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THEMA: Welcher Digitaldecoder

THEMA: Welcher Digitaldecoder
Startbeitrag
VierM - 08.12.14 17:58
Hallo,

als absoluter Neuling habe ich eine Frage an die "Wissenden":

Möchte mir eine analoge Lok (Hobbytrain 241025 - E-Lok BR 112 312-4) zulegen für einen Digital Betrieb (FLM mit Multimaus)

Welchen Digitaldecoder braucht man wenn in der Beschreibung der Lok steht: 6-polige Löt-Schnittstelle;


PS: Ein weitere Frage; Ich weiß von H0-Systeme das nicht jede Marke problemlos auf jedem System "Läuft / rollt);
Ist das bei Spur N auch so, oder kann ich jedes beliebige Spur-N Material (Minitrix, Arnold, FLM,Roco,Hobbytrain) auf einem FLM-Digitalsystem laufen/rollen lassen ?  (Digital ist vorrausgesetzt)


Danke für Eure Infos;

Hi VierM,

bei einer Löt-Schnittstelle benötigst du einen Dekoder mit angelöteten Litzen.
Von den meisten Herstellern gibt es von ein und demselben Dekoder unterschiedliche Varianten: mit Pins für die Steckschnittstelle, mit Kabeln, mit Kabeln UND Pins ....

LG Alex
Hallo VierM,

die Roco/Fleischmann Multimaus ist eine dcc-Einsteigerzentrale. D.h. du kannst jeden dcc-Dekoder verwenden.

Meine persönliche Empfehlung wäre der DH10C von Doehler und Haass. Bei Hobbytrain würde ich vorsichtshalber Dekoder verwenden, die etwas mehr aushalten (1A Belastung). Falls du Dir das Löten nicht zutraust (die kleinen Lötpads haben einen Abstand von 1,27mm, brauchen also eine sehr feine Lötspitze, feines Lot und eine erfahrene, ruhige Hand), kannst du hier im Forum sicher Hilfe finden. Lok und ggf. Dekoder in eine Schachtel, Wunschadresse dazuschreiben und los geht's.

Jens
Hallo,
habe jetzt Erfahrungen gesammelt mit Decodern von Viessmann, Kuehn, Uhlenbrock, ESU.
Viessmann funktioniert gut bei Loks von Arnold und Fleischmann. Vor allem wenn mit moderneren Antrieben ausgestattet.
Kuehn ist einfach mit wenig möglichen Einstellungen, im Betrieb aber sehr reibungslos. Leider sind die Langsamfahreigenschaften bei älteren Modellen nicht ideal. Ansonsten sehr gut.
Uhlenbrock ist ähnlich wie Kuehn.
Am besten haben bisher ESU Decoder bei meinen Tests abgeschnitten. Die lassen sich auf jede Lok gut abstimmen und sorgen für optimale Fahreigenschaften und Laufruhe.
Sind aber nicht so günstig.
Wenn du wenig Erfahrung hast, lieber ein pasr Euro mehr ausgeben und keinen Stress haben. Ausserdem hat der ESU micro 4.0 bis 0.8A Kapazität. Das reicht für fast alle Loks.

Wenn du mehr Erfahrung hast kannst du beim ESU sehr viel Feinabstimmungen vornehmen und auch aus alten Loks viel rausholen.

Probier es mit ESU micro.
Wenn du dich besser auskennst kannst du es mit dem günstigen Viessmann probieren. Der ist im Prinzip sehr gut, muss aber sehr genau auf die Lok abgestimmt werden damit Sie gut läuft.

Grüsse und viel Spass,
Willi/Treno
Du hast ein DCC System und kannst alle DCC Decoder im Prinzip mit der Multimaus betreiben. Allerdings sind nicht alle Decoder gleich gut für die jeweilige Lok geeignet. Daher meine Empfehlung ESU Decoder.
Bei Hobbytrain Taurus ist der Antrieb recht ausgereift, wenn due es dir zutraust probiere es mit Viessmann. Denn da must du in den CV's einiges einstellen.
Aber das geht für den Anfang vielleicht etwas zu weit.
Wenn du lötest, niemals den Stift länger als 10 sek mit der Lötspitze heizen. Denn sonst könntes du was an der Elektronik verbrennen und der Decoder ist hinüber.
Vor allem wenn du keine Lötkolben mit Temperatursteuerung hast, was ich jetzt mal vermute.
Grüsse,
Willi/Treno
Hi!

