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THEMA: Kohlezwischenlager (Bansen) - Bilder?

THEMA: Kohlezwischenlager (Bansen) - Bilder?
Startbeitrag
Lio - 07.09.15 18:54
Hallo,

ich habe einen Hafen, von dem aus ein Portalkran aus Binnenschiffen Kohle auf die Eisenbahn verlädt. Als Zwischenpuffer, um einen kontinuierlichen Verladebetrieb zu ermöglichen, soll ein Kohlezwischenlager her. Wie würde soetwas in Epoche II ausgesehen haben?

a) eine befestigte Freifläche, auf die die Kohle direkt geschüttet wird und eine Halde bildet
b) ein Kohlebansen

Ich denke, b) ist die naheliegende Variante: es geht nicht um riesige Mengen (wenn Schiff und Leerwagen gleichzeitig da sind, wird direkt verladen), auch ist der Platzbedarf im Bansen günstiger, da "in die Höhe" gelagert werden kann.

Ich tendiere zum Bau eines aus Betonwänden gebildeten Bunkers, denn ich denke, dass eine Höhenanpassung der Wände bei der Bauart "H-Profil/eingesteckte Bretter" nicht so sehr nötig wäre. Ich würde die dem Kran abgewandte Seite eher höher machen und die ihm zugewandte eher niedriger (so vom Gefühl her, muss die Kranschaufel nicht soweit angehoben werden), im Extremfall hätte der Bansen vielleicht nur drei Wände ... wie hier: http://www.1zu160.net/galerie/galerie.php?ber=...amp;max=35&ct=11

Habt ihr Bilder, bin nicht so recht fündig geworden? (Die urigsten, aber realistischen, wären eine schöne Nachbauaufgabe.) Die zur Verfügung stehende Fläche ist so etwa 20cm x 40cm, wobei nicht alles vom Bansen zugepflastert werden soll - aber es soll auch kein niedlich kleiner wie in einem Nebenbahn-Bw sein, er wäre größer als die derzeit für "Groß"-BWs gehandelten Modelle von Kibri und Faller.

Viele Grüße
Frank

Hallo Frank,

vielleicht hilft Dir die Google-Bildersuche unter den Suchwörtern "Kohlehafen Altona" schon weiter.
Auf dem dort angezeigten 3. Bild gibt es eine Variante, mit Bohlenwänden.
Ansonsten nach "historischen" Bilddokumenten suchen...
Viel Spaß dabei,

Kaufhold / Drost
Moin Frank,

für nicht übermäßig große Binnenhäfen halte ich variable Lösungen für wahrscheinlicher.
Die Lagerstellen bzw. Bansen werden/wurden da temporär auf einer Freifläche eingerichtet. Gängig sind hierfür Betonteile in L-Form, aus denen die Wände nach Bedarf aufgestellt werden. Gleich in 2 verschiedenen Größen findet man sie auf Bild 10 in http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,7539346

Fest installierte Bunker sind hingegen teuer, kosten dauerhaft Platz und sind ausgesprochen unflexibel. Sie setzen also riesige Umschlagsmengen voraus und sind als Zwischenlager daher wohl nur in großen, speziell für diesen Umschlag eingerichteten Hafenanlagen zu finden.

Man findet sie natürlich in kleinen Häfen mit geringem Frachtaufkommen - dann allerdings als Verkaufslager für den Landabsatz und nicht als Zwischenlager der Logistik.

Gruß
Roger
Hallo Frank,

Du fragtest nach Epoche II.
Nur ähnlich habe ich ( für meinem heiß-geliebten Nimwegen ) folgendes gefunden.
{ Steht dort nicht, aber das kann nur funktioniert haben, wenn Binnenschiff = Lager. }
{ Ein ( in "nem" Sinne ) gefundenes Binnenschiff ( rijnaak ) mit Zulassung für Belgien, Deutschland und die Niederlande, gebaut in 1911, hatte ein Ladevolumen von geschätzt 20 x 4 x ?2,5?-?3? m. }

Für die Nimweger Gasfabrik wurde Kohlen vom Kai herangeführt mit 1er - selbst-fahrender - Kohlewagen. Vom Schiff ==> Kohlenbunker ( eher: "nur" Trichter ) ==> "Strab" ==> Gasfabrik.

