1zu160 - Forum



Anzeige:


THEMA: funktionierender Ablaufberg

THEMA: funktionierender Ablaufberg
Startbeitrag
Odipar - 08.02.15 21:14
Hallo,

befinde mich gerade in der Planungsphase meiner Modellbahn. Unter anderem will ich einen funktionierenden Ablaufberg bauen.

Ich habe im Forum schon verschiedene Einträge/Threads gelesen. Mir ist klar, dass es u.a. in hohem Maße auf das Rollmaterial, richtige Gleisverlegung, Neigung der Gleise, etc. ankommt. Ein nicht ganz einfach zu realisierendes Projekt.

Was mich nun interessiert:

Hat jemand von Euch bereits einen wirklich funktionierenden Ablaufberg in Betrieb ?

Wenn ja - welche Parameter sind/waren entscheidend für die Betriebssicherheit ?


Viele Grüße

Ralf
  

Hallo Ralf,

mein Stammtisch-Kollege Berti hatte sich einen gebaut, bevor er wegen Umzugs die Anlage abbauen musste.
Nick hier im Forum "Berti" - Albert Hupfer.... kannst ihn ja mal anschreiben.

LG Alex
Hallo Ralf,

du wohnst doch in Bayern - in Spur HO gab (gibt ???) es im Verkehrsmuseum in Nünberg (OK, das liegt in Franken...) eine riesengroße Modellbahnanlage mit Ablaufberg. War selbst zwei Mal dort, je einmal 1985 und 1995. Speziell den Ablaufberg fand ich damals sehr beeindruckend und hatte später dann zuhause Rollversuche in Spur N gemacht. Bin schell von diesem Thema wieder abgekommen da die Rolleigenschaften meines Fuhrparks damals viel zu unterschiedlich waren. Allerdings hatte ich damals noch viele schlecht rollende Güterwagen mit Kunststoffachsen und z.T. ein paar Pikowagen aus DDR-Produktion im Bestand.
Auch heute gibt es viele Güterwagen mit tollen Rolleigenschaften, ein breites Mittelfeld mit mittelguten Rolleigenschaften und ein paar extrem schlecht laufende Güterwagen wie die Schiebewandwagen von Electrotren oder einzelne Minitrixwagen mit vermurksten Achsen aus chinesischer Fertigung (kann man aber alles mit Tauschachsen aus dem Zubehör beheben).
Das größte Problem in Spur N dürfte das Abbremsen der rollenden Wagen sein, weil es ja keine Gleisbremsen zu kaufen gibt. Hier müsste man sich als Bastler was einfallen lassen. Wenn mich meine Erinnerungen nicht täuschen so hatte man dies im Nürnbergerer Verkehrsmuseum mit einer Art Bürstenleiste in der Radebene gelöst.
Für eine Modellumsetzung düfte ein Rangierbahnhof im Gefälle (wie es z.B. in Nürnberg Rbf der Fall ist) für den Nachbau ideal sein. Dort liegen nicht nur der Ablaufberg sondern auch alle Sammelgleise in einem leichten Gefälle.

http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberg_Rangierbahnhof

So rollen alle Wagen auch nach dem Abrollberg weiter bis sie auf eine stehende Wagengruppe treffen.
Als Kupplung sollte hier die Profikupplung zum Einsatz kommen da mit dieser vermutlich am besten der Abrollbetrieb und das zusammenkuppeln der Einzelwagen bewerkstelligt werden kann.

Grüße
Markus
Es gibt dazu in H0 eine relativ umfassende, aber auch ernüchternde Abhandlung:

http://wiki.modellbahnfrokler.de/index.php/Rollwiderstandsmessungen_Rheda_2005

Während einige Wagen bis in die "Fangvorrichtung" am Ende der Teststrecke gedonnert sind (wenn ich mich an Aussagen von Ermel richtig erinnere, teilweise mit "schmerzerzeugenden Geschwindigkeiten"), rührten sich 10% gar nicht vom Fleck. Bei tatsächlichem Auflaufen auf andere Wagen war an anderer Stelle sogar am unteren Ende des Spektrums noch von Schäden an den Kupplungen die Rede…

Gruß Kai
Hallo Ralf!

