1zu160 - Forum



Anzeige:
MDVR - Modellbahn Digital Versand Radtke

THEMA: Hersteller & Auschluss ebay Verkäufe

THEMA: Hersteller & Auschluss ebay Verkäufe
Startbeitrag
HarburgerLokschuppen - 09.05.08 12:37
Hallo zusammen,
Roco hat es vorgemacht, jetzt zieht Märklin /Trix im Bereich MHI Artikel schon nach.
Daher für euch eine wichtige Info.
Ab sofort sind alle MHI Artikel (auch die alten Ausführungen) von Trix und Märklin nicht mehr für die Auktionsplattformen ebay zugelassen. Ein Verkauf darüber zieht sofortige Konsequenzen nach sich.

Ingoformative Grüße

Hallo,

schade ich hatte mich schon auf eine blaue V300 gefreut.

Gruß
Thomas
Krass ! Und nun kommt man noch schlechter an Schätzchen !

Dann lohnt Ebay ja gar nicht mehr ! Was heißt MHI ? Gillt das nur für Händler ? Da ich genügend Trix Artikel gefunden habe bei Ebay. Allerdings nur privat Verkäufe...

Gruß Björn

Nachtrag: Hier gibt es noch einen:

http://stores.ebay.de/LackyLok-HO-Modellbahn-Fachhandel24

Beitrag editiert am 09. 05. 2008 13:00.
Hallo,

Das sollte dem Hersteller doch egal sein, wie und wo seine Produkte verkauft werden.
Hauptsache der Umsatz läuft.
Oder verstehe ich da was nicht?
Gibt es da eine "Verkaufsmafia"?
Als Verkaufsplattform ist ebay "Kult".
Na, dann müssten eben mehr Händler im ebay  anbieten.  
Das gilt wohl nicht für "gebrauchte" Artikel?
Gibt es dann "neue" Moba Produkte mit "Tageszulassung" wie beim Autoverkauf?
Und nicht immer ist ebay, mit den Versandkosten, günstiger.
Aber wenn der Kunde gerne per Mausklick "einkauft" und dann noch ins Haus geliefert wird, ist doch Hip!

Karl-Heinz
Hallo Frank,
Sorry, aber ich glaube mich hier nicht rechtfertigen zu müssen. Ich bin mir als Händler schon bewusst hier nicht etwas öffentlich über Geschäftbedingungen und Auflagen zu schreiben, wenn das nicht der Wahrheit entspricht. Sicherlich gibt es im Moment noch einige die dies in ebay eingestellt haben,nur das wird in kürze dann auch verschwinden.
Diese MHI Vertragsgeschichte ist auch erst gerade frisch beschlossen.
Märklin / Trix wird seine Konsequenzen für die MHI Artikel daraus ziehen für den einzelnen Händler.
Wie gesagt, hier sind nicht die normalen Artikel mit gemeint, sondern nur MHI Artikel.
MHI Artikel unterliegen nochmals einer separaten Vetragsbindung.

Ingoformative Grüße

Beitrag editiert am 09. 05. 2008 13:49.
Hallo ,

>Oder verstehe ich da was nicht?
>Gibt es da eine "Verkaufsmafia"?

... weil das System so klar war ...

gaga
Warum? Playmobil hat jahrelang seinen Händlern auch den Internetverkauf verboten.

Wir haben in D noch immer Vertragsfreiheit, d.h. der Hersteller kann seinen Händlern das schon vorschreiben.
Hallo zusammen

Wie es nun rechtlich aussieht ist noch offen und muß noch höchstrichterlich entschieden werden, aber nach dem Urteil am Landgericht Mannheim zum Streit zwischen der Firma Sternjakob und einem eBay Profiseller sieht es eher so aus, als ob Hersteller den Vertrieb für Profiseller via eBay verbieten dürfen.
Siehe : http://www.zdnet.de/news/tkomm/0,39023151,39188958,00.htm

Wichtig:
1) Hier geht es nur um den gewerblichen Vertieb, also Profiseller. Auf Privatanbieter hat es keinen Einfluß
2) Es fehlt noch ein höchstrichterliches Urteil

Wie Ingo schon schreibt, es geht hier also um die Händler/Herstellerbeziehung und dem Vertragsverhältnis.

Gruß Dirk
Freie Marktwirtschaft gilt eben nur für die, welche sich die Freiheit nehmen können, z.B. Kraft ihrer Marktmacht. Somit, @7/Peter, nützt es wohl einem Händler nichts, wenn er juristisch im Recht ist (wobei mich #8 bedenklich stimmt), dann aber vom Hersteller praktisch boykottiert wird ...

Bedauert
Frank
Seit ich denken kann, wurde uns eingetrichtert, dass wir eine sogenannte "freie Marktwirtschaft" haben, die vor allem auf dem Vorteil eines Wettbewerbs beruht, der die Preise reguliert (regulieren sollte). Und es hatte einen triftigen Grund, dass die Preisbindung der Dritten Hand (also das Preisdiktat der Hersteller gegenüber dem Endverbraucher) schon vor Jahrzehnten abgeschafft wurde.

Aber für mich ist das kein Problem: Erstens wird das Vorhaben praktisch scheitern; denn Märklin hat nicht die Marktmacht wie ein RWE, und zweitens kann ich im Gegensatz zum Strom auf MHI-Produkte verzichten.

Gruß
K.U.Müller
Hallo Frank,

freie Marktwirtschaft heißt nicht, dass Handel und Wandel völlig regelfrei ablaufen. Können wir Endverbraucher auch froh drum sein. Hersteller, welche die Vertriebsart vorgeben, tun dies meist um Preise stabil zu halten. Oft gilt auch der "qualifizierte Service" als Argument. Sind die Produkte gut, werden sie bestimmt nicht viel weniger verkauft. Sind sie allerdings nicht immer optimal - und das ist ein sehr spannender Aspekt bei Mätrix - dann dürften über solche Instrumente die Verkaufszahlen sinken. Fraglich, was sinnvoller für den Hersteller ist?

Schöne Grüße, Carsten
Was heißt MHI denn nun ?

