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THEMA: Lösemittelbasierte Farben: Revell <=> Humbrol

THEMA: Lösemittelbasierte Farben: Revell <=> Humbrol
Startbeitrag
RhönbahNer - 25.09.26 07:11
Hallo zusammen,

die meisten werden das Problem der bekannten kleinen Revell-Farbdöschen mit den lösemittelbasierten Farben kennen: Einmal geöffnet, beginnt die Uhr zu ticken, bis diese Farben vertrocknet und nicht mehr verwendbar sind. Nun ist mir ein weiteres Mal eine der fast gleich großen Humbrol Enamel-Dosen aufgefallen, die bereits seit mehreren Jahren in angebrochenem Zustand in meinem Farbenkarton schlummert: Die Pigmente haben sich zwar am Boden abgesetzt, nach dem Aufrühren war die Farbe aber immer noch gut verwendbar.

Daher die Frage an die Lackierexperten im Forum: Ist dies ein glücklicher Zufall, oder verwendet Humbrol ein anderes, weniger flüchtiges Lösungsmittel? Was versteht Humbrol unter "Enamel"? Sind diese Farben damit für seltene Verwendung besser als die von Revell? Lassen sich die Humbrol-Farben, entsprechend verdünnt (womit?),  auch in der Airbrush verwenden?

Viele Grüße

Jürgen

Morgen aus Wien
Ich arbeite viel mit Vallejo Farben und bin sehr zufrieden damit. Die Fläschchen sind ideal zum dosieren, wasserbassiert und auch sehr gut für Airbrush geeignet.
Mobagrüsse Thomas

Hallo Jürgen,

ich habe in den letzten 50 Jahren weit über 100 Töpfchen von Revell und Humbrol verbraucht und den Eindruck, dass sie sich völlig gleich verhalten. Allerdings gibt es Produktionsschwankungen, die gleiche Nummer schwankt von Lieferung zu Lieferung, ferner verhalten sich verschiedene Pigmente (Farben) unterschiedlich.

Verdünnen lassen sich beide mit den gleichen Verdünnern oder mit Waschbenzin.

Zum Eintrocknen: Neu sind die Farben oft zu dick eingestellt, man muss zum Pinseln etwas verdünnen, auch nach etwa 10 Minuten pinseln. Manche Farben haben bei mir über 40 Jahre gehalten. Der Trick: Gut verschließen, d.h. nach Gebrauch Deckel fest andrücken, dadurch entsteht ein Überdruck, sofort umdrehen, dadurch wird Farbe in die Ritzen des Deckels gepresst, und mit Zwinge (Foto) verschließen, sonst hebt sich den Deckel eventuell wieder. Nach einigen Stunden kann man die Zwinge jetzt wieder abnehmen. Jetzt kann man die Töpfchen aufrecht lagern.

Puhhh, war das viel Text.

Viele Grüße
Nimersatt


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Es muß einen Unterschied geben.
Wenn ich beide mit der gleichen Verdünnung strecke, wird eine körnig, die andere nicht.

Seit einiger Zeit wechsel ich auf wasserbasierte Farben.  


Jürgen H.
Hallo Jürgen H.

die gleichen Merkmale habe ich auch festgestellt.

Gruß
Volker
Hallo!


Die Beobachtung von Jürgen kann ich bestätigen. Inzwischen verwende ich die Kunstharzfarben von Humbrol und Revell nur noch sehr selten und arbeite überwiegend mit Vallejo, AK und Revell Aqua.

Bedingt durch die Reach-Verordnung und andere EU-Regelungen wurde die Zusammensetzung der Kunstharzfarben von Humbrol und Revell mehrfach verändert. Konkret sind mir bei Humbrol mindestens drei und bei Revell mindestens zwei Generationen von Farben aufgefallen. Ganz am Anfang, als Revell seine ersten Farben auf den Markt brachte hatte ich den Eindruck, dass diese von Humbrol hergestellt wurden. Nachdem es bei Humbrol einen Eigentümerwechsel gab, hatte sich die Farben von Revell verändert, Vermutlich gab es da einen Lieferantenwechsel.

Solange die Kunstharzfarben von Humbrol und Revell nicht völlig eingetrocknet sind, können sie durch intensives Aufrühren und ggf. Hinzugeben von Verdünnung wieder verwendet werden.  Es muss Universal- oder Kunstharzverdünnung verwendet werden. Unbedingt vorher auf Verträglichkeit testen, sonst gibt es Klumpen oder Farbbrei.

Bei den ganz alten Authentic-Farben von Humbrol nehme ich immer etwas von den Bodensatz heraus und mische es außerhalb mit etwas Verdünnung leicht auf. Mit einem feinen Pinsel 0, 00 kann man damit wunderbar Feinheiten an Modellen und Figuren malen.

Grüße
BWB  
Hallo Zusammen,

ja es scheinen unterschiedliche Grundmischungen zu sein und ich verwende zufällig schon immer auch unterschiedliche Verdünner:

Revell verdünne ich außerhalb der Döschen mit Terpentinersatz damit ich Flächen besser bearbeiten kann. Möchte ich die günstigen Fließ - und Verdampfungseigenschaften von Waschbenzin nutzen, dann nehme ich das zB für Patinierungen.

Revelldosen lagere ich grundsätzlich kopfüber!

Humbrol verwende ich wenig, aber es funktioniert meiner Meinung nach überhaupt nur mit Waschbenzin, was ich für die zugedachten Arbeiten eben auch benutze.

Gut möglich, dass also Terpentin klumpt und krümelt, ich kanns ja am Wochenende explizit mal testen.

Gruß Sven
Hallo Thomas,

wie ist die Vertrocknungsneigung der Vallejo-Farben, und wie ist der Umgang damit im Alltag? Ich habe gesehen, daß es diese wohl nur in glänzend gibt - muß mit einem extra Mattierungsmittel gearbeitet werden, wenn ein Matton gewünscht wird?  Das wäre dann im Moba-Alltag (mal schnell ein paar Figürchen lackieren) ziemlich umständlich...

Grüße, Jürgen


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