Guckst Du hier, ab Minute 7:55 ist ein Ablaufberg gezeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=dUUxDwJCOQQ

Vielleicht ist es ja das, was Du Dir vorstellst?

Freundliche Grüße von
Hans-Jürgen.
Hallo,

zunächst einmal vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

@Alex

ich werde Berti zu gegebener Zeit einmal kontaktieren

@Markus

Ich glaube die Nürnberger Anlage habe ich als Schüler auch schon mal gesehen (das ist schon seeehr lange her). Mal sehen, ob ich im Sommer mit meinen Jungs vorbeischaue.

@Kai

interessanter Beitrag im Wiki:  Vor allem die Punkte Gegensteigung, Ölen, die relative Unabhängigkeit des Rollwiderstands vom Gewicht und die Frage der Bremsmittel sind bedeutsam.

@Hans-Jürgen

Ein interessantes Video - die Anlage funktioniert recht gut. Ich plane allerdings einen größeren Ablaufberg und da werden sich wohl die betrieblichen Probleme potenzieren :(

Anmerkungen/Gedanken:

Als Bremsmittel könnten sehr weiche farblose Silikon-Formteile - ähnlich wie bei den Kopfhörern (Ohrstecker) von Smartphones verwendet werden, die fest zwischen den Schienen platziert werden. Mal sehen, ob ich etwas passendes finde bzw. basteln kann ....

Einen ausgedehnten Feldversuch mit meinem Wagenpark, der Gleisanordnung, Gefälle, etc. werde ich in den kommenden Monaten auf jeden Fall durchführen müssen.

Gruß Ralf
Hallo,
so ungefähr hatte das mein Enkel auf seiner Spielanlage auch. Wichtig ist ein kurzes starkes Gefälle (ca. 10 mm Höhenunterschied) und dann etwas Gefälle (dürften 5 Promille reichen), aber so wenig wie möglich Kurven!! Weichen möglichst großradig. Hat mit reichlich der Hälfte der Wagen gut funktioniert, ankoppeln allerdings wirklich eher mit Profikupplung, mit Standardkupplung klappte das oft nicht, wenn man nicht gerade mit über 30 drauf fuhr.

Ist alles eine Testsache, Platzfrage und letztendlich auch Fahrzeugwahlfrage.
Grüße
Horst
Die Fa. Fleischmann hat/hatte vor gar nicht als zu langer eine Messeanlage in Spur N mit einem funktionierenden Ablaufberg. Ich weiß momentan nicht mehr genau wo ich die Anlage gesehen habe, aber der automatisierte Ablaufberg funktionierte störungsfrei.

In diesem Thread wird auch auf die Anlage eingegangen:
http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=194435

Bilder der Anlage sind hier auf Seite 7 zu finden:
http://www.spur-n-datenbank.de/piccoloexpress/Ausgabe-9_02-2007.pdf

Grüße Andreas

Hallo Ralf
Kann die Angaben von Horst (#6) nur bestätigen. Ich bin eher durch Zufall wegen einer kaputten Wasserwage auf das ideale Gefälle gestoßen. Ich möchte das im großen Stil jetzt kopieren, ob es mir gelingt und ob es funktioniert wird sich spätestens in einem Jahr weisen ;o), dann sollte ich es umgesetzt haben.
Lg Peter
Hallo,

mal so als gesponnene Idee.
Wenn man den ganzen Anlagenteil kippbar gestaltet - vielleicht nur 1-2 cm und entweder mit Kurbel (wie man es manchmal in Kriegsfilmen bei Geschützen sieht) oder per Motor dann die Neigung anpasst, könnte man die Geschwindigkeit je nach Rollverhalten der Wagen steuern.
Ich meine, nicht nur den Berg kippen, sondern alles in einem Teil, also auch die Gleise, die die Wagen dann sammeln.
Optisch auffallen sollte das nicht.
Lg
Nico


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;