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THEMA: 2 tolle neue Loks - aber!!

THEMA: 2 tolle neue Loks - aber!!
Startbeitrag
HJBW - 26.12.09 19:33
Liebe Freunde,

Ich habe zwei tolle neue Loks. Aussehen, Fahreigenschaften, geräuscharm, Zugkraft - einfach prima: BR 043 (Minitrix Nr. 12239) und BR 103 (Minitrix Nr. 12250).

Jetzt zum "Aber".

Beide Loks sind für meine Festsoannungs-Hauptstrecke (ca. 10 - 11 Volt) zu langsam, vor allem die 043. Leider kann ich an der Spannung der Hauptsstrecke nichts ändern. Eine Erhöhung würde bedeuten, dass bereits vorhandene Loks dann zu schnell laufen.

Frage an die Techniker: Ist es möglich, den beiden oben genannten Loks "etwas" mehr Geschwindigkeit zu verleihen - etwa durch Motortausch oder Änderung der Getriebeübersetzung?

Auf keinen Fall aber dürfen die Loks "viel" schneller werden.

Gruß   Helmut (HJBW)

Hoi Helmut,

da sehe ich schwarz - bei Zunahme der Loks auf der Strecke verteilt sich die Spannung ja gleichmässig auf alle fahrenden Loks.

Wenn dann eine (bzw. 2) dabei sind die schon mit normaler Spannung (12-14V) nicht schnell sind sehe ich da keine Möglichkeit - ausser evtl. die Getriebeübersetzung zu ändern.

Ob so etwas geht mag ein Fachmann wissen

Doei
Trixi
Hallo Helmut,

da wirst Du wohl nichts machen können, langsamer geht ja mit Glasmachers Schnecken, und er hat auch schon für ein paar Lok Schnecken, das die dann etwas schneller werden.

Aber für die Dampfer, die waren ja früher immer zu schnell, kenne ich nur die Getriebeänderungen, so das die Loks langsamer fahren.

Gruß Jürgen
Hallo Helmut,

schnell und langsam sind ja nun sehr subjektive Begriffe.

Hast Du denn mal Geschwindigkeitsmessungen gemacht (cm/sec) und dies mit Deinen anderen Loks verglichen?

Eine höhere Gleispannung könnte natürlich auch heißen, die anderen Loks (wieviele Loks?) langsamer zu machen. z.B. durch Einbau von Dioden, wenigstens für eine Fahrrichtung.

Grüße Michael Peters
Hallo,

Stefan Glasmachers kann auch zweigängige (oder sogar mit mehr Gängen?) Schnecken drehen, welche die Getriebuntersetzung verringern und so die Geschwingkeit hinauf setzen. Dies geht allerdings mit einer höheren Drehmomentbelastung des Motors einher, was bei MTX Loks aktueller Baureihen zum Ansprechen des Polyswitch (Überstromsicherung) führen könnte. Das nur als Denkanstoss, falls sowas dann passiert muss man die Sicherung auf eigene Gefahr überbrücken.

Grüße, Peter W.

Frage: Warum sollen die den schneller fahren?`

Eine 44er hatte 80km/h Höchstgeschwindigkeit. Aber wann hat sie diese Geschwindigkeit schon ausgefahren. Vielleicht als LZ oder Bergab! Güterzüge fuhren lange Zeit höchstens 65km/h, Ganzzüge meistens nur 55km/h. Wenn es Bergauf ging, gar zwischen Schrittgeschwindigkeit und 25- 30km/h.
Wenn sie ruckelfrei mit einem schönen Zug dahinfährt, das ist doch klasse.

LG Berni
Zu 3 bis 5:

Grundsätzlich sind eure Argumente schon richtig. Doch die große Zahl  für viel Geld bereits  geschwindigkeitsreduzierter Loks macht es unmöglich, diese umzurüsten. Es geht mir auch nur um leicht  höhere Geschwindigkeit, vielleicht 1/4 schneller. 50 % wären zuviel.
Gruß - und alles Gute für 2010!
Wer würde eine andere Schnecke einbauen?
Helmut
@6

Hallo Helmut,

es gibt 3 Möglichkeiten, eine Lok im Analogbetrieb schneller zu machen:

1. mechanisch: andere Übersetzung; dies wird durch Einbau einer doppelgängigen Schnecke erzielt.

