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THEMA: Schattenbahnhof, steuern und beleuchten

THEMA: Schattenbahnhof, steuern und beleuchten
Startbeitrag
lupo - 07.10.09 22:01
Hallo allerseits,

meine Anlage existiert nur als grober Plan im Kopf. Nach der Erkenntnis, daß ein kleiner Schattenbahnhof wohl drin sein muß, habe ich nach Steuerungen gesucht.
Besetzmelder, Reedkontakte, Schaltgleise, Magneten, Relais, Leitlack, Elektronikplatinen..., teuer oder kompliziert und meistens beides.
Heute habe ich mir vorab schon mal eben schnell die Lösung gebastelt.

Bestandteile:
Ein Asus eeePC 701(das ist das Ur-Netbook aus der Zeit als die Dinger noch klein und billig waren, gibts inzwischen für 'n Appel und 'n Ei, ich hatte noch einen rumliegen, jeder andere Uraltrechner tut es auch wenn man dafür Platz hat)

Ein Betriebssystem Ubuntu Linux, kostenlos (wer unbedingt was bezahlen will nimmt WIN XP)

Eine Logitech C200 Webcam (20 Euro, habe erst eine für 10 Euro gekauft aber das war nix, so billig geht es dann doch nicht)

Im Endstadium kommen dazu noch zwei oder drei Glühbirnen zur Beleuchtung (oder ich nehme LEDs und versorge die dann auch über USB, dann wird das eine verdrahtungsfreie Schattenbahnhofsüberwachung) und eine Holzschraube zur Befestigung der Überwachungskamera).

Den PC-Winling bringt man immer irgendwo unter, das Ganze scheint mir bestechend simpel und konkurenzlos billig.

Diesen Geistesblitz wollte ich nur mal eben verkünden. Oder hat das etwa schon mal einer gemacht und ich bin gar kein patentberechtigter Weltideeinhaber?

Gruß
lupo


Hallo lupo,
die Idee ist Klasse, aber ich habe bei meinen ersten Versuchen (vor ca. 14 Tagen, nicht  böse gemeint ) festgestellt, dass ich eigentlich nur dann einen Schattenbahnhof vernünftig überwachen kann, wenn ich einen Meter "Luftraum" darüber habe, ansonsten brauche ich zwei Kameras.
Habe jetzt eine zweite "Billigheimer" WebCam eingesetzt und das funktioniert.
Bei zwei Schattenbahnhöfen wären das allerdings vier . Zwei macht mein Prozessor noch mit, aber mehr....?
Wie kontrollierst du den zweiten Kopf? Oder sind deine Gleise anders als meine verlegt. (Meine sind "stockkonservativ" Einfahrweichenfeld mit zwei Weichen und Ausfahrweichenfeld, SBhf Gleise insgesamt drei als Durchfahrgleise (Nutzlänge ca. 140 cm) angelegt.

Die Idee, das Ganze über USB zu beleuchten ist wirklich gut, wenn der Rechner (bzw. das Netzteil) das mitmacht.

Viele Grüße
aNdy001

Edit: Der gestrigen (für mich) späten Stunde sinnentstellende Formulierungen geändert.



Hallo,

bei analoger Fahrweise ist es im Prinzip ja nur wichtig zu erkennen, ob das Gleis besetzt ist. Bei einer digital gesteuerten Anlage wird insofer komplizierter, da man auch das jeweilige Lokmodell erkennen muss, um die Lok aufzurufen. Wenn man nur ein paar völlig unterschiedliche Loks hat, ist es auch noch kein Problem - wer aber viele verschiedene Dampfer hat, kann schnell mal ins schwitzen kommen, wenn die Beleuchtung nicht sehr gut ist und die Auflösung der Kamera nicht gut bzw. je nach Winkel zwischen Kamera und Lok. Dann ist eine sehr gute Beleuchtung unbedingt notwendig (Glühbirnen eher nicht, da diese Wärme erzeugen und diese entsprechend abgeführt werden muss, wenn der Raum sehr klein ist) und, wie schon von Andy erwähnt, eventuell auch mehrere Webcams positionieren.

lg
ismael
Zitat

bei analoger Fahrweise ist es im Prinzip ja nur wichtig zu erkennen, ob das Gleis besetzt ist.


