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THEMA: Löten von Gleisen
THEMA: Löten von Gleisen
knodt* - 19.12.09 18:17
Für ein kleines Nebenbahn-Modul (Gleislänge 7,80 Meter, ausgelegt für einen vt 95 mit Beiwagen im Pendelzugbetrieb) habe ich nach einer preisgünstigen Schienenlösung gesucht. Anstatt die vielen Kurven mit Einzelgleisen verschiedener Radien zu bestückeln, habe ich den gesamten Gleisstrang in Einem mit Flexgleis von Peco verlegt, was auch die Kurvenführung variabler macht.
Ich habe das erste Flexgleis bis auf die letzten 3 Zentimeter festgeklebt. Am ersten Stoss habe ich die kurveninnere Schiene mit der Miniflex sauber abgetrennt, so dass sie mit der Aussenschiene einen parallelen Abschluss bildete. Dann auf beide Schienen Schienenverbinder aufgesteckt, das nächste Flexgleis direkt aus der Packung und in "noch gerade" aufgesteckt, und sofort in den Schienenverbindern verlötet (auf der Aussenseite jeder Schiene, das Zinn fließt dann im Schienenverbinder auf der Unterseite durch).
Das hat den Vorteil, dass beide Gleisstränge beim Löten nicht unter Biegespannung stehen. Probleme mit "aufgehenden" Anstoßstössen in der Kurve sind mir fremd!
Wenn die erste Lötung erkaltet ist, kann man die Anstoßstelle und das neu angesetzte Gleis auf den ersten 3 - 4 cm Länge festkleben. Wenn alles gehärtet ist, kann man Gleis 2 verlegen wie man will. Am Ende hat man auf einer Seite evtl. wieder einen Überstand. Der wird einfach abgeflext und man fährt fort wie bei der ersten Schiene.
Zum Löten benutze ich Radiolot ohne zus. Flussmittel. Beim Löten + Abflexen der überstehenden Schienen sollte man lieber schnell und brutal, als behutsam und sorgfältig sein. Dauerhitze und Rumbrutzeln schadet Schienen, Plastikschwellen und Lötverbindungen mehr, als stundenlange Uhrmachermechanik nützt. Wichtig ist, dass die Schienen-Innenseiten frei von Lötzinn bleiben, damit die Spurkränze nicht auflaufen. Falls Lötzinn auf die Oberseite einer Schiene tropft, sollte man das ganze Stück Gleis rausschneiden und neu anfangen, weil die Räder der nächsten Lok das sonst aufnehmen und als Fehlerquelle durch die ganze Anlage verteilen. (TIPP: Immer alles schön mit Kreppband abkleben, was gerade nicht bearbeitet wird!!!)
Einige Experten warnen beim Verlöten von Gleisen gern vor den schrecklichen Folgen von Schrumpfungen und Dehnungen der Schienen durch Temperaturunterschiede - der beträgt bei einer Gleislänge von 7,80 m und angenommenen 30 Grad Temperaturbreite allerdings gerade mal knapp 4 Zehntel Millimeter auf die Gesamtlänge. Bevor es da zu Schienenverwerfungen kommt, ist es wahrscheinlicher, dass die Antriebsritzel in der Lok schrumpfen und nicht mehr ins Getriebe greifen.
Fazit: Löten ist ziemlich einfach und so lassen sich auch problemlos exotische Kurvenradien mit Flexgleis dauerhaft betriebssicher realisieren. Für eine "Wendel" oder eine "Paradestrecke" kann ich mir eigentlich gar keine bessere Schienenverbindung vorstellen.
Ich habe das erste Flexgleis bis auf die letzten 3 Zentimeter festgeklebt. Am ersten Stoss habe ich die kurveninnere Schiene mit der Miniflex sauber abgetrennt, so dass sie mit der Aussenschiene einen parallelen Abschluss bildete. Dann auf beide Schienen Schienenverbinder aufgesteckt, das nächste Flexgleis direkt aus der Packung und in "noch gerade" aufgesteckt, und sofort in den Schienenverbindern verlötet (auf der Aussenseite jeder Schiene, das Zinn fließt dann im Schienenverbinder auf der Unterseite durch).
Das hat den Vorteil, dass beide Gleisstränge beim Löten nicht unter Biegespannung stehen. Probleme mit "aufgehenden" Anstoßstössen in der Kurve sind mir fremd!
Wenn die erste Lötung erkaltet ist, kann man die Anstoßstelle und das neu angesetzte Gleis auf den ersten 3 - 4 cm Länge festkleben. Wenn alles gehärtet ist, kann man Gleis 2 verlegen wie man will. Am Ende hat man auf einer Seite evtl. wieder einen Überstand. Der wird einfach abgeflext und man fährt fort wie bei der ersten Schiene.
Zum Löten benutze ich Radiolot ohne zus. Flussmittel. Beim Löten + Abflexen der überstehenden Schienen sollte man lieber schnell und brutal, als behutsam und sorgfältig sein. Dauerhitze und Rumbrutzeln schadet Schienen, Plastikschwellen und Lötverbindungen mehr, als stundenlange Uhrmachermechanik nützt. Wichtig ist, dass die Schienen-Innenseiten frei von Lötzinn bleiben, damit die Spurkränze nicht auflaufen. Falls Lötzinn auf die Oberseite einer Schiene tropft, sollte man das ganze Stück Gleis rausschneiden und neu anfangen, weil die Räder der nächsten Lok das sonst aufnehmen und als Fehlerquelle durch die ganze Anlage verteilen. (TIPP: Immer alles schön mit Kreppband abkleben, was gerade nicht bearbeitet wird!!!)
