiderstand geschaltet und für 12V (bei vollem LED-Strom) spezifiziert.

In meinen Kühn DoStos betreibe ich die Teile mit 10kOhm Vorwiderstand, bei einstöckigen Wagen mit 15kOhm. Damit ist die Beleuchtung hell genug.

Viele Grüße,
Torsten
Hallo Matthias

Zitat - Antwort-Nr.: 26 | Name: Matthias

Kato LED haben übrigens ein Konstantstromquelle, so das sie über einen weiten Spannungsbereich gleichmässig Leuchten.

Meine KATO-LED-Beleuchtungen haben einen Brückengleichrichter und einen Vorwiderstand. Hast du andere?

:-? Dietrich
Hallo Dietrich

Ich konnte leider kein gutes Foto machen.

Die kleine Platine hat einen IC mit 6 Pins, einen Vorwiderstand, und eine Diode oder gepolten Kondensator. Normale Brückengleichrichter haben nur 4 Pins. Man kann auch mittels FET Gleichrichten und diese gleichzeitig als Strombegrenzer einsetzten. Oder man betreibt Stromreferenzen in Sperrrichtung als Gleichrichter.

Viele Grüße


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