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THEMA: Waggons entkuppeln

THEMA: Waggons entkuppeln
Startbeitrag
KJM - 01.04.14 18:24
Hallo,
wie in einem anderen Thread beschrieben, habe ich 4 D-Zugwagen mit Innenbeleuchtung ausgestattet. Wegen der Schleifer hat die Lok nun eine höhere Zugkraft zu leisten, was sie aber problemlos bewältigt.

Da aber an den Kupplungen nun ebenfalls eine höhere Kraft wirkt, entkuppeln diese sehr häufig, seltsamerweise meist auf gerader Strecke.

Wer hat einen Rat?  Danke!

Gruß
Karl

Hallo Karl,

welche Kupplungen benutzt Du?
Arnold? Flm- Erbse? Oder welche?
Haben Deine Wagen eine NEM- Kupplungsaufnahme?

Erst mit diesen konkreten Angaben kann Dir geholfen werden.
Beste Grüße
Klaus
Hallo Karl,

das Problem kenne ich auch (N-Standard Klaue - mit NEM Steckaufnahme), habe dann die GFN Profikupplung getestet - da waren die Probleme vorbei.
Nun ist eigentlich alles umgerüstet (Ausnahme sind ganz wenige Exoten)

Gruß Detlef
Danke Klaus + Detlef

Es sind Flm Wagen aus einer Startpackung, ich denke, es sind Flm Normalkupplungen. Da ich bisher wenig Wert auf Kupplungen gelegt habe, bin ich kein Experte für Kupplungen. Meine Züge sollen einfach nur rollen.
An Umrüsten habe ich bisher noch nicht gedacht, gibt es weitere Alternativen?

Gruß
Karl
Hallo Karl,
wenn es wirklich entkuppelsicher sein soll, dann würde ich zur PeHo-Klipskupplung greifen.

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Guten Abend!

Wenn die Wagen im festen Zugverband fahren, könnte man auch eine feste Kupplung / Kuppelstange verwenden! Gibt es für N bei Eichhorn-Modellbau (Artikelnr. SP 9-0610).

Herzliche Grüße, Wieland.
Hallo Karl!

Meine Fahrzeuge sind auch alle mit der Standardkupplung ausgerüstet und kuppeln in der Regel ohne Probleme. Allerdings: wenn die Kupplungsfeder beleidigt ist und die Kupplung zu leichtgängig ist und bei kurzem antippen nicht prompt in die Mittelstellung zurückfedert, kommt es auf meiner Anlage an bestimmten Stellen genau bei diesen Kupplungen zu Zugtrennungen, weil die Kupplung bei zu großer Belastung seitlich ausschwenkt. Da hilft dann nur eine Überprüfung und Reparatur der Kinematik / Feder.

Ersatzteilnummern:
Flm. 00767008 10 Richtfedern für N-Kurzkupplungsdeichsel 4x-Schnellzugwg L=15mm
Flm. 00767009 10 Federdraht für N-Kurzkupplungdeichsel Güter- und 2x-Pers.wg. L=13mm
Flm. 00767010 Richtfeder für Kupplungen L= 14mm

Liebe Grüße

Boris
Hallo,

danke erst mal.
Ich habe Carstens Rat befolgt und mir die PeHo Kupplungen bestellt, für 3,75 € kann man nicht viel falsch machen.
Wielands Idee klingt auch ganz gut, werde die Eichhorn-Kupplungen testen, wenn ich mit PeHo wider erwarten nicht zufrieden bin.

Gruß
Karl
Hallo Karl,


genau dieses Problem hatte ich auch.
Gegen PeHo ausgetauscht und ruhe war.
Kann ich nur empfehlen

LG Kalle
Hallo und einen schönen Sonntag Euch allen!