2. Elektromagnetisch: Umwickeln der Ankerwindung oder Schwächung der Magnete.

3. Elektronisch: Erhöhung der Spannung und Reduktion der Geschwindigkeit der anderen Loks per Dioden.

Der bereits benannte Stefan Glasmachers ( htp://www.glasmachers.com/2.html ) wird sich sicher auch der BR43 annehmen.  Dadurch verdoppelt sich das Übersetzungsverhältnis, die Lok fährt dann - aufgrund der bereits erwähnten stärkeren Belastung des Motors - nicht ganz doppelt so schnell. Also ist es auch die Lösung 1 nicht das, was du suchst.

Die Lösungen 2 enfallen wegen des hohen Aufwands und großen Risikos, dass etwas kaputt geht.

Lediglich die Lösung 3 ist eine Option. Du musst entscheiden, ob du die restlichen Loks mit Dioden versehen möchtest, um sie langsamer zu machen. Ansonsten bleibt nur noch die Digitalisierung, die - je nach Größe des Lokparks - auch einen ziemlichen Aufwand darstellt.

Weihnachtliche Grüße,
Burkhard
Irgendwie versteh' ich die Welt nicht mehr!
Einerseits lese ich hier implizit daß der Betrieb mit Analogsteuerung erfolgen soll, das hat ja durchaus seine Reize. Andererseits gibt es den Wunsch Modelle betrieblich sehr präzise zu steuern. Für letzteres wurde etwa Mitte der 1960'er Jahre begonnen Lösungen zu erarbeiten. Anfang der 1970'er Jahre gab es erste verwendbare Lösungen, ab etwa 1977-1980 einige komerzielle Anbieter. Das was man heute unter Digitalsteuerungen kennt gibts also seit etwa 35-40 Jahren. War da nicht schon lange genug Zeit zu überlegen wie Vor- und Nachteile der Betriebsarten Analog- und Digitalsteuerung abzuwägen? Egal wofür man sich entscheidet es gibt Nachteile denen man sich stellen muß wie eben die Geschwindigkeitsabstimmung die in Analogtechnik nur schwer möglich ist.

Wenn's darum geht die Geschwindigkeit um etwa 25% zu erhöhen kann nur ein massiver Umbau helfen. Getriebeumbau, Zahnräder oder Schnecke, wurde schon angesprochen. Man könnte aber auch am Motor ansetzen. Diesen entweder tauschen gegen einen mit höherer Drehzahl. Alternativ am Motor einige Windungen vom Anker herunternehmen. Dies wird oft bei Slotcars gemacht, klarerweise kein einfaches Unterfangen bei den kleinen N-Typen.

Ich fürchte Ursache für die niedrige Geschwindigkeit ist die immer mehr um sich greifende Unsitte am Gleis Hochspannung einzusetzen. Mit Hochspannung meine ich alles über 13V wenn man N Bahner ist.
Zitat

Ich fürchte Ursache für die niedrige Geschwindigkeit


Nein, die N Modelle älteren Konstruktionsdatums entwickeln grösstenteils enorme Geschwindigkeiten, umgerechnet bis zu 500 km/h (gemessen!). Diese laufen bereits bei 10 V unvorbildgerecht schnell. Bei grossen Anlagen mit langen Fahrstrecken wirkt jedoch eine korrekte Geschwindkeit subjektiv zu gering,und der Vergleich zwischen Rennsemmeln und gemäßigten Antrieben neueren Datums wirkt besonders krass.

Fleischmann, Roco und Trix definieren Analog mit 0...14 V, wobei konventionelle Trafos etwa 5...14 V abgeben (im Leerlauf bzw. bei geringer Belastung, z.B. beim Einsatz von Faulis mehr). Bei alten Antrieben ist oft nur das erste Drittel des Regelbereiches nutzbar, darüber entwickeln die Modelle raketenhafte Geschwindigkeiten.