Hallo,

Widerspruch
auch bei analoger Fahrweise ist es wichtig zu wissen wo welcher Zug steht und nicht nur ob die Gleise im SBf besetzt sind.
Sei denn, es ist einem egal mit was man dann über die Anlage schicken möchte.

Viele Grüße - Udo
Hi,

die Weichenfelder muß ich nicht unbedingt überwachen, für die Weichenstellung wird ein Gleisbildstellpult gebastelt. Kippschalter und wegen der unzuverlässigen Endabschaltung ein Taster (einer für alle Weichen in der Masseleitung), auch das muß billig werden, den letzten Jackpot hat wieder ein anderer abgegriffen.

Für die Gleisüberwachung sollte eine Kamera reichen, schräg auf die Gleise gerichtet (kleine Nebenbahnanlage, Nutzlängen recht klein).
Für zwei Kameras wäre auch der Bildschirm (Siebenzöller) zu klein, von dem 600er Celeron ganz zu schweigen, obwohl der sich problemlos auf 900 MHZ übertakten läßt.

USB: Da sehe ich kein Problem, 500 mA kommen da raus, das sollte für zwei bis drei Glühbirnchen locker reichen. 6 Volt Birne, 5Volt USB = ewiges Leben der Birnen. Evtl. geht das ja auch mit LEDs, Conrad hat z. B. superhelle LED, da steht was von 2 bis 2,6 Volt, 2 Stück in Reihe, das zwei- oder dreimal, fertig.
Diese LEDs habe ich bereits zur Sensorbeleuchtung der Zeitmessanlage meiner Faller Rennbahn verbaut, vier bis sechs Stück sollten genug Licht erzeugen.
Statt USB wäre auch ein Netzteil möglich, ein 12 Volt Schaltnetzteil, 0,8 A, stabilisiert, kostet z. B. bei http://www.slotbox.de/ schlappe 4,20 €. Das verkraftet LED oder Birnchen im Dutzend oder mehr. Diese Netzteile sind ganz kleine Fliegengewichte, lassen sich wenn gewünscht auch locker unter der Anlage verbauen.

Gruß
lupo
@2 Ismael
Ich binbein meiner Antwort davon aus gegangen, dass eine "elektrische" (egal ob analog oder digital) Gleisbesetztanzeige nicht vorhanden ist, sondern dass der ganze Schattenbahnhof nur optisch überwacht werden soll.

"Zitat aus  Antw. Nr. 2 (tut mir leid, wie die Funktion richtig bedient wird, ist mir noch nicht ganz klar):
bei analoger Fahrweise ist es im Prinzip ja nur wichtig zu erkennen, ob das Gleis besetzt ist. Bei einer digital gesteuerten Anlage wird insofer komplizierter, da man auch das jeweilige Lokmodell erkennen muss, um die Lok aufzurufen."

Aber auch bei analoger Fahrweise währe es doch schon interessant, zu wissen, welcher Zug jetzt aus dem Schattenbahnhof herauskommt .

Falls ich eine elektrische (s.o.) Besetztanzeige einsetze, ist für mich die Frage: Trage ich Gürtel und Hosenträger?

Muß ich allerdings mit jedem cm im Schattenbahnhof knapsen, und die Gleislänge voll ausnutzen, und will nicht auf den letzen 10 cm vor der Weiche alle zwei cm einen Besetztmelder einsetzen , dann denke ich,  ist eine Kombination von beidem optimal.

Aber abgesehen davon, die Idee scheint in der Luft zu liegen, da zwei Leute schon darauf gekommen sind .

Rechner erobern das Modellbahnzimmer.