Gruß Björn
Märklin Händler Intiative
Märklin - Trix kann die Vertriebsart vorgeben. Die Käufer können akzeptieren - oder nicht.

Dann eben nicht...
Gruß Wulle
Folks!

Das Spannungsfeld ist klassischerweise folgendes: Sind die Händlerspannen hoch um kleinen Händlern das Überleben zu ermöglichen gibt es Broker die Volumen machen indem sie die Preise unterbieten. Ergebnis: die kleinen Händler verkaufen nichts, können keinen in der Fläche vorhandenen Support für dei Hersteller und Kunden geben, es gibt irgend wann nur noch Versandhändler.
Der Versuch der Hersteller ist eben Bedingungen zu definieren, die diesen Unfug in Grenzen halten. Ich will jetzt nicht beurteilen ob das jeweils funktioniert oder nicht. Jeder der ein wenig nachdenkt wird aber erkennen es haben alle was davon, einziger Nachteil der Straßenpreis ist nicht mehr so kraß unter den Listpreisen. Die empfohlenen Listpreise sinken dann aber üblicherweise ab. Dafür gibt es aber weiterhin Händler die Dienstleistungen erbringen die man andernfalls teuer über Versand nur teilweise oder garnicht bekommen kann.
@ 10
Jetzt muß man nur noch den Begriff "Wettbewerb" definieren.
Dumpingpreise für alle.
Müllermilch für alle. Weg mit den Erzeugerpreisen.

Vorsicht mein Satiereschalter hat einen Wackelkontakt

Weil es anliegt: Erleuchtung für alle.

Gruß Herbert
@15
>Dafür gibt es aber weiterhin Händler die Dienstleistungen erbringen die man andernfalls teuer über Versand nur teilweise oder garnicht bekommen kann.<

Und wenn ich dafür 30 - 50 km fahren muss? Lohnt nicht - ich brauch dann den Versandhandel und den hätte ich gerne günstig. Der Händler als Dienstleister? - ein seltenes Gut und das nicht nur wegen des Versandhandels...
Gruß
Wulle
Was für Dienstleistungen erwartet Ihr von einem Händler?
Ich weis keine, die ich von einem Händler erwarte, die ein Versandhändler nicht machen könnte.

Gruß
Billy
@ Billy, was du erwartest ist nicht unbedingt das, was andere erwarten. Händler ziehen z.B. Haftreifen gratis auf, prüfen Loks gratis, montieren Schleifer (Märklin), Birnchen usw. dazu kommt eine stundenlange Beratung über Digitalsysteme gratis, Kaffee bei manchen gratis dazu, sowie das Heraussuchen von Ersatzteilbestellnr. und order derselben.Dann gibt es noch die einschlägigen Kunden, die trotz Vorbestellung die Loks dann doch nicht kaufen wollen aber erst noch ewige Probefahrten machen. Die Liste ließe sich endlos verlängern.
...
Das Problem der "billigen" Internethändler hat sich Mä doch selbst gebaut. Gäbe es nicht diese unsäglichen Rabattsysteme und Staffelpreise, die den kleinen Händler ruinieren, sondern vergleichbare Konditionen für alle, träte das Phänomen gar nicht auf.
Mein Händler kann Loks und Wagen nicht mal zu dem Kurs einkaufen, den manche im Net aufrufen. Ist das in Ordnung?  Wenn er aber die unsägliche Vorführkommode von Mä in die Bude stellt, kriegt er 0,5% Rabatt. Dafür hat er die GEZ am Hals weil da ein TV drin ist.
Ausserdem machen die großen der Branche eh was sie wollen, Vertrag hin oder her. So ist der Zwischenhandel bei Mä untersagt. Wie kann aber ein Großer der mit L anfängt und mit Schuppen aufhört einen IT-Händler beliefern, der den Kram dann verramscht. Mä drückt alle Augen zu wegen dem Umsatz und nimmt in Kauf das kleine kaputt gehen.
Freie Marktwirtschaft haben wir in D. übrigens nie gehabt. Es heisst soziale Marktwirtschaft. Warum habe ich in Wirtschaftkunde gelernt, aber sehen tue ich davon nichts.
Die Sache mit Mä wird sich eh bald erledigen wenn die Investoren den Laden filetieren.
Der Einkauf von LGB war auch eine marketingtechnische Nullnummer. Die wenigen Kunden sind völlig verunsichert und wollen abwarten was sich tut und haben Angst, dass die Preise auf Mä übliches Niveau anziehen oder dass es morgen keine E-Teile mehr gibt. Die wilden Ex- BWL Studenten unterschätzen den Schaden den ein unruhiger Markt anrichtet. War es doch Jahrzehnte die Stärke der (aller) großen Marken, dass Kontinuität herrschte, so halten heute die Konsumenten die Kohle fest weil es morgen eh alles billiger gibt.

Jürgen H.
@ Jürgen
Der von Dir genannte Schuppenbesitzer ist doch noch harmlos. Da gibt es noch einen aus der Augsburger Puppenkiste, der da in Lummerland schaftt, der lebt von der Provision.

Gruß Herbert
"Händler ziehen z.B. Haftreifen gratis auf, prüfen Loks gratis, montieren Schleifer (Märklin), Birnchen usw. dazu kommt eine stundenlange Beratung über Digitalsysteme gratis, Kaffee bei manchen gratis dazu, sowie das Heraussuchen von Ersatzteilbestellnr. und order derselben"

Jürgen H., das stimmt möglicherweise im Singular, aber der Plural ist doch wohl etwas übertrieben. Händler die das machen (die das überhaupt können) - und das noch gratis - sind eher weiße Raben. Ein solcher ist Herr Radtke, aber sonst kenne ich keinen.
Und ich erwarte das auch garnicht unentgeltlich, wenn es nur überhaupt so etwas in größerer Zahl gäbe.....

