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THEMA: Lautsprecher für ESU Loksound

THEMA: Lautsprecher für ESU Loksound
Startbeitrag
wolli - 03.01.08 19:48
Ich hab ne vielleicht doofe Frage?
ESU schreibt für seine Sounddecoder einen 100 Ohm Lautsprecher vor.
Wenn ich jetzt z.B. den kleinen von Tran mit 8 Ohm Impendanz und einen 91 Ohm Metallfilmwiderstand nehme funktioniert das ?

Ja, aber hören tuste nix.

Gruß

Uli
Hallo,

bei Loksound Micro können es bis zu 50 Ohm herunter sein. Aber selbst 8/40 (acht Vierzigstel) = 1/5 (ein Fünftel) ist zu wenig. Vier Fünftel der kostbaren Sound-Leistung werden am Widerstand verheizt.

Grüße, Peter W.
Das heißt man kann nur die ESU Lautsprecher verwenden oder gibts woanders auch noch welche?
Man kann nur die von ESU verwenden, die werden speziell hergestellt, es gibt keine anderen mit so hoher Impedanz und Leistung. Ich habe schon die Kapseln aus in-ear Kopfhörern ausprobiert, die sind überfordert und gehen schnell kaputt. In der Handyindustrie werden auf Grund der geringen zur Verfügung stehenden Spannungen nur mehr niederohmige Lautsprecher verwendet.
das wäre doch mal was für unsere Elektronik-Spezialisten. Handylautsprecher gibt es zwar nicht wie sand am Meer aber sie lassen sich schon auftreiben. Ob ein defektes handy billiger wird als der Kleine Lautsprecher von ESU bezweifele ich zwar aber...
wie wäre es mit einer kleinen niederohmigen Endstufe? Vier Schalttransistoren sollten dafür doch eigentlich ausreichen oder sehe ich das falsch? Ich meine so eine Art Brückenschaltung. OK, man braucht noch eine Negationsstufge, also 5 Transistoren, Wierstände an die Basis. Wer versucht das mal? Groß muss das ja nicht werden. Eine Kurzschlusssicherung gibt dann halt nicht aber braucht man die unbedingt bei den Bauteilpreisen von ca. 1€?

Gruß Torsten
in Leipzig hatte ein Händler, der den Lok-Sound einbaut auch Lautsprecher im Zweierpack verkauft, die waren nicht größer als ein Fingernagel, man muß nur beide in Reihe schalten. Die waren für den Loksound mini gedacht, und ich glaube kleiner als Ohrhörer.
ich hab die nicht gekauft und auch noch nicht wo anders gesehen.
Vielleich waren es diese hier:
http://www.onlinehobbyshop.de/digitaltechnik/l...009099773104861c.php


Aber ein Modellbahnfreund hat die mitgenommen. Ich kann ja mal nach der Artikelnummer fragen, vielleicht findet man die dann.
MfG
Torsten

Beitrag editiert am 04. 01. 2008 22:14.
Hallo Torsten,

> wie wäre es mit einer kleinen niederohmigen Endstufe?

Schon mal über Leistung, Bauteilgrösse und Wärmeentwicklung bei einer Spannung von bis zu 22 V an 8 Ohm nachgedacht? Das sind genau die Probleme, mit denen die Soundmodule von Tran gekämpft hatten als er noch keinen Schaltregler eingesetzt hatte.

> Schalttransistoren sollten dafür doch eigentlich ausreichen oder sehe ich das falsch?

Schalttransistoren haben da nichts zu suchen, für die Audioendstufe wird ein klassischer Analogverstärker (von mir aus im B-C Betrieb, Klirrfaktor ist ja nicht so wichtig) und eine stabilisierte Stromversorgung benötigt.

Es gibt einen voll integrierten Audio-Mono-Brückenverstärker (deppensicher inkl. Kurzschluss- und Übertemperaturschutz, das einzige was ihn umbringt ist rückwärts Einspeisen und mehr als 18 V Versorgung) im SO-8 Gehäuse in SMD. Der ist ungefähr 5 x 5 mm gross. Für die Versorgung einen Step-down Schaltregler mit Leistungstransistor bzw. IC, dieser benötigt auf jeden Fall noch eine Drossel (ca. 3 x 3 mm) und einen Elko (Tantal).

Grüße, Peter W.

