1zu160 - Forum



Anzeige:
Menzels Lokschuppen: Ihr N-Spezialist am Rhein

THEMA: Wieviel A werden benötigt?

THEMA: Wieviel A werden benötigt?
Startbeitrag
juniordigital [Gast] - 13.08.07 00:34
Hallo zusammen,

habe da mal die Frage wie folgt:

Geplant ist eine Anlage auf drei Ebenen in Spur N auf der später mal ca. 10 bis 15 Züge fahren sollten, Die Zuggarnituren bestehen aus Lok und 5 bis 6 Personenwagen mit Innenbeleuchtung.
Da ich jetzt aber die Verkabelung fest installiere, möchte ich eigentlich einmal abchecken wie viele Booster zum Einsatz kommen müssten.
Ach ja falls es notwendig ist zu wissen, ich habe die Ecos, die hat wie ich weiß 4 A, und die Weichen sind zwar über die Ecos gesteuert, aber die Magnetartikeldecoder von LDT sind mit einem sep. Trafo versorgt.
Eingeplant habe ich bis jetzt vom Gleisbau her 2 Stromkreise, d.h. für den 1. Stromkreis die Ecos mit 4 A, und später der 2.Stromkreis mit einem Booster von 5A.
Aber ich rechne mal für eine Lok im Schnitt ca. 500mA, und dann für die Innenbeleuchtung ca. 50mA pro Waggon. Ergibt 800 mA für eine Zuggarnitur. Würde ja bei 10 Zügen lt. Theorie und Rechnung ausreichend sein, nur denke ich man sollte doch sicherlich genügend Reserve einrechnen, und wenn ja sowieso noch einige Züge hinzukommen sollten, sollte doch wohl mind. ein 2. Booster von 5A eingeplant werden. Sehe ich das richtig, oder habe ich etwas vergessen??
Ach ja die GBM-Module habe ich bis zur Fertigstellung  ca. 10 bis 14 Module mit je 8 Eingängen. Jetzt weiß ich nur nicht recht, ob ich diese noch in die Berechnung einbeziehen muß?

Vorab schon einmal danke für die Hilfestellung und noch die besten Moba Grüße aus der Eifel

Dirk

Hallo Dirk,

ich stelle zur Zeit ähnliche Überlegungen an. Deine Berechnungen scheinen stimmig und konservativ zu sein. D.h. die meisten Spur-N-Loks ziehen keine 500mA und Du bist damit "auf der sicheren Seite". 50mA für die Wagenbeleuchtung setzen allerdings moderne, auf LEDs basierende Wagenbeleuchtungen voraus.

Die GBM "fressen" durch den Spannungsabfall an den 2*2 antiparallel geschalteten Dioden lediglich Spannung und brauchen somit keinen Digital-Strom. (Ich gehe mal davon aus, dass die Elektronik der GBM eine separate Stromversorgung erhalten.)

Wie sieht es mit weiteren Decodern aus (für Signale, Häuserbeleuchtung, Straßenlaternen,... ?)

Viele Grüße
Burkhard
Burkhard,

das kommt ganz auf die GBM´s an. Wenn das Besetztsignal im einfachsten Fall über Dioden und Optokoppler generiert wird, kannst du mit 5 -10mA pro Melder rechnen (je nach Koppler).
Bei 14 * 8 = 112 einzelne Melder kommt dann schon im ungünstigsten Fall noch mal 1 Ampere hinzu.

Gruß denn,
Günter
Hallo Günther,

Einspruch Euer Ehren!
Die paar Milliampere, die durch den Optokoppler fließen, entstammen dem Lokstrom und stellen keine zusätzliche Belastung dar. Die 2*2 antiparallelen Dioden dienen lediglich dazu, den Strom durch den Optokoppler nicht zu groß werden zu lassen.

Durch den Spannungsabfall am Optokoppler-Eingang bzw. den Dioden wird die für die Lok noch zur Verfügung stehende Spannung reduziert. Der gesamte Strom wird jedoch von der Lok bestimmt und ist somit vom Betriebszustand (Motortyp, Wagenzahl, Steigung, Getriebe,...) abhängig.

Eine Frage habe ich noch an Dich, Dirk.
Planst Du einen Schattenbahnhof oder sollen wirklich 15 Loks gleichzeitig fahren ?
Unabhängig davon sind die 2 Booster (Ecos plus zusätzlicher) zunächst einmal in Ordnung. Aufgrund Deiner GBM wirst Du viele Gleisanschlüsse haben und damit so flexibel sein, die Anlage später bei Bedarf mit einem weiteren Booster aufzurüsten.