Arnold,
das mit der Bedienung der Fläche war damals vor Abschaffung der Preisbindung das Hauptargument der Gegner der Liberalisierung. Aber hierbei spielte wohl eher das Eigentinteresse der Industrie eine Rolle, als Sorge um die Versorgung der Bevölkerung.
Jedenfalls kann ich mich mittels Internet als Landbewohner bestens informieren und versorgen, bekomme alles schnell und bequem vor die Haustür geliefert (außer der Köf von MT, aber die hat der Händler ja auch nicht).
Und Händler, die mit der Zeit gehen, bieten doch längst ihre Waren per online-shop an;
ob der nun bei ebay liegt oder auf einer eigenen page, ist doch sekundär.

Gruß
K.U.Müller

Von fünf Händlern in meiner näheren Umgebung ziehen drei Haftreifen gratis auf. Natürlich berechnen sie die Reifen. Bei den anderen zweien bin ich bei einem fast sicher dass er es tut, beim anderen eher, dass er es nicht tut. Vielleicht lebe ich ja in einer Serviceoase, immerhin ca. 80% der Händler hier wissen wie man Kunden bindet.

Jürgen H.
Ich kaufe gerne bei meinen Händler allerdings bekam ich eine neue Lok von einen Händler in Ebay (Minitrix) für 79 Euro mit Garantie ebend nagelneu. Welche er mir nur für 139€ geben konnte !

Also ist Ebay in manchen Fällen günstiger gewesen.

Gruß Björn
@23 - verstehe daß Du da im Netz geangelt hast. Andererseits ist es nicht in Ordnung, daß so ein Preisunterschied entsteht. Da liegts schon am Hersteller der unmögliche Preise macht. Es hätten alle mehr davon wenn die Preise generell niedriger wären und keine so hohen Unterschiede entstehen.
Hallo Arnold,
vor allen dingen muss das nicht sein, das die Lok Nagelneu von Ihm gekauft worden ist ab Hersteller.
Ich habe auch schon hin und wieder mal absolute Traum Aufkäufe eines Sammlers gehabt, die Lokomotiven sind eigentlich neu (Standen wirklich nur in der Vitrine) und als ich den Preis daran gemacht habe, haben mich die Leute auch gefragt, warum ist die so günstig..die ist doch Nagelneu. Ja eigentlich hätte man die wieder als neu verkaufen können. Bei Ankauf von Gebrauchtware kann man sowiso als Händler immer einen besseren Schnitt machen als bei Neuware, wo schon kaum noch etwas übrig bleibt. was sind schon 10,- oder 15,- Euro für eine Lok von 200,- € Verkaufspreis.
Gruß

Ingo
Hallo Ingo,

natürlich ist eine Spanne von unter 10 % bei Neuware, so wie Du das beschreibst, kaum ausreichend. Aber wenn das so ist, dann muss der Hersteller dieselbe Lok an ebay-Händler offenbar zu erheblich niedrigerem EK verkaufen, sonst könnten die kaum die inkriminierten Schnäppchen-Angebote machen. Warum dann der Versuch, ebay-Verkäufe zu verhindern? Es wäre doch einfacher, den EK für solche Händler zu erhöhen, dann gäbe es doch "Waffengleichheit"; denn diese Händler werden kaum dauerhaft unter EK verkaufen (was ohnehin ohne großes Trara abmahnungsfähig wäre).

Anders herum: Wenn die ebay-Händler tatsächlich den gleichen EK haben sollten, wie Du ihn hast (und damit dieselbe Spanne hätten), dann verstehe ich, warum die mittels ebay versuchen, den Absatz zu steigern, um so auch mit kleiner Spanne zu ausreichendem Gewinn zu kommen (landläufig sagt man wohl: Die Menge muss es bringen).

Das Marktgeschehen spricht aber eher dafür, dass Mätrix mit enormen Rabatten operiert. Und nun suchen sie einen Weg, wie sie verhindern können, dass Händler davon etwas an Endkunden weitergeben. Das wird m. E. aber ebenso scheitern, wie der Versuch von VW, Händlern außerhalb Deutschlands den Verkauf an deutsche Kunden zu verbieten, oder wie der Versuch der Apotheker, Versandapotheken zu verhindern.

Gruß
K.U.Müller
@ Jürgen

dann kannst Du Dich wirklich glücklich schätzen, wenn Du soviele gute Händler in der Nähe hast. Das suchen von Ersatzteilen sehe ich als selbstverständlichkeit, darum sind die Ersatzteilpreise auch entsprechend hoch. Ersatzteile habe ich schon bei einigen Versandhändlern ohne Probleme bestellt.
Beim Versandhandel habe ich soviel ich weis ein volles 14tägiges Rückgaberecht. Ich kann also alles zu Hause testen und bei nicht gefallen zurück senden, auch vorbestellte Ware. Beim Kauf im Geschäft bin ich immer auf die Kulanz des Händlers angewiesen.

Bei meinem Händler in der Nähe kosten die Trix Artikel alle UVP, also für Mätrix vorbildlich und macht sein Geld mit H0 da ist er nicht so schlecht, N-Spur verkauft er nur so nebenbei und zu entsprechendem Preis.

Gruß
Billy
Aus Unternehmer- bzw. Händlerperspektive gesehen, kann ich das gut verstehen. Die Hersteller machen (nach etlichen jahrelangen Anläufen bzw. Diskussionen) nur das nach, was es in anderen Warenhandelsbereichen schon seit Jahrzehnten gibt: Von A-Z vertraglich alles verbindlich geregelt. Wirkt u. a. marktregulierend bzw. -beruhigend und die Vertragspartner haben Gewißheit, was zulässig ist und was nicht ... bzw. sind über Rechte und Pflichten umfassend informiert.