Fast nächtliche  Grüße

Andy001
Hallo,

stimmt nur optische Überwachung vorgesehen. Analogbetrieb.
Auf der Anlage sollen auch Triebwagen fahren bis runter zum VT 98, Dampfkittel oder Wismarer. Das heißt, daß auf den recht kurzen Gleisen auch mal zwei oder drei Züge stehen sollen, bei der Überlegung wie viele Besetztmelder ich bräuchte wird mir ganz anders. Isolierverbinder und Kippschalter sind dagegen Pfennigartikel, simpel einzubauen.
Erschrocken über die Diskussion über die Bildqualität habe ich eben mal eine V60 einen halben Meter vor die Kamera gehalten. Ergebnis: Problemlos zu erkennen, die Auflösung (640x480) reicht locker. Wer mehr braucht und einen größeren Monitor hat: So teuer ist ne bessere Cam auch nicht. Ich habe mich halt nur von der billigen Seite rangetastet. Das 10 Euro Gerät war unbrauchbar, umgetauscht, dann in die 20 Euro Luxusklasse investiert und jetzt ist für mich alles gut.
Laut Packungsaufschrift hat das Ding sogar ein Mikrofon, Unfallgeräusche und andere Katastrophen könnten auch noch akustisch gemeldet werden.

Gruß
lupo

Was mich allerdings irritiert: Ist das mit LICHT noch ein SCHATTENbahnhof?

Hallo,

ich habe einen unterirdischen Schattenbahnhof mit acht Gleisen (vier Gleise je Fahrtrichtung). Gefahren und geschalten wird mit Selectrix. Ein achtfach-Belegtmelder zeigt an ob ein Gleis besetzt ist und meldet es über den Rückmelde-Encoder zurück an Stellpult. Die Einfahrtweichen werden ebnefalls mit Funktionsdecodern angesteuert und über Encoder rückgemeldet, die Ausfahrweichen sind ohne Antrieb da nur in eine Richtung gefahren wird.

Die Rückmeldung der Loks (und der Adressen) geht mit "Analogmerkern" in Form von gefrästen Kunststoffschildern mit Metallfolie auf der Rückseite und Magneten auf dem Stellpult.

http://img19.imageshack.us/img19/1985/200710100009.jpg

Zusätzlich habe ich (auch für den Notfall) ein paar seitliche Sichtöffnungen gelassen um zu sehen welche Loks im Schattenbahnhof stehen. Diese beiden Öffnungen sind zusätzlich innen mit einem Stahler beleuchtet.

http://img267.imageshack.us/img267/4096/200707010032.jpg

Die Grundidee mit der Kamera ist nicht schlecht. Bereits vor ca. 10 Jahren hatte ich die gleiche Idee. Damals hätte ich beim großen C für das benötigte Material aber über 1000 DM hinblätten dürfen. Auch wollte ich keinen großen PC mit Röhrenmonitor neben der Modellbahn betreiben. Von daher entschied ich mich für die oben beschriebene "Billiglösung".  

Heute das würde ich das Ganze mit einem ins Stellpult intergrierten TFT-Bildschirn (oder eines Laptops) und zwei hochauflösenden Kameras umsetzen.

Noch was zu den Gleisen im Schattenbahnhof. Alle acht Gleise sind ca. 6 m lang. Davon sind die letzten 777 mm (jeweils ein Fleischmannflexgleis) an den Belegtmelder angeschlossen. Bei der Einfahrt wird die Geschwindigkeit erst reduziert wenn am Stellpult die LED der Rückmeldung angeht. Dann erst wird abgebremst und soweit nach vorne gefahren bis ich über das Sichtfenster die Lok erkennen kann.

Schöne Grüße
Markus Richta

Schau Dir mal diese Seiten an: http://www.modellbahnwerkstatt.info/pageID_8085500.html
Grüße
Werni
Moin,

Zitat

Was mich allerdings irritiert: Ist das mit LICHT noch ein SCHATTENbahnhof?



warum nicht? Ohne Licht kein Schatten...

Gruß
Kai
MIT Licht ist es eben die esoterische Variante des Schattenbahnhofs

Schöne Grüße, Carsten


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