Einige Experten warnen beim Verlöten von Gleisen gern vor den schrecklichen Folgen von Schrumpfungen und Dehnungen der Schienen durch Temperaturunterschiede - der beträgt bei einer Gleislänge von 7,80 m und angenommenen 30 Grad Temperaturbreite allerdings gerade mal knapp 4 Zehntel Millimeter auf die Gesamtlänge. Bevor es da zu Schienenverwerfungen kommt, ist es wahrscheinlicher, dass die Antriebsritzel in der Lok schrumpfen und nicht mehr ins Getriebe greifen.
Fazit: Löten ist ziemlich einfach und so lassen sich auch problemlos exotische Kurvenradien mit Flexgleis dauerhaft betriebssicher realisieren. Für eine "Wendel" oder eine "Paradestrecke" kann ich mir eigentlich gar keine bessere Schienenverbindung vorstellen.
Servus,
Die hier beschriebene Verbindungstechnik ist super! Damit bekommt man saubere Bögen hin.
Es spricht auch eigentlich nichts gegen das Löten. Nur gibt es eine ganz einfache Regel für den Gerätebau an die ich mich gerne halte: Mechanische Teile, Verbindungen, Befestigungen usw. haben keine elektrische Funktion! Darum versehe ich einfach jedes Gleistück mit einem Kabel. Fertig.
Was anderswo funktioniert ist eine andere Geschichte. Mir ist eine Lötstelle gerissen an einer blöden Stelle, nicht zugänglich unten drin. Vermutlich wegen der Ausdehnung, vielleicht aber auch wegen der Jupiter-Saturn-Konjunktion. Ist egal, das hat mich geärgert, also mach ich das heute anderst.
Grüßle
Elvis
Die hier beschriebene Verbindungstechnik ist super! Damit bekommt man saubere Bögen hin.
Es spricht auch eigentlich nichts gegen das Löten. Nur gibt es eine ganz einfache Regel für den Gerätebau an die ich mich gerne halte: Mechanische Teile, Verbindungen, Befestigungen usw. haben keine elektrische Funktion! Darum versehe ich einfach jedes Gleistück mit einem Kabel. Fertig.
Was anderswo funktioniert ist eine andere Geschichte. Mir ist eine Lötstelle gerissen an einer blöden Stelle, nicht zugänglich unten drin. Vermutlich wegen der Ausdehnung, vielleicht aber auch wegen der Jupiter-Saturn-Konjunktion. Ist egal, das hat mich geärgert, also mach ich das heute anderst.
Grüßle
Elvis
Sorry - das war doppelt.
lg
ismael
lg
ismael
WinnieMatern - 21.12.09 15:13
Hallo, ich hab mal ne Frage:
Was verwendest denn Du für ein Lötzinn, dass man gleich ganze Gleisstücke rausflexen muss?
Üblicherweise erkaltet doch das Zinn so schnell, dass runtertropfendes nicht haften bleibt und man es mit einer Pinzette ganz leicht entfernen kann. Außerdem, sollte wirklich mal etwas auf dem Schienenkopf "angelötet" sein, kann man den Schaden doch mit einem Mini-Schleifstein (proxxon o. ä.) leicht beheben. Oder sind meine Ansichten total falsch? Ich baue gerade eine kleine Versuchsanlage (schlichtes Oval mit kleinem Bahnhof) auf 120 x 80 cm und habe alle Schienenverbinder (außer den Isolierstellen) verlötet, ich hoffe, ich habe da nichts falsch gemacht, weil ich die Technik auch auf meiner geplanten größeren Anlage verwenden möchte.
Gruß Winnie
Was verwendest denn Du für ein Lötzinn, dass man gleich ganze Gleisstücke rausflexen muss?
Üblicherweise erkaltet doch das Zinn so schnell, dass runtertropfendes nicht haften bleibt und man es mit einer Pinzette ganz leicht entfernen kann. Außerdem, sollte wirklich mal etwas auf dem Schienenkopf "angelötet" sein, kann man den Schaden doch mit einem Mini-Schleifstein (proxxon o. ä.) leicht beheben. Oder sind meine Ansichten total falsch? Ich baue gerade eine kleine Versuchsanlage (schlichtes Oval mit kleinem Bahnhof) auf 120 x 80 cm und habe alle Schienenverbinder (außer den Isolierstellen) verlötet, ich hoffe, ich habe da nichts falsch gemacht, weil ich die Technik auch auf meiner geplanten größeren Anlage verwenden möchte.
Gruß Winnie
Hm,
all diejenigen die unbedingt glauben alle Schienen verlöten zu müssen, wünsche ich niemals entsprechende negative Erfahrungen erleben zu müssen.
Wenn sich die Gleise/Schienen verwerfen ist es zu spät und die Anlage nur noch mit viel Arbeitsaufwand zu retten.