Ob hieraus greifbare Vorteile für den Kunden resultieren, wage ich allerdings zu bezweifeln; dieser Schritt kam schon mit jahrzehntelanger Verspätung - also wird man sicher noch 20-30 Jahre abwarten müssen, bevor umfassende Maßnahmen z. B. zu Themen wie "Kundenorientierung" erfolgen. Müssen DIE nur so lange durchhalten, wollen wir mal hoffen, dass sie bis dahin nicht auf dem "Friedhof der Marken" landen:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,151008,00.html

Sonnige Pfingsten aus der MHI-freien Zone DD
mfG
Michael
@ Michael

Dass die Hersteller gern versuchen, das Verbot der Preisbindung der Dritten Hand zu umgehen, ist klar. Sie brauchen ja den Handel als Vertriebskanal, weil sie den Direktvertrieb nicht beherrschen. Sie versuchen auf diese Weise, die Endverbraucher-Preise hoch zu halten, obwohl sie es selbst sind, die - sicher unter einem gewissen betriebswirtschaftlichen Zwang - ein viel zu großes Angebot schaffen, das im enger gewordenen Modellbahnmarkt naturgemäß auf die Preise drückt. Dabei zeigt sich hier nur die Wirksamkeit der viel zitierten Kräfte des Marktes. Insbesondere trägt das Internet - auch ebay - zu einer erhöhten Preistransparenz erheblich bei. Die Hersteller versuchen nun, dem durch systemwidriges Eingreifen, das sie   "Marktregulierung" oder "Marktberuhigung" nennen, zu begegenen, was aber letztlich nichts anderes als ein Verstoß gegen die Wettberwerbsregeln ist.

Etwas polemisch kann man sagen: Ein bisschen Planwirtschaft muss offenbar sein. Das scheint gewissen Managern vermutlich weniger anstrengend zu sein, als das Entwickeln neuer Ideen.

Gruß
K.U.Müller


Beitrag editiert am 10. 05. 2008 13:12.
Hallo,

In meinen Augen ist ein flächendeckender Direktvertrieb der Modellbahn pure Illusion. Der aktuelle Stand ist eben doch der, daß viele Modellbahner die Artikel persönlich in Augenschein nehmen wollen, und dazu wird der Fachhandel gebraucht.  Es ist in meinen Augen positiv, daß das bei den Herstellern angekommen ist. Ob solche ebayverbote auf Dauer die richtige Maßnahme sind, möchte ich auch mal anzweifeln.
Fakt ist aber leider, daß es zu viele "Freizeithändler" gibt, die sich aus dem Lieferprogramm einige interessante Rosinen herauspicken und diese für Dumpingpreise verticken und hier müssen die Hersteller eingreifen, sonst sieht es bald sehr düster für unser Hobby aus.

Gruß Lothar
Hallo ,

... *Marktregulierung* , *Marktberuhigung* - ist doch QUATSCH !

ICH bin Kunde , ICH bin der Markt !
und wenn ein Hersteller in seinem Geschäftsbericht propagiert, er wolle den Markt formen - ja dann strafe ich diesen Hersteller eben durch Kaufverweigerung !!! ab

... fällt mir auch garnicht schwer - hätte er doch lieber mal schöne Modelle formen sollen ! ...

http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=294489#70

gaga

Beitrag editiert am 10. 05. 2008 15:35.
Ruhig gaga,

Du baust in N. Den Marktführer brauchst Du nicht unbedingt, denn Minnitrix wird auch ohne Mäh überleben.

Ansonsten denke ich bei deinen Kommentaren öfter an
http://www.rk-dueren.lvr.de/

Nix für ungut. Sind schließlich alle ein bisschen gaga  

Gruß Herbert
Hallo,

also ich kenne hier vor Ort auch keinen Fachhändler, welcher wie in@19 beschrieben: "...Händler ziehen z.B. Haftreifen gratis auf, prüfen Loks gratis, montieren Schleifer (Märklin), Birnchen usw. dazu kommt eine stundenlange Beratung über Digitalsysteme gratis, Kaffee bei manchen gratis dazu, sowie das Heraussuchen von Ersatzteilbestellnr. und order derselben.", obwohl es hier fünf Händler gibt.

Vielen Händlern hier ist Ersatzteilbeschaffung ein Fremdwort. Braucht man etwas, so muß man die Ersatzteilnummer schon selbst wissen, oder selbst in Erfahrung bringen. Danach beginnt das große Warten ( monate - ja teilweise jahrelang ).
Selbst bei solchen bescheidenen Dingen wie GFN - Tauschkupplungen muß man schon Glück haben, das welche vorrätig sind. Es heißt dann immer: " So etwas braucht doch niemand!"
Grundsätzlich wird alles nur zum UVP - Listenpreis der Hersteller verkauft, egal ob Rollmaterial, Zubehör oder Bausätze. In den Vitrinen einiger Händler hier findet man jahrelang ein und dieselben Fahrzeuge ( wahrscheinlich Ladenhüter ), welche jedes Jahr im Februar noch oben neu ausgepreist werden. Möchte man etwas aktuell neues kaufen, muß man es bestellen, natürlich zum UVP. Wahrscheinlich soll man den Laden betreten, 500 Euro ausgeben, keine Fragen stellen und wieder gehen.
Hat man Fragen zu Digital, wird auf die Fachpresse verwiesen, also Händlerwissen tendiert gen Null. Gott sei Dank gibt es unser Forum hier !!!

Einige Händler brauchen sich nicht zu wundern, wenn die Kundschaft nach und nach ausbleibt.

Ich bin froh, daß es den Onlineversand gibt, vom Verramscher oder besser noch vom kompetenten Fachhändler mit Onlineverkauf.

Viele Grüße
Andreas
@Lothar

"In meinen Augen ist ein flächendeckender Direktvertrieb der Modellbahn pure Illusion."

Es könnte sein, dass das stimmt, aber andererseit sind es genau solche Aussagen, gemeinhin auch als "Totschlagargument" bezeichnet, die üblicherweise in vielen Unternehmen jedes Nachdenken über Alternativen im Keim ersticken. Vielleicht kann man sich bei Conrad schlau machen, wie man so etwas logistisch in den Griff bekommt. Jedenfalls sollte man einfach mal das Undenkbare denken.

