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THEMA: Inside Deutsche Bahn
THEMA: Inside Deutsche Bahn
NMike - 11.10.26 10:53
https://www.thepioneer.de/originals/others/arti...=app&uid=QKx9GH1
Für diejenigen die es interessiert: ein Bericht des unabhängigen Mediums “the Pioneer” (nicht werbefinanziert) über die Probleme bei der Sanierung der DB.
Horrible! Z.B. fiel bei der Sanierung der rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden während der gesamten Planung niemandem auf, dass für die rund 40km Strecke die eingeplanten 11km Kabel nicht reichen würden. Jetzt werden es 150km Kabel.
Und so zieht sich dass durch alle Ebenen. Tenor: da hat kaum noch jemand wirklich Ahnung von dem was er tut, und niemand kann sich darauf verlassen dass die Angaben aus der Planung stimmen. Viele altgediente Ingenieure wären im Ruhestand, die “alten Hasen” fehlen. Egal wieviele Milliarden man noch dadrauf kippt, es wird nicht besser weil die gesamte Struktur marode ist.
Ich befürchte ja fast, dass das bald für ganz Deutschland gilt.
Mein Lösungsvorschlag: jeder der bei dem Konzern in der Planungsabteilung anfängt, sollte erst mal eine Modellbahn bauen. Dann weiss er wenigstens wieviel Kabel so eine Strecke benötigt 😎
Im Ernst: wie soll eine Generation, deren einziges Hobby in der Jugend ein Telefon war, ernsthaft in der Realität bestehen?
LG Mike
Für diejenigen die es interessiert: ein Bericht des unabhängigen Mediums “the Pioneer” (nicht werbefinanziert) über die Probleme bei der Sanierung der DB.
Horrible! Z.B. fiel bei der Sanierung der rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden während der gesamten Planung niemandem auf, dass für die rund 40km Strecke die eingeplanten 11km Kabel nicht reichen würden. Jetzt werden es 150km Kabel.
Und so zieht sich dass durch alle Ebenen. Tenor: da hat kaum noch jemand wirklich Ahnung von dem was er tut, und niemand kann sich darauf verlassen dass die Angaben aus der Planung stimmen. Viele altgediente Ingenieure wären im Ruhestand, die “alten Hasen” fehlen. Egal wieviele Milliarden man noch dadrauf kippt, es wird nicht besser weil die gesamte Struktur marode ist.
Ich befürchte ja fast, dass das bald für ganz Deutschland gilt.
Mein Lösungsvorschlag: jeder der bei dem Konzern in der Planungsabteilung anfängt, sollte erst mal eine Modellbahn bauen. Dann weiss er wenigstens wieviel Kabel so eine Strecke benötigt 😎
Im Ernst: wie soll eine Generation, deren einziges Hobby in der Jugend ein Telefon war, ernsthaft in der Realität bestehen?
LG Mike
Phils-Miniaturwelt - 11.10.26 11:07
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: NMike
Im Ernst: wie soll eine Generation, deren einziges Hobby in der Jugend ein Telefon war, ernsthaft in der Realität bestehen?
Mike, es war ein Wischtelefon und das kann (leider) viel mehr als ein analoger Apparat mit Wählscheibe aus meiner Jugend, es ist vieeel schlimmer - ich arbeite mit dieser Generation tagtäglich
Beste Grüße, Phil
spur.n.bahner - 11.10.26 11:24
Hallo Mike,
ich wohne quasi an der Strecke und beobachte die Baumaßnahmen regelmäßig. Bei solchen Berichten bin ich immer vorsichtig.
Zunächst ist eine Korridorsanierung keine Generalsanierung. Dann muss man wissen, dass die Strecke bereits vor 15 Jahren auf ESTW-Technik umgestellt wurde. Auch ETCS wurde dort bereits eingeführt. Daher wird man jetzt nicht diese Infrastruktur wieder komplett durch eine neue ersetzen. Das geschiet nur partiell. Das ist nicht vergleichbar mit Stuttgart 21. Da hatte man noch mit alter Technik geplant.
Gruß
Jürgen
ich wohne quasi an der Strecke und beobachte die Baumaßnahmen regelmäßig. Bei solchen Berichten bin ich immer vorsichtig.
Zunächst ist eine Korridorsanierung keine Generalsanierung. Dann muss man wissen, dass die Strecke bereits vor 15 Jahren auf ESTW-Technik umgestellt wurde. Auch ETCS wurde dort bereits eingeführt. Daher wird man jetzt nicht diese Infrastruktur wieder komplett durch eine neue ersetzen. Das geschiet nur partiell. Das ist nicht vergleichbar mit Stuttgart 21. Da hatte man noch mit alter Technik geplant.
Gruß
Jürgen
Zweisystemlok - 11.10.26 11:36
zu @2
Richtig, die rechte Rheinstrecke ist ESTW mäßig "durchverkabelt" von Wiesbaden bis Lahnstein, mit ausnahme von Rüdesheim (wegen den Bahnübergängen. deshalb war/ist das Stellwerk noch mit Personal vor Ort besetzt "gewesen").
Bei den Bahnhofsumbauten im Bereich Koblenz, da werden die Bahnhöfe komplett umgebaut samt neuen Weichen, Fahrleitungsmasten samt Schaltgruppen - und der Fehler der oberhalb von Köln vor einigen Jahren gemacht hat - die alte Außenverkabelung belassen - macht man aufgrund der Erfahrungen an eben dieser Strecke, jetzt kein zweites mal mehr!
Der Nachteil beim ESTW ist halt, das die Spannungsversorgung der elekrischen Komponenten (Signale, Weichenantrieben, Fahrleitungsmastschalter, etc.) im selben Kabel verläuft wie die Steuersignale, beim DSTW ist das ja getrennt worden auf 2 separate Kabel (Störsicherheit, etc.).
Gruß, Micha
Richtig, die rechte Rheinstrecke ist ESTW mäßig "durchverkabelt" von Wiesbaden bis Lahnstein, mit ausnahme von Rüdesheim (wegen den Bahnübergängen. deshalb war/ist das Stellwerk noch mit Personal vor Ort besetzt "gewesen").
Bei den Bahnhofsumbauten im Bereich Koblenz, da werden die Bahnhöfe komplett umgebaut samt neuen Weichen, Fahrleitungsmasten samt Schaltgruppen - und der Fehler der oberhalb von Köln vor einigen Jahren gemacht hat - die alte Außenverkabelung belassen - macht man aufgrund der Erfahrungen an eben dieser Strecke, jetzt kein zweites mal mehr!
Der Nachteil beim ESTW ist halt, das die Spannungsversorgung der elekrischen Komponenten (Signale, Weichenantrieben, Fahrleitungsmastschalter, etc.) im selben Kabel verläuft wie die Steuersignale, beim DSTW ist das ja getrennt worden auf 2 separate Kabel (Störsicherheit, etc.).
Gruß, Micha
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