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THEMA: KS-Signal dunkelgeschaltet
THEMA: KS-Signal dunkelgeschaltet
BW_Soldat - 15.08.07 14:06
Hallo,
ich habe mal an die Fachleute der Signaltechnik eine Frage:
Ich wohne an der NBS Köln-Frankfurt, dort sind ausschließlich KS-Signale aufgestellt.
Bei vorbeifahrenden ICE3-Zügen sind die Signale teilweise "dunkelgeschaltet", meines Wissen wird dies gemacht, um den Lokführer durch ein an sich Rot-zeigendes Signal (aber LZB sagt etwas anderes) nicht zu verwirren, da der LZB Block "freie Fahrt" signalisiert. (LZB-Blöcke sind kürzer als die großen Signalabstände von teilweise 30km)
Aber: Bei der Einfahrt in Frankfurt Flughafen-Fernbahnhof sind die beiden letzten Signale vor der Einfahrt auch dunkelgeschaltet, ob das erste Signal normalerweise "grün" und das zweite Signal (vor der ersten Weiche) "gelb" zeigen müßte.
Ebenfalls bei der Ausfahrt Richtung Mannheim (Gleis 5): Das Ausfahrtsignal zeigt zunächst "rot", dann erlischt es plötzlich, es kommt ZP9, der ICE fährt ab .. wieso erlischt das Signal und zeigt nicht "grün" oder "gelb"?
Wenn der ICE Richtung F-Hbf fährt, zeigt das Signal jedoch "grün" ... ????
Wer weiß, wie sich das verhält?
Hat eigentlich schon mal jemand KS-Signale in N nachgebaut? Hätte Interesse ..
Gruß
Dieter
PS: Einen netten Link über die Funktionsweise von KS-Signalen findet man unter:
http://www-users.rwth-aachen.de/christoph.schmitz2/kssignal.html
ich habe mal an die Fachleute der Signaltechnik eine Frage:
Ich wohne an der NBS Köln-Frankfurt, dort sind ausschließlich KS-Signale aufgestellt.
Bei vorbeifahrenden ICE3-Zügen sind die Signale teilweise "dunkelgeschaltet", meines Wissen wird dies gemacht, um den Lokführer durch ein an sich Rot-zeigendes Signal (aber LZB sagt etwas anderes) nicht zu verwirren, da der LZB Block "freie Fahrt" signalisiert. (LZB-Blöcke sind kürzer als die großen Signalabstände von teilweise 30km)
Aber: Bei der Einfahrt in Frankfurt Flughafen-Fernbahnhof sind die beiden letzten Signale vor der Einfahrt auch dunkelgeschaltet, ob das erste Signal normalerweise "grün" und das zweite Signal (vor der ersten Weiche) "gelb" zeigen müßte.
Ebenfalls bei der Ausfahrt Richtung Mannheim (Gleis 5): Das Ausfahrtsignal zeigt zunächst "rot", dann erlischt es plötzlich, es kommt ZP9, der ICE fährt ab .. wieso erlischt das Signal und zeigt nicht "grün" oder "gelb"?
Wenn der ICE Richtung F-Hbf fährt, zeigt das Signal jedoch "grün" ... ????
Wer weiß, wie sich das verhält?
Hat eigentlich schon mal jemand KS-Signale in N nachgebaut? Hätte Interesse ..
Gruß
Dieter
PS: Einen netten Link über die Funktionsweise von KS-Signalen findet man unter:
http://www-users.rwth-aachen.de/christoph.schmitz2/kssignal.html
Hallo Dieter,
wie Du ja schon richtig erkannt hast, darf ein LZB geführter Zug über eigentlich haltzeigende Signale fahren. Die sind aber nun dunkelgeschaltet, um den Tf nicht zu verwirren. Wenn das Signal dunkelgeschaltet ist, bedeutet das, dass es nicht Fahrt zeigen darf, da der Block dahinter noch besetzt ist. Da aber aber der LZB-Block deutlich kürzer ist, als der für signalgeführte Züge, darf ein LZB Zug hinten in den Block fahren, da ja noch ein virtuelles Haltzeigendes LZB-Signan den Block weiter unterteilt.