Viele Grüße,
Burkhard
Stromsparen heisst auch auf den Abstellgleisen im Schattenbahnhof die Stromversorgung abschaltbar machen. Die Preiserlein brauchen in der Dunkelheit kein Licht...
Tatsächlich Burkhard??
Der OK liegt doch mit seinen beiden LED´s parallel zu den zwei Standarddioden. Die Standarddioden liefern nur die Spannung für den OK !
Schau dir mal die Kennlinien von einigen Kopplern an, du wirst dich wundern, wieviel Strom bei manchen Typen bei z.B. 1,4 Volt fließen kann.....
Immerhin soll ja am Ausgang des Kopplers auch noch was rauskommen   ( ; - ))

Grüße,
Günter
Nicht wieder alles Durcheinander hauen!
Im GBS liegen zwar die Dioden und der OK Parallel, nach aussen ist es jedoch nur ein Zweipol, der in reihe zur Lok geschaltet ist, und bei Reihenschaltung MUSS durch alle verbrauche der gleiche  Strom durch! daher ist nur der Lokstrom (und evebtuell der Verbrauch der Beleuchtung der Wagen) Interessant!
Sicher kann ein OK in der LED bis zu 50 mA nutzen, aber das ist 1. kaum nötig und 2. geht das vom Lokstrom ab!
Weniger Strom durch die Lok bedingt aber auch weniger Leistung vom Motor,
oder?

Tatsache ist, das ich von den Standard-GBM´s ausgegangen bin. Die Vögel werden in der Tat mit recht hohen Strömen betrieben.
Werden aber die OK´s in anständiger Schaltung verwendet (mit entsprechendem Vorwiderstand), ist der Mehrverbrauch nicht relevant.
Daher revidiere ich meine Meinung aus #2 !!!

Womit wieder mal bestätigt wird, niemand wird im Leben dümmer ......

Gruß denn,
Günter
Da verwechselst du etwas! Die GBS VERKRAFTEN zwar 1-3A, aber diese benötigen sie nicht! Dazu sind nämlich die Dioden da!
Der Trick ist der:
Der Strom fließt vom Trafo durch die Dioden des GBS zum Lokmotor, und dann wieder zurück zum Trafo.
Dabei fallen an den Dioden ca. 1,4-2V ab, und das bei einem Strom von 0,05-3A. Diese 1,4-2V werden dann genutzt, um durch den OK einen Strom von 5-50mA fließen zu lassen. Daher ist der in der GBS-Beschreibung angegebene Strom nur der, den Max die Lok ziehen darf, aber nicht das, was der GBS benötigt. Der vom  GBS selbst benötigte strom kommt aus der Speisespannung des GBS und nicht aus dem Fahrstrombereich. Die Lok nimmt immer den Strom, den sie braucht, lediglich die der lok zur verfügung stehende Spannung ist 1,4-2V weringer. Dies ließe sich bei bedarf aber über den Fahrregler ausgleichen, wobei es bei den meisten loks sowieso besser ist, diese mit 8-10V zu fahren, anstatt mit vollen 12V.
Hallo zusammen,
danke für die Zahlreichen und Ausführlichen Erklärungen und Bemühungen.
Meine GBM sind von Gerd Boll Modellbahntechnik (www.bmb-technik.de).
Bei den ANschlüssen habe ich nur die Digitalspannung für die Gleisabschnitte, und einmal pro GBM Masseanschluß.
Ansonsten sind nur noch die s88 Bus-Anschlüsse vorhanden.

@Burkhard
ja ich habe einen Schattenbahnhof, mit 4 Gleisen, d.h. hier kann ich 4 kpl. Züge abstellen, bzw. 3 abstellen und ein Gleis für den nächsten einfahrenden Zug, der dann wiederum einem Zug die Fahrt freigeben kann. Aber das erst später wenn ich mal mehrere Loks zusammen habe. Z.Zt. sind es 3 an der Zahl. Sicherlich noch nicht unbedingt Grund Panik zu machen wegen der Booster, aber ich möchte von vornherein die Trennstellen für die versch. Boosterkreise gleich mit einbauen, somit kann ich dann auch die Verkabelung so ausführen, daß später nur kurz umgeklemmt bzw. eine Brücke entfernt werden muß.
Aber jetzt noch die Frage:
Es gibt ja auch Booster mit 10A, was spricht denn dagegen gleich einen solchen zu verbauen, und der Strom der ECoS kann dann ausschließlich für Magnetartikel verwendet werden. Oder sehe ich da etwas falsch?

Nochmals viele Grüße aus der heute sonnigen Eifel

Dirk
Hallo Dirk,

ja es spricht etwas gegen den Einsatz solcher Jumbo-Booster: Im Kurzschlussfall fließen (kurzfristig) Ströme von 10 A statt 4 A. Es wurden Fälle berichtet, bei denen bis zum Ansprechen der Kurzschlussabschaltung dünne Leiterbahnen (Stromabnehmer der Loks) bei 8 oder 10 A bereits Schaden genommen haben.