Die neue MTX 103 fährt bei 16 V DCC Gleisspannung und 100% PWM ziemlich genau 200 km/h. Wobei die Frage ist, ob ein typischer Ep.4 IC wirklich 200 km/h fahren kann, normalerweise wird der Zug beim Vorbild höchstens 140...160 km/h gelaufen sein.
Das Fahrwerk der BR 103 ist ident mit der BR 151. Somit ist das Getriebe für die 151 etwas zu kurz und für die 103 ein klein wenig lang untersetzt da man den gleichen Mabuchi Motor verwendet. Da könnte man ja auch unterschiedlich gewickelte Motore einsetzen.

Grüße, Peter W.


Hallo Peter!
Mein Gedanke richtete sich nicht an die "alten" Rennsemmeln sondern an die neuerdings zu langsam fahrenden Loks. Da vermute ich daß man wegen der heutigen Hochspannungen, habe selbst beriets 30V an N Gleisen gemessen, zu kurze Übersetzungen einbaurt.
Hallo zusammen,
f ür mich ist es eine tolle Nachricht, dass die Modellbahnindustrie nunmehr endgültig den Rennsemmeln abgeschworen hat. Auf nahezu keiner Modellbahn kann realistisch über 100 km/h gefahren werden. Enge Radien und Weichenabzweigwinkel setzen hier einfach Grenzen.

Wenn ich mir meine alten Fleischmann Loks so anschaue, dann laufen die locker 300 km/h. Wozu? Die Modellbahnindustrie ist aus meiner Sicht auf dem richtigen Weg. Weiter so!

Für Helmuts Problem sehe ich keine einfache Lösung. Ein Getriebeumbau ist extrem aufwenig und erfordert Fachkenntnisse. Eine Digitalisierung ist ein teurer und großer Schritt.

Trotzdem würde die Digitalisierung das Problem natürlich am elegantesten lösen. Ich fahre rund 50 Loks im Selectrix System und habe alle Maschinen geschwindigkeitstechnisch harmonisiert. Die Laufeigenschaften sind einfach traumhaft und auf dem Programmiergleis innerhalb von 30 Sekunden den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Viele Grüße,
Mathias  
Tach zusammen,

@9:
In der Epoche 4 gab es schon reichlich LZB-Strecken, auf denen die 200km/h gefahren wurde. 160km/h waren signalgeführt die Regel. WIMRE bis 1989 ab 140 km/h mit Beimann, danach durfte alleine schneller gefahren werden.

mfg
André
Hallo zusammen,

das sind ja wieder top tipps dabei - rüste um auf digital
Aber an eigentlichen Problem wurde anscheinend vorbeigelesen. das ist nämlich nicht die tatsache das die Anlage Digital betrieben wird - wohl auch schon länger besteht - sondern mit Abschnitten welche mit Festspannung versehen sind betrieben wird.

Hallo Helmut,

Ergo ergeben sich da folgende Lösungen:
1. mit leben
2. Loks verkaufen
3. Gertriebe übersetzung ändern, sollte gehen, man muß sich nur erst mal sauber in die Materie einlesen. Einfach nu eine ander schnecke wird nich so einfach sein, eine Änderung aller anderen Zahnräder sollte zu erfolg führen. Das muß man aber erst mal durchrechen - Übersetzungsverhältnis bei Zahnrädern - dazu muß man aber auch wissen was aktuell eingebaut ist - sollte ein Aufwärmtrainig für einen Maschienenbauer sein
Die Theorie ist mir wohl bekannt, aber mit der Umsetzung in die Praxis habe ich nie was zu tun gehabt leider.  
4. Motor tauschen - dürfte noch einfache sein, wenn man die Drehzahl bei Spannung X des jetzt eingebauten kennt.
5. Spannung erhöhen und Rest drosseln, halte ich für zu aufwendig.