Zur persönlichen Augenscheinnahme: Wie bereits weiter oben geschrieben wurde, ist durch das Rückgaberecht im Versandhandel gewährleistet, dass man eine Lok auf der eigenen Anlage testen kann, anstatt auf dem üblicherweise weichenfreien Stückchen Gleis, das die meisten Händler - Ignoranz ist Trumpf - sich gerade mal abringen.
Ich habe in den letzten 10 Jahren nur drei Loks bei stationären Händlern gekauft, und jedes Mal musste ich ausdrücklich darum bitten, dass die Lok wenigstens auf diesem Gleisstück kurz vorgeführt wurde.


Gruß
K.U.Müller

Hallo Zusammen,

isz schon interessant was man hier so liest, aber es gibt ein paar einfach Gesetze der freien Marktwirtschaft, und werden versucht, mehr oder weniger, von Hersteller, den Händlern uznde den Käufern zu umgehen.

§1. Der Hersteller ist auch ein Verkäufer kann sich aussuchen an wen er verkaufen will.
§2. Der Käufer kann sich ebenfall aussuchen wo er kaufen will, soweit nich von §1 ausgeschlossen.
§3. Der Händler ist ein  Verkäufer und unterliegt §1, und gleichzeitig auch Käufer und unterliegt §2
$4. Verkaufskonditionen und Verkaufswege kann der Verkäufer eigenständig wählen.

Sollte einem Hersteller nun die verekaufskonditionen und/oder der Verkausfsweg eines "seiner Vertragshändler" nicht gefallen, kann er §1 für sich in anspruch nehmen und Ihn von seiner "Käuferliste" streichen.

Ob das Sinnvoll ist und wie weit sich das auf lange Sicht für den Hersteller für Vorteilhaft erweist sei mal dahingestellt sein, aber machen kann er es.

Vernüftiger EKs für die Händler die dann mit ebenso vernüftigen VKs kalkulieren können wäre zum Wohle aller, da das wohl den Umsatz anheben würde.
Aber solange BWL ler nur mit kurzfristiger gewinnmaximierung arbeiten, sich die eigenen Taschen vollstopfen - da überbezahlt - um dann nach kurzer Zeit den in den Dreck gefahrenen Karren wieder zu verlassen, solange gibt es solche Entscheidungen.

Bezüglich Servicewüste Moba kann ich von Glück reden da einen guten Händler vor Ort zu haben. Haftreifen und Glühbirnen wechlse ich aber schon noch selber, bei Bestellungen ist auch schon Hilfreich wenn ich die ET-Nummern griffbereit habe, es geht dann einfach schneller. Und habe ich sie nicht da, ist mir auch schon geholfen worden, entsprechendes Modell im Laden aufgemacht, im Einleger nachgeschaut und dann  bestellt. Und das ganze billiger als bei der Dírektbestellung beim Hersteller.
Einen Kaffee habe ich da aber auch noch nicht bekommen, aber (fast) immer einen kostenlosen Parkplatz.
Er hat aber auch nur die klassischen geraden Testgleisstücke, aber sollen die händler denn alle möglichen Gleis- und Weichenkombinatinen aller Hersteller parat haben? Wo sollen die denn den Platz dafür haben, dann haben wir mal schnell Fußballplatzgröße für alle Spurweiten und sämtliche Gleise.

Hallo K.U.
was heißt  "und jedes Mal musste ich ausdrücklich darum bitten, dass die Lok wenigstens auf diesem Gleisstück kurz vorgeführt wurde"
War es eine einfach Frage oder hat er auf eine solche muffelig reagiert. Das man Nachfragt ist aus Sicht des Kunden nicht zu viel verlangt.

Gruß Detlef
Hallo Detlef,

es macht mir natürlich nichts aus, darum zu bitten. Aber abgesehen davon, dass ich subjektiv das Gefühl hatte, dass sich der Händler benahm wie ein Bundeskanzler nach einem Mißtrauensantrag, bin ich der Meinung, dass das auch ohne ausdrückliche Bitte eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Und ich erwarte selbstverständlich nicht alle Weichenkombinationen mit den Gleisen sämtlicher Hersteller und Spurweiten. Eine einfache Weichenverbindung, bestehend aus zwei Weichen mit den weit verbreiteten Kunststoff-Herzstücken, würde doch reichen.  

Gruß
K.U.Müller

Und wie ist es dann mit dem Händler, dürfen die wohl für niedrig Preisen verkaufen?. oder sogar nog niedriger....

Mfg Rob

Hallo K.U.Müller

eine Aufmerksamkeit des Händlers "Dann stellen wir die Lok mal auf die Gleise" oder so ähnlich wäre schon wünschenswert. Und wenn der gute Mann  eine digatvorführanlage hat, wird da wohl auch was mit Weichen zu machen sein, aber für die Analogen sieht es auch wieder schlecht aus. Aber ich kann Dich gut verstehen, auf der Geraden  ohne Probleme, aber auf dem Plastikherz ist "Tote Hose". Hatte ich mal bei einer gebrauchten Lok auf einer Börse. Vor Ort Top, und zu Hause Stillstand.

Nebenbei bemerkt, so wie Du en verkäufer beschreibst, war das einer von der Sorte: "Der Kunde ist das was am meisten in Laden stört"

Wie heißt dieser "Kundenfreundliche" Laden, und wo ist er beheimatet? Damit ich nicht aus Versehen da reinstolpere und einen Verkäufer störe.

Gruß Detlef
und noch schöne Pfingsttage
Hallo Detlef,

zu dem Händler kannst Du nicht mehr 'reinstolpern, der hat bereits im vorigen Jahr - wen wundert es - seine Pforten geschlossen.

Gruß
K.U.Müller
Guten Morgen K.U.Müller,

habe in Deinem Profil gelesen das du aus NRW - nähe Köln - kommst.
Nördliche oder südliche Nähe? Weil, ist es die nördliche Nähe konntest Du dich ja mal zu "meinen" Händler vereirren. Hilden wäre da nicht so weit weg.

ich war erst am Freitag nach Feierabend auf der schnelle noch ein paar Ersatzteile bestellen. Samstags ist da aber immer etwas voller und man sollte auch etwas Zeit mitbringen. Und auch die VKs finde ich da im allgemeinen ganz in Ordnung.