Beitrag editiert am 04. 01. 2008 22:57.
Nachsatz: Für grössere Baugrössen wäre es kein Problem, einen 10:1 Ausgangsübertrager mit ca. 1 cm³ Baugrösse nachzuschalten!
@nasi

Habe gerade mal Deinen Link angeschaut.
Die Beschreibung find ich Klasse, nur die Zahl "?" sagt mir garnichts. Also soll ich die Katze im Sack kaufen?
<rund, ohne Schallkabsel, ? Ohm >

Gruß, Raimond
8 Ohm Lautsprecher werden in hohen Auflagen produziert und sind daher auch entsprechend billig. Das Problem für MoBa ist, dass man bei 22V am Gleis, das verlangen ja viele Modellbahner sinnloser weise, die Ströme durch den LS beachtlich wären. Leider bekommt man die Mobiltelefon LS nur schwer. Hier in Wien werden solche produziert, es ist nur verdammt schwer an welche ran zu kommen. Ab werk für mich zum Beispiel nicht zu machen. Mindestabnahme sind 100.000 Stück und so. Also auch für die großen Hersteller im MoBa Bereich bereits viel. Mit etwas Kreativität über Broker bekommt man sie aber schon in tausender Losgrößen.

Ein simpler Längsregler um die Spannung zu senken, oder eine Endstufe im A Betrieb muss alles was zuviel an Spannung ist in Wärme verheizen. Somit ist das für den N Bahner ohne Bedeutung, die Volumina und Flächen sind zu klein um die Wärme abzutransportieren. Die Billigsdorferlösung ist daher einen hochohmigen LS zu nehmen um weiterhin die klassischen Verstärkerlösungen zu verwenden. Das ist ja bisher im MoBa Bereich gang und gebe.

Alternativ kann man Schaltregler nehmen um die Spannung zu senken und auf 5 oder 12V heruntertransformieren ohne großer Wärmeentwicklung und dann besser an die 8 Ohm LS zu kommen. Das macht Tran bei seinen neueren Decodern, so kann er 8 Ohm LS nehmen.

Weitere Möglichkeit ist vom ausgetrampelten Pfad abzuweichen, einen Blick in moderne Elektronikgeräte (MP3 Player) oder Bauteilkataloge zu werfen und einen "Digitalverstärker" einzusetzen. Hier werden so wie bei den Lokdecodern die Motore eben die Lautsprecher mit einer hochfrequenten PWM angesteuert. Üblicherweise arbeiten die Endstufentreiber hier mit > 100kHz. Die PWM wird dann noch etwas geglättet RC Glied und am Lautsprecher durch dessen Trägheit aufintegriert. Diese Lösung ist derzeit die billigste und erzeugt auch kaum Wärme. Teilweise sind die Verstärker ICs nur in relativ großen Gehäusen lieferbar, für N aber durchaus verwendbar. Kommerzielle Beispiele dafür die Kombidecoder von ZIMO. Die 10W eche Sinus Leistung könnte man sonst nicht so klein realisieren. Achtung derzeit nur für die Grobmotoriker daher auch oft als G-Spur bezeichnet, verfügbar. Die H0'er werden demnächst auch bedient mit'm MX640. N-tauglich ist aber der 640 noch nicht, einfach zu groß.

Zurück zum UP, nein ein Vorwiderstand zu einem 8Ohm LS und dann an den ESU oder ran zu gehen ist nicht geeignet. Der Vorwiderstand würde zuviel an Leistung verbraten die nicht "hörbar" ist. Ergebnis wäre extrem leise.
Hallo Raimond,
hier steht 100 Ohm und villeicht findet man so mal ein paar mehr Daten.
http://cgi.ebay.de/ESU-50339-Lautsprecher-13mm...Z40697QQcmdZViewItem

und hier steht auch die Esu Artikelnummer:
http://www.modellbahnecke-koeln.de/ESU.html
MfG
Torsten
Moin,
Bürklin bietet Miniaturlautsprecher Typ Digisound an.
Impendanz 90 Ohm; Bs:3-10V; Best. Nr. 38M212; Preis 1,32€ + Märchensteuer
Impendanz 170 Ohm;Bs:6-15V; Best. Nr. 38M214; Preis 1,32€ + Märchensteuer
Nennbelastbarkeit 0,2W, Stromaufnahme 40mA
(Bs=Betriebsspannung)
Maße: 18mm x 10,4mm x 14mm, Länge der Anschlüsse (Print) 4,2mm

Gruß

GüNNi
Da hätte ich nochmal eine Rückfrage zu #2 von Peter W.:
Zitat: "bei Loksound Micro können es bis zu 50 Ohm herunter sein"

Der ESU 50339-Lautsprecher-13mm-50Ohm wird im Zweierpack angeboten. Reicht nun ein einzelner, oder müssen beide in Reihe angeschlossen werden? Bzw. wenn einer allein geht, ist es dann wesentlich leiser, volumen- oder bassärmer?