Hallo Arnold,

Zitat

habe selbst beriets 30V an N Gleisen gemessen


wie vertragen denn die Loks die "dezente" Spannungüberschreitung.
Meine PMV bringt 17-18V ans Gleis und ich überlege wie ich die gescheit und einfach drosseln kann, aber ohne Einbußen beim Umschalten auf den Rangierbetrieb. Den Pegel kann ich im in gewiseen Grenzen reglen,

Gruß Detlef
So wie Detlef sehe ich das auch, da neue Loks, richtiger weise, da ja jahrelang gefordert, in der Vmax an unseren Maßstab angepasst wurden. Das einzige was Helmut machen könnte, wäre seine alten Loks mit den Glasmachers Getrieben langsamer zu machen. Das habe ich auch viele Jahre gemacht, mit recht guten erfolg. Und das waren nicht gerade wenige Loks, aber bei jeder hat es sich gelohnt. Heute sieht es bei mir, seit einen Jahr, natürlich besser aus, fahre seit dem Digital, und da gibt es natürlich keine Probleme mehr die Loks in der Geschwindigkeit anzupassen. Aber auch jetzt noch, wenn ich Loks Digitalisiere die einen Getriebeumbau haben, laufen dies noch mal besser, als die gleiche Lok ohne diesen Umbau. Es ist also für Helmut nicht so einfach, da eine Entscheidung zu treffen, egal wie, es wird ins Geld gehen, oder er findet sich damit ab.

Gruß Jürgen
Hallo miteinander,
Danke für eure Antworten und für euer Interesse. Detlef hat mein Problem auf den Punkt gebracht. Natürlich hätte ich vor Jahren auf Digital umstellen können oder sollen, aber so toll war das anfangs im digitalen Bereich auch nicht - und dass heute sehr Vieles digital möglich ist, war nicht unbedingt abzusehen.

Natürlich freue auch ich mich, dass viele moderne analoge Loks keine Rennsemmeln mehr sind. Und die Sammlung meiner geschwindigkeitsmäßig angepassten Loks ist recht groß. ich bin mit denen ja zum teil sehr zufrieden. Die beiden o.g. neuen Loks sind ja auch okay - habe ich ja auch erwähnt.

Nur:
Mögen sie noch so realistisch fahren, sie müssen in etwa in (m)ein vorhandenes Geschwindigkeitsschema passen. Und das tun sie leider nicht. Umbauten hin Umbauten her - ich habe natürlich in meinem langen Modellbahnerleben auch erfahren müssen, dass auch dem Fachmann nicht jeder Umbau so gelingt, wie man es sich als Kunde vorstellt. und das geht auch ins Geld. Oft hat man die optimierte Lok weiter veräußern können an jemanden, der mit der Version zufrieden ist. Aber mit Verlusten ist das meist dennoch verbunden.

Meine beiden oben genannten Loks werde ich wohl - ohne Umbau - wieder veräußern. In Zukunft wird nur behalten, was "passt".

Auf "digital" umzusteigen habe ich natrürlich auch in Erwägung gezogen. Verkaufen, was man nicht dringend braucht und das, was an Triebfahrzeugen bleibt, umrüsten. Nur: Die Elektrik in der großen Anlage ist ja auch nicht "null komma nichts" verändert: kostet Geld, kostet Zeit ...und bedarf einer langen Einarbeitung. An die Werbung, dass mit dem digitalen System alles so einfach ist .... , glaube ich nicht..

Wer von den Lesern hat denn Erfahrung mit einer sehr langen Hauptstrecke, die in 18 Blockabschnitte aufgeteilt ist und mit einem Schattenbahnhof und einem offenen liegenden Hauptbahnhoif versehen ist? Die Züge sollen vollautomatisch fahren und im Bahnhof halten bzw. im Schattenbahnhof wechseln. Wer hat denn eine vorhandene, mit viel Elektronik versehene Anlage der genannten Art schon mal auf "Digital" umgestellt? Und bei meinen Triebfahrzeugen gilt zu bedenken, dass viele mit Glockenankermotor versehen sind. Lassen sich diese ohne Weiteres digitalisieren? Und welches Digital-System ist sinnvoll, auch im Hinblick auf die eine oder andere Neuanschaffung?

