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THEMA: Waggon-Schlusslicht bei Vorbild immer an?

THEMA: Waggon-Schlusslicht bei Vorbild immer an?
Startbeitrag
Fliesengott - 26.05.14 19:48
Hallo,

bin am überlegen, ob ich meine Schlusslichter bei meinen Personenwagen absschaltbar mache. Da habe ich mich jedoch gefragt, ob in Echt überhaupt die Züge tagsüber ohne Schlusslicht an den Personenwaggons rumfahren oder ob diese beiden roten Schlusslichter dort immer eingeschaltet sind?

Vielleicht kann mir auch noch jemand sagen, ob bei Voll-Gepäckwagen immer das INNENLICHT eingeschaltet war während der Fahrt. Wenn nicht, dann würde ich mir eine LED-Leiste sparen


Fabian

Hallo,

Bei Reisezügen wird idR. mit Schlusslicht gefahren, alternativ können auch die ansteckbaren Schlusstafeln verwendet werden. Der Zugschluss muss aber immer als solche gekennzeichnet sein, um sofoert sehen zu können, ob Wagen verlorengegangen sind. Was garnicht geht ist, wenn bei einem Wagen in der Zugmitte oder bei der Lok das Schlusslicht leuchtet, da man eine Zugtrennung, die genau an dieser Stelle stattfindet, als solche nicht erkennen würde.

Bei Packwagen war/ist die Innenbeleuchtung eingeschaltet, wenn im Innenraum gearbeitet wird oder der Wagen in der Zugmitte läuft und als "Durchgang" genutzt wird. Ansonsten wurde sie auch schonmal ausgeschaltet.

Gruß Lothar
Hallo Fabian,

edit: War Blödsinn, einiges gelöscht,
Was man noch sagen kann: Wenn ein Licht vorhanden ist, muss es auch benutzt werden, daher müssten bei einem Wagen, der die Lampen am Schluss hat, diese auch leuchten

Gruß
Dirk
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Denn eigentlich ist es heute Vorschrift, dass in dem Fall, dass ein Licht eingeschaltet werden kann, dieses auch benutzt werden muss.



Man sieht es aber immer wieder, daß Tafeln an den Wagen hängen, auch wenn Lampen zum Einschalten da sind, insbesondere bei Leereisezügen sieht man das oft. Auch bei Lokzügen werden am letzten Fahrzeug oft Schlusstafeln angebracht. Und mit ist noch nie bewusst ein Wagen aufgefallen, der keine Halterungen für Schlustafeln hat.
Ausnahme sind hier zB. Mittelwegen von Triebzügen, da muss oft "gebastelt" werden.

Gruß Lothar
Mensch Lothar,

antwortest Du schnell ich hatte doch den Müll mit dem fehlenden Halter bei neuen Wagen längst rauseditiert

Bei Loks ist es wohl so, dass zumindest bei den neuen das Schlusslicht nicht einschalten lässt, wenn sie abgerüstet sind. Bei ner 140 sollte das gehen. Leerreisezüge sind ein Thema für sich... wo die alle Schluss und keinen Schluss haben geht auf keine Kuhhaut (Soweit zum Thema was gar nicht geht   )

Gruß
Dirk
@Dirk,
wobei ich sagen muss das alle BR 140 die ich in letzter zeit gesehen habe und abgeschleppt wurden auch eine Schlußscheibe hatten.
Personenwagen in Reisezügen habe ich bisher nur mit eigeschaltenen Bordeigenen Schlusslicht gesehen wobei Personenwagen in PBZ Zügen eigentlich immer nur Schlußscheiben hatten und nie ihre Zugschlußbeleuchtung eingeschaltet gewesen ist.
Was ich allerdings nicht sagen kann ob Personenwagen in PBZ Zügen betrieblich wie Güterwagen behandelt werden

Gruß Alex
Hallo,

Danke,dann werde ich die schlussbeleuchtung wohl einfach dauerhaft auf strom schalten...
Hallo,

die Kennzeichnung des Zugschlusses ist nach wie vor Pflicht in Deutschland. Bei Güterzügen auf dem Gebiet der Deutschen Bundesbahn wurde das Schlußlicht Ende der achtziger/Anfang der Neunziger Jahre durch eine reflektierende Zugschlußtafel aus Blech als Zugschluss ersetzt.

Bei Reisezügen dürfen zwei Schlußlichter oder zwei Zugschlußtafeln als Schlusssignal verwendet werden.
Schlusssignale zwischen den Wagen müssen abgenommen bzw. ausgeschaltet
werden. Bei Reisezügen, welche die Betriebsart TAV oder SAT eingestellt haben, darf dass das elektrische Schlusssignal nur am letzten Fahrzeug und in der richtigen Richtung eingeschaltet sein, andernfalls kann es zu Störungen in der Türsteuerung kommen.