Gruß Detlef
Hallo,

in Hilden ist die Auswahl an guten Händlern nicht bestimmt nicht so groß? Wenn wir jetzt beide den gleichen "Kramm-Laden" meinen, kann ich ihn jedenfalls wärmsten empfehlen. Als meine Tochter noch in Duisburg wohnte, habe ich dort mehrmals Stopp gemacht. Mein erster Besuch war noch im alten Geschäft. Ein ziemlich vollgestopfter Laden. Auf meine Frage an einen Verkäufer nach einem bestimmten Artikel, kam aus einer andern Eche die Antwort in einem mir sehr vertrauten Dialekt: "Das steht hinner ihne in der Vitrin!" Richtet beim nächsten Besuch meinem Landsmann mal einen Gruß von mir aus! Auch der junge Mann in der Autoabteilung hat ein sehr fundiertes Wissen.

Johannes
@31 gaga:
ICH bin Kunde , ICH bin der Markt !

... die erste Satzteil ist korrekt, danach wird es leider falsch. (Deine Eigenschaft als Marktteilnehmer will Dir natürlich niemand abnehmen. : Vgl.: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." - Neues aus der Anstalt halt.)
Brauche es dann nicht rauszusuchen  - sehr schön beschrieben u. a. in
http://lexikon.meyers.de
unter Suchbegriff:
- Markt
- Marktformen

U. a. die Spielwaren-Modellbau-Branche hat nur noch nicht dazu gelernt. Man versteckt sich immer gerne hinter dem "so was hatten wir ja noch nie" und dem "so was geht gar nicht". 20, 30 Jahre hinkt man hinter anderen Wirtschaftszweigen her, bevor man tröpfelnd neue Konzepte einfliessen lässt (wohl deshalb, weil man sich 20, 30 Jahre mit dem Lesen, Verstehen und Abschreiben gemüht hat oder sich erst aus anderen Unternehmen abgeschriebene Texte von z. B. "Unternehmensberatern" für ein paar Millionen klauen lassen muss).
Reguliertes Preis- und Angebotsniveau, flächendeckende Vertriebskonzepte, Zentrallager, vertraglich fixiertes Händlernetz gehören in etlichen Warenhandels- und Dienstleistungssparten seit Anfang der 80er zum Tagesablauf. Sogar mit Erfolg werden je nach Vertriebszentrale 10.000-50.000 Einzelartikel von 200-400 diversen Lieferanten unter einem Dach zusammengefasst und nach dem Motto "alles aus einer Hand" vermarktet. Bringt außer Vereinfachung des gesamten Ablaufes sogar Kostenersparnisse mit sich, die dann z. B. ermöglichen u. a. in Produktentwicklung und Marketing zu investieren.
Und natürlich wirkt sich das marktberuhigend bzw. -regulierend aus .... deswegen nennt sich bei Mätrix das Ganze wohl auch MHI ... der lagerführende Fachhandel(***) mit erheblichem Aufwand müßte ja ansonsten auch einen "Sprung in der Schüssel" haben noch länger zuzuschauen, wie "Online-Broker" bzw. Keller-Discounter ohne dieses Umfeld ihnen die letzen Brotkrumen vom Teller holen.
In anderen Produktsparten sind derartige Strategien schon längst umgesetzt und sogar mit Erfolg (nur 1 Beispiel: .http://www.hoffmann-gmbh.de/webcontent.omeco/folder_29.html >>> im Schrotti-Baumarkt um die Ecke gibt es das alles nicht.)

(*** Was natürlich keineswegs bedeutet, dass die heutige Fachhandelsstrategie ideal bzw. zeitgerecht ist; geschweige denn, dass die MHI-Initiative für den Endverbraucher Vorteile mit sich bringt.)

MfG
Michael
Hallo Modellbahner, macht Euch nicht gleich ins Hemd. Das ist eine Pangemache, denn wenn ein Artikel im e-Bay verkauft wird so ist es ja vom ERZEUGER schon verkauft worden, der hat schon seinen Gewinn eingefahren, und es geht IHM nichts mehr an. Eine Modellbahnfirma hat auch schon seinen Gewinn eingestreift, und wenn es einmal mir gehört, kann ich es auch wegwerfen, oder im e-Bay verkaufen. Gestohlen ist es ja nicht.
Es wird doch dem Erzeuger nicht ärgern wenn ein Verbraucher sein Erzeugnis mit höherem Preis verkauft als es ursprünglich gekostet hat. Das kann schon vorkommen, so wie beim Briefmarkensammeln, ein Stück vom Satz ist Teuer, teurer als der Ganze Satz.
Ich warte auch ab wenn ich was suche, und habe auch schon teurer gekauft, na und, wenn es mir gefällt warum nicht, ist ja mein Geld.
So wie ich es verstehe im Forum, möchte man e-Bay schaden, oder eine neue Verkaufsfirma so wie e-Bay ist, möchte Fuß fassen. E-Bay ist trotz teuer, für Käufer, und Verkäufer ein guter Platz.
Wenn die genannten Firmen so einschreiten wie es im Forum beschrieben, sollte man bei solchen Firmen nichts mehr kaufen, diese Erzeugerfirmen KRACHEN ja schon so weil Sie gleiche Artikeln erzeugen die ohnehin schon am Markt sind, die richten sich selbst.
Mit freundlichen Grüßen. khof
Hallo,

Es geht nicht darum, daß man ebay schaden will, sondern es geht schlichtweg darum, daß der Verkauf über ebay zu Dumpingpreisen (und nur darum geht es!!!) den Fachhandel verdrängt, der aber zur flächendeckenden Versorgung wichtig ist. Es ist eben nicht so, daß man sagen könnte "verkauft ist verkauft, egal wie". Wichig ist, daß man möglicht viele Endverbraucher erreicht und das ist eben über ebay nicht möglich.
Auch wenn es hier einige nicht einsehen wollen: über ebay kann man nur kaufen, wenn man selbst einen Computer und Internet hat und selbst wenn man es hat, heißt es noch lange nicht, daß man seine Sachen auch bei ebay kauft.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, wie und wo er seine Sachen kauft nur ist und bleibt der Fachhandel immer noch ein wichtiger Vertriebszweig.