Mal sehen, was bei mir wird.      Oder doch das Hobby aufgeben!?!?

Schönen Sonntag!

Helmut
Hallo Helmut,

pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten.

Es kommt drauf an, welche Steuerung Du z.Zt. einsetzt.

Moderne Decoder können auch mit Faulhabermotoren (hohe Ansteurerungsfrequenz), die Zeiten der qualmenden Motoren ist vorbei.
Hallo Helmut,

habe ja auch viele Jahre meine Anlage Analog betrieben, jetzt seit einen Jahr fahre ich, und nur Fahren, mit dem, zuerst mit Rautenhaus SX, und seit seit ein paar Monaten mit Rautenhaus RMX System. An der Anlage, die auch in Blockabschnitten, Automatik Schattenbahnhöffen, Abschaltbaren Gleisstücken u.s.w.  ausgestattet ist, habe ich nichts, also kein einziges Kabel, geändert. Es sind in diesen Jahr von mir 58 Loks mit Decodern ausgerüstet worden, wenn man seine Loks selber Wartet und Repariert, sollte das nicht das größte Problem sein. Ich bin immer noch Begeistert von den Fahreigenschaften der Digitalisierten Loks, und da sind auch schon ein paar dabei, die sonst immer, weil sie so gut "Fuhren", in der Vitrine standen. Bei mir ist es jetzt so, das ca. 12 Züge im Automatikbetrieb laufen, ich aber auch noch im BW und Bahnhofbereich Rangiere, auch in den vorher unterschiedlichen Stromkreisen, die ja jetzt sozusagen ein Stromkreis sind. Das ging früher ja nicht so einfach. Es macht mir einfach nur viel Spass, jetzt Digital zu fahren, hätte ich schon früher machen sollen, hatte aber immer Bedenken, das es mit meiner alten Anlage nicht geht, das war zum Glück nicht richtig.

Gruß Jürgen
Hallo Jürgen,
danke für deine positive Info über deinen Umstieg von analog auf digital. Trotzdem befürchte ich, dass ich meine bisher verwendeten teuren Blockbausteine (System Gebhardt) tauschen müsste, denn die funktionieren elektronisch. Und ich glaube nicht, dass die vorhandene Elektronik sich mit der Digitaltechnik von Rautenhaus oder Selektric kompatibel ist. Leider kann ich als Laie die bisher sehr gut funktionierenden Gebhardt-Bausteine technisch nicht erläuteren. Sie werden mit etwa 18 V Wechselstrom versorgt und schalten die Blöcke vollautomatisch.  Gebhardt-technik wird oft in großanlagen (Schauanlagn) verwendet, die (noch) analog betribene werden.
Ich werde mich in meinem Fachgeschäft bzw. direkt bei den Herstellern von Modellbahn-Digitaltechnik erkundigen.

Weiter viel Freude im Jahr 2010 mit deiner großen Anlage, die ich von DVDs her kenne.

Helmut
@13

Hallo Detlef,

du schriebst:
> 3. Gertriebe übersetzung ändern, sollte gehen, man muß sich nur erst mal sauber in die Materie einlesen. Einfach nu eine ander schnecke wird nich so einfach sein, eine Änderung aller anderen Zahnräder sollte zu erfolg führen. Das muß man aber erst mal durchrechen - Übersetzungsverhältnis bei Zahnrädern - dazu muß man aber auch wissen was aktuell eingebaut ist - sollte ein Aufwärmtrainig

Ein Getriebeumbau bei Spur-N-Loks ist viel zu aufwändig. Tauscht man alle Zahnräder gegen solche eines kleineren Moduls aus (0,3mm statt 0,4mm), ergeben sich Probleme mit den Achsabständen, die dann nicht mehr stimmen. Das Übersetzungsverhältnis wird übrigens nur vom Achszahnrad und dem Modul des Antriebs (sowie ggf. vorhandenen Stufenzahnrädern) bestimmt, die dazwischenliegenden Zahnräder laufen nur mit und haben keinen Einfluss auf die Übersetzung.