@5
Ein Pbz wird nie wie ein Güterzug behandelt. Genau darum wird er auch Pbz genannt - eben ein Personenzug für betriebliche Zwecke. Auch nicht wenn eine 139 oder 140 den Zug zieht

Grüße
Markus

Nimm doch die einfachste Variante :o) Zugschluss wurde im Ausgangsbahnhof aufgedreht, es ging aber nur mehr einer und der ging unterwegs gerade kaputt und es hat noch niemand bemerkt ;o)
(Spart Geld und Zeit, ist aber nicht bei allen Modellbahnern erlaubt)
Lg Peter
Hallo,

das angehängte Bild habe ich mal von einem 62x gemacht. Leider sind die Fotos von der gesamten Rückansicht und der defekten Lampe verschwunden. Der Tf sagte mir aber, er muß im Falle einer defekten Schlußleuchte auch auf die intakte den Ersatzschluß aufkleben. Ob er welche dabei hat, oder sie auf dem Tfz vorrätig sind, weiß ich nicht.

Johannes

Die von SEB zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Das Problem bei einem Modell-Schlusslicht ist sicher nicht, dass es tagsüber an ist. Im Gegenteil, ich baue doch kein Schlusslicht ein und schalte es dann ab (Vorbild hin oder her).
Für einen Schalter spricht allerdings, dass man es aus bekommt, wenn der Wagen _nicht_ am Zugende hängt.
@9 Bei nur einem Defekten Schlusslicht ist noch keine Handlung nötig, erst bei zwei ausgefallen muss bei einem Triebwagen eine Schlusstafel mittig aufgeklebt werden.
Hallo zusammen,

gestern stand ich am Nachmittag ca. eine Stunde am Bahnhof Königswinter (rechtsrheinische Strecke Köln- Wiesbaden). Ungefähr alle 5 Min. fuhren Züge.
Folgendes habe ich wg. Zugschluss beobachtet:
Reisezüge hatten am Schluss eingeschaltete rote Schlusslichter
Alle Güterzüge hatten eine oder zwei Zugschuss- Scheiben am letzten Wagen.
Der Übergabezug mit einer BR 294 hatte am letzten Wagen links eine runde Schluss- Scheibe unterhalb der Puffer.
Fazit: Reisezüge hatten beleuchtete Schlusslichter, Güterzüge Zugschluss- Scheiben.
Beste Grüße
Klaus

Hallo,
bei mir ist das Schlusslicht immer an. Bei einigen Zügen (Triebwagen, Wendezüge) ist es natürlich im Wechsel mit der Stirnbeleuchtung für Vorwärtsfahrt umschaltbar. Da meine Züge meistens im Verbund bleiben, ist der Aufwand für die Einrichtung überschaubar. Abschaltbar ist das Schlusslich bei mir in der Regel nicht. Allerdings habe ich noch einzelne Züge, bei denen noch kein Schlusslich vorhanden ist. Aber das kommt noch.
Freundliche Grüße
Reinhold
Moin

Brauchen sich die Modellbahner  keine Sorgen machen,wenn da mal ein Schlusslicht mitten im Zug leuchtet.

Haben wir immer mal wieder gehabt,das nach zustellen eines Zugteils oder einer Lok am Zugschluss,bei dem Stammteil vergessen wurde das Schlusslicht auszuschalten.

Böser Fehler oh oh oh !

Dieter
Hallo zusammen,

Welchen Sinn haben Schlusssignale heute eigentlich noch?

Zu Zeiten, wo noch alle zwei Kilometer ein Bahnwärterhäuschen stand, ist mir das plausibel. Aber gibt es heute noch Fdl, die den Zügen hinterherschauen, ob es rot leuchtet? Würde überhaupt jemand noch auf diese Weise bemerken, dass sich ein Wagen verabschiedet hat?

Viele Grüße
Markus
Das Stellwerkspersonal kann so feststellen, ob der Zug die Strecke vollständig verlassen hat. Vorher darf kein weiterer Zug in den Abschnitt einfahren.

Carsten
Hallo,

es gibt noch sehr viele Strecken, die nicht an die zentralen ESTW angeschlossen sind. Dort gibt es entweder neu gebaute (aber kleine) ESTW, oder aber alte Stellwerke (bis hin zu mechanischen Stellwerken mit Flügelsignalen). Dort sitzt immer noch ein Stellwerker, der bei jedem Zug rausguckt, ob der Zug auch komplett ist.