Als ich kuetlich unseren Stammtisch-Lollegen ein paar kleine "Loetkniffe" vermittelt habe, war ich doch ein wenig erstaunt ueber so viel Unwissen.
Darum hier noch ein Hinweis:
Man kann nur schwer auf diese kupferblanken 6 Loetpunkte eine Litze loeten!
Solche Loetpunkte muss man zuvor verzinnen, danach klappt das ganz leicht.
Also vorher die Loetspitze draufhalten und gleichzeitig etwas Lot zufuehren.

Viele Gruesse
Mathi
Mathi,
Du hast recht mit Deiner Beschreibung:
Pad Verzinnen
Litze verzinnen
beim Verlöten der beiden braucht es dann gar kein zusätzliches Zinn, Zusammenhalten und kurz antippen mit der Lötspitze - und schon hält es.

@4/Willi: 10 Sekunden... Ich hätte da groesste Sorge, dass ich das Lokgehaeuse / Fahrwerk thermisch verforme. Und auch beim Dekoder würde ich nie 10 Sekunden drauf halten. Aber Du wirst ja Erfahrung haben.

Zu den Dekodern:

Ich würde drauf achten, dass das Ding auch eine thermische Überwachung hat - wenn es ihm zu warm wir, schaltet er ab. D&H hat das, Zimo auch. Mir hat das einmal den Dekoder gerettet - ich hatte vergessen, den Entstoerkondensator auszubauen.

Rene
Hallo,

Schon mal Danke für eure Infos.

Verstehe ich das richtig, das die Feineinstellung zwingend erforderlich ist ?

Oder redet ihr hier von perfekter Optimierung.

Meine Vorstellung war: korrekter Einbau des Decoders, Adressierung der Lok und fertig.
Ist das Wunschdenken ?

Wie gesagt, ich bin absoluter Neuling.

Meine 1. Ausrüstung wird erst morgen geliefert.
Hi,
ja 10 sek können lang sein.
Aber ich würde auf jedenfall die Platine ausbauen wenn ich dran Löten muss.
Danke dass du mich dran erinnert hast es zu erwähnen.
Der Lötkolben sollte bei 10 sek eher weniger Leistung haben, wie die meisten Feineren Lötkolben, ansonsten weniger als 10 sek.
Mit vorverzinnten Lötpads reicht vrmtl. 1 sek aus.
Grüsse,
Willi Treno
Hallo VierM,
die Taurus ist recht gut konstruiert.
aber ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass nach dem Decodereinbau die Lok nicht wirklich gut lief, sodass ich an die Feinjustierung musste.
Wenn du auf einen ESU decoder zurückgreifst ersparst du dir evtl. eine Enttäuschung nach dem Einbau.
Und wenn du später tunen willst gibt dir der ESU alle Möglichkeiten.
Grüsse,
Willi / Treno
Schon wieder irritiert bin....

Es ist keine Taurus die ich im Visier habe, sondern eine BR-112

sorry,
hab mich verschrieben.
grüsse,
willi / treno
Hallo,

also ich kann das 'über den Klee loben' für ESU in keinster Weise nachvollziehen. Ich habe als SX-Fahrer zwei v4 micros zum Testen besorgt, da diese auch SX können. Das Protokoll entscheidet jedoch nicht über die Qualität der Motorsteuerung. Die LoPis ließen sich nur per dcc-cv programmieren nd es machte keinen Unterschied, ob sie unter SX oder dcc liefen. Ruckiger Lauf. Digital muss anders gehen.  Schließlich hatte ich genug und habe sie gegen 2 DH10 getauscht, und erst seit dem ist Ruhe. Auf die Antwort meiner email-Fragen warte ich bis heute - Support zumindest fragwürdig. Dann muss man sich mal die Manuals der LoPis ansehen - eine cv-Wüste, die Anlass meiner Fragen war. Und schließlich das durchschnittliche Fahrverhalten, das mit keiner Änderung Besserung brachte. Endlich fahren die Fleischmann ICE2 und T so wie ich es mir vorgestellt habe - bis heute.