Daher verwende ich lieber 3 Tams-Booster mit je 3 A. Deine LDT-Magnetartikeldecoder brauchen eigentlich keinen eigenen Booster, da sie eine eigene Stromversorgung erhalten werden. (Allerdings hätte ein eigener Booster den Vorteil, vom digitalen Fahrstrom unabhängig zu sein. D.h. ein Kurzschluss auf den Gleisen beeinflusst die Magnetartikel-Decoder nicht. Dann könntest Du auch einfachere Decoder ohne eigene Stromversorgung nehmen.)

Meine Empfehlung lautet:
Baue Deine Anlage wie im Ursprungs-Posting beschrieben auf. Du planst gut und flexibel. Das ist das wichtigste. Einen Booster nachkaufen kannst Du immer noch.

@Peter8
Die Idee, teuren Digitalstrom im Schattenbahnhof zu sparen, finde ich gut. Allerdings quittieren einige Lokdecoder das Abschalten des Stroms mit undefinierten Zuständen. Beim Wiedereinschlaten rennt die Lok dann mit Vollgas los. welche Lösung hast Du für dieses Problem (welches den Analogfahrer allerdings nicht betrifft) ?

Viele Grüße
Burkhard

Edit: Rechtschreibung

Beitrag editiert am 14. 08. 2007 08:18.
Hallo Burkhard,
danke nochmals für deine Erklärungen, dann werde ich bei meiner Anlage ja ohne größere Probleme (Trennstellen werden jetzt schon berücksichtigt) mehrere kleinere Booster einsetzen.

Wünsche noch ein paar schöne Sommerabende und auch Tage

Seid herzlichst gegrüßt

Dirk
Wie wäre es dann mit einer 8A Zentrale http://www.digitrax.com/prd_sc_set.php mit der PM42 dahinter http://www.digitrax.com/prd_powerman_pm42.php

Also gerade umgekehrt als die Idee mit mehreren Boostern.

MfG
Claus
@12 Claus,

die Idee ist sicherlich eine Überlegung wert. Ganz so konträr zum Konzept mit mehreren Boostern ist sie allerdings nicht. Mit dem Kurzschlussmodul PM42 werden sozusagen virtuelle Booster nachgebildet.

Allerdings kostet der Booster alleine (DB200+) schon 199 $. Dazu kommt das Modul PM42 für weitere 79$. Für das Geld kann man sich z.B. etliche Tams-Booster (3 Ampere, 50-60 €) anschaffen. Der PM42 kann - wenn ich die Beschreibung auf die Schnelle richtig verstanden habe - auch als Reverser dienen. D.h. wenn mehrere Kehrschleifen vorhanden sind, spart man sich mit der Architektur die Kehrschleifenmodule.

Zur Idee, eine Digitrax-Zentrale zu verwenden (mit integriertem Booster 305 $ und damit sicherlich günstiger als die Ecos), gebe ich zu bedenken, dass die Digitrax-Zentrale über den Loconet-Bus verfügt, während die Ecos den S88-Bus unterstützen (im Gegenzug sind die  Loconet-GBM teurer und schwerer zu beschaffen als diejenigen für den S88-Bus. Unter http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=242040 wurde die Thematik bereits diskutiert.)

Somit handelt es sich um 2 unterschiedliche Konzepte und Architekturen; beides sind gangbare Wege. Wenn man einen Weg aber einmal beschritten hat, ist eine Umkehr teuer.

Gruß
Burkhard
Loconet stört mich nicht, da ich auf ein anderes System der Gleisüberwachung zurückgreife: Im Odenwald Glotzböcke, im Hochdeutschen als Augen bezeichnet ))
... allerdings habe ich nur ein kleines Rangieranlägelchen, das für max 4 Loks ausgelegt ist.
Da kommt die Zephyr schon mit zurecht

Ich kenn die Preise nicht so. Ist das teuer? http://www.digitrax.com/prd_statdec_bdl168.php

Preise: In den USA kriegt man Alles 20-30% billiger im Laden als der Hersteller empfiehlt.

MfG
Claus
Hallo Claus,

die Preise habe ich von der Digitrax-Homepage. Dort ist der "manufacturer's suggested retail price", also die unverbindliche Preisempfehlung (natürlich in $) angegeben. Aufgrund des zur Zeit günstigen Umrechnungskurses sind die Preise schon in Ordnung.

Meine Bedenken gehen eher in Richtung der "künstlichen" GBM. Dort scheint es mir doch Probleme in der Beschaffung oder in dem Selbstbau zu geben (siehe Link aus meinem letzten Beitrag). Wie gesagt: man sollte sich vorher überlegen, was man will. Und der Initiator dieses Thread plant GBM ein...

Viele Grüße
Burkhard


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;