Bei einer stationären Anlage, welche recht wenig Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, wird es sicher kein Thema sein.
Anderst dagegen eine transportable Anlage, welche auf Ausstellungen, ect. gezeigt wird.
Nichts ist spannender als eine nicht mehr funktionierende Anlage auf der Ausstellung zu haben.
Wirkt ungemeint auf die Nerven..png)
mfG.
"tattoo"
PS: das heißt nicht das überhaupt keine Schienen verlötet werden sollen. Sondern einfach nur ganz gezielt bestimmte (z.B. Verbindungsgleisstücke zwischen Weichen).
Wobei ich persönlich niemals eine Gleiswendel komplett verlöten würde.
all diejenigen die unbedingt glauben alle Schienen verlöten zu müssen, wünsche ich niemals entsprechende negative Erfahrungen erleben zu müssen.
Wenn sich die Gleise/Schienen verwerfen ist es zu spät und die Anlage nur noch mit viel Arbeitsaufwand zu retten.
Bei einer stationären Anlage, welche recht wenig Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, wird es sicher kein Thema sein.
Anderst dagegen eine transportable Anlage, welche auf Ausstellungen, ect. gezeigt wird.
Nichts ist spannender als eine nicht mehr funktionierende Anlage auf der Ausstellung zu haben.
Wirkt ungemeint auf die Nerven.
mfG.
"tattoo"
PS: das heißt nicht das überhaupt keine Schienen verlötet werden sollen. Sondern einfach nur ganz gezielt bestimmte (z.B. Verbindungsgleisstücke zwischen Weichen).
Wobei ich persönlich niemals eine Gleiswendel komplett verlöten würde.
Im Prinzip finde ich mich bei allen Beiträgen wieder. Die Technik mache ich so wie der Threadstarter, Elvis´ Anmerkung zur elektrischen Verkabelung ist auch richtig. Nun habe ich die Rechnung der 4/10mm Dehnung nicht nachvollzogen, aber Tattoo scheint von extrem anderen Größenordnungen auszugehen. Ich habe - wie er - auch nur die (mechanisch!) kritischen Stellen verlötet und werde bestimmt kein Verwerfungsproblem haben, weil a) die Temperatur im Keller stabil ist (Drift über das Jahr nur um 2 Grad) und b) an den Segmentgrenzen Fugen entstehen, die die Dehnung aufnehmen könnten.
Tattoo, nun interessiert mich aber dennoch deine Erfahrung: werde doch mal bitte konkret, auf welcher Länge/Konstellation und bei welchen Temperaturunterschieden (z.B. Transport bei -10 Grad und im Ausstellungsraum 25 Grad?) es Verwerfungen gegeben hat. Wenn du von Ausstellungsbetrieb sprichst, kann es ja keine große Länge sein?
Viele Grüße
Frank
Tattoo, nun interessiert mich aber dennoch deine Erfahrung: werde doch mal bitte konkret, auf welcher Länge/Konstellation und bei welchen Temperaturunterschieden (z.B. Transport bei -10 Grad und im Ausstellungsraum 25 Grad?) es Verwerfungen gegeben hat. Wenn du von Ausstellungsbetrieb sprichst, kann es ja keine große Länge sein?
Viele Grüße
Frank
Hm,
Frank, meine persönlichen Erfahrungen sind folgende:
a.) H0e Modulanlage des MBC-Feldkirch; ausgestellt (spät-Herbst) in einem Möbelhaus, wo durch die Schaufenster die Sonne auf die Anlage scheinen konnte. (Die Anlage war nicht im Schaufenster!) Nach kurzer Zeit waren alle Isolierstellen (Isolierverbinder) zusammengequetscht und keine Isolation mehr. Die Anlage war nicht mehr fahrbar. Abschattung, Kühlung und die Isolationsstellen waren wieder ..
b.) N-Anlage MEC Freudenthal (Schaffhausen); die Sonne konnte durch Fenster auf die Schienen (PECO Code 80) scheinen. Der Verzug war so stark, daß die Schienen aus den Kleineisen gerissen wurden. Die Fenster mußten abgeschattet werden.
c.) eigene Spur-N Ausstellungsanlage "Nevada Pass"; hatte bei den Schattenyard-Kehrschleifen die Flexgleise der Kehren komplett verlötet (um Kurven ohne Übergangsknicke zu erhalten).
Mit der Zeit veränderte sich in diesen Kurven die Spurweite, bis zu teilweisem klemmen von Modellen. (Die Anlage hatte durch Transport und Ausstellung Temperaturunterschiede von -15° zu +25° innerhalb kürzester Zeit [Transport {Dezember} und dann gleich in die Halle] zu überstehen.
Auf allen Ausstellungen habe ich bei benachbarten Anlagen ähnliche Probleme erlebt.
Wie groß die einzelnen Ausdehnungen waren, kann ich im nachhinein nicht sagen. Ich war immer froh wenn meine Ausstellungsanlagen am nächten Tag funktionierten.
Die modulare Ausstellungsanlage (bis zu 19m) bereitete am wenigsten Probleme. Habe aber immer versucht direkte Sonnenbestrahlung (Ausstellungsplatz) zu vermeiden.
