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THEMA: Geländebau, was meint ihr dazu?

THEMA: Geländebau, was meint ihr dazu?
Startbeitrag
calderon - 07.11.07 06:58
Hallo liebe Forengemeinde,

Ich weis, dass das Thema bereits des öfteren hier diskutiert wurde. Viele Postings sind aber schon 1 bis 2 Jahre alt und beantworten nicht unbedingt meine Fragen.

Wie ich bei meiner Vorstellung bereits erwähnt habe, plane ich eine etwa 30 m2 große Anlage in Modulbauweise zu bauen. Mein Schwerpunkt dabei ist die Landschaftsgestaltung. Bei 3 Modulteilen (zusammen 3,50 m x 1,20 m) schließe ich demnächst den Holzunterbau (Sperrholzplatten 10 mm) ab und möchte mit dem Geländebau beginnen.

Folgende Vorgangsweise plane ich:
Das Gelände möchte ich zunächst mit "Hasenstallgitter" welches auf den Holzunterbau geklammert wird, grob formen. Auf diese Gitterkonstruktion kommen nun mehrere Lagen in Tapetenkleister getränktes Zeitungspapier.
Die Feingestaltung möchte ich anschließend mit Spachtelmasse machen. Mit der Spachtelmasse war ich jedoch bereits früher nicht ganz zufrieden, da die Abbindezeit von ca. 10 - 15 min zum Modellieren etwas zu kurz ist. Ich habe aber bisher nichts besseres gefunden. Probiert habe ich auch Pappmachee. Das Modellieren geht zwar besser, ein Feinschliff wie beim Klebespachtel war aber durch die noch vorhandenen Fasern des Papiers nicht möglich.
Gelesen habe ich auch, dass man die Abbindezeit des Gipses z.B. durch Beimengen von Gelantine gut hinauszögern kann. Probiert habe ich dies jedoch noch nicht. Zusätzlicher Nachteil dabei: Der Gips lässt sich dadurch angeblich nicht mehr gut einfärben. Wer hat hierzu Erfahrung?

Nachdem nun das entstandene Gelände den Feinschliff erhalten hat geht es ans Einfärben. Ich habe vor, den Untergund (Gipsbasis) zunächst mit einer verdünnten Abtönfarbe zu steichen. Diese soll etwas tiefer in den Gipsuntergund eindringen. Anschließend wird mit unverdünnter Abtönfarbe darüber gestrichen. Auch mit dieser Vorgehensweise war ich bisher nicht 100 % zufrieden, habe aber auch hier nichts besseres gefunden.
Nachteil dieser Vorgangsweise: Es kommt hin und wieder vor, dass Teile des Streumaterials inkl. der Untergrundfarbe abbröckeln und dann der weiße Gips zum Vorschein kommt. Vom Einfärben des Gipses halte ich nicht viel, da zum einen unmengen an Farbe verbraucht wird, und zum anderen das Abbindeverhalten des Gipses sich zu stark verändert.

Was haltet ihr von dieser Vorgehensweise, bzw. wer hat anderweitige Erfahrungen.

Thomas

Hallo Thomas,

ich nehme kein Gips mehr sondern Styrodur. Es ist etwas ähnliches wie Styropor. Nur das unter anderem  keine Kügelchen umherfliegen. Es weiteren ist Styrodur sehr leicht und man kann wunderbar Felsen und sich seine Landschaft schnitzen.
Gruß Dirk
@0
Deine Methode wird so auch von anderen Modellbauern verwendet, die sehr schöne Anlagen / Module gebaut haben. Ich persönlich arbeite nicht mit Hasengitter/Papier, sondern mit Fliegengitter/Gipsbinden als Unterlage.

Wenn dir 15 Minuten Verarbeitunsgzeit zu kurz ist, kannst du einen Spachtel auf Kunstharzbasis verwenden, gibt es auch im Baumarkt. Schau dich da mal um.

