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THEMA: Frage zu Grenzzeichen RA 12

THEMA: Frage zu Grenzzeichen RA 12
Startbeitrag
Trixi - 29.05.10 14:11
Hoi FreuNde,

hier
http://www.eisenbahnwelt.de/text-1171-735-signale_zwischen_den_gleisen.html
habe ich einen Artikel über das Grenzzeichen RA12 (bzw. das Isolierzeichen RA 13) und deren Selbstbau gefunden.
Da ich auf solche "Kleinigkeiten" stehe muss ich das natürlich auch haben.

Der Bau usw. ist erstmal klar, aber beim Suchen im Netz habe ich verschiedene "Ausführungen" gefunden; normal sind das ja so halbrunde Kappen die auf einem Holzprinukel stecken und deren 4 Sektoren abwechselnd Rot und Weiss emailliert sind (bzw. bemalt in Spur N).
Also werde ich die aus Resten von Spritzlingen herstellen und nicht aus einer Nadel/einem Nagel wie dort beschrieben).

Zwei Dinge sind mir nicht wirklich klar:
1. steht das Zeichen immer an der Stelle, wo der Gleismittenabstand 24 mm beträgt oder an einer bestimmten (veränderbaren Position innerhalb eines Weichen-/Kreuzungsdreiecks ?

Diese Frage deswegen weil (AFAIK) in der Realität diese Zeichen auch manuell vom Rangierer (ich nenn den mal so ) von dem Holzpin genommen und an eine? irgendwie aktuelle Position gestellt werden kann ?
Ebenfalls AFAIK geht es doch um das LRP, das doch eigentlich immer gleich ist - oder ?

2. zeigen die roten Sektoren auf die beiden WeichenSEITEN oder quasi in Durchfahrtrichtung (st ein bisserl schwer zu erklären, aber ihr wisst schon was ich meine)

Doei
Trixi

Edit: Schraippvehla

Hoi Trixi,

ohne Klugschwätz zitiere ich mal aus Wikipedia.de, Schlagwort "Grenzzeichen":

"... Das Grenzzeichen ist ein Eisenbahnsignal. Als rot-weißes Zeichen ist es an Weichen und Kreuzungen zwischen den hier zusammenlaufenden Gleisen aufgestellt. Es gehört zu den Rangiersignalen und trägt in den westlichen Bundesländern die Bezeichnung Ra 12, in den östlichen Bundesländern die Bezeichnung So 12, und kennzeichnet die Grenze, bis zu der bei zusammenlaufenden Gleisen das Gleis besetzt werden darf. Das jeweils andere Gleis darf nur befahren werden, wenn das besetzte Gleis grenzzeichenfrei  ist. Der Bediener des Stellwerks stellt dies im Rahmen der Fahrwegprüfung fest, bevor er eine Zugfahrt durch das Auffahrtstellen eines Signals  zulässt. Er berücksichtigt dabei auch, dass sich ein zuvor eingefahrener Zug nach dem Anhalten durch das Entspannen der Pufferfedern noch etwas "strecken" kann und dabei das zuvor frei gefahrene Grenzzeichen wieder übersetzt. In Gleisen, die mit einer Gleisfreimeldeanlage ausgerüstet sind, wird diese Bedingung technisch sichergestellt. Die Isoliergrenze der Gleisstromkreise bzw. die Achszähler ist dazu nicht unmittelbar am Grenzzeichen, sondern ca. 6 m dahinter installiert.

Die genaue Position des Grenzzeichens wird durch das Lichtraumprofil der beiden zusammenlaufenden Gleise bestimmt. Bei Drei- und Vierschienengleisen können mehrere Grenzzeichen, jeweils für Normal- und Schmalspur, vorhanden sein...."

Also da is nix mit manuell verschieben - das Grenzzeichen ist fest und sollte auch fest bleiben.