Die 6teilige Segmentanlage (5mx2m) mit verschlungene Gleisen (ca. 120m Gleis) bereitete da schon mehr Probleme (siehe oben)
Bei den kleinen Anlagen (2mx0,8m) gab es keine Probleme wenn keine direkte Sonneneinstrahlung war.
In den 25 Jahren Ausstellungstätigkeit konnte ich einiges an negativen und positiven Beispielen mitnehmen.
Auch bei meinem neuen Anlagenprojekt (Stationäre Anlage mit gleichbleibendem Raumklima) werden nur notwendige Schienenstöße verlötet, alle anderen nicht. dafür aber jedes Flexgleis separat angespeißt. (Parallele 1,5mm² Versorgungsleitung)
mfG.
"tattoo"
Frank, meine persönlichen Erfahrungen sind folgende:
a.) H0e Modulanlage des MBC-Feldkirch; ausgestellt (spät-Herbst) in einem Möbelhaus, wo durch die Schaufenster die Sonne auf die Anlage scheinen konnte. (Die Anlage war nicht im Schaufenster!) Nach kurzer Zeit waren alle Isolierstellen (Isolierverbinder) zusammengequetscht und keine Isolation mehr. Die Anlage war nicht mehr fahrbar. Abschattung, Kühlung und die Isolationsstellen waren wieder ..
b.) N-Anlage MEC Freudenthal (Schaffhausen); die Sonne konnte durch Fenster auf die Schienen (PECO Code 80) scheinen. Der Verzug war so stark, daß die Schienen aus den Kleineisen gerissen wurden. Die Fenster mußten abgeschattet werden.
c.) eigene Spur-N Ausstellungsanlage "Nevada Pass"; hatte bei den Schattenyard-Kehrschleifen die Flexgleise der Kehren komplett verlötet (um Kurven ohne Übergangsknicke zu erhalten).
Mit der Zeit veränderte sich in diesen Kurven die Spurweite, bis zu teilweisem klemmen von Modellen. (Die Anlage hatte durch Transport und Ausstellung Temperaturunterschiede von -15° zu +25° innerhalb kürzester Zeit [Transport {Dezember} und dann gleich in die Halle] zu überstehen.
Auf allen Ausstellungen habe ich bei benachbarten Anlagen ähnliche Probleme erlebt.
Wie groß die einzelnen Ausdehnungen waren, kann ich im nachhinein nicht sagen. Ich war immer froh wenn meine Ausstellungsanlagen am nächten Tag funktionierten.
Die modulare Ausstellungsanlage (bis zu 19m) bereitete am wenigsten Probleme. Habe aber immer versucht direkte Sonnenbestrahlung (Ausstellungsplatz) zu vermeiden.
Die 6teilige Segmentanlage (5mx2m) mit verschlungene Gleisen (ca. 120m Gleis) bereitete da schon mehr Probleme (siehe oben)
Bei den kleinen Anlagen (2mx0,8m) gab es keine Probleme wenn keine direkte Sonneneinstrahlung war.
In den 25 Jahren Ausstellungstätigkeit konnte ich einiges an negativen und positiven Beispielen mitnehmen.
Auch bei meinem neuen Anlagenprojekt (Stationäre Anlage mit gleichbleibendem Raumklima) werden nur notwendige Schienenstöße verlötet, alle anderen nicht. dafür aber jedes Flexgleis separat angespeißt. (Parallele 1,5mm² Versorgungsleitung)
mfG.
"tattoo"
Danke, Tattoo. Das gibt ja zu denken. Aber offenbar ist das Problem hauptsächlich (ausschließlich?) großen Temperaturunterschieden anzulasten.
Viele Grüße
Frank
Viele Grüße
Frank
Servus,
ja. wenn es kaum Temperaturunterschiede geben wird, wird man möglicherweise keine Probleme haben. Ein paar Zentel sind auf den ersten Blick nicht viel. Aber an der falschen Stelle reicht das halt schon um Probleme zu erzeugen.
Bei mir waren es sicherlich -25 °C zu +30°C. Die Module standen im praktisch nicht isolierten Dachboden mit denen fürs Allgäu üblichen Temperaturen. Das ist schon etwas mehr als man im Modellbahnzimmer haben sollte....png)
Grüßle
Elvis
ja. wenn es kaum Temperaturunterschiede geben wird, wird man möglicherweise keine Probleme haben. Ein paar Zentel sind auf den ersten Blick nicht viel. Aber an der falschen Stelle reicht das halt schon um Probleme zu erzeugen.
Bei mir waren es sicherlich -25 °C zu +30°C. Die Module standen im praktisch nicht isolierten Dachboden mit denen fürs Allgäu üblichen Temperaturen. Das ist schon etwas mehr als man im Modellbahnzimmer haben sollte...