Das ist eben der Charme der Glasmachers-Lösung; das Problem der Achsabstände tritt nicht auf, da nur ein Bauteil (nämlich die Schnecke) getauscht werden muss. Somit handelt es sich um die einzige sinnvolle Lösung für unsere Spur.

Viele Grüße
Burkhard
Aus meiner Sicht ist es immer viel einfacher die Spannung am Gleis zu verändern, denn die Mechanik eines Spur N Triebfahrzeugs anzupassen. Allein die Idee alle im Fuhrpark vorhandenen Loks bei einer! Spannung mit einer! richtigen!? Geschwindigkeit fahren zu lassen erscheint mir schon physikalisch unmöglich zu sein. Das geht schon da los, wo Tf alleine oder mit schweren Ganzzügen gemischt unterwegs sind. Das macht bei gleicher Spannung im Analogbetrieb ja schon mal gerne 30% der Geschwindigkeit, vielleicht bei alten Rennsemmeln noch mehr.

Nun gleich alles auf Digital umzubauen ist die eine Möglichkeit, die mir nun auch nicht gefallen würde. Die andere ist sicherlich ein brauchbares Blocksystem zu verwenden oder entsprechend nachzurüsten. Das eine einstellbare Spannung von Block zu Block mitwandert ist ja nun keine große Herausforderung. Soweit ich weiß hat eben genau das der MEC Krefeld getan.

Dort lese ich:
Damit es keinen Geschwindigkeitssprung gibt, mißt der Nachfolgeblock die Schienenspannung von seinem Vorblock und erhöht diese Spannung langsam bis auf die Streckengeschwindigkeit. Wenn es sich um einen geschobenen Zug handelt, beschleunigt der Blockstreckenregler noch so lange, bis der Zug den Haltabschnitt verlassen hat.
Die Schaltungen sind dort ebenfalls zum Download verfügbar:
http://www.mec-krefeld.de/elektronik.html

Meine! Reihenfolge der Lösungen wäre:
Umbau der Elektrik am Gleis
Umbau auf Digital
.
.
und ganz ganz ganz zuletzt Rumbasteln an der Mechanik.

Viele Grüße
Klaus

Hallo Helmut,
ich habe schon vor vielen Jahren eine bestehende Großanlage auf das Selectrix System umgerüstet. Diese Umstellung habe ich nie bereut. Ich bin bis heute begeistert, was die kleinen Digitalbausteine aus den Fahreigenschaften der Lokomotiven noch herausholen.

Ob Du Deine Blockbausteine noch verwenden kannst, kann ich nicht beurteilen. Trotzdem sind die Veränderungen an einer bestehenden Anlage in der Regel weit weniger schlimm als man das vorher befürchtet. Bei mir hat die Umstellung jedenfalls problemlos geklappt und die erforderlichen Umbaumaßnahmen hielten sich in Grenzen.

Mit der Digitaltechnik haben sich dann allerdings viele neue Möglichkeiten eröffnet, die ich als Analogbahner nicht kannte. Einige Jahre später habe ich beispielsweise meine Anlage von einem klassischen Gleisbildstellpult mit Conrad Tastern, Schaltern und LED's auf ein Gleisbildstellpult via Computer umgestellt.

Gerade im Bereich Blockautomatik bietet das Selectrix System vielfältige Möglichkeiten. Vielleicht fällt DIr die Ablösung Deiner Blockbausteine dann leichter als es Dir zunächst den Anschein hat.

Eines muss man allerdings deutlich sagen: Eine Umrüstung auf ein Digitalsystem kostet viel Geld. Aus meiner Sicht macht es nur Sinn, alle Lokomotiven von analog auf digital umzubauen; ich würde keinesfalls auf einen Mischbetrieb analog/digital setzen.

Bei mir hatte sich über die Jahre ein großer Lokbestand angesammelt, den ich an einem Stichtag durch eine Fachwerkstatt auf Selectrix umrüsten lassen habe. Allein die Kosten dafür lagen bei rund 2500 DM!

