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THEMA: Wie bohrt man ein loch in ein zahnrad ?

THEMA: Wie bohrt man ein loch in ein zahnrad ?
Startbeitrag
Slorf - 02.09.07 10:18
HI Alle,

Ich versuche selber einen schienenlkw zu basteln ( mit anleitung von Gunther Wiencirz ) .

Ich benutzte einen z-spur V60 als antrieb, aber die achsen und zahnrader sind ein teil,
deswegen muss ich ein 0.8 mm loch in die zahrader bohren.

Die zahrader selber sind 4.15 mm durchschnitt.

Frage ist, wie kann ich ein loch im mitten diesen zahnrader bohren ?, oder gibt es
jemand der dies machen kann, oder vielleich sogar neue zahrrader mit achse.

Danke fuer euere hilfe

Grusse aus holland

Alex

Bist du sicher, dass es ein Teil ist? Kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht ist das Zahnrad nicht durchgebohrt, sondern nur angebohrt. Dann muss die Achse sich ziehen lassen.
Bohren geht nur in einer Drehbank. Damit "triffst" du die Mitte.

Grüße,
Jürgen H.
HI Jurgen,

Ist leider ein teil.

Habe es schon versucht, aber nicht gelungen

Aber um jetzt eine drehbank zu kaufen fuer 2 locher .....

Alex
Hallo,

vielleicht geht es so:

1. Nimm ein Stück Kunststoff oder Buntmetall
2. Spanne das Material in einen Maschinenschraubstock und spanne ihn am Bohrständer fest
3. Nimm einen dünnen Bohrer (<= 1 mm), spanne ihn so tief wie möglich ins Bohrfutter ein und bohre ein kleines Loch in das Material
4. Bohre das Loch auf den Durchmesser der Achse des Z-Zahnrades auf (so genau wie möglich)
5. Schraubstock jetzt nicht ausspannen!!!!
6. kürze die Achse auf einer Seite auf ca. 0,5...1 mm
7. stecke das Zahnrad mit der langen Achse in das Loch des Hilfswerkstückes im Schraubstock
8. Nimm den dünnsten zur Verfügung stehenden Bohrer (<= 0,5 mm), spanne ihn so tief wie möglich ins Bohrfutter und bohre den Achsstummel des Zahnrades an (Zahnrad festhalten!)
9. Bohre das Loch auf 0,7 mm auf (nachmessen - oft sind die Bohrer an der Schneide ohnehin 0,75 mm)
10. kürze die zweite Achse auf ca. 0,5...1 mm
11. reibe mit einer Microreibahle auf geschätzte 0,78 mm auf (an der Reibahle messen)
12. Zahnrad mit Nabe und Presspassung ist fertig

Aufwendig, aber sollte klappen. Wichtig ist beim ersten anbohren, dass der Bohrer tief eingespannt ist damit er sich nicht verbiegen und auf der Oberfläche davon laufen kann.
Hilfswerkstück ganz fest spannen und während es ganzen Vorganges weder den Maschinenschraubstock noch das Hilfswerkstück ausspannen, sonst die Zentrierung verloren und man muss von vorne beginnen.

Ich kann nicht garantieren dass es so klappt, aber ich würde es so versuchen. Wenn es misslingt, neue Zahnräder z.B. bei Feinmechanikermeister Beier (Adresse steht öfters im Forum) anfertigen lassen.

Grüße, Peter W.
gerade mein bruder ( fein mechaniker ) gesprochen, er hatte mir gesagt ohne drehbank gehts nicht.

also gehen die zahnrader jetzt ab zu ihm ( besser wie selber einen drehbank kaufen )

Alex
Kann immer noch nicht glauben, dass es ein Teil ist. Das heisst ja, dass das Material von Zahnraddurchmesser auf Achsen Durchmesser runtergedreht worden ist bei der Herstellung. So ein Aufwand.
Lass es machen, haste wenigsten einen Schuldigen wenn es nicht klappt. ))

Jürgen H.
Alex hat recht, die Z-Zwischenzahnräder bestehen aus einem Teil, also Zahrad mit Welle. Noch dazu aus einem sehr hartem Stahl.

Hier kann eigentlich nur ein Uhrmacher helfen, welcher noch eine gute Uhrmacherdrehbank hat. Da das Modul der Z-Zahnräder sehr klein ist, dürften von der Genauigkeitsanforderung die normalen Mechanikerdrehbänke zu ungenau sein.

Alex kann sich also nur auf die Suche nach einem guten Uhrmacher machen.

Gruß
Roland
Hallo Alex,

mail mir mal bitte den genauen Kopfdurchmesser, das Modul, die Zähnezahl und die Dicke zu.

Ich werde dann mal in meiner Kramkiste nachschauen, ob ich etwas passendes habe.

Grüße Michael Peters
Hi Michael

Was ist eigentlich das "modul" eines zahnrads ?

Alex
Hallo Alex,
Modul = Teilkreisdurchmesser / Zähnezahl

siehe auch, da wurde das schon mal ausführlicher erklärt:
http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show....b1=zähnezahl#24

Gruß Reinhard
Hallo Leute,

nachdem ich von einem Forumuser per Mail auf meine "kuriose Anleitung" in #3 angesprochen wurde wollte ich mal nachfragen ob das vielleicht jemand mal ausprobiert hat. Zumal die allgemeine Meinung ist, ohne Drehbank gehts nicht.

Grüße, Peter W.
Hallo,

vor vielen Jahren bot die Fa. M&F mal Aufsteckräder aus Edelstahl zum umspuren des Schweineschnäuzchen von Nm auf N an. Vieleicht hat jemand noch welche.