Felix
Guten morgen Thomas,

nun das Thema könnte sicherlich ganze Bände füllen, daher versuche ich mal kurz ein paar Tips zu geben.

Alternativ zu Maschendraht -(Zaun .-)) könntest Du auch Fliegengitter aus dem Baumarkt nehmen. Alternativ zum Tapetenkleister und Zeitungspapier, Gipsbinden die Du sehr günstig in der Bucht ersteigern kannst.

Alternativ zu normalen Gips kannst Du Rotband, Uniflott bzw. Moltofill nehmen, da kannst Du wesentlich länger modelieren. Den Gips würde ich ggfs mit Tiefengrund vor dem Einfärben behandeln.

Dirk hatte es ja schon angesprochen, da gibt es auch das Styrodur und recht neu auch das Modur. Über das Modur gibt es auch vom Hersteller eine Internetseite. Das Modur kann man sehr gut verarbeiten, ist aber etwas teuerer und man kommt bei scharfkantigen Gesteinnachbildungen - meiner bescheidenen Meinung nach - nicht um einen zusätzlichen Gipsüberzug herum.  Das Modur kann man aber auch mit dem Styrodur gut verbinden.

Waren jetzt mal so ein paar Tips aus den hohlen "Morgen-Bauch" herraus - vielleicht kannst Du ja was damit anfangen.

Schönen Tag noch

Klaus
Hallo zusammen,

@ Dirk
ich habe leider absolut keine Ahnung wie ein Geländebau nur mit Styrodur ohne Gips etc funktionieren kann. Hast du für mich ein paar Bilder, die die Entstehung einer solchen Landschaft dokumentieren? Für mich wird allerdings diese Methode bei den aktuellen Modulen nicht mehr durchführbar sein, da der Holzbau für die Gitter/ Papier bauweise ausgelegt ist.

@ Felix
Spachtel auf Kunstharzbasis habe ich noch nicht probiert. Ist auf jeden Fall eine gute Idee.

@ Klaus
Moltofill habe ich schon probiert. Die Verarbeitungszeit entspricht etwa der meiner jetzigen Spachtelmasse. Die anderen beiden kenne ich nicht.
Tiefengrund verwenden ist eine klasse Idee. Hab das ganze schon im Keller verwendet, als ich nach einem Wassereinbruch die Wände renovieren musste. Funktioniert tadellos auf allen möglichen mineralischen Untergründen und lässt sich gut einfärben. Werde dieses auf jeden Fall so auf der Modellbahn ausprobieren.

Danke

Thomas
>>Ich habe leider absolut keine Ahnung wie ein Geländebau nur mit Styrodur ohne Gips etc funktionieren kann<<

So: http://www.conrail1285.com/news.asp?storyid=33

MfG
claus
Hi Thomas,
ich habe festgestellt, wenn man dem Moltofill etwas Tapetenkleister und  Abtönfarbe beimischt, bleibt das ganze schon weit über 2 Stunden offen und gut zu verarbeiten. Das gleiche gilt auch für die Noch(Woodland) Geländemasse.

Gruß
Peter
Hallo,

Zum Geländebau mit Styrodur:
Ich habe mir die von claus vorgestellten Filme teilweise angesehen. Das System funktioniert wunderbar bei der Nachbildung von Felsen, Darstellung von Wüstenlandschaften etc. Jedoch habe ich den Eindruck, das für Landschaftsformen, wie bei uns, diese Methode nicht so geeignet ist. Durch das Zurechtschnitzen des Styrodurs entsteht eine sehr rauhe Oberfläche (ich schätze die Körnung auf 3 - 5 mm). In Echt wären das Wellen von 50 - 80 cm! Wenn ich aber durch Wälder bzw. über die Wiesen gehe, sehe ich eine recht glatte Öberfläche, die von Mulden oder Gräben durchzogen ist. Dies gilt für sowohl für Ebenen als auch für Berghänge. Abhilfe schafft hierbei meiner Ansicht nur wieder Moltofill, wobei ich wieder bei den oben genannten Problemen bin.
Bessert mich bitte aus, falls dieser Eindruck unbegründet ist.