Heute würde ich den einen oder anderen alten "Hobel" übrigens nicht mehr umrüsten, sondern ausmustern. Zu nennen wären hier Loks, die analog schlecht laufen oder optisch nicht mehr den Ansprüchen genügen.

Ich würde den Schritt der Umrüstung auf ein Digitalsystem empfehlen. In das Thema Digital fuchst man sich sehr schnell rein und die neu entstehenden Möglichkeiten machen es leicht, alte Zöpfe aus der analogen Zeit abzuschneiden.

Wenn Du eine wirklich fachkundige Beratung brauchst, dann würde ich mich mal an Herrn Radtke (www.mdvr.de) wenden. Man bekommt dort nicht nur eine erstklassige Beratung sondern auch einen super Service.

Viele Grüße,
Mathias
Hallo Burkhard,

meine Idee mit dem Getriebumbau war in der ersten Idee eine rein Theoretische Aussage, die man dann erst mal durchrechnen muß, und dan entsprechened Zahnräder fertigen läßt. Und dann das ganze in der Praxis erprobt.
Das Problem mit Schnecke von Glasmacher sehe ich hier im relativ starren Faktor 2:1 bzw 1:2, hat er ja beides im Programm.

Eventuell würde es auch auch gehen nur die Zahnräder der Antriebsräder zu tauschen (habe mal ein Blick auf den Wschzettel der 43 geworfen) 2-3 Zähne weniger oder so - müßte man aber anfertigen lassen und dann mal testen. Ist auch nur ein Gedanke ohne Garantie der wirklichen Funktion.

Gruß Detlef
@22

Hallo Detlef,

nur die Zahnräder der Antriebsräder zu tauschen wird nichts bringen.
Ich kenne die Details der 43 nicht, aber das ist auch nicht nötig.
Ein Zahn weniger reduziert den Durchmesser eines beliebigen Rades bereits um den Wert des Moduls, den Radius somit um die Hälfte. Noch klappt der Eingriff, da die Zahnhöhe gleich dem Modul ist. Der Geschwindigkeitsvorteil beträgt - da das Zahnrad auf jeden Fall mehr als 12 Zähne hat - höchstens 8%.

Lässt man den zweiten Zahn auch noch weg, funktioniert der Eingriff nicht mehr, da der Durchmesser des Zahnrades zu klein geworden ist (während das Gegenzahnrad unverändert geblieben ist), die Reserve durch die Zahnhöhe wurde bereits sozusagen "aufgebraucht".

Somit bringt der ganze Aufwand recht wenig.

Viele Grüße
Burkhard
Hallo,

habe mir den Thread komplett durchgelesen und mir ging spontan ein bestimmter Gedanke durch den Kopf:

Ich habe schon Modelle sowohl aus der Minitrix-44-Serie als auch aus der 58-Serie (gleiches Antriebskonzept) gesehen, die sehr unterschiedlich schnell liefen. Zwei 58er, von denen die eine etwa 1/3 schneller war (und deutlich mehr Auslauf hatte), als die andere. Eine 44 DR (DDR) und eine 043, von denen die 44 nicht mal halb so schnell lief, wie die 043.

Wenn ich mich recht entsinne, hat Stefan Glasmachers mal was dazu geschrieben, es ging da um die Kupplung zwischen Motor und Getriebe, die sehr exakt eingebaut sein muss, um nicht zu Verklemmungen zu führen.

Also @HBJW: Hast Du bei der 043 eventuell nur ein mäßig zusammengebautes Exemplar erwischt? Hat die Lok ein paar Radumdrehungen Auslauf, oder bleibt sie abrupt stehen? In letzterem Fall könnte es sich hier um eine außergewöhnlich langsame 043 handeln.

Eine andere Möglichkeit, der Lok zu etwas mehr Tempo zu verhelfen, wäre, einen 042-Tender anzuhängen und den Originalantrieb stillzulegen. Wäre natürlich ein ganz schöner Eingriff, der sicher auch nicht billig ist. Aber die 043 wieder zu verkaufen, wird auch nicht ohen Verlust abgehen.