Entschuldigt bitte, dass ich mich als Verwender der Standard-Kupplung mit einer Frage einmische:

Wenn ich die im Netz gefundenen Informationen richtig deute, sind die von Euch empfohlenen Kupplungen nur für Züge gedacht, die ich keinesfalls im Betrieb trennen möchte. Bei der Peho-Kupplung funktioniert es nur mit dem 5-Finger-Kran (Waggon nach oben abheben, bei der Eichhorn-Kupplung ist es noch komplizierter). Wenn ich das richtig sehe, ist das ja was für große Anlagen, auf denen viele Züge auf einem mehr oder weniger gut getarnten Kreis / Hundeknochen) verkehren. Bei einer Anlage mit Thema Nebenbahn mit Endbahnhof, wo ich auch rangieren möchte (Waggons abkuppeln, zu Güterschuppen, Kieswerk, ... rangieren, Waggons abholen und neuen Zug zusammenstellen, oder auch auf größeren Anlagen, wo ich im Durchgangsbahnhof Kurswagen an- / abkuppeln möchte, sind die von Euch genannten Kupplungen vollkommen ungeeignet.? Sehe ich das richtig???

Gibt es für diese genannten Anwendungen überhaupt eine Alternative zur Standardklaue, die im Fahrbetrieb Entkupplungssicherer und auch für R1/R2 geeignet ist?

Liebe Grüße

Boris
Hallo Boris,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Entschuldigt bitte, dass ich mich als Verwender der Standard-Kupplung mit einer Frage einmische:



Kein Problem. ist doch der Sinn der Forums

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wenn ich die im Netz gefundenen Informationen richtig deute, sind die von Euch empfohlenen Kupplungen nur für Züge gedacht, die ich keinesfalls im Betrieb trennen möchte.



Das ist so nicht richtig, in @ 2 habe ich auf die Fleischmann (GFN) Profikupplung verwiesen, die auch gerne und abschlägiger Weise mal als "Erbse" (ich weiß nur nicht warum) bezeichnet wird.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Gibt es für diese genannten Anwendungen überhaupt eine Alternative zur Standardklaue, die im Fahrbetrieb Entkupplungssicherer und auch für R1/R2 geeignet ist?



Ja, eben besagte GFN Profikupplung.
Ein Vorteil, aus meiner Sicht, das es da für jeden Kupplungsschacht auch eine Lösung gibt, bei manchen wenigen Fremdfabrikaten (Rollmaterial anderer Hersteller) aber auch mit einem minimalen Bastelaufwand der sich aber immer in Grenzen hält.
Die weiter oben erwähnten Alternativen setzen immer ein Kupplungsschacht nach NEM voraus. Den nachzurüsten auch zwar machbar aber der Aufwand ist höher.

Was das ungewollte entkuppeln auf freier Strecke angeht, das streiten sich die "Experten", meine Erfahrung ist, das es mit der GFN geringer ist.

Ein weitere Vorteil ist, der Abstand der Anhänger verringert sich deutlich.

Einen Nachteil will ich nicht verschweigen. Das Fleischmann/Roco Konsortium läßt sich die Teile mit der UVP ganz schön bezahlen. Da hilft nur Augen auf beim kauf und wenn möglich die 50er Großpackung kaufen., eBay ist da durchaus empfehlenswert, ebenso einschlägige Moba Börsen.

Gruß Detlef

PS: wenn du rangieren willst, auch das geht mit der GFN Kupplung und Arnold Simplexkupplung - ein wenig Bastelbedarf voraus gesetzt.
Hallo Detlef!

Danke für Deine Antwort! Die "Erbse" in #2 hatte ich total vergessen, mein Beitrag in #9 bezog sich ausschließlich auf die Vorschläge PEHO und Eichhorn!

Liebe Grüße

Boris
Hallo Boris,
auf meiner Anlage laufen viele fest gekuppelte Garnituren, die in meinem Bahnhof Traunstein lediglich halten aber nicht rangiermäßig behandelt werden. Für diese Züge sind feste Kuppelstangen (z.B. Spur Neun, Tillig, Shapeways) ideal, weil die Züge damit absolut sicher verbunden sind.

