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THEMA: Zentrale ohne Programmiergleis Ausgang

THEMA: Zentrale ohne Programmiergleis Ausgang
Startbeitrag
TomTom66 - 07.12.14 11:31
Hallo zusammen
welchen Nachteil hat es , wenn eine Zentrale
keinen Separaten Programmiergleis Ausgang hat ?

LG Tom

Hallo Tom,

entweder Du nimmst alle anderen Loks vom Gleis wenn Du programmieren willst. oder du machst einen beidpolig isolierten Teil der Anlage über einen zweipoligen (Um-) Schalter zum Programmierbereich.
Außerdem haben Zentralen mit Programmiergleis zumeißt eine reduzierte Spannung beim Programmieren am Gleis.
Ansonsten sehe ich keinen Nachteil

Gruß
Herwig
Hallo,

Nachteil ist, bei Verwendung der Programmierfunktion immer aufpassen zu müssen, dass nur das Fahrzeug mit dem gewünschten Decoder Stromverbindung mit der Zentrale hat. Vergisst man einmal auf das "Programmiergleis" umzuschalten, werden alle Decoder auf der Anlage umprogrammiert. Das kann auch Weichen und Signale betreffen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Schutzmechanismen nur am separaten Programmierausgang eingebaut sein können. Der eine Gleisanschluss kann ja zwangsweise nicht strombegrenzt sein. Bei falschem Anschluss oder Schaltungsfehlern im Fahrzeug wird der Decoder mit hoher Wahrscheinlichkeit beim ersten Programmierversuch bereits beschädigt. Du baust also einen Decoder ein, möchtest ihn prüfen und schon ist er hin. Das ist IMHO der gravierendste Nachteil.

Grüße, Peter W.
Hi!
Beide Funktionen werden an einem Stecker geteilt. Ruft man versehentlich die Programmierung auf und hat die Anlage dran, programmiert man alle darauf befindlichen Loks um. Beispiel 10 Loks drauf jemand Programmiert die Adresse 13 ein: Jetzt fahren alle Loks mit Adresse 13.

Zweites Problem: es gibt Anwender die sich drauf verlassen, daß das Programmiergleis nur etwa 100mA liefert. OK das sind wirkliche Optimisten aber manchmal haben sie Glück damit. So können Verdrahtungsprobleme erkannt werden ohne daß großer Schaden an der Lok oder Decoder entstehen kann. Die einfachen Zentralen, jene ohne extra Programmiergleis, liefern da natürlich ständig Gleisstrom mit 1A und mehr. Eine falsch verdrahtete Lok wo Motor an Schiene geschaltet ist hat dann einen Decoder mit Rauchsignal eingebaut. Die "schwachen" Programmierausgänge werden aber eeh seltener weil man auch auf dem Programmiergleis zum Testen fahren will und damit ist der so und so nur marginale Schutz weg.

Es gibt aber auch Zentralen die weil sie keinen Programmiergleis Ausgang haben und nur Programmierbefehle aussenden können aber keine ACK Impulse einlesen können. Bekanntester Vertreter ist das schwarze Roco Kastl mit der Maus/Multimaus. Hat man so etwas kann man keine CVs auslesen. Das erschwert das Modellbahnerleben unnötigerweise gewaltig! Man kann dann nicht nachsehen was im Decoder eingestellt ist.
-AH-
Hallo Herwig
so hab ich mir das auch schon gedacht ,
da man ja auch mit Programmiergleis Ausgang den Teil
vom Rest der Anlage trennen muss ist das ja kein Wirklicher Nachteil , oder
LG Tom
Hallo Tom,
doch, der Nachteil besteht schon darin, dass du ohne Programmiergleis keine Strombegrenzung hast, sondern die Zentrale "volle Pulle" liefert. Wenn du beim Einbau einen Fehler gemacht hast, ist der Decoder danach mit hoher Wahrscheinlichkeit hinüber. Auf einem echten Programmiergleis ist die Chance, dass du den Fehler erkennst und der Decoder das überlebt deutlich größer.

Einige Zentralen (z.B. Tran) haben ein befahrbares Programmiergleis. Du musst es zwar beidseitig trennen, kannst aber vom normalen Fahrgleis auf das P-Gleis fahren, ohne dass es Probleme gibt. So muss man die Fahrzeuge nicht erst per 5-Finger-Kran umsetzen.

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital


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