Sorry, aber für den Preis darf weder die Leistung noch der Support hinter D&H hinterher hinken. Tut es nach meiner Erfahrung aber sehr deutlich.

Zitat

Meine Vorstellung war: korrekter Einbau des Decoders, Adressierung der Lok und fertig.
Ist das Wunschdenken ?



versuch es mal mit D&H.....

Jens

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Versuch es mal mit D&H.....



Hallo zusammen,
ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Die D&H Decoder holen aus den Loks wirklich unglaublich viel an Laufgüte heraus. Und das gilt eben nicht nur unter SX1, sondern gleichermaßen für SX2 und DCC.

Außerdem erwärmen sich die Decoder im Betrieb kaum und sie sind kurzschlussfest.

Gibt es doch mal ein Problem, so ist der Service von D&H der Beste, den ich im Modellbahnbereich bisher kennenlernen durfte.

Viele Grüße,
Mathias
Hallo!

Also, die Höchstgeschwindigkeit und die Beschleunigung musst du auf jeden Fall einstellen, egal welchen Decoder du nimmst. Das geht aber ziemlich einfach.

Als relativer Anfänger hab ich mit ESU eher negative Erfahrungen gemacht. Die zu Programieren ist eine Kunst für sich (finde ich). Persönlich bevorzuge ich Uhlenbrock, die Decoder können zwar nicht sehr viel, sind dafür auch einfacher in der Handhabung. Fahreigenschaften sind auch ok.
D&H hab ich noch nicht probiert.

LG
László
Moin,

jetzt schreibe ich auch einmal meine Erfahrungen:

ESU Lok Pilot V4 DCC  --> in älteren Loks auch meiner Sicht, nicht zu gebrauchen. CVs schlecht bzw. kompliziert beschrieben. Probleme : Fahrtrichtungswechsel werden nicht erkannt. Lok springt beim Anfahren und beim Stoppen. Motorfeinabstimmung schwierig !

Kühn N025 / N45  --> super in meinen alten Minitrix Loks (3pol. Motor), gut dokumentiert, Support im Fehlerfall auch klasse (nach 3 Tagen neuen Decoder erhalten)

D&H --> bisher den DH10C verbaut in einer Minitrix Lok, die mit keinem anderen Decoder laufen wollte. Die Kühn Decoder hatten immer Kurzschluss gemeldet (Blinken der Fahrbeleuchtung). Nach dem Einbau in diese alte Lok, die Motorfrequenz noch geändert und läuft bis heute super !

Hallo Wolfgang,
als Einsteiger würde ich dir auch mal einen Blick auf den DH10C von D&H empfehlen. Die Decoder sind recht gutmütig und laufen auch mit Werkseinstellungen in den meisten Loks gut. ESU dagegen ist ohne den Programmer aus gleichem Hause speziell für Anfänger eigentlich nicht verwendbar, selbst ich als "alter Hase" mag mir die Programmierung dort per CV nicht antun.

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Hallo Wolfgang.
Zu erst möchte ich hier die Aussage zu dem Abstand der Lötpunkte korrigieren.
Bei der Lötschnittstelle von Hobbytrain liegen die Lötpads weit aus einander und sind auch verhältnismäßig  groß. Schau dir mal  hier bei den Einbaubeispielen die Hobbytrain E10 Anleitung an. Das ist die gleiche Platine wie in deiner BR112.
Ich würde dir auch zum DH 10C-3 raten. Die Anschlußdrähte des DH10c-1 sind sehr starr und auch entsprechend dick.

Gruß Gerd
Hi VierM,

das meiste ist schon geschrieben, ich bin auch noch nicht so lange dabei und hatte / habe noch so manchen Info-Bedarf.
Ich denke das du so etwas suchst wie eine Decoder Übersicht mit den wichtigsten Eigenschaften.
Das findest du leider nicht, ich habe mir von den aktuellen Herstellern selber eine Tabelle angelegt , und nur für DCC, da kommen dann immer noch gute achtzig Decoder zusammen....
und jetzt kann ich wunderbar eingrenzen nach z.B. Decoder Größe und z.B. Eigenschaften wie RailCom etc....