Und im Flughafen bei der Ausfahrt ist es genauso:
Richtung Manheim kann der "echte" Block noch besetzt sein, der letzte LZB Block ist aber schon frei. Nun darf ein Signalgeführter Zug noch nicht losfahren, deshalb darf das Asig nicht Ks 1/2 (grün/gelb)zeigen. Wenn der Zug nun seinen Abfahrauftrag erhält (Zp9) wird das Signal für den LZB-Zug wieder dunkelgeschaltet, damit er nicht über Hp 0 fahren muss. Richtung Hbf kommt es immer direkt auf grün, da in der engen Zufahrt Richtung City die Blöcke nicht weiter in LZB Blöcke unterteilt ist und somit der echte Block frei wird und somit das Asig Ks1/2 zeigen kann.
In der Zufahrt zum Flughagfenebahnhof wird es dann wohl auch so sein, da kann ichs aber nun nicht so genau beschreiben
Gruß
Dirk
wie Du ja schon richtig erkannt hast, darf ein LZB geführter Zug über eigentlich haltzeigende Signale fahren. Die sind aber nun dunkelgeschaltet, um den Tf nicht zu verwirren. Wenn das Signal dunkelgeschaltet ist, bedeutet das, dass es nicht Fahrt zeigen darf, da der Block dahinter noch besetzt ist. Da aber aber der LZB-Block deutlich kürzer ist, als der für signalgeführte Züge, darf ein LZB Zug hinten in den Block fahren, da ja noch ein virtuelles Haltzeigendes LZB-Signan den Block weiter unterteilt.
Und im Flughafen bei der Ausfahrt ist es genauso:
Richtung Manheim kann der "echte" Block noch besetzt sein, der letzte LZB Block ist aber schon frei. Nun darf ein Signalgeführter Zug noch nicht losfahren, deshalb darf das Asig nicht Ks 1/2 (grün/gelb)zeigen. Wenn der Zug nun seinen Abfahrauftrag erhält (Zp9) wird das Signal für den LZB-Zug wieder dunkelgeschaltet, damit er nicht über Hp 0 fahren muss. Richtung Hbf kommt es immer direkt auf grün, da in der engen Zufahrt Richtung City die Blöcke nicht weiter in LZB Blöcke unterteilt ist und somit der echte Block frei wird und somit das Asig Ks1/2 zeigen kann.
In der Zufahrt zum Flughagfenebahnhof wird es dann wohl auch so sein, da kann ichs aber nun nicht so genau beschreiben
Gruß
Dirk
Diese Unterteilung in LZB-Blöcke wurde übrigens durchgeführt, um die Streckenkapazitäten zu erhöhen. Einige Streckenabschnitte dürfen deshalb auch nur von Tfz mit LZB befahren werden (Oberrheinstrecke Karlsruhe-Basel z. B.).
Gruß
Marco
Gruß
Marco
Hallo,
zunächst möchte ich mich als einer der SW-Entwickler der LZB L72-CE-2 outen.
Das Thema "Dunkelschalten von Signalen" stellt sich als einrecht komplexes Regelwerk dar.
Vereinfacht kann man sagen, das es zwei Situationen gibt, bei denen das Lichtsignal dunkelgeschaltet wird:
1. Teilblocksituation:
Wie Dirk schon richtig beschrieben hat, gibt es bei der LZB die Möglichkeit einen herkömmlichen Lichtsignalblock in sogenannte LZB-Teilblöcke zu unterteilen. Dies kann erfolgen um einen vorhanden LIchtsignalblock in kürze Blöcke zur Erhöhung des Durchsatzes aufzuteilen (bei der S-Bahn München hat man bei der Einfahrt in die Bahnhöfe eine Blockteilung bis auf 50 m) oder aber zum Sparen von Aussenanlagen, z.B: NBS Köln-Rhein/Main (KRM). Doe LZB versucht die deckenden Siganle solcher LZB-Teilblockstrecken immer dunkel zuschalten.