Bilder Nimweger Kai:
Westseite mit 2 Kräne, vor 2-ter WK: http://www.noviomagus.nl/Ansichtkaarten/Waalkade/cwdata/waalkade002.html .
Ostseite ( bitte beachte die breite Fläche zwischen Waal und Häuser = Lagerfläche ) vor 2-ter WK: http://www.noviomagus.nl/Ansichtkaarten/Waalkade/cwdata/waalkade015.html .
West nach Ost sehend ( vor 1932/33 ): http://www.noviomagus.nl/Ansichtkaarten/Waalkade/cwdata/waalkade019.html .
West nach West sehend ( alt, aber mit Eisenbahnbrücke ): http://www.noviomagus.nl/Ansichtkaarten/Waalkade/cwdata/waalkade020.html .

Kaikran ( der vordere ) so wie ich ihn kannte 19 6 5  : http://studiezaal.nijmegen.nl/ran/_intro.aspx#361425 .

"Kohlestrab" rot gestrichelte Linie { zwar NL, aber die Bilder ... ):
http://www.gemeentetramwaelstede.nl/GTN%20kolentram.html .

Hoffend, nicht genervt zu haben,
StaNi
Frank, schau mal in den e-Briefkasten.  Grüße Nimmersatt
Hallo,

herzlichen Dank erst einmal an alle!

@Roger: Solche "Aufstellwände" wären tatsächlich ein Hingucker in der Nachbildung, aber ich denke, sie sind für die Epoche II zu neu.

@StaNi: Niemals nervt jemand, der zu helfen versucht. Die Postkarte zeigt schon mal, dass eine Situation bei mir nicht falsch ist, nämlich der große Höhenunterschied zwischen Werksgelände und Wasser, mit separatem Anlegekai.

@Kaufhold: Schöne Bilder - da werde ich mal graben, die eine oder andere Anregung aus dem Hafenbereich umsetzen zu können

Viele Grüße
Frank


Tante Edith hat noch ein Bild der Baustelle angehängt - und hat mich für die angegebenen übertriebenen 20 x 40 cm² gerügt - ist nur maximal zwei Drittel davon ...
Das Wasser wirkt auf dem Foto blauer als es ist.

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Hallo Lio,

der Einwand hat zwar durchaus seine Berechtigung, ich würde das angesichts der Gestaltungsmöglichkeiten aber nicht ganz so eng sehen.
Beton war ja schließlich bereits erfunden und es wurden Brücken und auch die Reichsautobahnen bereits fleißig betoniert. Okay, Spannbeton war es halt noch nicht...

meint
Roger
Hi,

einfach auf den Boden kippen macht auch was her: http://view.stern.de/de/rubriken/technik/hafen...riginal-1903613.html

Gruß
Willi
Hallo Willi,

tatsächlich entwickeln sich meine Gedanken gerade in eine "kombinierte Richtung":

Ein Großteil des im obigen Bild holzfarbig zu sehenden Bereiches wird mit Betonplatten(imitation) belegt werden. Die zwischenzulagernde Kohle lädt der Kran dann als Halde ab, also erst einmal so, wie du geschrieben hast/dein Bild zeigt.

Nun soll aber der Umschlagplatz eingefriedet werden (in Epoche II war Kohle wertvoller als heute) und außerdem verläuft dahinter die Strecke. Da liegt es - für mich - nahe, die Einfriedung zur Strecke hin etwas höher zu machen, statt der sonst zukünftig zu verwendenden Ziegelmauer auch etwas verstärkt nachzubilden (Beton). Zusätzlich wird diese Wand zum L ausgebildet, so dass man in der Innenecke des L eine Halde etwas platzsparender anlegen kann. Das scheint mir logisch ...

Viele Grüße
Frank

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Hoi Frank,

Nein.
Entweder war der Flur öffentliche Straße ( wie auch immer befestigt ) die für >kurze< Lagerung da war für jeder der es mal benötigte - und darf man also nicht "seiner mittels Einfriedung" nennen,
ODER
im Eigentum des ( Kohlen / whatever ) Händlers. Dann erst kann und darf man Einfrieden - ist ja sein Eigentum.

Betonplatten in NL so frühestens ab 1935. Würde ich eh nicht empfehlen wegen die "Risse" / "Stöße" zwischen die Platten & "Hebe löcher" ( entschuldige mein Deutsch ).