Grüßle
Elvis
Tach zusammen,
das Problem ist nicht so sehr die Längenänderung der Schiene, sondern das Arbeiten des Holzes bei Änderungen der Luftfeuchtigkeit. (Obwohl auch die 4 Zehntel irgendwo hinmüssen. Und wenn sie nicht geradeaus können, werden sie seitlich...) Wenn dabei die Schienen bombenfest eingespannt sind, kann die Anlage in Nullkommanix zur Achterbahn werden. Ich würde in regelmäßigen Abständen Dehnungsfugen einbauen.
mfg
Andre
das Problem ist nicht so sehr die Längenänderung der Schiene, sondern das Arbeiten des Holzes bei Änderungen der Luftfeuchtigkeit. (Obwohl auch die 4 Zehntel irgendwo hinmüssen. Und wenn sie nicht geradeaus können, werden sie seitlich...) Wenn dabei die Schienen bombenfest eingespannt sind, kann die Anlage in Nullkommanix zur Achterbahn werden. Ich würde in regelmäßigen Abständen Dehnungsfugen einbauen.
mfg
Andre
RhönbahNer - 22.12.09 09:08
Hallo,
auch ich habe auf meiner (mit 0,9m * 1,9 m) nicht soo großen Anlage alle Stöße einschließlich der Gleiswendel verlötet. Es gab während der letzten 15 Jahre damit keinerlei Probleme, auch wenn die Anlage zwischendurch des öfteren zwischen ungeheiztem Dachboden und Wohnzimmer den Standort wechselte.
Was die Dehnungsfugen betrifft, so dürften dazu die ohnehin zuhauf vorhandenen Isoliertrennstellen ausreichen. Auch an den Schwellenbändern konnte ich bislang keine Schäden feststellen, auch wenn meine Anlage nicht so stark wie im Ausstellungsbetrieb strapaziert wird. Meiner Meinung nach wiegt für den Alltagsspielbetrieb die erhöhte Kontaktsicherheit und die Fixierung der Übergangsstelle die ggf. eintretenden Nachteile durch Wärmedehnung mehr als auf.
Entstanden ist die Verlöterei bei mir übrigens nach einer schlechten Erfahrung bei der Vorgängeranlage, die letztlich mit ein Grund für deren Abriß war: Dort haben die unverlöteten Gleisübergänge im schwer zugänglichen Schattenbereich im Laufe der Zeit gearbeitet, so daß sich die Schienenstöße gegeneinander verschoben. Als Folge führten die dort aufkletternden Spurkränze ständig zu Entgleisungen. Seit dem Verlöten habe ich damit keine Schwierigkeiten mehr und würde es wieder tun.
LG Jürgen
auch ich habe auf meiner (mit 0,9m * 1,9 m) nicht soo großen Anlage alle Stöße einschließlich der Gleiswendel verlötet. Es gab während der letzten 15 Jahre damit keinerlei Probleme, auch wenn die Anlage zwischendurch des öfteren zwischen ungeheiztem Dachboden und Wohnzimmer den Standort wechselte.
Was die Dehnungsfugen betrifft, so dürften dazu die ohnehin zuhauf vorhandenen Isoliertrennstellen ausreichen. Auch an den Schwellenbändern konnte ich bislang keine Schäden feststellen, auch wenn meine Anlage nicht so stark wie im Ausstellungsbetrieb strapaziert wird. Meiner Meinung nach wiegt für den Alltagsspielbetrieb die erhöhte Kontaktsicherheit und die Fixierung der Übergangsstelle die ggf. eintretenden Nachteile durch Wärmedehnung mehr als auf.
Entstanden ist die Verlöterei bei mir übrigens nach einer schlechten Erfahrung bei der Vorgängeranlage, die letztlich mit ein Grund für deren Abriß war: Dort haben die unverlöteten Gleisübergänge im schwer zugänglichen Schattenbereich im Laufe der Zeit gearbeitet, so daß sich die Schienenstöße gegeneinander verschoben. Als Folge führten die dort aufkletternden Spurkränze ständig zu Entgleisungen. Seit dem Verlöten habe ich damit keine Schwierigkeiten mehr und würde es wieder tun.
LG Jürgen
Hm,
# Jürgen; sei dankbar, daß du keine Probleme hast.
Aber selbst bei deiner kleinen Anlage können sie auftreten, wenn du sie im Wohnzimmer zu nahe am Fenster hast bei direkter Sonneneinstrahlung.
Sollten die Isolationstrennungen als Dehnfugen sein, wundere dich nicht, wenn deine Anlage dann nicht mehr befahrbar (Kurzschluß) ist. Bei der MBCF Anlage hat es die Plastikisolier-Schienenverbinder so zusammengedrückt, daß sie nicht mehr isolierten.
Solltest du Schäden an den Schwellenbändern bemerken ist es zu spät! Dann sind die Kleineisen (=Schienenhaltung) bereits beschädigt. Du kannst dann nur noch mit CA Kleber versuchen die Schienen nach Abkühlung wieder auf die Schwellen kleben.
Meist ist es nicht so arg, es kommt nur zu leichten Veränderung (Weitung/ Verengung) der Spurweite und letztlich zu Entgleisung.
Wie gesagt es spricht nichts dagegen ein paar Gleise miteinander zu verlöten, aber alle Gleise nicht. Eine Verlötung von Einzelgleisen bis zu einer Länge von 1-2 Flexgleislängen oder 2 Flexgleise zu verlöten ist sicher kein Fehler. Aber dann sollte wieder ein Schienenverbinder sein.
Logischerweise soll/muß jedes dieser Gleisabschnitte mit einer separaten Stromzuführung sein.
Um einen top Halt der Schienenverbinder zu bekommen. Löte ich 1/4 des Schieneverbinder an die eine Schiene an und die anderen 3/4 geben so der folgenden Schiene besseren Halt.