Für alle anderen Garnituren verwende ich die Fleischmann Erbse 9545, weil diese im Idealfall ein extrem enges und doch betriebssicheres Kuppeln ermöglicht. Und Rangierspaß hat man mit dieser Kupplung genauso wie mit der alten Klaue.

Viele Grüße,
Mathias
Man kann das Problem auch von der anderen Seite angehen, nämlich der Schwergängigkeit.
Mit etwas Kupferpaste als Schmiermittel werden die Wagen vergleichsweise zu Leichtläufern. Der eigentliche Zweck ist aber die deutliche Verbesserung des Kontaktes und also weniger Flackern (in meinen Clips gut zu sehen)
Hier nachlesen bei April 2011 mit Video.
http://www.enndingen.de/77001.html

Auch hier ab Min 2:00 rangiert eine Köf drei beleuchtete Umbauwagen
http://youtu.be/DJuivQNpJMc
Alternative zu anderer Kupplung, insbesondere einer Stange: der Hin-und-Weg Kleber von Noch bildet einen dauerhaft klebrigen Film. Damit kann man die Kupplungen zusammenhalten und doch auch bei Bedarf wieder lösen. Der Papp lässt sich auch ggf. leicht und restlos entfernen. Die Kosten dafür gehen gegen Null.
Hallo Karl,
der Vorschlag von Antic (#13) ist natürlich erst einmal der Beste, weil er das Problem an der Wurzel packt. Und das ist immer besser als an den Symptomen herumzudoktern.

Letztlich schonem leicht laufende Wagen auch Deine Loks und deren Getriebe.

Das Kupplungsthema kannst Du ja parallel umsetzen.

Viele Grüsse,
Mathias
Hallo AnTic,

welche Kupferpaste verwendest du denn? Ich habe sehr schlechte Erfahrung mit einer Kupferpaste von Conrad gemacht. Die Wagen rollten zwar besser, aber die Kontaktaufnahme war viel schlechter wie vorher.
Vielleicht war es das falsche Produkt.

Gruß
Franzel
Hallo,

ich habe bei meinem Entkuppelproblem diese Kupferpaste eingesetzt. Ergebnis: NICHTS!
Die Wagen laufen, wenn überhaupt, kaum leichter, und das Licht flackert wie vorher. Auch hat sich die Paste nach 3 Radumdrehungen komplett am Schleifer abgesetzt, oder die Pastendicke ist so dünn, dass man sie nicht sehen kann.
Oder habe ich etwas falsch gemacht?

Gruß
Karl
Die Tauglichkeit/Wirksamkeit der Kupferpaste ist definitiv gegeben. Hier ein Beispiel vom Stammtisch im Video. Gleich zu Anfang der Steuerwagen geschoben _vor_ Anwendung der Paste auf den Schleppschalter und dann gezogen _mit_ der Paste.
http://youtu.be/d5NugvxJ4so

Aber die Paste kann nur Kontaktprobleme zwischen Achse und Schleifer beheben. Worauf zusätzlich zu achten ist:
- Anpressdruck der Achsschleifer vermindern, damit ein leichterer Lauf auch möglich wird. Sie müssen nur noch gut aufliegen. Ein hoher Druck oder ein um die Achse biegen ist nicht nötig. Einfach mal probieren.
- Die Radflächen müssen sauber sein
- Die Gleise müssen sauber sein
Hallo,
statt der Schmiererei mit der Kupferpaste würde ich eher andere Stromabnehmer einbauen. Hier hat sich die Methode mit den Aderendhülsen auf der Achse bewährt. Dazu wird eine Aderendhülse (auf die meisten N-Achsen sollten die mit 1,5 mm passen) gekürzt, so dass sie zwischen die Räder passt und eine Litze angelötet. Von der Achse wird das isolierte Rad entfernt und die Aderendhülse aufgeschoben. Danach kann man das Rad wieder aufpressen, z.B. mit einem kleinen Schraubstock.

Im Ergebnis hat man einen Schleifer auf der Achse, der fast keine Reibung erzeugt und trotzdem sehr sicheren Kontakt gibt.