Wenn: Kai - Straße - Eigentum ( Kran hat langer Ausleger ):
Wenn Beton als Boden ( 1 "Guss" ) ==> prima.
Wenn Boden = Beton, empfehle gleich weiter gehen mit Betonwände. Hm. Mindestens eine Schwelle zu 10 cm + Mauerwerk weiter; oder erste 1 m aufgehend + Mauerwerk; oder nur Beton.

Nur meine Meinung,
( und Epoche 2 sind schon ein Paar Jährchen ),
StaNi
Hallo StaNi,

also mein Niederländisch ist deutlichst schlechter als dein Deutsch

Ja, der Bereich ist keine öffentliche Straße, also kann ich es auch einfrieden.
Der dargestellte Zeitraum ist 1939, dann würden die Betonplatten nach deiner Rechnung passen.

Mit den Rissen/Hebelöchern willst du vermutlich sagen, dass das für eine Greiferschaufel ungünstig ist, weil sie bei bodennahem Ausheben dort hängenbleibt?

Den Teil ab "Wenn Boden = Beton" habe ich tatsächlich nicht verstanden. Meinst du, "wennschon Betonboden, dann den gesamten Bereich als Bansen"? Das mit der Mauer habe ich nicht verstanden.

Vielleicht hatte ich mich mit der Mauer ungenau ausgedrückt. Gemeint war: im linken oberen Bereich hat die Abgrenzung reinen Einfriedungscharakter, da genügt eine Ziegelmauer. Im oberen mittleren Bereich begrenzt die Abgrenzung sowohl das Grundstück und dient auch zum Abfangen der Halde. Diese "Mauer" wird als Bansenwand gebildet und hat als Nebeneffekt den Einfriedungscharakter.

VIele Grüße
Frank
Moin Frank,

Zitat

wennschon Betonboden, dann den gesamten Bereich ...

ähm, den gesamten Bodenbereich aber, hm, "Halden-mäßig".

Bitte frage dich:
warum ( Teuere ! ) vorgefertigte Betonplatten kommend von weiß-der-Geier-wo ( mit Betonstahl Bewerung { für Fertigung & während Transport & Verteilung einer gedachte (Schwer-)last } ) UND der Platten 4 obere Ecken mit warm-gewalzte L-Profilen beschützen wenn man eh auf eigener Terrain mit Beton, hm, "spielen" kann ?

Zwischenspiel.
Methode 1.
A) Fundierung + da drauf Gemäuer ( die Einfriedung ).
B) Deine Betonboden ( je Halde 1 Fläche ) kann jetzt  _zwischen_  die Gemäuer gefertigt werden. Hm. "Beton stößt vertikal gegen Mauer". Jeder Betonboden kann jetzt wegen Belastung, oder weil der Grund von sich schon drunter "ineinander schrumpft", nicht weiter senken bis wenn es auf die Fundamente des Gemäuers stößt. ( Will man meistens nicht. )

Methode 2.
Bei so eine Lagerung kann es "Vorteilhaft" sein, den "ganzen" Betonboden / Haldenboden  gleich auch mit als Fundierung für das Gemäuer anzuwenden. ( Aber ja doch - mit Örtliche Fundierungsbedingte Änderungen - sieht man aber nicht. ) Aber dann den Boden nicht mit 1 "glatter" Oberfläche, sondern dort wo gemauert werden wird, erst ein Tritt / Schwelle / Erhöhung aus 1 Guss mit Beton anzufertigen ( es entsteht eine "Badewanne" / L-Form, jedoch dann das L liegend sehen - oder so-etwas ).

1939 oder etwas früher?
Denkst Du, man würde für _dieses_ Unterfangen Beton und Stahl genehmigen ? .

"Nur" fragen stellend,
Blonde und blauäugige Grüße,
StaNi
Hallo StaNi,

ich bin auch blond (nun ja, es beginnt, grau zu werden).

Ich meine halt, dass der Boden irgendwie befestigt sein sollte, um nicht beim erstbesten stärkeren Regen einen Sumpf zu bilden. Ein gestampfter Lehmboden wäre denkbar, aber mit Nässe wird das eher eine Rutschbahn.