Gruß
Volker
Ich bin auch der Meinung, ohne Drehbank gehts nicht. Uhrmacherdrehbank muss nicht sein, aber Aufspannung des Zahnrades mit Spannzange oder noch besser, ausgedrehten weichen Backen am 3B-Futter. Anders kriegt man den Rundlauf zwischen Bohrung und Zahnkranz nicht genügend genau hin.

Felix
habe das ganze auf ein drehbank probiert, da war das loch zwar in die mitte, aber war die achse nicht zenkrecht im zahnrad. habe das ganze fuer jetzt mal aufgegeben

Alex
@ Alex

auch bei einer Drehbank sollte man auf Planschlag achten.

@ Felix

es gibt noch andere Maschienen wie Bohrwerk und Fräsmaschiene wo man sowas genau fertigen kann. Ist alles eine Sache des ausrichtens und der Werkzeuge.

ZB. wurden bei uns die Drehgestelle vom Talent hochkant auf einem Bohrwerk in einer aufspannung gefertigt. Alles eine sache der Dimensionen und der zur verfügung stehenden Maschinen.

Gruß Ferdi

@14
Im Prinzip hast dur recht. Praktisch wird auf der ganzen Welt jedermann die Bohrung eines Zahnrades (oder anderer rotierender Teile) immer auf der Drehbank bearbeiten, weil Spindel und Pinole bereits achsial fluchten.

Felix
Feinmachaniker
@ 15

Jetzt muss ich dir wiedersprechen.

1. Benutze ich die Pinole nie zum Bohren. Bei Spiralbohrern bis 70 Durchmesser grundsätzlich den Faulenzer. Kometbohrer bis 80-D Im Sauter Halter und alles was drüber ist bis 170 Durchmesser mit dem Bohrbock.

2. bei grosse Zahnrädern ab ca 800 Durchmesser wird die Bohrung am Bohrwerk gefertigt da das ausrichten da einfacher ist.
Gruß Ferdi

CNC Dreher
also dem Einspruch schließe ich mich an...
Ich würde mich auch niemals darauf verlassen, dass Spindel und Pinole an einer Drehmaschine fluchten! Außerdem verlaufen sich Bohrer etc.
Daher ist in jedem Falle (egal in welcher Form) ausdrehen angesagt!

meint
Roger
(Stahlformenbauer)
Was haben Kometbohrer d80 und Zahnräder d800 mit Moba=Feinmechanik zu tun???

Felix
Alles ist relativ - grosse Feinmechanik.
Gbt es da nicht die Mechanikerwinkel 45 Grad mit einer Mittelschiene zum Anreißen?
Ein paarmal gedreht und immer eine Linie gezogen, die sich im Zentrum kreuzen?

fragt sich Edmund
Hallo Edmund

Das Teil ist ein Zentrierwinkel und ich glaube nicht das du einen so kleinen bekommst.
@ Felix

Zitat
Praktisch wird auf der ganzen Welt jedermann die Bohrung eines Zahnrades (oder anderer rotierender Teile) immer auf der Drehbank bearbeiten, weil Spindel und Pinole bereits achsial fluchten.

Da stand nichts von Moba es war allgemein gehalten und in den meisten Fällen wird halt anders gefertigt.

Gruß Ferdi
Der Zentrierwinkel würde - wenn überhaupt - dann aber ohnehin nur dann funktionieren, wenn die Zähnezahl ohne Rest duch 4 teilbar ist!


Roger
@ Roger

er wäre auch zu ungenau
hallo Ferdi,
ich habe ja geschrieben: "wenn überhaupt"
aber wenn er ungleichmäßig an den Zähnen anliegt, funxt es von vorn herein nichteinmal ungenau - sondern "nurnoch daneben"

Dass da sowieso nur Murks rauskommt brauchen wir wohl nicht zu erörtern....

meint
Roger
Hallo,

hier ging es meines Wissens um das Aufbohren eines Zahnrades der Nenngröße Z, um eine länger Achse für den Einsatz auf N-Gleisen einsetzen zu können.

Wie will hier denn jemand einen Zentrierwinkel anlegen? Die festsitzend und nicht entfernbare Achse des Zahnrades hat einen Durchmesser von 1,15 mm. Das Zahnrad selbst hat einen Durchmesser von 4,15 mm.

Hier geht auch kein ausdrehen, noch dazu, wo Märklin hier einen Stahl verwendet hat, wo selbst Bohrer fast versagen.

Die einzige Möglichkeit, welche ich hier für die Verbreiterung der Spurweite auf 9 mm sehe, ist eine Verlängerung der vorhanden Achsen. Diese können durch Messingrohr verlängert werden, welches auf die Achsen aufgeschoben wird. Das kann man auf der Drehbank herstellen und dann auch die Räder entsprechend aufbohren und aufs Messingrohr aufschieben.

Gruß
Roland

Beitrag editiert am 29. 09. 2007 00:24.
Das Ganze ist aus gehärtetem Stahl ??!?!?!

Mein Gott! Warum sagt das keiner? Dann vergesst meine Ergüsse in #3 ganz schnell. Ich dachte das Ding sei aus Plastik.
Hallo,
ich kenne das Spiel mit diesen Zahnrädern,das einfachste sind die schon erwähnten Aufsteckräder.ich habe noch 4 Stüch liegen,bei Interesse mail mich an.
Ich verstehe nicht ganz,warum Du ein Loch mit 0,8 mm brauchst,die Märklinachsen haben einen Durchmesser von ca 1,2 mm.Bei 0,8 mm Achsen schlabbern diese in den Achslagern.

Gottlieb

Beitrag editiert am 29. 09. 2007 06:51.


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