Grüße und schönes Wochenende,
Chris
1. hab ich noch nie gesehen, möglich höchstens, wenn Arbeiten durchgeführt werden oder LÜ-Transporte durchgeführt werden

2. jupp, bisher immer so gesehen (bei der Inselbahn Borkum sogar GEMALT - leider nicht geknipst - auf einem Pflasterstein im Stadtbahnhof).
Hoi Chris,

ich habe gerade auch ein Video gefunden dazu :

http://www.youtube.com/watch?v=pckTN9EC1SM

Dort versetzt die Rangierfachkraft das Teil manuell.

Den Text bei Wiki hatte ich auch schon gelesen, beantwortet(e) mir meine Frage aber nicht.

Hoi Peter,

1. Brav - immer schön die Augen auf
2. Danke !

Doei
Trixi
der Typ ist doof und hat keine Ahnung
Oder man versteht den Witz nicht, der dahinter steckt.
Meine Art von (schweizer) Grenzzeichen, guggsch du hier:
http://k.f.geering.info/modellbahn/technik/weichengrenzzeichen.htm

Zum Video in Nr.3: Die Rangierlok streift ja beinahe. Der Wagen ist sicher nicht profilfrei abgestellt! Den Rangierarbeiter kümmert das aber nicht - "passt doch, ne?" scheint er zu denken. Die "Luft" zwischen Fahrzeugumgrenzung und Lichtraumprofil ist als "Reserve" eingebaut, damit bauliche Ungenauigkeiten kompensiert werden können (übrigens auch bei der Modellbahn, guggsch du NEM 102 & NEM 301) .

Übrigens, bei einem "richtigen" Stellwerk (mit elektrisch gesteuerten Weichen und Gleisfreimeldung) hat die Position des Grenzzeichens und die Abschnittsgrenze (Isolierstoss) einen Zusammenhang. Da kann der Rangierarbeiter das Grenzzeichen so lange versetzen wie er will, da ist nix mit Weiche umsteuern, wenn der Güterwagen die Gleisfreimeldung der Weiche belegt. (Darum brauchen wir ja auch Stellwerke: Damit der Mensch nicht einfach nach Gutdünken herummurksen kann...)

Felix
Also ich sehe das Video auch nur als Beweis für die Dummheit mancher Bahnarbeiter.
Die Kamera "steht" so merkwürdig, daher interpretiert da nicht was rein, was keiner genau sehen kann.

Mit der "Perspektive" lässt sich alles und nichts dazu sagen.
Hallo,
also, So 12 steht da wo der Gleismittenabstand 3.7 m beträgt, also kommt das mit 23 ... 24 mm wohl hin (Bartel, Modellbahn-Signalbuch).
Das "händisch" versetzte Signal kann ja wohl nur eine bewusste Verarsche sein - wenn nicht in jüngster Zeit da allerhand passiert wäre. Hätt' ich das als Stift gemacht, müsste ich wohl jetzt ohne Kopf herumlaufen ....
Schönen Abend
Das SO 12 konnte niemals per Hand versetzt werden. Es war und ist stets fest eingebaut und signalisiert bei Rangierfahrten genau den Punkt, an welchem zwei Züge ohne sich zu berühren und mit genügend Sicherheitsabstand nach einer Weiche aneinander vorbei fahren können.

Und damit die ewigen Besserwisser hier nicht gleich wieder Statuskriege beginnen, sei erwähnt, dass ich selbst in jungen Jahren bei der Bundesbahn gearbeitet habe, u.a. auch als Rangier! Wir nannten das immer die sogenannte "Pfahlfreiheit".

Es gab und gibt keine "flexiblen" Grenzzeichen. Wer das behauptet, der verarscht damit alle übrigen.

Dieter                der Prellbock1
Schönen guten Tag an alle!

Ich glaube auch das verhalten des Mitarbeiters
gestellt ist. Es ist doch vorstellbar das der Film
eine inzenierung darstellt(eine Fake neudenglisch).
Ich arbeite selber bei einem verkehrsunternehmen,
und unsere so sind im Gleiskörper mit einem Erdspiess
versehen. Wie gesagt Waggons vorher bis auf einen
zentimeter rangiert ,kurz anhalten weiterfahren verschieben
cool sein.