Ich postuliere: Befestigung mit einem Baumaterial sollte sein.

Eine Ladestraße eines Dorfbahnhofes würde auch befestigt werden mit Pflaster. Auch dieses muss hertransportiert werden, wenn unser Bahnhof nicht in einem Mittelgebirge liegt, ist der nächste Granitsteinbruch einige hundert Kilometer weit weg. Dann muss in Handarbeit gepflastert werden.

Jetzt sagt sich das Reichsbahn-Baudirektion (Rbbd) 1939: in unserer heutigen modernen Zeit nehmen wir Beton. Wir haben die Erfahrung, die Reichsautobahnen zu bauen (dafür war ja  die DR zuständig) mit Beton. Betonwerke sind in der Nähe. Die Fertigung ist rationell, die Verlegung ist zeitsparender.

Ich glaube, das wäre ganz plausibel. Statt herangefahrener Platten könnte der Boden auch gegossen sein (das hast du vorgeschlagen), allerdings in einzelnen Platten wegen der Dehnungsfugen. Das hat den praktischen Aspekt, dass ich nicht die vier Ösen je Platte nachbilden muss. Andererseits wäre der Boden dann eher zu ritzen, um das gleichförmige Fugenbild zu erreichen ...

Schnitt

Ich habe schon einige Pflasterbereiche auf der Anlage (Fabrikhöfe, große Ladestraße) und möchte einfach einen anderen Belag darstellen. Seit gestern hat die hauseigene Plattenproduktion schon fleißig Papptäfelchen geschnitten (leider erst ein Drittel des Bedarfs). Die sind jetzt billig zu haben, da schlägt die Rbbd zu!

Danke für den Gedankenaustausch!

Viele Grüße
Frank
Hallo Frank,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Seit gestern hat die hauseigene Plattenproduktion schon fleißig Papptäfelchen geschnitten


Du meinst sicherlich: Betonplatten gegossen ... ;o)


Grüssle
Jürgen
Hallo Frank,

statt Beton(platten) habe ich bei solchen Lagerplätzen auch alte Schwellen aus Holz gesehen (ok, das war um 1980 und später, die lagen da aber "schon ein paar Tage"). Damit ist der Boden kostengünstig befestigt und einigermaßen stabil. Und statt Holzschwellen habe ich auch schon Betonschwellen und einmal sogar Stahlschwellen gesehen -- wobei letzteres zum einen eine recht holprige Angelegenheit war und zum anderen zu "Deiner Zeit" wahrscheinlich nicht verwendet worden wäre.
Übrigens würde ich verschiedene Untergründe darstellen; immer, wenn weiteres befestigtes Areal gebraucht wurde, wurde mit dem befestigt, das gerade verfügbar war. Die Halde kann dann auf mehreren Untergrundbereichen sein, das sieht bestimmt interessant aus und erzählt eine eigene Geschichte.

Viele Grüße
Michael
Hallo Frank,
doch noch meinerseits etwas, ich sage mal, "fachsimpeln" .

Zitat

... die Verlegung ist zeitsparender.


Tut mir Leid, ist schlechthin falsch. Bitte sehe 2-tes Bild im folgenden Link.

SO ( wurden damals und noch in 2006 ) werden Betonstraßen gebaut:
http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=566102#aw10 .

Hm. Ja. Ist ja  _meinerseits_  das Doofe an dieser Sache ( NL und andere Zeiten ).
>Hier< war der Belag im Nu Straßenklinker. Wasser kann weg-sickern; wenn nicht mehr flach - leicht zu reparieren ( wenn man will ). ( Elektrizitätszentralen hier, hatten Beton Bunker / Lager im Still "Badewanne" aus nur Beton. Verd... ich hatte / habe nicht auf die Abwasserung ( insofern benötigt ) geachtet.

Auch inzwischen gesehen: ( ich vermute mal ) Holzbohlen Boden. Schont Schaufel und Greifer.

====

Ej ! Ein Forum = Gedankenaustausch !
Im Sinne: Dir  m e i n  Dankeschön für so manches neues das ich während dieser Suche für  g a n z  andere Sachen gelesen und gelernt habe - wirklich !

Grüße aus NL,
StaNi
Edith meint: Michael war schneller. @StaNi: vor Abschicken mal >refresh< klicken


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