Ich fahre auch im automatischen Blockstellenbetrieb und habe meine Loks der Reihe nach im Tempo gezähmt. Bisher ging's bei fast allen irgendwie. Digital kommt für mich nicht in Frage, der Zusatznutzen fällt für mich viel zu gering aus, verglichen mit dem Aufwand, der da zu treiben wäre.

Für die paar Loks, die als Raser übrig sind, denke ich über eine Zwischenlösung nach: Ausrüstung mit Decoder mit programmierbarer Höchstgeschwindigkeit für den Analogbetrieb. Aber so richtig hat's mich da noch nicht gepackt.

Grüße,

Udo,

Liebe Freunde,
ich konnte die eingangs erwähnte Baureihe 043, die für mein subjektives Empfinden allzu langsam fährt, zurückgeben und habe mir stattdessen eine BR 042  (Minitrix 12576) geholt. Die Höchstgeschwindigkeit ist akzeptabel (wenn auch sicher noch zu schnell), aber mit den bei mir verfügbaren ca. 10 Volt Festspannung fährt sie meinem Geschmack entsprechend. Zugkraft auch gut (mal sehen ob noch ein kleines Zusatzgewicht unterbringen kann). Die Lok passt gut vor meinem Erzwagenzug. So ähnlich habe ich die Erz-Ganzzüge im Emsland erlebt). Bin mit den Fahregenscaften dieser Lok zufrieden, obwohl sie weniger leise läuft als die 043. Leichtes Knarzen, aber für eine Dampflok erträglich.


Inzwischen überlege ich, ob ich meine drei Nebenstrecken nicht doch digitalisieren sollte. Man empfahl mir im Moba-Fachgeschäft für diese Zwecke die DCC mit MultiMaus von Fleischmann -Roco. Werde mal mit Hilfe einer Startpackung testen.

Man sagte mir, dass Weichen mit polarisiertem Herzstück (z.B. von Minitrix oder Fleischmann) für das Digitalfahren weniger geeignet seien. Ich konnte aber keine Begründung erfahren. Ist da was Wahres dran?

Gruß

Helmut
Herrje, was für ein toller Fachhändler! Grundsätzlich sollte man bei Weichen mit polarisiertem Herzstück Kurzschlüsse vermeiden. Also technisch auffahren verhindern (Stoppweichenfunktion)  Alles andere ist meiner Meinung nach Murks.

Bei Digital können aufgrund der höheren Stromstärken sonst auch die Weiche und/oder Lok/Decoder beschädigt werden. Aber auch bei Analog sollte man das immer machen.

Die RoFlei-Multimaus hat ihre Nachteile (nicht auslesen von CVs, zu hohe Ausgangsspannungen, da gibt es was - siehe hier im Forum.)
Wer damit leben kann oder will - praktischer als Einsteigerzentrale ist eher die Trix MS.
Zitat

Man sagte mir, dass Weichen mit polarisiertem Herzstück (z.B. von Minitrix oder Fleischmann) für das Digitalfahren weniger geeignet seien. Ich konnte aber keine Begründung erfahren. Ist da was Wahres dran?



Was für eine interessante Aussage... kopfschüttel. Ich baue in FREMO fiNescale und da sind alle Weichen durchgängig bestromt, also selbstverständlich im Herzstück. Wir fahren Digital und es gibt damit KEINE Probleme. Du brauchst enstprechende Weichendecoder, die eine Herzstückpolarisierung ermöglichen (z.B. Servoantiebe von mbtronik o.ä.) - oder Antriebe, die das mit erledigen können (die Roco Dinger konnten das wohl, habe keinen leider Überblick, was heute geht - Hofmann?). Wohl an - ein bestromtes Herzstück ist immer hilfreich für gute Fahreigenschaften - das gilt auch für Digital.

Gruss Frank
Hallo Frank,
sagen wir mal so: in N ist ein leitendes Herzstück für kleine Loks dringend nötig, da sonst nur rasend die Weiche "geschafft" wird.


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