Achtung: diese Lötung bedarf einiger Übung, sonst läuft der Schienenverbinder mit Lötzinn voll, da die folgende Schiene erst eingeschoben wird wenn das 1/4 an der anderen Schiene angelötet ist.
mfG.
"tattoo"
# Jürgen; sei dankbar, daß du keine Probleme hast.
Aber selbst bei deiner kleinen Anlage können sie auftreten, wenn du sie im Wohnzimmer zu nahe am Fenster hast bei direkter Sonneneinstrahlung.
Sollten die Isolationstrennungen als Dehnfugen sein, wundere dich nicht, wenn deine Anlage dann nicht mehr befahrbar (Kurzschluß) ist. Bei der MBCF Anlage hat es die Plastikisolier-Schienenverbinder so zusammengedrückt, daß sie nicht mehr isolierten.
Solltest du Schäden an den Schwellenbändern bemerken ist es zu spät! Dann sind die Kleineisen (=Schienenhaltung) bereits beschädigt. Du kannst dann nur noch mit CA Kleber versuchen die Schienen nach Abkühlung wieder auf die Schwellen kleben.
Meist ist es nicht so arg, es kommt nur zu leichten Veränderung (Weitung/ Verengung) der Spurweite und letztlich zu Entgleisung.
Wie gesagt es spricht nichts dagegen ein paar Gleise miteinander zu verlöten, aber alle Gleise nicht. Eine Verlötung von Einzelgleisen bis zu einer Länge von 1-2 Flexgleislängen oder 2 Flexgleise zu verlöten ist sicher kein Fehler. Aber dann sollte wieder ein Schienenverbinder sein.
Logischerweise soll/muß jedes dieser Gleisabschnitte mit einer separaten Stromzuführung sein.
Um einen top Halt der Schienenverbinder zu bekommen. Löte ich 1/4 des Schieneverbinder an die eine Schiene an und die anderen 3/4 geben so der folgenden Schiene besseren Halt.
Achtung: diese Lötung bedarf einiger Übung, sonst läuft der Schienenverbinder mit Lötzinn voll, da die folgende Schiene erst eingeschoben wird wenn das 1/4 an der anderen Schiene angelötet ist.
mfG.
"tattoo"
@1 Hallo Klaus,
wie kommst Du denn auf die angegebenen 4/10 mm aus Deinem Eingangs-Posting?
Wenn ich mal den Wärmeausdehnungskoeffizienten für Stahl annehme
(12 * 10E-06, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeausdehnungskoeffizient )
ergibt sich bei einer Länge von 7800 mm und einer Temperatur-Differenz
von 30 Grad eine Längenänderung von 3 mm.
Das ist nicht wenig!
Oder habe ich mich jetzt verrechnet?
Liebe Grüße,
Frank
wie kommst Du denn auf die angegebenen 4/10 mm aus Deinem Eingangs-Posting?
Wenn ich mal den Wärmeausdehnungskoeffizienten für Stahl annehme
(12 * 10E-06, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeausdehnungskoeffizient )
ergibt sich bei einer Länge von 7800 mm und einer Temperatur-Differenz
von 30 Grad eine Längenänderung von 3 mm.
Das ist nicht wenig!
Oder habe ich mich jetzt verrechnet?
Liebe Grüße,
Frank
klaeuschenp - 22.12.09 20:32
Hallo Frank
Neusilber hat 18*10E-6
7,8*0,000018*30= 0,004212 m
Grüße Klaus (anderer)
Neusilber hat 18*10E-6
7,8*0,000018*30= 0,004212 m
Grüße Klaus (anderer)
Hallo Klaus & Klaus,
dann ist also dem (ersten) Klaus im Ausgangs-Posting nur das Komma um eine Stelle
verrutscht.
Ciao,
Frank
dann ist also dem (ersten) Klaus im Ausgangs-Posting nur das Komma um eine Stelle
verrutscht.
Ciao,
Frank
Hm,
also wenn ich noch richtig Umrechnen kann, sind 0,004212m immerhin 4,212mm oder sollte ich mich täuschen?
Auch das auf 7,8m Länge ist, wo werden diese 4,212mm abgefangen?
Ergo in den Kleineisen und diese sind nunmal die Befestigung des Schienenprofiles auf den Schwellen.
Nochmals; jeder soll mit sich glücklich werden, aber ich weiß was ich vermeiden muß/soll..png)
mfG.
"tattoo"
also wenn ich noch richtig Umrechnen kann, sind 0,004212m immerhin 4,212mm oder sollte ich mich täuschen?
Auch das auf 7,8m Länge ist, wo werden diese 4,212mm abgefangen?
Ergo in den Kleineisen und diese sind nunmal die Befestigung des Schienenprofiles auf den Schwellen.
Nochmals; jeder soll mit sich glücklich werden, aber ich weiß was ich vermeiden muß/soll.
mfG.
