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THEMA: Andreaskreuze

THEMA: Andreaskreuze
Startbeitrag
ChristianL - 28.02.06 22:52
Hallo Gemeinde,

wer kann mir schreiben, ob in der Epoche III die Andreaskreuze mir rotem Dauerlicht oder mit Blinklicht betrieben wurden?

Bei Bahnschranken: Waren die Bahnschranken und einfache Andreaskreuze vorhanden oder Bahnschranken und Andreaskreuze mit Rotlicht (Dauerlicht oder Blinklicht)?

Danke!

Grüße

Christian

Beitrag editiert am 28. 02. 2006 22:58.

Moinsen Christian

Also ich erinnere mich an den Bahnübergang, an dem wir damals 1965 bis 1975 gewohnt haben. Damals noch im Niederrheinischen angesiedelt, wohnten wir an der Strecke von Neuss nach Grevenbroich. Übrigens derzeit ein hochinteressanter Bahnhof, wo vier Strecken aufeinandertrafen und reger Verkehr auch mit Zerlegung von Güterzügen herrschte. Es handelte sich um eine Durchgangslandstrasse, heute sagt man wohl Umgehungsstrasse dazu, die eine zweigleisige Strecke zum Bahnhof kreutzte. Die Bahnübergangssicherung sah wie folgt aus:

Züge lösten wohl über eine Kontaktstelle entsprechend der Vorlaufzeit die zu jener Zeit schon eingerichtete Automatik aus. In dem Schalthaus ( so eine sechseckige Betonkiste ) konnte man ein Klingeln wie beim Telefon vernehmen, voraufhin kurz danach Relaisklacken zu hören war. Dann ging auch schon ein Läutewerk an und rotes Wechselblinklicht war zu beobachten. Das Blinklicht war mittig auf den heute noch üblichen weißen Tafeln mit rotem Rand. Darunter war das Andreaskreuz. Nach weiterer kurzer Phase, so, dass Fahrzeuge wohl noch die Gleise verlassen konnten, senkten sich die Halbschranken. Ich war dann immer gespannt, was da ankam. Anfangs waren da immer noch vereinzelt Dampfloks dabei, aber die V 100 mit 4-achser Umbauwagen lösten diese dann recht schnell ab.

War der Zug dann durch, hörte das Pallimm, Pallimm auch auf, die Halbschranken hoben sich und erst dann ging das Wechselblinklicht aus.

Da diese Sicherungstechnik wohl damals noch in den Anfängen steckte und noch nicht fehlerfrei funktionierte, konnte ich oft beobachten, dass Züge durch den Zugbegleiter mit Fahne am BÜ abgesichert werden mußten. Dieses kleine "Schalthaus" stand oft genug offen, weil dort versucht wurde der Technik Herr zu werden, und als kleiner Bursche war das ja fast interessanter als der Rest drumrum.

Vielleicht hat es Dir weitergeholfen, wenn nicht, war es bestimmt eine schöne Erinnerung für mich.

Gruß Opa Liebig

Beitrag editiert am 01. 03. 2006 01:24.
Morgen!

So weit ich weis kam das Dauerlicht am Bü erst später!
Ich bin der meinung das in Epoche III noch das Blinklicht am ferbreitesten war.

Hoffe ich konnte dir etwas helfen


Gruß aus den schönen Franken

                             Axel
Opa Liebig und Axel sage ich schon mal vielen Dank!

Grüße
Christian
Noch ein kleiner Tip zur weiteren Wissensvertiefung:

Bei ernsthaftem Interesse an der Lösung der gestellten Fragen könnte man ja mal ein wenig "rum-google´n" und zwar unter dem Begriff - Bahnübergangssicherung -! Da gibt es reichlich Stoff zum Thema. Weiterhin gibt es noch eine interessante Page mit Dokumentationsbildern von BÜs unter

http://www.falkohaase.de

Auch, was Axel schrieb, in Bezug auf das Dauerlicht, trifft nur bedingt zu. Die EBÜT 80 beispielsweise war eine Entwicklung aus der Bahnsicherungstechnik in den 1970ern, die heute noch recht häufig zur gängigen BÜ-Sicherung dient. Das wurde und wird auch regional recht unterschiedlich gehandhabt. Die EBÜT 80 wird auch von Modellzubehörherstellern gerne angeboten, ist aber aufgrund ihres realen Entwicklungsabschlusses 1980 erst ab Epoche IV einsetzbar, bedingt auch zum Auslaufen der Epoche III b. ( sozusagen "Testlauf" in der Abschlußphase ihrer Entwicklung )!

Zum Abschluß hätte ich da noch eine weitere Page auf der einige betextete Bilder zu finden sind:

http://www.info-LSA.de

Vielleicht hilf es ja weiter?

Gruß Opa Liebig

Beitrag editiert am 01. 03. 2006 13:09.


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