Ich such nämlich gerade Platz in einer Brawa BR 216 und die Lautsprecher sind relativ groß. Am besten gefiel mir die Idee im Mobablog, den Lautsprecher in den Tank mit freier Abstrahlung nach unten einzubauen. Ein anderer hat auch schon Lautsprecher über der Schnecke eingebaut, aber ohne "Loch" im Gehäuse; da fürchte ich, dass der Klang nicht richtig rauskommt - oder macht das nicht viel aus? Hat da schon jemand Erfahrung gesammelt?

Gruß Tobias
Hallo,

von einem 2er Pack ist mir nichts bekannt. Ich habe bislang den 13 mm LS 50339 in Einzelverpackung bezogen. Dieser wird auch z.B. von GFN im Desiro ab Werk zusammen mit dem LS Micro eingebaut.

Der kleine LS wird leider ohne Schallkapsel geliefert und funktioniert auch nicht gut ohne Schallkapsel oder Resonanzraum.

Bei meiner neuen Brawa 216 Wiebe habe ich festgestellt dass der Antrieb (nachdem die Lok diesmal nicht mit Fett bis oben hin zugekleistert ist) das Gehäuse mächtig in Resonanzen versetzen kann, sie ist nämlich ziemlich laut. Da könnte der Einbau über der Schnecke, mit Abstrahlung nach oben, durchaus funktionieren (eventuell die Auspuffanlage aufbohren). Der Einbau in den Tank mit Abstrahlung nach unten ist sicher auch gut, aber bei Automatikschaltungen mit Reed-Kontakten nicht zu empfehlen da der Magnet des LS dann mitunter die Kontakte schaltet.

Grüße, Peter W.
Hallo,
das mit dem 2er Pack habe ich von Ingos Shop. Da ich keine Reed-Kontakte benutze, kann ich also wählen: Einen LS in den Tank, oder vielleicht 2 LS jeweils über die Schnecken...

Gruß Tobias
Hallo Tobias,

beim Einbau zweier Lautsprcher jeweils über den Schnecken wird es aber mit dem Platz für den Decoder und das Geräuschmocul auch in der Brawa-V160 ziemlich eng, ich befürchte dann Kurzschlußgefahr und evtl. auch thermische Probleme bei entsprechend eingepacktem Decoder/Soundmodul. Zunächst  habe diese Variante auch in Erwägung gezogen, aus genanntem Grund aber schnell davon Abstand genommen und die von mir im Blog
http://www.mobablog.info/blog.php?id=605
beschriebene Methode gewählt.  Sie hat weiterhin den Vorteil, daß der ganze innere Aufbau übersichtlich und zu Wartungszwecken verhältnismäßig einfach demontierbar bleibt.

Nebenbei: Ich habe einmal eine Roco-V320 gehört, bei der der Lautsprecher ohne Resonanzkasten im Gehäuse - zwischen Platine und Schnecke -  eingebaut war. Der Klang war ziemlich dünn und mochte so gar nicht zu der wuchtigen Maschine passen.

Peters Einwand (#14) bzgl. des Auslösens von Reedkontakten durch den Lautsprechermagneten ist übrigens gerechtfertigt, dies spielt bei mir jedoch keine Rolle, da ich keine Reedschalter verbaut habe sondern mit Reflexlichtschranken arbeite.

LG Jürgen

Beitrag editiert am 22. 08. 2008 12:48.
Hallo,

der ESU LS Micro ist ab Werk in Schrumpfschlauch eingepackt. Zwar spart man sich dabei den extra Lokdecoder, allerdings ist der LS Micro im Vergleich zum Uhl/Dietz Micro XS eher lang und schmal, und hat auch dicke Kondensatoren drauf. Es ist fraglich ob der Platz zwischen Platine und Schnecken für den LS ausreicht. Ansonsten muss man beim Soundumbau mit dem ESU die Platine zerteilen oder ganz entfernen, was auch nicht wirklich schön ist.

Grüße, Peter W.
Hallo,
als Selectrix-Fahrer hab ich nicht viele Möglichkeiten. Ein DHL200 zzgl. Soundmodul braucht noch viel mehr Platz! Oder gibts einen kleineren SX-Lokdecoder mit SUSI-Schnittstelle?

Gruß Tobias


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