"tattoo"
Ich glaube ziemlich sehr sicher an die geposteten 0,4 mm; bei mir funktioniert es jedenfalls. Und die Kleineisen sind immer noch heil trotz Keller + manchmal Heizung aus. Da ich noch einen kleinen Hügel und eine Unterführung in der Streckenführung drin habe, verwerfen sich die 7800 mm womöglich in der Vertikalen auf dem elastischen Korkbett, wenn ich mal die Tiefkühle daneben aufmache...! Danke für den Tipp von Elvis und eine Antwort an WinnieMatern: Radiolot (das Orange) von Conrad L-Sn60PbCu2. Und Danke an alle anderen Forenmitglieder: bei längeren Strecken ohne Kurven oder Höhenunterschiede Isolierverbinder alle zwei Meter. Aber auf meinem kleinen Nebenbahn-Modul soll ja nur ein vt 95 hin- und her- rattern!
Hallo Klaus (@16),
ich glaube mit Dir!.png)
Gruß
K.U.Müller
ich glaube mit Dir!
Gruß
K.U.Müller
Arnold_Huebsch - 26.12.09 10:05
Folks!
Meine Ergfahrungen im Grobmotoriker Maßstab 1:87 *) zeigen, daß Temparaturunterschiede merkbar sind aber wesentlich schlimmer ist die Auswirkung von Feuchtigkeit. Das Arbeiten der Konstruktion auch wenn man gutes Sperrholz nimmt ist weit schlimmer als die Längenänderungen durch Temparaturunterschiede. Die beschriebenen Probleme im Ausstellungsbetrieb scheinen diese Beobachtung zu bestätigen.
*) in N habe ich nur sehr kleine Anlagen gebaut
Meine Ergfahrungen im Grobmotoriker Maßstab 1:87 *) zeigen, daß Temparaturunterschiede merkbar sind aber wesentlich schlimmer ist die Auswirkung von Feuchtigkeit. Das Arbeiten der Konstruktion auch wenn man gutes Sperrholz nimmt ist weit schlimmer als die Längenänderungen durch Temparaturunterschiede. Die beschriebenen Probleme im Ausstellungsbetrieb scheinen diese Beobachtung zu bestätigen.
*) in N habe ich nur sehr kleine Anlagen gebaut
Günter König - 26.12.09 10:23
Moin auch,
man muss doch nicht unbedingt das komplette Gleis an und mit den Verbindern verlöten, es reicht doch auch, die Verbindungsstellen am Gleis direkt mit einer angelöteten Litze zu verbinden.
Dann bleibt Platz für die Wärmeausdehnung in den Verbindern und die elektrische Sicherheit ist gegeben.
Gruß,
Günter
man muss doch nicht unbedingt das komplette Gleis an und mit den Verbindern verlöten, es reicht doch auch, die Verbindungsstellen am Gleis direkt mit einer angelöteten Litze zu verbinden.
Dann bleibt Platz für die Wärmeausdehnung in den Verbindern und die elektrische Sicherheit ist gegeben.
Gruß,
Günter
klaeuschenp - 26.12.09 11:54
Hallo,
der Untergrund dehnt bzw, schrumpft natürlich auch (Holz hat 8*10E-6).
Damit halbiert sich in etwa die Längenausdehnung.
Eine Temperaturdifferenz von 30° oder mehr ist doch meist nur lagerungsbedingt, in der Praxis ist es auch hier vielleicht nur die Hälfte. Mit diesen Vorgaben reduziert sich die ursprüngliche rechnerische Längenausdehnung von ca. 4 mm auf ca. 1 mm bei 7800 mm Länge.
Wenn die gleichen Einheiten hinter den Werten steht, sieht die Sache auch schon ganz anders aus.
Es fällt schon schwer so genau zu Arbeiten
Grüße Klaus
der Untergrund dehnt bzw, schrumpft natürlich auch (Holz hat 8*10E-6).
Damit halbiert sich in etwa die Längenausdehnung.
Eine Temperaturdifferenz von 30° oder mehr ist doch meist nur lagerungsbedingt, in der Praxis ist es auch hier vielleicht nur die Hälfte. Mit diesen Vorgaben reduziert sich die ursprüngliche rechnerische Längenausdehnung von ca. 4 mm auf ca. 1 mm bei 7800 mm Länge.
Wenn die gleichen Einheiten hinter den Werten steht, sieht die Sache auch schon ganz anders aus.
Es fällt schon schwer so genau zu Arbeiten
Grüße Klaus
Servus,
Warum denn immer am Anschlag? Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!
Es macht meiner Meinung nach einfach keinen Sinn jede Verbindungen zu löten. Es kann aber durchaus Sinn machen im Bogen oder an kritischen Stellen zu löten. Fallweise einfach vernümftig entscheiden. Besser als alles über den Kamm zu scheren, oder?
Und machmal auch bisserl an den Worst-Case denken schadet manchmal nicht. Es reicht schon das man diese an sich gute Denkweise beim Vorbild dem Profit unterordnet....png)
Grüßle
Elvis
Warum denn immer am Anschlag? Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!
Es macht meiner Meinung nach einfach keinen Sinn jede Verbindungen zu löten. Es kann aber durchaus Sinn machen im Bogen oder an kritischen Stellen zu löten. Fallweise einfach vernümftig entscheiden. Besser als alles über den Kamm zu scheren, oder?
Und machmal auch bisserl an den Worst-Case denken schadet manchmal nicht. Es reicht schon das man diese an sich gute Denkweise beim Vorbild dem Profit unterordnet...