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Hallo Karl,

das die Wagen mit der Paste wesentlich - spürbarer - leichter laufen halte ich nicht für möglich.
Ich habe die Paste zwar vor Ort aber noch nicht ausgiebig getestet.
Aber die Verbindung von Achse zu Schleifer verbessert sich schon, und das ist der primäre Sinn von der Paste. auch reicht ein äußerst sparsames auftragen, eigentlich sollte sich nur ein minimaler Film auf der Achse niederlegen, mehr bringt nichts.

Sollen die Wagen leichter rollen, ist wie AnTic schreibt, der Anpressdruck der Schleifer zu prüfen, ebenso ob die Achsen ohne Schleifer auch leichtgängig sind. Dreck, bzw. Flusen um die Spitzen der Achsen sind tolle Bremsen, kenn ich von gebrauchten Material von Börsen.

Das Problem des entkuppeln wirst du aber damit nicht lösen, da helfen nur Modifikation der Kupplungen, Lösungsansätze sind schon ausreichend genannt worden.

Gruß Detlef
Zitat - Antwort-Nr.: 21 | Name:

Dass die Wagen mit der Paste wesentlich - spürbarer - leichter laufen halte ich nicht für möglich.

Manchmal könnte man glauben, man ist hier im falschen Film. Ich wende es seit Jahren an, ich zeige im Video wie eine KöF mühelos drei beleuchtete Wagen schiebt (probiert das mal!), ich habe das vorher / nachher im Juni 2012 bei unserem Stammtisch live vorgeführt.
Eine Lok zieht doppelt so viel behandelten Wagen als unbehandelte.
Und?
Und?
Und dann kommt einer und sagt er halte dies nicht für möglich.
Hallo AnTic,

ich widerspreche Dir nicht, ich warte nur darauf das du es selber tust.

in @19 schreibst du

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Aber die Paste kann nur Kontaktprobleme zwischen Achse und Schleifer beheben. Worauf zusätzlich zu achten ist:
- Anpressdruck der Achsschleifer vermindern, damit ein leichterer Lauf auch möglich wird. Sie müssen nur noch gut aufliegen. Ein hoher Druck oder ein um die Achse biegen ist nicht nötig. Einfach mal probieren.
- Die Radflächen müssen sauber sein
- Die Gleise müssen sauber sein



und in @22 regst du dich darüber auf was ich in @21 schreibe
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:


Zitat - Antwort-Nr.: 21 | Name:

Dass die Wagen mit der Paste wesentlich - spürbarer - leichter laufen halte ich nicht für möglich.
Manchmal könnte man glauben, man ist hier im falschen Film.



Ist es denn nur die Paste oder hast du auch immer gleichzeitig den Anpressdrück der Schleifer verringert? In den Punkten sind eindeutig Widersprüche in deinem Beiträgen.

Logisch ist, das durch die Paste der Anpressdruck verringert werden kann, aber auch nicht bei jeder Art von Achsschleifern. Und bei Radschleifern bin ich was die Verringerung des Anpressdruckes angeht auch skeptisch. Bei Achsschleifern von MTX, GFN oder auch Mayerhofer halte ich das aber für sehr gut möglich. Bei dem Federn von Arnold (alte Produktion) sollte die Paste auch zur Verbesserung der Stromleitfähigkeit führen, aber an eine Verbesserung des Rollverhaltens mag ich nicht glauben.

Das probieren mit einer Köf wird schwer werden oder ist ein Köf III auch erlaubt?
Werde ich aber versuchen über Ostern zu machen, vorher ist die Zeit dafür bei mir etwas eng

Gruß Detlef
Hallo,

Carsten hat (mal wieder) die richtige Idee gehabt #4.
Gegen Mittag kamen die PeHo-Klipskupplungen, sofort und eingebaut und Entkuppeln ist ein Fremdwort!

Danke Carsten - und natürlich sei auch den anderen Helfern gedankt.

Gruß
Karl


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