Liebe grüsse Daniel  
Hallo Dieter

Zitat

Es war und ist stets fest eingebaut

Ja, so sollte es wohl sein. Dennoch muss man berücksichtigen, dass diese "Hütchen" in der Vergangenheit mit einfachen Nägeln am darunterliegenden Holzpfosten befestigt waren. Und diese Nägel sind gerne mal durchgerostet, sodass es ein leichtes war, diese "Hütchen" hochzuheben.

Gruß
Tomi (der das beim Abbau der Gaubahnstrecke selbst gesehen und "getestet" hat )
Hallo,

ob das "Hütchen" nun vom Holzpfahl abgenommen werden kann oder nicht ist doch egal. Es ist ein Signal und hat seine Bedeutung und Sinn warum es gerade dort steht.

Das Video ist gestellt und der Idiot filmt seine eigene Dummheit. Wer sowas macht gehört entlassen.

Gruß, Ralf
Hmm,

die Szene erinnert mich an diese lustigen Filmchen aus der UVV Sicherheitsunterweisung ;)

Ich würde das ganze also mit Witz sehen, der arme Kerl wird schon wissen warum er das macht ;)

Grüße
Hoi,

nachdem ich mir das noch ein paar Mal angesehen habe meine ich folgendes zu sehen:
er muss sich ja schon an der Lok vorbeiquetschen, weil der Waggon rechts noch vor dem Grenzzeichen zu Ende ist - darauf hin stelt er es genau an das Ende des Waggons.

In wie fern das jetzt rechtens ist (der Waggon müsste ja eigentlich nur ein paar Meter vorgezogen werden) - evtl. hat er ja wie schon mal erwähnt ein paar Meter Überlänge auf dem Gleis.

Wenn das ein Fake ist dann aber ein aufwändiger - oder kann er mit seinem Kumpel mal eben so quasi privat ein bisschen rumdüsen und Filmchen machen ?

Doei
Trixi
Hallo Tomi,

natürlich rostet auch mal im Laufe der (Ge-)zeiten der eine oder andere Befestigungsnagel durch. Besonders auf alten Strecken, welche aus finanziellen gründen lange nicht mehr gewartet wurden.
Grundsätzlich gelten die Signalverschriften der Bundesbahn, welche 1949 aus den alten Vorschriften der Reichsbahn übernommen wurden. Und dort ist u.a. nichts davon zu lesen, dass diese "Hütchen" locker sein dürfen. Vergiß bitte nicht, dass hier vieles untrennbar mit dem Personalbesatz zusammen hängt. Früher gab es noch den Streckengeher, welcher Schäden an den Gleisen meldete, Rangierer, welche lose Hütchen zur Meldung brachten etc.
Heute mit den vollautomatischen Rangieranlagen, den elektronischen Meßzügen ist das eine andere Sache. Da werden solche "Kleinigkeiten" gern übersehen. Vielleicht sind sie ja auch im Zeitalter der Elektronic teilweise überflüssig geworden.

Ich wünsch Dir nen schönen Sonntag

Dieter                        der Prellbock1
Hallo Dieter

Zitat

Und dort ist u.a. nichts davon zu lesen, dass diese "Hütchen" locker sein dürfen.

Da gibts sicherlich noch mehr, was nicht sein dürfte, aber dennoch passiert bzw. gemacht wird. Wir kennen doch die gute alte Deutsche Bahn.

Viele Grüße und ebenfalls einen schönen Sonntag
Tomi
Hallo zusammen,

so ist das Filmchen ausgegangen:


schönen Tag noch allen,
Dirk

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Hallo Dirk,
schönes Foto...
ich glaub aber nicht dass das auf ein Grenzzeichen-Versetzten zurückzuführen ist... Da müßte sich schon jemand viel Arbeit machen, um diese schweren Betonblöcke (zu sehen zwischen den Leuten) zu bewegen... ;)

Da war wohl eher Alkohol im Spiel... ;) oder Rechts vor Links mißachtet...

VG Frank L.


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