@ Peter
Härtet das Moltofill + Tapetenkleister gut aus? Kann man das Ganze gut glatt schleifen und anschließend einfärben?
Wieviel Tapentenkleister mischt du bei?

Thomas

Beitrag editiert am 07. 11. 2007 12:19.
Schau die Videos zu Ende, und du siehst dass Latexfarbe die Lösung des Rätsels ist
Hier ein paar Bilder von Ed's Türanlage:
http://www.conrail1285.com/news.asp?storyid=26
Ist nicht zu rauh oder?

Ausserdem wirst du deine Landschaft doch eh noch beflocken, oder?


claus

Beitrag editiert am 07. 11. 2007 12:31.
Hallo claus,

Die Landschaft auf "Ed's Türanlage" ist optimal, so wie ich mir das Ganze vorstelle. Für mich sehr überraschend, wie die Latexfarbe die zunächst rauhe Oberfläche glättet.

Die Styrodurmethode muss ich mir auf jeden Fall merken.

Thomas
Servus,

wichtig ist die Schicht AUF dem Untergrund, egal ob mit Gips oder Styrodur gebaut wurde. z.B.:

- Holzstaub-Leim-Mischung (gibt es auch fertig als sog. Holzmaché)
Untergrund vorbereiten und grob glätten (grobes Schleifpapier), dann mit der Masse Einstreichen und modellieren.

- Sand (gesiebte Erde, ASOA etc.) auf streuen, ggfs. mit verdünntem Leim (Holzleim etc.) weiter wässern und nachstreuen. Trocknen lassen.

- Alle Flächen auf "Erde" trimmen. Egal ob mit Abtönfarbe, Sand, verdünnter Revellfarbe lassieren. Vorab überlegen auf was für "Dreck" man eigentlich aufbauen möchte.

- Begrünen mit Streugras (Elektrostat!), Turf etc.
Nicht zu viele Farben, möglichst wenig Rot und Gelb Anteile, nicht zu grelle Farben. Schattierungen und Flecken zulassen. Über den Tellerrand kucken, es gibt viel mehr als "Sommerwiese"!!!

Bei der Landschaft ganz wichtig: Uniformität vermeiden!
Keine unnötigen Platten/Ebenen, keine Parallelen zum Anlagenrand, keine unnötigen rechte Winkel. Wirklich flach ist nur der Hof vor'm Haus, alles andere ist schief, krumm und in unterschiedlichen Höhen gelegen.

Lasst eure Anlagen organisch wirken! Nicht wie auf dem Reißbrett gezeichnet. Die Natur kennt kein Geodreieck... :o))

Grüßle
Elvis.

P.S.: Das beste Vorbild ist die Natur selbst. Gerade im Winter kann man gut sehen was sich im Sommer unter dem Laub versteckt. Immer mit offenen Augen durch die Welt gehen!



Beitrag editiert am 07. 11. 2007 13:45.
Moin Thomas (# 4),

"ich habe leider absolut keine Ahnung wie ein Geländebau nur mit Styrodur ohne Gips etc funktionieren kann."

mit Küchenpapier sowie einem Gemisch aus Wasser, Leim und Abtönfarbe:
http://666kb.com/i/arv5oj9oxqv3jrn4t.jpg
http://666kb.com/i/as18or6w13fgc7f5c.jpg

Gruß
Kai
Thomas, hier ist eine andere, wunderschöne Türanlage, die ich hier schon ein paar mal vorgestellt hatte: http://kc.pennsyrr.com/layouts/dvollmer/Construction/index.html
Die Styrodurtechnik ist mittlerweile so ziemlich Standard im Anlagenbau in den USA. Offener Rahmen gilt als altmodisch.

Weil ich schon ein paar mal gefragt wurde: Eine Türanlage ist eine Anlage, die auf einem Türblatt aufgebaut ist.


claus


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