2. Signalisierungswiderspruch
Ein Signalisierungswiderspruch liegt immer dann vor, wenn der LZB-Fahrbefehl einen höhere Geschwindigkeit vorgibt als der entsprechende Signalbegriff . Dies ist möglich, da in der LZB das reale Geschwindigkeitsprofil inclusive der maximalen Weichengeschwindigkeiten hinterlegt ist. Eine solche Situation ist die Einfahrt in Frankfurt-Flughafen. Die Einfahrsignale 15A bzw. 15AA können KS1/100 zeigen, die entsprechende Weiche ist jedoch ca. 300 hinter dem Einfahrsignal. Ohne Dunkelschaltung der Einfahrsignale würde er Zug ab Höhe des Einfahrsignals mit 100 km/h fahren. Mit Dunkelschaltung wird der Zug derart geführt, dass er erst auf Höhe der Weiche eine Geschwindigkeit von 100 km/h besitzt, er fährt also mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit als 100 km/h am Einfahrsignal vorbei.
Ich hoffe ich konnte etwas zur Aufklärung beitragen.
Weitere Information ist auch im Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Linienzugbeeinflussung
zu finden.
Gruß
MaNfred
zunächst möchte ich mich als einer der SW-Entwickler der LZB L72-CE-2 outen.
Das Thema "Dunkelschalten von Signalen" stellt sich als einrecht komplexes Regelwerk dar.
Vereinfacht kann man sagen, das es zwei Situationen gibt, bei denen das Lichtsignal dunkelgeschaltet wird:
1. Teilblocksituation:
Wie Dirk schon richtig beschrieben hat, gibt es bei der LZB die Möglichkeit einen herkömmlichen Lichtsignalblock in sogenannte LZB-Teilblöcke zu unterteilen. Dies kann erfolgen um einen vorhanden LIchtsignalblock in kürze Blöcke zur Erhöhung des Durchsatzes aufzuteilen (bei der S-Bahn München hat man bei der Einfahrt in die Bahnhöfe eine Blockteilung bis auf 50 m) oder aber zum Sparen von Aussenanlagen, z.B: NBS Köln-Rhein/Main (KRM). Doe LZB versucht die deckenden Siganle solcher LZB-Teilblockstrecken immer dunkel zuschalten.
2. Signalisierungswiderspruch
Ein Signalisierungswiderspruch liegt immer dann vor, wenn der LZB-Fahrbefehl einen höhere Geschwindigkeit vorgibt als der entsprechende Signalbegriff . Dies ist möglich, da in der LZB das reale Geschwindigkeitsprofil inclusive der maximalen Weichengeschwindigkeiten hinterlegt ist. Eine solche Situation ist die Einfahrt in Frankfurt-Flughafen. Die Einfahrsignale 15A bzw. 15AA können KS1/100 zeigen, die entsprechende Weiche ist jedoch ca. 300 hinter dem Einfahrsignal. Ohne Dunkelschaltung der Einfahrsignale würde er Zug ab Höhe des Einfahrsignals mit 100 km/h fahren. Mit Dunkelschaltung wird der Zug derart geführt, dass er erst auf Höhe der Weiche eine Geschwindigkeit von 100 km/h besitzt, er fährt also mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit als 100 km/h am Einfahrsignal vorbei.
Ich hoffe ich konnte etwas zur Aufklärung beitragen.
Weitere Information ist auch im Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Linienzugbeeinflussung
zu finden.
Gruß
MaNfred
Na .. das sind ja mal Antworten der absoluten Spitzenklasse! Vielen, vielen Dank an die drei "Beantworter" .. .png)
Vor allem der "Signalisierungswiderspruch" an dem ESig 15A / 15AA macht Sinn .. das Signal steht in der Tat sehr weit vor der ersten Weiche .. und gemäß meinen Beobachtungen fährt der ICE3 hier noch schneller als 100km/h.
Es gibt ja wirklich noch Fachleute!!!!!
TG (technische Grüße
Dieter
Vor allem der "Signalisierungswiderspruch" an dem ESig 15A / 15AA macht Sinn .. das Signal steht in der Tat sehr weit vor der ersten Weiche .. und gemäß meinen Beobachtungen fährt der ICE3 hier noch schneller als 100km/h.
Es gibt ja wirklich noch Fachleute!!!!!
TG (technische Grüße
Dieter
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