Grüße,
RF
@15
Ich meine, mal was gelesen zu haben, das getestet wird, darauf zu verzichten und das ganze über einen Funksender oder so zu machen. Wird am Wagen angesteckt und übermittelt seine Position an die Lok und übernimmt so die Manuelle Kontrolle.. Das würde das dann sparen.
Aber genaues weiß ich jetzt nicht.
Grüsse
Martin
Moin,

wo Fdl'ler noch da sind sollten sie auch schauen nach dem Zugschluß. Im ESTW Bereich gilt das natürlich nicht. Wenn der Fdl eine Rotausleuchtung im ESTW Bereich hat beauftragt er den Lokführer den Zugschluß zu kontrollieren und das Ergebnis ihm mitzuteilen. I.d.R. veranlasst er dann keine Fahrten bis der Tf ihn zurückruft und bestätigt das er mit allen Fahrzeugen angekommen ist. Die Vorschrift hat sich vor paar Jahren wegen der ESTW Geschichte dazu etwas verändert. Nervig nur wenn man nen 700m Zug am Haken hat. Was ich auffällig finde ist, dass kaum noch die Fdl ausn Fenster schauen und ihre Kontrolle machen. Jalousien zu und am Besten nichts hören und nichts sehen...

Gruß Nico

Guten Morgen zusammen,
#19 Nachtrag
Die meisten ESTW, die wir heute bauen, haben keine Fenster mehr oder die Externen Rechner
werden direkt an die Betriebsleitstelle angeschlossen. Diese kann wie in Hannover oder Karlsruhe
auch im Keller des Direktionsgebäude und weit weg der Bahnanlage sein. Bremen Hbf hat zusätzlich
das Problem, das es von Hannover aus gestellt wird, mach dann mal eine Zugschlussbeobachtung.

Der Zugschluß hat heute noch eine wichtige Bedeutung, wenn ich, unter dem rollenden Material,
eine Weiche umbaue, die Gleichzeitig Flankenschutz bildet. In diesem Fall ist ein
Flankenschutzposten (Flapo) in meiner Nähe, der dem zuständigen Fahrdienstleiter zuerst "Weiche
frei von Fahrzeugen", und nach der Zugfahrt, "Zug mit Schluß durch", meldet.

Diese Zugschlußtafeln oder -beleuchtungen sind bei den vielen Baumaßnahmen unbedingt nötig.

Viele Grüße
Rainer

Zitat

Was ich auffällig finde ist, dass kaum noch die Fdl ausn Fenster schauen und ihre Kontrolle machen. Jalousien zu und am Besten nichts hören und nichts sehen...



Kommt auf die verbaute Technik an. Wenn die Stellwerksanlage über "Selbstblock" verfügt, dann gilt die Gleisfreimeldung bzw. Rückblockung als ausreichend. Die Fortschaltung der Fahrstrassenauflösung der Anlage und damit die Stelltisch- bzw. Bildschirmauslösung darf dann für die manuelle Sicherung, falls nötig, ausgewertet werden. Eine Erfassung des Zugschlusses durch "Hingucken" ist nicht erforderlich. Das aber trotzdem eine Zugbeobachtung durchzuführen ist, wenn er gerade am Fenster vorbei fährt, wird in der Tat heute kaum noch wahrgenommen. Feste Bremsen, offene Wagentüren, verrutschte Ladung usw. wird dann halt "später" irgendwo bemerkt, wenn es geknallt hat... Beim Keller-Stellwerk (ESTW) ist das ja dann die Regel. Entsprechend umfangreich wirken sich dann auch kleinste Betriebsstörungen aus. Ist halt keiner mehr da, der "vor Ort" die Anlage ersetzen könnte.

Sobald aber irgendwo manuell der Block bedient werden muß, muß auch der Zugschluß geprüft werden. Dies gilt insbesondere bei jeder Art von Störungen der Gleisfreimeldeanlagen. Bei aufgehobener Signalabhängigkeit, zum Beispiel durch Bauarbeiten, ist ohnehin manuelle Zugschlußmeldung/Beobachtung angesagt.

Gruß
Klaus
@Martin/18

Bin zwar kein US-Bahner, aber in nordamerikanischen Gefilden gibt es FREDs (Flashing Rear End Devices), siehe http://en.wikipedia.org/wiki/End_of_Train_Device_%28ETD%29. Dass es sowas in Europa geben soll/getestet werden soll, ist mir nicht bekannt, würde aber Hinweise darauf interessant finden.

Viele Grüße
Frank
FREDs gibts in Europa mal definitiv. Grenzüberschreitende Züge könnten diese auch hier noch eingeschaltet haben. Wie das genau geregelt ist, kann ich nicht sagen. Aber siehe vielleicht hier:

http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?3,5762578,5762578

Die Funkdinger sind in D mal ausprobiert worden, aber mit einer anderen Idee als in den USA. Während in den USA der funkende Zugschluß mit einem Gerät auf der Lok kommuniziert, hat man in D damit Melder an der Strecke ausgelöst, die dann entsprechende Aktionen in der Sicherungstechnik nach sich zogen (Rückblock). Ich find aber gerade keinen Link dazu. Muß mal kramen, ob ich das noch finde...

Gruß
Klaus



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