Gruß Lothar
@Lothar

"...der aber zur flächendeckenden Versorgung wichtig ist. "

Das bestreite ich. Erstens handelt es sich bei Hobby-Artikeln nicht um eine Versorgung mit lebenswichtigen Gütern. Zweitens: Wenn selbst die Versorgung mit Arzneimitteln kein Monopol der stationären Apotheken mehr ist, geschweige denn die flächendeckende Versorgung mit Lebensmitteln - dank der Discounter auf der grünen Wiese - für die Oma auf dem Lande gesichert ist, welche Schutzbedürftigkeit hat dann der Modell(bahn)-Handel?

Ich sehe es so: Wenn "der Markt" in ausreichendem Maße örtliche Fachhändler wünscht, dann wird dort auch soviel eingekauft, dass der Händler überleben kann.
Wenn nicht, will entweder "der Markt" nicht (weil eben doch mehr, als von dem einen oder anderen angenommen, per Internet oder auf andere Weise im Versandhandel einkaufen), oder der örltiche Händler macht etwas falsch.

Marktregulierung steht - wenn das denn im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft notwendig ist - allenfalls dem Staat zu, keinesfalls einzelnen Unternehmen. Bei denen dürfte auch kaum ein gesamtwirtschaftliches Interesse im Vordergrund stehen, sondern  naturgemäß eines an maximierten Gewinnen.

Dass es dennoch faktisch in vielen Fällen, vor allen in denen Anbieter über eine überdimensionierte Anbietermacht verfügen, so ist, wie Michael es in @42 beschreibt, ist nicht zu bestreiten. Wohin das führen wird, werden wir möglicherweise noch schmerzhaft erfahren. Im Bereich der Öl - und Energiekonzerne können wir bereits die Ergebnisse derartiger Prozesse beobachten. Bei Lebensmitteln geht es weiter, nachdem die Großen der Branche im Zuge der von ihnen forcierten "Marktbereinigung" ihre Claims offenbar abgesteckt haben. Ein ähnlicher Prozess ist bei den Modellbahnherstellern gerade im Gange, wenngleich ich die Erfolgschancen als geringer einschätze. Mobellbahnen muss ich - im Gegensatz zu Strom und Lebensmitteln - nicht kaufen. Ich wage zu prophezeien: Wenn die Maßnahmen, die jetzt zur "Marktregulierung" ergriffen werden, nicht greifen und sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass sich mehrere Vertriebswege (eben auch ebay) etabliert haben, werden die Hersteller letztlich an alle verkaufen, die bereit sind, ihnen die Ware abzunehmen. Jedenfalls werden sie im Zweifel weniger an den Schutz "ihrer" Händler denken, als an das eigene Überleben.

Gruß
K.U.Müller

Wir haben es bei Uhren gemerkt, wir hatten bestimmte Marken bei Ebay im Shop mit ca. 10 bis 15 % minus zum Ladenpreis. Etwa 4/3 der Marke so verkauft, das wurde dann von der Firma verboten, und das Ergebnis ist jetzt es werden von der Marke fast keine Uhren mehr verkauft.
  

Gruß von Karl - Michael
Moin Arnold (# 15),

"Das Spannungsfeld ist klassischerweise folgendes: Sind die Händlerspannen hoch um kleinen Händlern das Überleben zu ermöglichen gibt es Broker die Volumen machen indem sie die Preise unterbieten. Ergebnis: die kleinen Händler verkaufen nichts, können keinen in der Fläche vorhandenen Support für dei Hersteller und Kunden geben, es gibt irgend wann nur noch Versandhändler.
Der Versuch der Hersteller ist eben Bedingungen zu definieren, die diesen Unfug in Grenzen halten."

Das passt aber nicht zu der Tatsache, daß Märklin Händlern, die zu wenig Umsatz machten, von der Lieferliste gestrichen hat.

Gruß
Kai


Beitrag editiert am 13. 05. 2008 03:26.
Hallo,

im Elektrogroßhandelsbereich stelle ich fest das es sich schon umgekehrt hat. Es zählt nicht mehr der Umsatz. Es gibt immer mehr Großhändler die ihre Ware mit einem geringen Mindestbestellwert pro Lieferung von weit her versenden und das zu günstigeren Konditionen als der Großhandel vor Ort! Die haben gemerkt das auch "Kleinvieh Mist" macht!

Gruß
Volker
... hat nun also auch BRAWA zu viel Umsatz ?

>>Ich habe gehört: Brawa gestattet den Händlern nur noch einen geringen Kalkulationsspielraum - wer sich nicht daran hält wird nicht mehr beliefert. Scheint sich ja zu bestätigen.<<
http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/r...,3798320#msg-3798320

gaga
@49

Ein weiterer Versuch, das Verbot der Preisbindung mit zweifelhafter Methode zu unterlaufen. Aber der Versuch wird letztlich scheitern. Das Aufkommen der Selbstbedienungsläden löste damals auch das weitgehende Sterben der Tante-Emma-Läden aus - auch wenn wir das bedauern mögen. Und danach gab es eben Händler wie Albrecht, die eine Idee hatten und in die Tat umsetzten. Dem wollten und konnten sich die Hersteller von Lebensmitteln nicht durch Aldi-Boykott entgegenstemmen. Letzten Endes werden auch die Moba-Hersteller einknicken, wenn die Umsatzeinbrüche da sind.

Es mutete auch schon ein wenig wie Größenwahn an, wenn ein paar mittelständische Betriebe aus der Moba-Branche EON spielen.

Im Übrigen haben wir es vor allem als Endverbraucher in der Hand, solchen Praktiken einen Riegel vorzuschieben.Ich bin ja nicht süchtig und verfüge außerdem - wie wohl die meisten von uns - über ausreichend "Stoff", dass ich sehr lange ohne Neueinkäufe auskommen kann. Zur Not baut man eben nach US-Vorbild und bestellt in den USA.