Grüßle
Elvis
Hallo,
es gibt m. E. diesbezüglich noch ein paar mehr Überlegungen anzustellen:
- Fall Sonneneinstrahlung: Gleis warm - wird länger; Holz warm - wird in erster Linie damit trockener und auch deutlich kürzer; Ergebnis: Temperaturkoeffizienten von Metall, Kunststoff und Holz sind im Prinzip für diese Betrachtungen nicht alleinig heranziehbar;
- Fall Gleisbettung: es ist m. E. ein Unterschied, ob ein Gleis - also die Schwellen - mittels Schotter richtig satt eingebettet ist (wie dies bei Ausstellungsanlagen usus ist) oder ob eine Heimanlage auf Kork verlegt oder ob das Gleis gar nur genagelt bzw. geklebt ist usw. ..?
- Fall Gleislänge; es ist m. E. auch ein Unterschied, ob die lfd. Gleislängen eher langer oder kürzerer Natur sind. Als Dehnungsbogen fungieren auf jeden Fall dann die Kurven und irgendwann drückt es die Kleineisen vorallem dort weg bzw. es verändern sich die Gleisabstände.
- hab ich noch was vergessen.... ach ja, die Plattenkonstruktion; auch ein wesentlicher Einflussfaktor, wenn nicht gar der Wichtigste. Nutze ich vielleicht blos eine einfache Holzplatte, oder eine Möbelspanplatte, habe ich eine Sandwichkonstruktion oder nur eine Rahmenkonstruktion?
Also, die vorherigen Aussagen lediglich auf den Temperaturkoeffizienten zu beziehen ist höchstwahrscheinlich falsch. Ich denke, jeder muss seine Erfahrungen machen und halte es persönlich im Sinne von Paracelsius: "...allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist." d. h., die gekonnte Kombination von unterschiedlichen Lösungen wird wohl der Königsweg sein.
Grüße Sven
es gibt m. E. diesbezüglich noch ein paar mehr Überlegungen anzustellen:
- Fall Sonneneinstrahlung: Gleis warm - wird länger; Holz warm - wird in erster Linie damit trockener und auch deutlich kürzer; Ergebnis: Temperaturkoeffizienten von Metall, Kunststoff und Holz sind im Prinzip für diese Betrachtungen nicht alleinig heranziehbar;
- Fall Gleisbettung: es ist m. E. ein Unterschied, ob ein Gleis - also die Schwellen - mittels Schotter richtig satt eingebettet ist (wie dies bei Ausstellungsanlagen usus ist) oder ob eine Heimanlage auf Kork verlegt oder ob das Gleis gar nur genagelt bzw. geklebt ist usw. ..?
- Fall Gleislänge; es ist m. E. auch ein Unterschied, ob die lfd. Gleislängen eher langer oder kürzerer Natur sind. Als Dehnungsbogen fungieren auf jeden Fall dann die Kurven und irgendwann drückt es die Kleineisen vorallem dort weg bzw. es verändern sich die Gleisabstände.
- hab ich noch was vergessen.... ach ja, die Plattenkonstruktion; auch ein wesentlicher Einflussfaktor, wenn nicht gar der Wichtigste. Nutze ich vielleicht blos eine einfache Holzplatte, oder eine Möbelspanplatte, habe ich eine Sandwichkonstruktion oder nur eine Rahmenkonstruktion?
Also, die vorherigen Aussagen lediglich auf den Temperaturkoeffizienten zu beziehen ist höchstwahrscheinlich falsch. Ich denke, jeder muss seine Erfahrungen machen und halte es persönlich im Sinne von Paracelsius: "...allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist." d. h., die gekonnte Kombination von unterschiedlichen Lösungen wird wohl der Königsweg sein.
Grüße Sven
Hm,
wie Elvis und Sven richtig erkennen ist es meistens eine Kombination von Faktoren.
So kann es bei vielen zu keinen merkbaren Auswirkungen kommen,
ABER!!!
nichts ist schlimmer als eine Modellbahnanlage die anfängt nicht mehr befahrbar zu werden.
Vor allem da daraus resultierende Reparaturarbeiten (Gleisaustausch) sehr umfangreich sein können und garantiert noch weitere Schäden an der Anlage bringen.
Unser Hobby soll Spaß machen und nicht in Frust enden!
(Ein Unfall ist das Zusammentreffen mehrerer unglücklicher Faktoren; Wer kennt nicht die sogenannten "Beinahe-Unfälle"? Wo einfach noch ein Faktor fehlte!)
mfG.
"tattoo"
wie Elvis und Sven richtig erkennen ist es meistens eine Kombination von Faktoren.
So kann es bei vielen zu keinen merkbaren Auswirkungen kommen,
ABER!!!
nichts ist schlimmer als eine Modellbahnanlage die anfängt nicht mehr befahrbar zu werden.
Vor allem da daraus resultierende Reparaturarbeiten (Gleisaustausch) sehr umfangreich sein können und garantiert noch weitere Schäden an der Anlage bringen.
Unser Hobby soll Spaß machen und nicht in Frust enden!
(Ein Unfall ist das Zusammentreffen mehrerer unglücklicher Faktoren; Wer kennt nicht die sogenannten "Beinahe-Unfälle"? Wo einfach noch ein Faktor fehlte!)
mfG.
"tattoo"
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