Gruss Thorsten

Hallo,

ich möchte mich mal gerne an die Frage anhängen. Ich überlege auch ein paar Loks auf Digital umzurüsten, da ich mit Fremo liebäugel.

Mir sind aber die Analogeigenschaften bei Decodern wichtig, da meine Heimanlage ersteinmal weiter analog läuft. Ich habe gehört, dass D&H mit die besten Analogeigenschaften haben soll und habe das getestet, in dem ich mir von einem Bekannten zwei Loks mit D&H Decoder geliehen habe. Das hat auch super geklappt, auch mit dem Uhlenbrock WAC bei dem ich PWM erwarte, sind die Fahreigenschaften vergleichbar mit den analogen Fahreigenschaften.

Soweit alles bestens.

Nun aber zwei Fragen:
1.Ist es normal, dass im Analogbetrieb das Licht nur auf einer Seite leuchtet? Und kann man das irgendwie durch CVs ändern?
2. Wie macht Ihr das bei Fleischmannloks wie 110 und 185? Die Schnittstelle ist quer bzw. hochkant eingebaut und der DH10C ist so lang, dass er entweder zur Seite oder nach oben übersteht. Den Maßen auf der D&H Hoempage ist auch der 05C nur unwesentlich kürzer. Gibts da eine Methode, wie ich das auch mit einem D&H hinbekomme? Ich würde gerne versuchen halbwegs Dekoder von einem Hersteller zu nehmen.

Schonmal vielen Dank

Dirk

Hallo Dirk

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Ist es normal, dass im Analogbetrieb das Licht nur auf einer Seite leuchtet? Und kann man das irgendwie durch CVs ändern?


Ja, das ist normal und nein, das lässt sich nicht per CV ändern. Der Grund liegt in der Schaltung der Lichter. In der Regel wird als Rückleiter in den Loks eine Gleisseite verwendet, meistens auch noch bei beiden Lichtern die gleiche. Da die Ausgänge des Decoders immer Minus liefern, gibt es bei Analogbetrieb ein kleines Problem. Da ist nämlich diese Gleisseite in einer Richtung Plus, in der anderen Minus - und damit leuchtet das Licht in dieser Richtung nicht. Leider ist das oft nicht ganz trivial umzubauen, wenn man sich den Aufwand macht, baut man am besten gleich auf LED um und nutzt den Pluspol des Decoders (beim DH10C SUSI ZVS), dann geht das Licht auch analog in beiden Richtungen.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wie macht Ihr das bei Fleischmannloks wie 110 und 185? Die Schnittstelle ist quer bzw. hochkant eingebaut und der DH10C ist so lang, dass er entweder zur Seite oder nach oben übersteht. Den Maßen auf der D&H Hoempage ist auch der 05C nur unwesentlich kürzer. Gibts da eine Methode, wie ich das auch mit einem D&H hinbekomme? Ich würde gerne versuchen halbwegs Dekoder von einem Hersteller zu nehmen.


Dort musst du den DH10C-1 oder den DH05C-1 verwenden, mit dem Flachbandkabel. Das steckst du in die Buchse und legst den Decoder woanders hin. Wenn du den Decoder ohne Fummelei einbauen willst, kannst du nur den DCX77z von Tran verwenden, der ist speziell dafür gemacht.

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Hallo Carsten,

danke für die aufschlussreiche Antwort.

Das mit dem Licht ist zwar schade, aber auch kein Weltuntergang, ich bin nicht so der Lichtfanatiker...

Wie sind den Tran-Decodern üblicherweise die Analoeigenschaften?

Viele Grüße

Dirk
Hallo Dirk,
die Analogeigenschaften sind eher durchwachsen. Kommt sehr drauf an womit du den Decoder fütterst.

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Hallo Dirk,

du kannst auch einen NEM 651 Stecker verwenden (z.B. Uhlenbrock 71641), und dort einen DH10-3 anlöten.
Den Stecker in die Schnittstelle stecken, und den Decoder in die Ausparrung der Lok platzieren.

Gruß
Andreas


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