Gruß
K.U.Müller

P.S. Ich rede hier ausdrücklich nicht dem "Geiz ist geil" das Wort. Aber ich bin strikt gegen den Versuch, überlebte Strukturen künstlich aufrecht zu erhalten - und der herkömmliche Moba-Handel in der Tradition der 60er-Jahre hat keine Überlebenschance.
Na, ich denke, man kann Mobakauf nicht mit Mehl-,Butter-, Salzkauf vergleichen. Moba wird immer von Service und Dienstleistung abhängen mit steigender Tendenz durch älterwerdende Kundschaft. Das ist ein Trend in fast allen Branchen und wird von uns am PC evtl. nicht so wahrgenommen.
Die Händler mit einem guten Standort, die den Servicegedanken hochhalten, machen beinahe "erschreckend" hohe Umsätze hier in der Gegend. Natürlich "muss" man als Händler dann in Kauf nehmen, dass ein Kunde um 18.59 kommt und eine Stunde beraten werden will. Wem das zu lästig ist, der hat seinen Job verfehlt.
Zitat eines Händlers neulich : "Heute war wie Weihnachten". Er meinte damit seinen Umsatz an dem normalen Wochentag Anfang Mai.

Jürgen H.
Es sind ja vermutlich die Rabattstrukturen bzw. sehr unterschiedlichen Einkaufskonditionen, welche zu der aktuellen Situation führen. Was, wenn ein Anbieter einfach keine Staffel EKs mehr anbietet, jeder kauft zu gleichen Preisen ein? Dann wird es immer noch Händler geben, die zu Dumpingpreisen anbieten, aber die Differenz dürfte geringer sein. Davon abgesehen ist das Thema nicht so groß, dass nicht fast jeder lokale Händler im Internet mitwirbeln könnte. Den Einsatz muss er aber bringen.

Schöne Grüße, Carsten
Jürgen,

von deinem "Weihnachtshändler" zu lesen ist schön. Es zeigt, dass man auch unter heutigen Bedingungen erfolgreicher Händler sein kann. Alle anderen haben den Knall noch nicht vernommen oder verharren in der Jammerschockstarre.

Schöne Grüße, Carsten
@51

Natürlich hat jede Branche ihre spezifischen Eigenarten - insoweit hast Du natürlich Recht, dass Lebensmittel nicht gleich Moba sind. Aber die strukturelle Seite der Entwicklung ist m. E.  durchaus vergleichbar.

Ansonsten sind Deine Beispiele von engagierten und offenbar fachkundigen Händlern erfreulich - zeigen sie doch, dass es auch welche gibt, die sich auf Veränderungen einzustellen wissen. Und wer wirklich guten Service bietet und auch ansonsten mit der Zeit geht (z,.B. eine brauchbare Internet-Präsenz hat, Seminare organisiert, ohne Herstellerhilfe kalkulieren kann, etwas von Deckungsbeitragsrechnung versteht usw.), wird auch trotz hartem Wettberwerb bestehen.

@52

Das ist ja genau die Farce, die hier aufgeführt wird. Ohne entsprechende Hersteller-Abgabe-Preise an Versand-Händler wären die nun beklagten Dumping-Preise überhaupt nicht möglich. Die Hersteller gehen also jetzt gegen die Folgen ihrer eigenen Preispolitik bzw. fehlgeschlagenen Marketingstrategien vor. Lächerlich vor allem in der Konsequenz: Man wirft also den "Billigmachern" vor, die Rabatte nicht selbst eingesackt, sondern sie teilweise an Kunden weitergegeben zu haben. Wenn man aber bedenkt, dass die meisten Hersteller doch nur Händler mit Ladengeschäft beliefern, ist die Richtung klar: Preise könnt ihr örtlich machen, wir ihr wollt, aber bitte nicht so transparent.

Gruß
K.U.Müller
@54

Nur zwei Beispiele einer Schnäppchenerwerbung meinerseits. Minitrix Silowagenset für offizielle 219,00 € bekam ich für 129,00 + 5,99 Versand über Ebay. Neuware, mit allem Rückgabeschnickschnack. Zieht man noch die Ebayprovision ab, hat der Händler ca. 115 € in der Kasse und wird wohl nicht draufgelegt haben, zumal es sein SofortKaufen-Preis war.
Die Aktions V60 zu 54,99 anstelle des UVP 79,90...

So wie Ingo glaubhaft darstellt, dass er bestenfalls 10% an einer Lok hat, muss Mätrix seinen Händlern sehr unterschiedliche Einkaufskonditionen anbieten. Sehr verlogen seitens Big-M, diese Posse.

Schöne Grüße, Carsten

Beitrag editiert am 17. 05. 2008 13:57.
Hallo ,

... ja denkt doch bitte mal mit : angenommen ihr wäret ein unter Erfolgsdruck stehender Spielzeugimporteur, hättet ein Industriemuseum mit integrierter Schaumontage, einen eigenen Werksverkauf und Internetauftritt mit Artikeln für den "Endverbraucher" (natürlich zum UVP) - wolltet ihr dann wirklich die Ware noch an Händler zum kleineren Händler-EK abgeben ? aha !

gaga

@ 58 gaga:
nöö, ich vermarkte direkt und zentral unter Berücksichtigung von provisions- und bonusorientierten Vergütungsoptionen für evtl. aktive und vertraglich gebundene Fachhändler.

MfG
Michael
Hallo Alfred,

ich las dein Posting und kuckte nochmal drauf und sah ein Detail "Schaum Montage". Vielleicht ist es das? Ernsthaft kann ich mir nicht vorstellen, dass Märklin sein Geschäft zu 100% selber machen kann. Vergleichbar wäre ja z.B. DELL, nur halte ich deren Produkte für etwas anderes. Würde M sein Geschäft in Eigenregie abwickeln, wären Umsatzeinbrüche absehbar, dessen bin ich mir sicher. Einen neuen Compi braucht jeder mal und wird sich bei der Suche auch mal auf Dells Webseite einfinden, aber eine Modellbahn auf diese Weise kaufen, noch dazu als Neueinsteiger?

Schöne Grüße, Carsten


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;