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THEMA: Schienenzeppelin im Eigenbau

THEMA: Schienenzeppelin im Eigenbau
Startbeitrag
Steven Leum - 20.09.26 18:55
Hallo ihr Experten:
Wollte fragen ob es möglich ist in Spur N einen Schienenzeppelin oder Aerotrain zu bauen, der tatsächlich mit einer Luftschraube angetrieben wird?
Ich nehme einen Personenwagen mit Beleuchtung Anschluss als Basis.
Darüber konstruierte ich einen Rahmen aus Biegedraht, setze mittig den Antriebsmotor ein.
Da die Luftschraube möglichst groß sein muss  20 mm mindestens, vierblättrig von Revell Modell der B17 zb, lege ich die Welle auf Dachniveau und übersetze mit einem kleinen Getriebe, vielleicht 2:1.
Das System muss Drehzahl bis ca 8000 Umin abkönnen.
Der Aerotrain bekommt Spoiler und eine Seitenfinne.
Ich weiß es gibt den Schienenzeppelin von Krukenberg in N als Modell, dieser hat jedoch Radantrieb.
Meine Variante wäre in der ganzen N Szene wohl einzigartig.
Wenn dieses Teil heulend und kreischend anfährt und richtig Wind erzeugt ist das ein unvergessliches Erlebnis.
Danke für euer reges Interesse an dem Projekt.
Ich habe als Schüler bereits 1977 so einen Aerotrain gebaut mit einem HO Fahrwerk auf HO Gleisen, einem Hochleistungs E Motor und einer Luftschraube von Graupner. Das Teil ging ab wie eine Rakete 🚀.

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Moin Steven,

die mechanischen Widerstände sind im Maßstab 1:160 wesentlich größer als 1:160 - und dies auch bei Kato-verwandter Stromabnahme über die Radsatz-Achsspitzen.

Ergo wird ein in gleich zwei Dimensionen 160fach verkleinerter Propeller es kaum schaffen, den Schienenzeppelin vorwärts zu bewegen.

Es ist eine idealisierende Idee, der jedoch m.E. die Gesetze der Physik verhältnisbezogen entgegenstehen.

Obwohl es ja heißt, "Es wird nochmal ein Wunder geschehn'".

Beste Grüße, Norrskenet
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Steven Leum

Meine Variante wäre in der ganzen N Szene wohl einzigartig.


Wenn es das Modell tatsächlich schafft, "nur" per Propeller in Bewegung zu kommen, sicherlich. Ich bezweifle allerdings, ob Dein Propeller die notwendige Power entfalten kann, um das Modell zu bewegen, Stichwort Rollwiderstand.
Ich habe meinerseits bereits ein Unikat im Hause, dessen Fahrbewegung zwar nach wie vor über die Räder erfolgt, aber einen getrennten und eigenen Antrieb für den Propeller eingebaut hat. Über die Soundsteuerung wird zuerst der Propeller gestartet und der Motorsound eingespielt, bevor sich der Antrieb für die Räder um die Bewegung kümmern kann.
Siehe YouTube
https://youtu.be/RB1_KEZeS_w?is=aruLR04_w12YsgSa

Gruß aus Nordertown

Habe vergessen zu erwähnen  das ich als Schüler 1975 bereits einen Propeller geriebenen Aerotrain im Maßstab HO erfolgreich gebaut hatte. Habe davon leider keine Fotos mehr, er hatte zwar HO Fahrgestell, war aber deutlich grösser und hatte eine Luftschraube von Graupner Flugbau, ca 7 cm Durchmesser. Er wurde teuflisch schnell.
Moin,
die Reibung der Achsen wird das wahrscheinlich zum Scheitern bringen.
Die Achsenzahl gering halten, also nur zwei Achsen. Zusätzlich die Reibung mit Kugellagern verringern. Allerdings weiß ich nicht, ob es so kleine Kugellager gibt.
Dann kommt noch der Kompromiss zwischen Leichtbau und ausreichender Stabilität hinzu. Das Getriebe darf bei 8000 1/min nicht auseinanderfliegen.
Der Propeller wird kaum genügend Druck zum Antreiben des Fahrzeugs erzeugen.
Alles zusammengefasst scheint mir das Projekt in 1:160 nicht machbar, wenn nur der Propeller das Fahrzeug antreiben soll.
Gruß, Thomas S.
Hi Steven,

Herbsblues??
Als allererstes. Hast du schon dran gedacht das du dann evtl auch Bremsen brauchst?


Ich könnte dich zwar jetzt mit dem Thema Dimensionsanalyse bzw. Modelltheorie überschütten, aber warum versuchst du es nicht gleich ganz einfach?

Besorg dir einen alten Wagen mit Stromabnehmern, Gehäuse weg, und hau da mal einen motor mit möglichst grösstem Propeller drauf. Dann kannst schauen wie schnell der drehen muss, evtl wird es zu laut oder der vibriert zu stark (Wuchten…). Ich denke in 160 wird es nichts vernünftiges, evtl kleiner Geck, wenns überhaupt klappt. Aber dann hast du deine Antwort.
Danach kannst dir ja immernoch den Rest überlegen.

LG ChristiaN
Wie ich bereits sagte habe ich als Schüler 1975 bereits so einen Aerotrain gebaut, der funktioniert hat, allerdings nicht in diesem Maßstab, sondern viel größer.
Damals habe ich einfach mit Schubumkehr gebremst bzw mit Gummibändern am Ende der Piste.
Nein, im Maßstab 1:160 ist das Neuland und wie du bereits richtig sagst ist die Unwucht der oberen Welle und der Luftschraube die eigentliche Herausforderung.
Aber: Um etwas echt Einzigartiges in der N Szene hinzukriegen, quasi "Geschichte zu schreiben", brauche ich Schub und Motivation.
Drohnenpropeller. Wenn ein 249g schweres Teil mit 4 solchen Props vertikal abheben und fliegen kann, sollte es 1 Propeller nur waagrecht doch locker schaffen.
Probier es aus. Ich würde allerdings kein Getriebe nehmen sondern eine lange gerade Welle mit leichter Neigung. Der Propeller sollte ja auch wie beim Vorbild nach unten geneigt sein damit das Teil auf der Schiene bleibt. Du wirst allerdings vor Kurven irgendwie bremsen müssen, also z.B mit Rad oder Schubumkehr. (Das Orginal konnte Schubumkehr nur nach manuellem Umrichten der Propellerblätter und gebremts wurde nur mit den Rädern. also gut das bei den Rekordfahrten nix im Weg war) Ich nehme auch an dass die meisten Anlagen um sowas zu fahren zu klein sind, also 10m gerade Strecke ist wahrscheinlich das mindeste.

Grüße,
Harald.


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